Dienstag, 15. Februar 2011

Tagebuch vom 15.02.11

Heute habe ich Folge 12 von The War gesehen. Ihr Titel lautete "Furchtbare Entscheidungen". Mit diesem Titel waren die von den Sanitätern zu treffenden Entscheidungen gemeint, wenn sie zu entscheiden hatten, ob Soldaten so schwer verwundet waren, dass eine Rettung nicht mehr möglich war und sie diese armen Teufel ihrem Schicksal überlassen mussten, um sich um andere Verwundete zu kümmern, deren Überlebenschancen gut waren.
Die am meisten gefährdete Teilstreitkarft war fie Infanetrie, deren Angehörige einen hohen Blutzoll zahlen mussten. Nach einer Studie hielt es ein Soldat 240 Tage, soweit er sie überhaupt erlebte, im Feld aus, ohne verrückt zu werden. Viele Soldaten wurden psychisch so schwer krank, dass sie aus der Armee entlassen werden mussten.
Nachdem die alliierten Truppen die Ardennenoffensive zurückgeschlagen hatten, drangen sie von Westen unaufhaltsam in das Deutsche Reich ein, während die Rote Armee im Osten ihre entscheidende Offensive begann.
Die alliierte Luftwaffe hatte nun die uneingeschräbkte Lufthoheit und bombardierte die Städte, um Feuerstürme zu entfachen. Dabei starben hauptsächlich Frauen und Kinder. Besonders schlimm war die Bombardierung von Dresden im Februar 1945, bei der mindestens 35.000 Menschen ums Leben kamen.
Auch im Pazifik drangen die amerikanischen Truppen unaufhaltsam nach Japan vor. General mac Arthur konnte die Philippinen nach harten, blutigen Kämpfen zurückerobern und internierte Amerikaner befreien. Amerikanische B 29 Bomber begannen japanische Städte zu bombardieren. Vorher musste Anfang 1945 Iwojima, eine kleine Vulkaninsel mit einem strategisch wichtigen japanischen Militärflugplatz, erobert werden. Auf der Insel waren 21.000 japanische Soldaten, die sich in unterirdischen Höhlen verborgen hielten, stationiert. Die amerikanische Armee beschoss die Insel 72 Tage, bis sie mit dem Sturm auf die Insel begann. Nach drei Sturmwellen glaubten die Soldaten bereits, sie hätten die Insel erobert, als die japanischen Soldaten aus ihren unterirdischen Verstecken hervorbrachen. Es kam zu einem zweimonatigen, blutigen Gefecht, bis die Amerikaner nach dem Tod der 21.000 japanischen Soldaten bei furchtbaren eigenen Verlusten die Insel erobert hatten. An diesen Sieg erinnert das Marinedenkmal in Washington.
In Ägypten streiken Arbeiter und Angestellte für höhere Löhne. Die Armeeführung hat sie aufgefordert, ihre Streiks zu beenden, damit Ruhe im Land einkehrt. Nach Berichten sollen sich Führer der Muslimbruderschaft und Vertreter des Militärrates darauf verständigt haben, in zwei Monaten ein Referendum über eine neue ägyptische Verfassung abzuhalten. Bei intensiver Arbeit kann bis zu diesem Zeitpunkt eine Verfassung ausgearbeitet sein. Der Großmifti von Ägypten hat in einem Gastbeitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geschrieben, er wünsche sich schnell eine neue Verfassung. Die Ägypter sollten im gemeinsamen Interesse zusammenstehen. In einem anderen Artikel der Zeitung berichtet ein Korrespondent, die Anführer der letztlich erfolgreichen Demonstrationen hätten über das Internet mit den Führern der tunesischen Demonstrationen ihre Taktik abgestimmt und von ihnen erfahren, wie sich die Demonstranten gegen das Tränengas schützen konnten. Außerdem hätten diese Führer mit serbischen Demonstrationsfachleuten, die bei den erfolgreichen Demonstrationen gegen Milosevic mitgewirkt hatten, Kontakt aufgenommen, um sich von ihnen beraten zu lassen. Trotzdem bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in Ägypten entwickelt.
Das Magazin ZEIT Geschichte enthält Artikel zur Entdeckung der Welt . Dabei wurde ein Globus von Martin Behaim gezeigt. Es handelt sich um den ältesten erhaltenen Globus. Er steht im Römisch Germanischen Museum von Nürnberg. Die geographischen Umrisse der Kontinente sind noch unvollständig. In den nächsten Tagen werde ich weiter lesen.

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