Am 21.02.11 habe ich eine DVD über Echnaton gesehen. Amenophis III., sein Vater, hatte mit seiner bürgerlichen Frau Teje sechs Kinder. Echnaton war sein sechstes Kind und wurde von der Familie nicht akzeptiert. Es war auf keiner Darstellung zu sehen. Als sein älterer Bruder starb, wollte seine Mutter, dass er der Nachfolger von Amenophis III. wurde.
Echnaton wurde sein Nachfolger. Er hatte ein längliches Gesicht und breite, ausladende Hüften. Er scheint, das Marfan - Syndrom gehabt zu haben. Menschen, die unter diesem Syndrom leiden, aehen auffällig aus. Sie werden häufig von anderen Menschen gemieden. Die Archäologen haben bis jetzt die Mumie von Echnaton nicht gefunden, so dass keine genetische Untersuchung vorgenommen werden kann.
Echnaton wollte die Liebe und Anerkennung, die ihm in seiner Kindheit gefehlt hatte, als Erwachsener einfordern. Er brach mit der traditionellen ägyptischen Religion und schuf eine neue, den Aton Kult. Außer Aton gab es keine weiteren Götter mehr. Echnaton erbaute eine neue Hauptstadt, Amarna, die ihm Aton offenbart hatte.
Das ägyptische Volk und die Priesterschaft des bis zu seinem Regierungsantritt führenden Amun Kultes nahmen die neue Religion nicht an, weil sie sie nicht verstanden. Echnaton kümmerte sich nicht um die Regierungsgeschäfte, so dass Provinzen verloren gingen. Als seine Frau Nofrete und seine Geliebte starben, starb auch er bald. Mit seinem Tod übernahmen die Amunpriester wieder die Herrschaft. Seine Hauptstadt Amarna zerfiel.
Echnaton schuf außer der neuen Religion einen neuen, naturalistischen Kunststil, den Amarnastil. Dieser ist genau so ungewöhnlich wie seine Religion. Es handelt sich um eine monotheistische Religion.
Am 23.02.11 habe ich eine weitere DVD aus der Serie ZDF Sammlereditionen gesehen. Sie hieß Echnaton und Nofrete und ist eine Fernsehproduktion aus der Serie Sphinx aus dem Jahre 2000.
Die Sendung enthält nicht die These von der unglücklichen Kindheit. Dafür erklären namhafte Wissenschafzler wie Professor Wildung und Professor Assmann, dass bereits Echnatons Vater, Amenophis III., den Einfluss der mächtigen Amunpriesterschaft geschmälert hatte, so dass Echnaton nue an das Vorgehen seines Vaters anknüpfen musste. Echnaton ging gewaltsam vor, indem er die Tempel der alten Götter zerstörte.
Welche These ist richtig? Die Zerstörungen an den alten Tempeln existieren. Deshalb wird es zutreffen, dass Echnaton seine neue Religion mit Gewalt durchgesetzt hat. Ob er tatsächlich ein ungeliebtes Kind gewesen ist und ob er in die Fußstapfen seines Vaters eingetreten ist, lässt sich nicht mit Sicherheit beweisen, weil es keine überlieferten, zeitgenössischen Historiker gibt. Da die Ägypter von alters her der Tradition verhaftet sind, ist es plausibel, dass Echnaton an die Politik seines Vaters anknüpfte. Die Theorie von dem ungeliebten Kind hat modernen psychologischen Ursprung und knüpft für die Richtigkeit ihrer Aussage an fehlende Bildnisse an. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass nach Echnatons To gerade seine Bildnisse zerstört worden sind. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass vor seinem Tod Bildnisse existiert haben müssen, und zwar viel mehr als heute vorhanden sind. Darum halte ich die These von dem ungeliebten Kind für wenig wahrscheinlich.
Den länglichen Schädel deuten Mediziner als sogenannten Kahnschädel mit einem genetischen Defekt, der auch bei den Töchtern Echnatons aufgetreten ist. Ob er außerdem, wie ich oben erwähnt jabe, an dem Marfan - Syndrom gelitten hat, können Ärzte erst dann mit hinreichender Sicherheit feststellen, wenn die Mumie von Echnaton gefunden ist.
Insgesamt ist festzustellen, dass die Epoche Echnatons immer noch mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet.
Zu den Kriegszielen und der Kriegführung des Zweiten Weltkriegs ist anzumerken, dass es sinnvoll ist, zwischen dem Deutschen Reich und dem japanischen Kaiserreich zu unterscheiden.
Zum Deutschen Reich ist festzustellen: In Europa stellt sich der Zweite Weltkrieg als ein vom Deutschen Reich begonnener Raub- und Vernichtungskrieg dar. Seine wesentlichen Aspekte der Strategie der politischen und militärischen Führung bildeten:
- Der "Blitzkrieg", um die Konsumwirtschaft nicht einzuschränken und die Industriekapazitäten sffizient einzusetzen: Die deutsche Bevölkerung sollte durch eine mögliche Verknappung nicht unzufrieden werden.
- Raumgewinn, um einer sich abzeichnenden Überlegenheit der gegnerischen Rüstung zuvor zu kommen.
- Ausplünderung der besetzten Gebiete und vor allem im Osten Versklavung ihrer Bewohner zugunsten des Deutschen Reiches und seiner "arischen" Bevölkerung.
- Der antisemitische und antibolschewistische Vernichtungskampf, um "Lebensraum im Osten" ("Volk ohne Raum") zu gewinnen. Dabei spielze die "Endlösung der Judenfrage" ab 1941 eine wichtige Rolle.
Von Beginn an war eine deutsche Weltmachtstellung und die "rassische Neuordnung des (europäischen) Kontinents" beabsichtigt. Um die "Heimatfront" zu konsolidieren und die eroberten Kapazitäten optimal zu nutzen, sollte ein Zweifrontenkrieg vermieden werden.
Die angebliche Minderwertigkeit der "jüdischen Rasse" und eine Verschwörungstheorie, nach der das "Weltjudentum" beabsichtige, die Weltherrschaft zu erreichen und die "germanische Rasse" zu beherrschen oder auszulöschen, rechtfertigte den Völkermord.
Die nationalsozialistische Führung wollte die Slawen den Deutschen unterwerfen und das eroberte Osteuropa durch deutsche Siedler, sogenannte Wehrbauern, nutzen lassen. Nach Vernichtung ihrer Elite sollten die slawischen Völker ungebildete und gehorsame Land- und Hilfsarbeiter sein. Die eroberte Sowjetunion wollte die Führung unter der Leitung von Reichskommissaren in verschiedene Gebiete aufteilen. Weißrussen, Ukrainer und baltische Völker galten als lebenswerte Völker, die Russen dagegen, Alfred Rosenberg zufolge, nicht.
In einer geheimen Denkschrift zum Vierjahresplan schrieb Hitler im August 1936, die Einsatzfähigkeit der deutschen Wehrmacht und die Kriegfähigkeit der Wirtschaft seien innerhalb von vier Jahren herzustellen. Am 05.11.1937 präzisierte er seine Kriegsziele in der Hoßbach . Niederschrift.
Zum japanischen Kaiserreich ist festzustellen: Seit seiner Modernisierung durch die Meiji - Restauration 1868 verfolgte das japanische Kaiserreich das Ziel einer territorialen Ausdehnung auf dem asiatischen Kontinent, die ihm wichtige Rohstoffe sichern sollte. Dabei spielte China eine besondere Rolle, das das japanische Kaiserreich aufgrund seiner wirtschaftlichen und innenpolitischen Situation als schwach einstufte. Als seine expansive Dynamik mit dem Vertrag von Tientsin begann, sich durch den Sieg im Russisch - Japanischen Krieg steigerte und in der Besetzung der Mandschurei ihren Höhepunkt erreichte, sah das japanische Kaiserreich die zunehmenden Spannungen in Europa als Gelegenheit an, dem wachsenden Einfluss der Vereinigten Staaten in Ostasien entgegenzutreten, Neben den geostrategischen Spannungen und der häufigen Einmischung der Streitkräfte in die zivile Führung des japanischen Kaiserreiches spielte eine wechselseitige kulturelle Abneigung zwischen breiten Bevölkerungsschichten in Japan und den Vereinigten Staaten eine wichtige Rolle.
Das japanische Kaiserreich stand, ähnlich dem Deutschen Reich in Europa, einer sich verschlechternden strategischen Ausgangslage in Ostasien gegenüber. Ursächlich dafür war eine bündnispolitische Isolation. Dem vorwiegend amerikanischen Unwillen, die japanische Ausdehnung hinzunehmen, folgten China, die Sowjetunion und die Kolonialmächte aus grundsätzlichen Überlegungen, da die Ausdehnung sich zu Lasten einer dieser Großmächte auswirken musste. Das japanische Kaiserreich sah sich vierfach bedroht. Im Osten geschah dies durch die Pazifikflotte der Vereinigten Staaten, im Westen durch die Sowjetunion, im Westen durch China und im Süden durch Australien, Neuseeland und Niederländisch - Indien.
Diese geostrategische Ausgangslage zwang die japanische Führung, ähnlich wie das Deutsche Reich, zu einer Mischung diplomatischer Instrumente mit einem Bewegungskrieg. Das japanische Kaiserreich schloss nach gescheitertem Vordringen auf sowjetischem Gebiet 1938 / 39 mit der Sowjetunion einen Nichtangriffspakt ab. Die Kaiserlich Japanische Marine griff Pearl Harbor mit dem Ziel an, der Marine der Vereinigten Staaten einen Schlag von strategischem Ausmaß zu versetzen. Auch in Südostasien wollte das japanische Kaiserreich die konzentrierten militärischen Ressourcen reduzieren. Die kaiserliche Armee rückte auf Australien vor. Die dann folgende umfangreiche Invasion Südostasiens sollte Rohstoffe, vor allem Erdöl, beschaffen und den Vereinigten Staaten den Nachschubweg nach Australien abschneiden.
Hiermit endet mein Tagebucheintrag. Morgen werde ich weiter posten.
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