Sonntag, 6. Februar 2011

Moby Dick Pottwal

Bekanntlich habe ich damit begonnen, bestimmte Sachthemen im Zusammenhang mit dem Roman Moby Dick zum besseren Verständnis seines Inhalts darzustellen. Herman Melville beschreibt in seinem Roman den Pottwal, unter anderem seine Flosse, seinen Kopf und andere Körperteile. Deshalb ist es von Interesse, Einzelheiten im Zusammenhang mit seinem Roman zu erfahren

Der Pottwal

Der Pottwal, ein Säugetier in der Ordnung der Wale, ein Zahnwal, bildet mit den Zwergpottwalen die Familie der Pottwale.
Pottwalmännchen, größer und schwerer als Weibchen, auch Pottwalbullen genannt, sind mit einer Länge von 18 Metern und einem Gewicht von 50 Tonnen die größten bezahnten Tiere der Erde. Im 19. Jahrhundert scheinen die Pottwale noch größer gewesen zu sein.
Charakteristisch für die Art ist der enorme, fast quadratische Kopf, der bis zu einem Drittel der Gesamtlänge ausmacht. Im Vergleich zur Gesamtlänge des Schädels mutet der Unterkiefer fragil an und besitzt teilweise mehr als 20 cm lange Zähne. Auffällig ist, dass die Zähne nur im Unterkiefer durchbrechen und im Oberkiefer in entsprechende Höhlungen einrasten. Die Zähne im Oberkiefer bleiben unsichtbar. Das Jagd- und Fressverhalten ist bis jetzt ungeklärt.
Der  Körperbau ist massiv und der Rückenbuckel oder die Rückenflosse niedrig. Von der Rückenflosse bis zur Schwanzfluke ziehen sich Buckeln oder Zacken hin. Der Pottwal hat kurze, stummelartige Brustflossen. Seine Fluke in Form von zwei aneinander liegenden rechtwinkligen Dreiecken sind an der Spitze leicht abgerundet und in der Mitte tief eingekerbt.
Der Pottwal, in allen Ozeanen vorkommend, findet sich am häufigsten in den Tropen und Subtropen.
Der Pottwal kann über 350 m tief tauchen. Sein Tauchgang kann 20 bis 80 Minuten betragen. Warum der Pottwal eine Stunde und mehr ohne Luft zu holen in der Tiefe bleiben kann, ist noch nicht endgültig geklärt.
Pottwale jagen hauptsächlich Tintenfische und zu einem geringen Anteil Fische sowie teilweise größere Krustentiere, wobei Pottwalbullen besonders in den nördlicheren Gebieten mehr Fische jagen.
Pottwalweibchen bilden Schulen von 15 bis 20 Tieren. Geschlechtsreife Pottwalbullen schließen sich ebenfalls zu Gruppen zusammen.
In der Fortpflanzungszeit schließen sich die Pottwalbullen den Schulen der Pottwalweibchen an und bilden einen Harem von zehn Weibchen.
Pottwalweibchen werden mit acht Jahren geschlechtsreif und  Pottwalbullen mit 20 Jahren. Erst mit 25 Jahren suchen Pottwalbullen die Schulen der Pottwalweibchen auf und zeugen Nachwuchs. Pottwalbabys werden in der Steißlage geboren und erscheinen mit dem Schwanz zuerst. Pottwalbabys bleiben so lange wie möglich an der Nabelschnur der Pottwalmutter. Die Mutter spritzt dem Baby die Milch aus den Zitzen unter hohem Druck direkt ins Maul. Das Baby wird ein bis zwei Jahre gesäugt. Die Lebenserwartung von Pottwalen beträgt 75 Jahre.
Zu ihrem Schutz bilden Pottwale die Formation der Margeritenblüte.
Die deutsche Bezeichnung Pottwal bezieht sich wie auf einen Pott herausragenden Kopf des Wals. Die englische Bezeichnung Sperm Whale erinnert an das Aussehen des Walrats.

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