Donnerstag, 21. April 2011

Euro Devisenmarktbericht

Die Debatte um die europäische Schuldenkrise beherrscht wieder den Devisenmarkt. Den Markt interessiert, ob Griechenland umschuldet oder nicht. Dieses Thema belastete am Dienstag, den 19.04.11, den Wert des Euro. Zwei Nachrichten verliehen dem Euro dann wieder Auftrieb: Zum einen verbesserte sich überraschend die Stimmung der Einkaufsmanager im April 2011. Der Gesamtindex erreichte 57, 8 Punkte gegenüber 57, 6 Punkte im Vormonat. Beobachter rechneten mit einem Rückgang. Die positiven Konjunkturdaten führten zu Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen früher als erwartet anheben könnte. Auch die Meldung, dass Griechenland Schuldtitel im Volumen von 1, 62 Mrd. Euro plazieren konnte, stärkte den Euro. Ein Euro kostete rund, 1, 43 Dollar.
Die Herabstufung des Ausblicks für die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor`s stärkte den Euro kurzfristig. Überraschend gewann der Dollar gegenüber anderen Währungen an Wert. Mit dem Urteil von Standard & Poor`s zeigt sich, dass neben Europa auch die Vereinigten Staaten erhebliche Schuldenprobleme hat. Davon wird der Euro langfristig profitieren, während der Dollar weiter unter Druck geraten wird.
Seit Jahresbeginn gewann der Euro gegenüber dem Dollar um knapp 7 Prozent an Wert. Der Euro - Aufwärtstrend ist trotz geringer vorübergehender Schwächephasen immer noch intakt.
Am Montag, den 18.04.11, erreichte der Schweizer Franken gegenüber dem Euro ein Vier - Wochen - Hoch. Von der europäischen Schuldenkrise profitiert die Schweizer Währung. Am Dienstag, den 19.04.11, gab der Franken allerdings nach, weil es Befürchtungen über eine mögliche Intervention der Schweizer Nationalbank am Devisenmarkt gibt, um die Aufwertung des Franken zu stoppen. Am Dienstag, den 19.04.11, kostete ein Schweizer Franken 1, 28 Euro.

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