Bei herbstlichem kühlem Wetter habe ich es gewagt, vielleicht das letzte mal in diesem Jahr auf meiner Terrasse zu grillen. Nach dem Grillen habe ich mich allerdings wieder in meine Wohnung zurückgezogen.
Heute vor zehn Jahren haben islamistische Attentäter in New York und Washington über 3000 Menschen getötet. Es war ein sonniger Dienstag. Ich kam von einer Sitzung meines Ausschusses für Kriegsdienstverweigerung in Mönchengladbach Neuwerk zurück. Zufälligerweise habe ich den Fernseher eingeschaltet, um Nachrichten zu sehen. Ich wunderte mich über die düstere Stimmung und sah dann, wie Rauchwolken über den Wolkenkratzern in Manhattan standen. Erst allmählich habe ich begriffen, was geschehen ist. Es war unfassbar. Niemand hat sich bis zu diesem Tag vorstellen können, dass Attentäter zwei Flugzeuge in Hochhäuser lenken konnte.
Ich bin kein Terrorismusexperte, aber mir stellt sich immer noch die Frage, wie zwei Flugzeuge trotz Luftraumüberwachung durch Fluglotsen in zwei Hochhäuser rasen können, ohne dass Abfangjäger sie daran hindern. Während meiner Arbeit als Beamter in der Wehrverwaltung, war ich eine Weile im Referat Luftrecht tätig. Als einmal ein Pilot ohnmächtig wurde und die führerlose Maschine eine Gefahr für den Luftraum bildete, fragten die militärischen Fluglotsen an, ob man das Flugzeug nicht abschießen könne. Es handelt sich sicher um eine schwierige Rechtsfrage, bei der verschiedene Interessen gegeneinander abgwogen werden müssen. Ich bin mir aber sicher, dass die Regierung der Vereinigten Staaten über Spitzenjuristen verfügt, um eine so verwickelte juristische Frage sachgerecht lösen zu können.
Die Folgen Attentates vom 11.09.01 sind heute noch spürbar. Ground Zero ist noch nicht wieder hergestellt. In Afghanistan kämpfen immer noch Amerikaner und Deutsche gegen die Taliban. Der Irak ist immer noch ein Unruheherd. Die Kosten des Krieges gegen den Terrorismus sind gewaltig und fehlen zur Bekämpfung der aktuellen Wirtschaftskrise.
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