Mittwoch, 23. Februar 2011

Tagebuch vom 22.02.11

Heute habe ich eine DVD aus der Reihe ZDF Sammlereditionen  gesehen, in der Fernsehproduktionen aus den Reihen Terra X oder Sphinx gezeigt werden. In dieser Fokge ging es um Jesus von Nazareth. Die Sendung ging der Frage nach, was die Wissenschaft über den historischen Jesus weiß. 
Um es kurz zu schreiben,  es ist sehr wenig.  Bei den römischen  Historikern  Tacitus  und  Sueton heißt es,  dass der römische Statthalter Pontius Pilatus,  der zu Zeiten des Kaisers Tiberius gelebt hat, einen Juden namens Christus hat hinrichten lassen. Mehr gibt es an historisch verwertbaren Quellen nicht.
Weder das Geburtsdatum noch der Geburtsort sind historisch bezeugt. Bei Ausgrabungen in Bethlehem haben Archäologen nichts gefunden, das auf Jesus hindeutet.
Sein Beruf ist nicht historisch bezeugt. Die Angaben in der Bibel sind  religiös, aber nicht historisch motiviert. Sie sind nicht als historische Quellen verwertbar.
Der herodianische Kindermord hat niemals stattgefunden. Da Jesus mit seinen Eltern nach Ägypten laut der Bibel geflohen sein soll, um diesem Kindermord zu entgehen, ist auch die Flucht nach Ägypten keine historische Tatsache. Die Kopten, ägyptische Christen, weisen zwar auf ihre Überlieferungen hin, aber sie enthalten keine historisch verwertbaren Daten.
Es ist auch nicht historisch feststellbar, was Jesus vor seiner Hinrichtung gemacht hat. Es gibt zwar Überlieferungen, dass er sich einer Karawane, die auf der Seidenstrasse nach Indien gezogen ist, angeschlossen haben soll.  Aber Beweise gibt es dafür nicht. Nikolaus von Notovitsch, ein russischer Abenteurer, den die Russen später hingerichtet haben, will in Ladakh in einem Kloster ein buddhistisches Schriftstück, das auf Jesus hinweist, gefunden haben. Das Kloster existiert zwar, aber das Schriftstück ist unauffindbar.
Die Hinrichtung ist eine Tatsache nach den Berichten der vorerwähnten römischen Historiker. Die Kreuzigung vollzogen die Römer an Straftätern, die keine römischen Bürger waren. Es handelt sich um eine besonders grausame Hinrichtungsform, bei der die Deliquenten langsam und qualvoll starben. Archäologen haben in Israel den Leichnam eines Gekreuzigten gefunden.
Zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges ist anzumerken: Von 1920 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gewann in weiten Teilen Europas der Faschismus oder Rechtsextremismus als politische Richtung immer mehr Bedeutung. Benito Mussolini eroberte mit seinem Marsch auf Rom 1922 die Macht in Italien. 1936 überfiel Italien, das enge Beziehungen zum Deutschen Reich pflegte, Äthiopien und im April 1939 annektierte es Albanien.
Im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 standen sich hauptsächlich eine durch Republikaner, Sozialisten und Kommunisten geführte Volksfrontregierung und Anhänger einer durch General Franco geführten Militärrevolte gegenüber. Die Sowjetunion und zunächst auch die französische Volksfront unterstützten die "Volksfront" mit Waffen und anderem Kriegsmaterial, während Italien und das Deutsche Reich die Truppen der Nationalisten Francos zur Seite standen. Die nationalsozialistische Regierung schickte zu diesem Zweck die Legion Condor, die insbesondere Guernica bombardierte, ein abscheuliches Verbrechen, und damit entscheidend zum Sieg des Franquismus beitrug.
In Deutschland entwickelte sich der Nationalsozialismus seit 1930 zur Massenbewegung. Am 30.01.1933 übergab Reichspräsident Paul von Hindenburg dem Nationalsozialismus und seinen rechtskonservativen Verbündeten die politische Macht, indem er Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte. Das Kabinett Hitler bestand aus den Nationalsozialisten mit der Deutschnationalen Volkspartei. Das Programm der Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten sah vor, die internationale Ordnung nach dem Versailler Vertrag, bereits ein Ziel früherer deutscher Regierungen, zu revidieren. Die ersten beiden Ziele erfüllten sich mit der 1935 vollzogenen Wiedervereinigung des Saargebiets mit dem Deutschen Reich, dem Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland 1936, dem "Anschluss" Österreichs und der Abtretung des Sudetenlandes  von der Tschechoslowakei im Münchener Abkommen 1938. Die britische und französische Appeasement - Politik, die eine friedliche Verständigung mit dem nationalsozialistischen Deutschland verfolgte,  begünstigte das, Selbst als das Deutsche Reich im März 1939 in die Rest - Tschechei einmarschierte, protestierten lediglich Großbritannien und Frankreich. Kurz darauf fiel das Memelland von Litauen an das Deutsche Reich, die Slowakei bildete einen eigenen Staat und band sich durch einen Schutzvertrag an das Deutsche Reich. Großbritannien und Frankreich nahmen sich vor, das deutsche Expansionsstreben einzugrenzen und gaben Polen eine Garantieerklärung, die sie kurze Zeit späterin ein förmliches Bündnis umwandelten.
Im August 1030 kam es überraschend zu einem Nichtangriffspakt zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, dem späteren "Hitler - Stalin - Pakt". In einem geheimen Zusatzprotokoll des Paktes beschlossen sie die Aufteilung Europas in geografisch genau bezeichnete, aber ansonsten nicht näher definierte "Interessensphären". Dies bedeutete die Aufteilung Polens zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion sowie die einseitige Eroberung und Besetzung weiterer Gebiete, unter anderem der baltischen Staaten, Finnlands und weiter Teile Rumäniens durch die Sowjetunion.
Die japanische Expansionspolitik begann in den dreißiger Jahren, als sich der Einfluss der militärischen Führung auf die kaiserliche Regierung immer mehr verstärkte. Japan sah sich als Schutz- und Ordnungsmacht, deren Aufgabe darin bestand, die anderen ostasiatischen Völker zu beherrschen. Die Rohstoffvorkommen und das Reservoir an Arbeitskräften in den Nachbarländern sollten der japanischen Wirtschaft dienen. Das Hauptaugenmerk richtete sich zunächst auf die Republik China, deren stark industrialisierte Region Mandschurei das japanische Kaiserreich bereits 1931 annektiert und zum Protektorat Mandschukuo erklärt hatte. Als Reaktion auf die internationalen Proteste verliess das japanische Kaiserreich 1933 den Völkerbund. Ende 1936 schlossen das Deutsche Reich und das japanische Kaiserreich den Antikominternpakt. März 1937 brach der Zweite Japanisch - Chinesische Krieg aus.

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