Mittwoch, 2. Februar 2011

Reisebericht Montevideo

Von Buenos Aires fuhr mein Schiff auf dem Rio de la Plata nach Montevideo. Beim Auslaufen aus dem Hafen stand ich auf dem Oberdeck, wo es vor einem festlichen Abendessen einen kleinen Sektempfang mit verschiedenen Häppchen gab, und konnte die lehmigen Fluten des Rio de la Plata sehen. Beim Abendessen saß ich an einem Fenster und konnte den Schiffsverkehr und den Sonnenuntergang sehen. Es war ein beeindruckendes Bild.
In der Nacht erreichte das Schiff Montevideo. Am Morgen habe ich an einer Stadtrundfahrt bei starkem Verkehr teilgenommen, so dass uns die Reiseführerin die Sehenswürdigkeiten nur im Vorbeifahren erklären konnte. Beeindruckt hat mich das Parlament mit einer großartigen Freitreppe, von der aus man einen guten Blick über die Stadt hat. Das Parlamentsgebäude hat sehr große, mit Holz getäfelte Räume. An den Wänden hängen Bilder von uruguayischen Präsidenten. Das Parlament enthält die größte Bibliothek Uruguays mit 200.000 Büchern. Nach der Weiterfahrt zum Fußballstadion, in dem eine Fußballweltmeisterschaft stattgefunden hat, ging es auf der Rambla, der Meeresuferstraße zum Hafen zurück. Die Rambla ist sehr reizvoll. An ihr liegt ein großer Park mit einem See. Im Hafen ist der Anker des Panzerschiffes "Graf Spee" zu sehen, dessen Kommandant im Zweiten Weltkrieg nach einem Gefecht mit britischen Kriegsschiffen sein Schiff vor der Mündung des Rio de la Plata versenkt hat.
Montevideo, die Hauptstadt Uruguays, am Mündungstrichter des Rio de la Plata gelegen, mit 1,3 Millionen Einwohnern das wirtschaftlich, administrative und kulturelle Zentrum des Landes, soll nach einer Studie die südamerikanische Stadt mit der höchsten Lebensqualität sein. Die Stadt, am 24.12.1726 durch Bruno Mauricio de Zabala, Gouverneur von Bueos Aires, gegründet, hatte zunächst überwiegend militärische Bedeutung. Später trat die militärische Bedeutung in den Hintergrund. Dafür gewannen Handels- und Wirtschaftsaktivitäten zunehmend an Bedeutung, verbunden mit der Expansion des Hafens. Nach der Unabhängigkeit Uruguays kam die administrative Bedeutung hinzu. Montevideo enthält viele sehenswerte Museen, Theater und Gebäude. Im Rahmen eines Posts führt es zu weit, sie alle aufzuzählen.
Der Rio de la Plata ist der 290 Kilometer lange und bis zu 220 Kilometer breite Mündungstrichter der Flüsse Parana,3.998 Kilometer lang, in Brasilien entspringend mit den Quellflüssen Paranaiba und Rio Grande, und Uruguay, 1.790 Kilometer lang, in Brasilien entspringend. Seinen Namen erhielt der Mündungstrichter vermutlich durch die Verschiffung von Silber aus dem heutigen Bolivien. Das Wasser des La Plata ist trüb, weil sich das ockerfarbene Wasser des Uruguay mit dem rotbraunen Waser des Parana vermischt.
Der La - Plata - Delfin, ein in Südamerika verbreiteter im Meer lebender Flussdelfin, ist an der südamerikanischen Ostküste vom Rio Doce in Brasilien bis zur Bahia Blanca in Arbentinien verbreitet und hält sich am häufigsten im Rio de la Plata auf, der ihm seinen Namen gegeben hat. Diese Delfin - Art ernährt sich von Fischen, Tintenfischen und Krebsen, wobei der La - Plata - delfin mit seiner langen Schnauze den schlammigen Boden durchwühlt. Es handelt sich um einen Einzelgänger, der wegen seiner verborgenen Lebensweise kaum von Menschen gesichtet wird.La - Plata - Delfin

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