Mittwoch, 7. September 2011

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (05. - 09.09.11)

Am Montag, den 05.09.11, ließ die Furcht der Anleger vor einer Rezession und der Ausweitung der Schuldenkrise die Kurse an den europäischen Aktienmärkten abermals sinken. Es waren fast alle Aktien betroffen. Am stärksten verloren Autowerte und Bankaktien. Bei den Bankaktien riefen Forderungen des Internationalen Währungsfonds nach einer Zwangskapitalisierung europäischer Institute Verunsicherung hervor. Der designierte Präsident der Europäischen Zentralbank Draghi hält die Warnung vor einer Kapitallücke für übertrieben.
Nach einem zwischenzeitlichen Absturz auf 5208 Punkte, den tiefsten Stand seit Juli 2009, gab der DAX in Frankfurt um 4, 9 Prozent auf 5270 Punkte nach. Der Kurs der Deutschen Bank verlor 9 Prozent nach einer Klage in den Vereinigten Staaten und einer bevorstehenden Klage in Großbritannien. Der Kurs von Thyssen Krupp sank um 7 Prozent.
Der SMI in Zürich verlor 4, 1 Prozent auf 5140 Punkte.
Am Dienstag, den 06.09.11, gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten den dritten Tag in Folge nach. Ursächlich für den Kursrückgang waren die mit einem Rückgang von 2, 8 Prozent im Juli 2011 schlechter als erwartet ausgefallenen Auftragseingänge der deutschen Industrie. Der überraschende Anstieg des Einkausmanagerindizes für die Dienstleistungsbranche in den Vereinigten Staaten konnte nur kurzfristig für eine Kurserholung sorgen. Bankaktien gaben überdurchschnittlich nach.
Bis kurz vor Handelsschluß sank der DAX in Frankfurt um 1, 3 Prozent auf 5180 Punkte.
Nach Ankündigung der Schweizerischen Nationalbank, künftig einen Wechselkurs von 1, 20 Franken je Euro zu garantieren, gewann der SMI in Zürich entgegen der allgemeinen Markttendenz um mehr als 5 Prozent, um später mit einem Plus von 3, 6 Prozent bei 5330 Punkten zu enden. Die künstliche Verbilligung des Franken soll die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizerischen Exportindustrie stärken.
Am Mittwoch, den 07.09.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nach drei verlustreichen Tagen. Ursächlich für den Kursanstieg waren drei Ereignisse:
  1. die freundlichen Vorgaben der Wall Street
  2. die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit des bisherigen Vorgehens der Bundesregierung bei der Verabschiedung der umfangreichen Finanzhilfen für Griechenland und andere Euro Länder
  3. der über den Erwartungen liegende deutliche Anstieg von 4 Prozent im Montasvergleich und gut 10 Prozent gegenüber Juli 2010 der deutschen Industrieproduktion im Juli 2011.

Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg von 4, 1 Prozent legte der DAX in Frankfurt abschließend bis kurz vor Handelsschluß 3, 4 Prozent auf 5370 nPunkte zu. Neben den Bankwerten gewann die Aktie von Thyssen Krupp 5 Prozent.
Im MDAX stieg die Aktie von LEONI AG um 8, 46 Prozent.
Nach dem Anstieg von 4, 4 Prozent am Dienstag zog der SMI in Zürich um weitere 1, 9 Prozent auf 5470 Punkte an.
Am Donnerstag, den 08.09.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten leicht weiter. Auf seiner Pressekonferenz gab der Präsident der Europäischen Zentralbank das Ende des Zinserhöhungszyklus und eine Senkung der Wachstumsprognose bekannt.
Der DAX in Frankfurt gewann bis kurz vor Handelsschluss 0, 1 Prozent und endete bei 5407 Punkten. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg bis zu 6 Prozent legte die Deutsche Bank 2, 4 Prozent zu. Aus der Bekräftigung ihres Gewinnzieles für 2001 schlossen die Marktteilnehmer, dass die Börsenturbulenzen der vergangenen Wochen keine tiefen Spuren in der Bilanz hinterlassen werden.  Dagegen verlor die Commerzbank 0, 3 Prozent.
Der SMI in Zürich stieg um 0, 8 Prozent auf 5545 Punkte.
Am Freitag, den 09.09.11, sanken die Kurse an den europäischen Aktienmärkten. Ursache für den Kursrückgang waren zwei Ereignisse:

  1. die wenig überzeugende Rede des Präsidenten der Vereinigten Staaten zur amerikanischen Konjunktur. Präsident Obama will ein Konjunkturprogramm von 450 Mrd. Dollar zur Ankurbelung der Wirtschaft. Es bestehen jedoch Zweifel an der Wirksamkeit und Durchsetzbarkeit des Programms.
  2. der Rücktritt des Chef Volkswirts der Europäischen Zentralbank, Jürgen Stark.
Der Bankenindex verlor sehr stark. Goldman Sachs reduzierte die Kursziele mehrerer Banken.
Der DAX in Frankfurt verlor bis kurz vor Handelsschluß 3, 2 Prozent auf 5235 Punkte. Die Kurse der Banken gaben deutlich nach: Commerzbank - 7 Prozent und Deutsche Bank - 5 Prozent.
Der SMI in Zürich sank um 1, 3 Prozent auf 5455 Punkte, ein vergleichsweise geringer Kursrückgang wegen der Nachfrage nach wenig konjunkturabhängigen Aktien wie Nestlè.

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