Freitag, 25. Februar 2011

Tagebuch vom 24.02.11

Heute habe ich aus der Serie "Alte Kulturen" eine DVD mit dem Titel "Die sieben Weltwunder" gesehen. Was sind die sieben Weltwunder? Es handelt sich um antike Bauwerke, die ursprünglich von Antipatros von Sidon, einem antiken Historiker, in einer Liste zusammengestellt wurden. Die heute vorliegende Liste ist 500 Jahre alt. Die darin abgebildeten Bauwerke entsprechen nicht ihren antiken Vorbildern, sondern stammen von Renaissancekünstlern, besonders von Marten van Hemskerk, einem niederländischen Künstler.
Warumsind es sieben Bauwerke? Die Zahl sieben hatte, ausgehend von der babylonischen Zahlenmystik, magische Bedeutung.
Die Autorin der DVD versuchte, die Weltwunder zu rekonstuieren, indem sie Fachleute befragte und antike Quellen auswertete. Die Spurensuche begann in Alexandria, wo der berühmte Pharos, ein neunzig Meter hoher Leuchtturm, auf einer Insel gestanden haben soll. Der antike Geograf Strabo beschreibt ihn. Danach stand er auf einem Sockel mit quadratischem Grundriß, auf dem sich ein viereckiger Turm mit einer spiralfförmigen Spitze erhob. 80 Kilometer von Alexandria entfernt, befindet sich ein Pharos in Miniaturausgabe. Da sich im Laufe der Jahrhunderte die Küstenlinie Alexandrias verändert hat, ist es nicht leicht, den Standort des Leuchtturms zu finden. Erst die Unterwasserarchäologie hat es ermöglicht, Resze des Leuchtturms zu finden.
Von Alexandria ging es zur Cheopspyramide nach Gizeh, einem weiteren Weltwunder. Die Autorin konnte Reste der Rampen finden, auf denen die Steinblöcke der Pyramide vom Steinbruch zu dem Bazwerk und auf das Bauwerk transportiert wurden, und sie rekonstruieren.
Anschließend beschäftigte sich die Autorin mit den hängenden Gärten der Semiramis, einer babylonischen Königin zu Zeiten des Königs Nebukadnezar. Dieser ließ das Ischtartor, das sich im Berliner Pergamonmuseum befindet, errichten. Bei Strabo finden sich Hinweise zu den Gärten. Archäologische Funde existieren nicht. Fachleute vermuten, dass die babylonischen Baumeister die Gärten auf terrassenförmig angelegten Wannen aus glasierten Ziegeln mit Wasser undurchlässiger Bitumenbeschichtung errichtet haben. Sie bepflanzen die Wannen mit tropischen Pflanzen, die mittels eines komplizierten Systems, das Euphratwasser aus dem Fluss nach oberin rekonstruierte dasn beförderte, künstlich bewässert wurden.
Die Autorin rekonstruierte das Mausoleum von Halikarnassos, den Artemistempel von Ephesos und die Zeusstatue des Phidias in Olympia. Die DVD war sehenswert und interessant. Ich liebe solche DVD`s, weil ich mich für Geschichte interessiere.
Zum Glück habe ich mir einen tragbaren DVD - Player mit ins Krankenhaus genommen, so dass ich nicht fernsehen muss, weil ich das übliche Programm nicht mag.
Zum Kriegsberlauf des Zweiten Weltkriegs in Europa ist anzumerken: Es geht um den deutschen Angriff auf Polen.
Manche Historiker lassen den Zweiten Weltkrieg mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch - Chinesischen Krieges am 07.07.1937 beginnen. Diese Ansicht ist umstritten.
In der ersten Phase des Zweiten Weltkriegs eroberte das Deutsche Reich Polen (September 1939) sowie große Teile Skandinaviens (vor allem April 1940) und Westeuropa (Mai / Juni 1940). Niemand hatte die schnelle Niederlage Frankreichs erwartet. Trotzdem verfehlte Hitler sein Hauptziel, nämlich Großbritannien aus dem Krieg herauszuhalten, zur Aufgabe zu zwingen oder militärisch zu besiegen. Dieser Mißerfolg wurde spätestens im Oktober 1940 offenbar. Großbritannien blieb das einzige Land, das von Beginn des Krieges an ein durchgehend handlungsfähiger Gegner des Deutschen Reiches war.
Erstes unmittelbares Kriegsereignis stellte der Angriff auf Polen am 01.09.1939 um 4. 45 Uhr dar.
In der persönlichen Weisung Hitlers (Geheime Kommandosache Nr. 170 / 39) vom 31.08.1939 heißt es:
"Der Angriff gegen Polen ist nach den für Fall Weiß getroffenen Vereinbarungen am 01.09.39 um 4 Uhr 45 zu führen. ... Im Westen kommt es darauf an, die Verantwortung für die Eröffnung von Feindseligkeiten eindeutig England und Frankreich zu überlassen, ... Eröffnen England und Frankreich die Feindseligkeiten gegen Deutschland, so ist es Aufgabe der im Westen operierenden Teile der Wehrmacht unter möglichster Schonung der Kräfte die Voraussetzung für den siegreichen Abschluss der Operation gegen Polen zu erhalten. ... Die von uns Holland, Belgien, Luxemburg und der Schweiz zugesicherte Neutralität ist peinlich zu achten. ... Die Ostsee ist gegen feindlichen Einbruch zu sichern. Die Entscheidung, ob zu diesem Zweck die Ostsee - Eingänge mit Minen gesperrt werden dürfen, trifft Ob. d. M. ... Die Kriegsmarine führt Handelskrieg mit dem Schwerpunkt gegen England. ... Die Angriffe gegen das englische Mutterland sind unter dem Gesichtspunkt vorzubereiten, dass unzureichender Erfolg mit Teilstreitkräften unter allen Umständen zu vermeiden ist."
Es gab keine formale Kriegserklärung.
Um die Invasion Polens zu rechtfertigen, gab es mehrere fingierte Vorfälle. Am 31.08.1939 täuschten als polnische Widerstandskämpfer verkleidete SS - Angehörige einen Überfall auf den Sender Gleiwitz vor und verkündeten in polnischer Sprache über das Radio die Kriegserklärung Polens an das Deutsche Reich.
Den militärischen Angriff leitete das deutsche Linienschiff Schleswig - Holstein auf die polnische Stellung "Westerplatte" in Danzig ein. Die polnische Armee, der deutschen Wehrmacht zahlenmäßig ebenbürtig, war technisch und hinsichtlich der Art der Kriegführung unterlegen. Die polnische Regierung verließ sich auf die Unterstützung durch Frankreich und Großnritannien, die dem Deutschen Reich am 02.09.1939 aufgrund der "Garantieerklärung vom 30.03.1939" ein Ultimatum stellten.
Darin forderten sie den sofortigen Rückzug der Wehrmacht aus Polen. Nach der Garantieerklärung waren beide Staaten verpflichtet,  spätestens 15 Tage nach einem deutschen Angriff eine eigene Offensive im Westen des Deutschen Reiches zu beginnen. Hitler ging davon aus, dass die beiden Westmächte ihn ebenso wie beim Einmarsch in die "Rest - Tschechei" gewähren lassen würden und hatte den Westwall schwach besetzt. Dieser Angriff auf den Westen erfolgte nicht. Dafür erklärten Großbritannien und Frankreich am 03.09.1939 nach Ablauf des Ultimatums dem Deutschen Reich den Krieg.
Am 17.09.1030, nach der Zerschlagung der organisiert polnischen Verteidigung, dem Zusammenbruch des polnischen Staates und der Flucht der polnischen Regierung nach Rumänien, besetzte die Sowjetunion Ostpolen (in erster Linie die Westukraine, den westlichen Teil Weißrußlands und das Gebiet um Wilna) in Übereinstimmung mit dem geheimen Zusatzprotokoll des deutsch - russischen Nichtangriffpaktes, ohne dabei auf organisierten Widerstand zu stoßen. Trotzdem fielen 3.000 Rotarmisten. Erst am 18.12.1939 erklärte die polnische Exilregierung der Sowjetunion den Krieg; das Vereinigte Königreich und Frankreich taten das nicht.
Die Wehrmacht schloss am 18.09.1939 Warschau vollständig ein und setzte die Stadt am 27. / 28.09.1939 einem intensiven Bombardement aus. Am 28.09.1939 kapitulierten die Verteidiger. Einen Tag später gab die Festung Modlin auf.
Mit der "Vierten Teilung Polens" im Abkommen von Brest - Litowsk vom 08.10.1939 zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion war das Schicksal Polens besiegelt. Nicht nur die nach dem Versailler Vertrag abgetretenen Gebiete kamen zum Deutschen Reich zurück, sondern das Deutsche Reich erweiterte sich um Zentralpolen, einschließlich der Stadt Lodz. Rest - Polen bildete das Generalgouvernement unter der Leitung von Hans Frank,
Extreme Repressalien der Besatzer gegen die Zivilbevölkerung, insbesondere Deportationen der polnischen Juden als Opfer der nationalsozialistischen Rassenpolitik, prägten die Besatzungszeit. In Ostpolen deportierten die sowjetischen Besatzer zahlreiche "Klassenfeinde".
Beim Niederschreiben der Kriegsgeschehnisse empfinde ich noch heute tiefe Scham über die Verbrechen der Besatzungszeit. Auch wenn ich nicht zur Kriegsgeneration gehöre, möchte ich mich für diese Verbrechen entschuldigen und polnische Leserinnen und Leser um Verzeihung bitten. 
Die Auto

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