Mittwoch, 9. Februar 2011

Moby Dick und der Wal

In loser Reihenfolge schreibe ich zum besseren Verständnis des Romans Moby Dick von Herman Melville zu bestimmten Themen, die in dem Roman angesprochen werden. Der Titel des Romans lautet Moby Dick or The Whale. Es geht also um den Wal in seiner Systematik und seine kulturelle Bedeutung sowie den Walfang.

Die Systematik des Wals

Die Wale stellen eine Ordnung der Säugetiere mit knapp 80 ausschließlich im Wasser lebenden Arten dar. Um diese Säugetierordnung zu verstehen, benötigte man eine systematische Ordnung, die Systematik des Wals.
Die Überklasse bilden die Kiefermäuler. Die Wale gehören zur Reihe der Landwirbeltiere und zur Klasse der Säugetiere mit der Unterklasse der höheren Säugetiere der Überordnung Laurasiatheria mit der Ordnung Wale.
Die Ordnung der Wale bilden zwei Unterordnungen, nämlich die Bartenwale und die Zahnwale.
Die Bartenwale untergliedern sich in weitere Ordnungen, nämlich die Glattwale, die Zwergglattwale, die Grauwale und die Furchenwale.
Die Glattwale unterteilen sich in vier Ordnungen, nämlich den Grönlandwal, den Atlantischen Nordkaper, den Pazifischen Nordkaper und den Südkaper.
Die Zwergglattwale und die Grauwale haben keine spezifischen Untergliederungen.
Die Furchenwale untergliedern sich in zwei Ordnungen, nämlich die Megaptera mit dem Buckelwal und die Balaenoptera.
Die Balaenoptera untergliedern sich in drei Ordnungen, nämlich die Zwergwal - Gruppe, die Blauwal - Gruppe und die Brydewal - Gruppe.
Die Zwergwal - Gruppe untergliedert sich in die Ordnungen nördlicher Zwergwal und südlicher Zwergwal.
Die Blauwal - Gruppe besteht aus den Ordnungen Finnwal und Blauwal.
Die Brydewal - Gruppe untergliedert sich in vier Ordnungen, nämlich den Brydewal, den Seiwal, den Edenwal und den Omurawal.
Die Zahnwale unterteilen sich 7 Ordnungen, nämlich die Pottwale, die Schnabelwale, die Gangesdelfine, die Flussdelfine, die Gründelwale, die Schweinswale und die Delfine.
Die Pottwale bestehen aus den Ordnungen Pottwal und Kogia mit den Unterordnungen kleiner Pottwal und Zwergpottwal.
Die Schnabelwale untergliedern sich in die Ordnungen Zweizahnwale, Entenwale mit den Unterordnungen nördlicher und südlicher Entenwal, den Cuvier - Schnabelwal, die Schwarzwale mit den Untergruppen südlicher Schwarzwal und Baird - Wal, den Shepherd - Wal und den Longman - Schnabelwal.
Die Zweizahnwale bilden 14 Unterordnungen, nämlich den peruanischen Schnabelwal, den Hector - Schnabelwal, den True - Wal, den Gervais - Zweizahnwal, den japanischen Schnabelwal, den Camperdown - Wal, den Hubbs - Schnabelwal, den Andrew - Schnabelwal, den Stejneger - Schnabelwal, den Sowerby - Zweizahnwal, den Bahamonde - Schnabelwal, den Perrin - Schnabelwal, den Layard - Wal und den Blainville - Schnabelwal.
Die Gangesdelfine bilden die Unterordnungen Ganges- und Indusdelfin.
Die Flussdelfine bestehen aus den Unterordnungen chinesischer Fussdelfin, La - Plata - Delfin und Amazonasdelfin.
Die Gründelwale untergliedern sich in die Ordnungen Weißwal und Narwal.
Die Schweinswale haben vier Ordnungen, nämlich die Phocoena mit den Unterodnungen gewöhnlicher Schweinswal, kalifornischer Schweinswal und Burmeister - Schweinswal, den Glattschweinswal, den Phoeconoides mit den Unterordnungen Weißflankenschweinswal und Brillenschweinswal.
Die Delfine bilden 17 Ordnungen, nämlich kleiner Schwertwal, großer Schwertwal, gemeiner Delfin, großer Tümmler, Kurzschnauzendelfine mit den Unterordnungen Weißschnauzendelfin, Weißseitendelfin, Weißstreifendelfin, Schwarzdelfin, Peale - Delfin und Stundenglasdelfin, Rauzahndelfin, gattdelfine mit den Unterordnungen nördlicher und südlicher Glattdelfin, Borneodelfin, Fleckendelfine mit den Unterordnungen ostpazifischer Delfin, Clymene Delfin, Blau - Weißer - Delfin, Schlankdelfin und Zügeldelfin, Grindwale mit den Unterordnungen gewöhnlicher Grindwal und Kurzflossen - Grindwal, Rundkopfdelfin, Breitschnabeldelfin, Zwerggrindwal, Orcaella mit den Unterordnungen Irawadidelfin und australischer Stupsfinnendelfin, Schwarz - Weiß - Delfine mit den Unterordnungen Commerson - Delfin, Weißbauchdelfin, Heaviside - Delfin und Hector - Delfin, Sotalia und Sousa mit den Unterordnungen Kamerunflussdelfin und chinesischer weißer Delfin.
Damit ist die umfangreiche Systematik beendet. Diese ist notwendig, weil Herman Melville in seinem Roman häufig auf die hier genannten Walarten zu sprechen kommt.

Die kulturelle Bedeutung des Wals

Bereits Homer erwähnt Wale. In der Bibel verschlingt ein Wal den Propheten Jonas.
Neben dem Wal spielen bei den Griechen Delfine eine Rolle.
Die kulturelle Bedeutung spricht Melville ebnfalls an.

Der Walfang

Im Hinblick auf Moby Dick spielt der Walfang insoweit eine Rolle, als manche Walfänger ihre Erlebnisse literarisch verewigten.Einer der ersten war der britische Kapitän William Scoresby. Dieser beschrieb 1820 die Jagd auf die großen Bartenwale der nördlichen Meere. Danach beschrieb 1835 Thomas Beale, ein britischer Chirurg, eine Naturgeschichte des Pottwals.
Es lohnt sich demnach, begleitende Studien zu Moby Dick zu fertigen.

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