Mittwoch, 14. September 2011

größter Kurssturz des Euro

Am Montag, den 12.09.11, führte die Diskussion um eine Staatspleite Griechenlands innerhalb der deutschen Bundesregierung zum größten Kurssturz des Euro seit seiner Einführung an den Finanzmärkten 1999, weil er innerhalb von drei Handelstagen mehr als 5 Cent an Wert verloren hat. Am Montag kostete er weniger als 1, 36 Dollar, dem tiefsten Stand seit Februar 2011.
Ursächlich für den Kurssturz waren Aussagen von Vizekanzler Rösler (FDP) über eine geordnete Insolvenz Griechenlands. Im Bundesfinanzministerium gibt es Überlegungen über eine Beherrschbarkeit der Umschuldung Griechenlands.  Nach einer Erklärung der griechischen Regierung soll das Land noch bis Oktober 2011 solvent sein. Die Kosten für eine Kreditausfallversicherung griechischer Anleihen stiegen mit 3, 950 Mill. Euro für fünfjährige Papiere mit einem Volumen von zehn Mill. Euro auf einen neuen Rekordstand.
Viele Anleger trieb es in sicher geltende Währungen. Nach der Festlegung eines Mindestkurses für den Schweizer Franken tritt jetzt der Yen als Fluchtwährung an seine Stelle.
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreichte mit 1, 7 Prozent einen neues Rekordtief. Im April 2011 lag die Rendite noch bei rund 3, 5 Prozent.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen