Dienstag, 5. April 2011

Tagebuch vom 05.04.11

Langsam kann ich immer besser lesen. Nachdem ich mir jetzt eine neue Leselampe gekauft habe, macht es richtig Spass. Als ich heute den Simplicissimus von Grimmelshausen importiert und synchronisiert habe, habe ich die Lampe eingeweiht. Zunächst habe ich die aktuelle Ausgabe der Wirtschaftswoche ausgelesen. Ich habe in ihr einen interessanten Artikel über geschlossene Fonds gelesen. Dieser bestätigt meine Erfahrungen, dass diese Fonds zu meiden sind. Einen habe ich gerade zu 80 Prozent des Einstandspreises verkauft. Einen anderen verkaufe ich jetzt. Es ist an der Zeit, auch die anderen zu verkaufen.
Anschließend habe ich Gero`s Internationalen Medizinreport gelesen. Interessant war ein Artikel über Osteoporose. Darüber muss ich mich weiter informieren. Diese Krankheit kann im Alter sehr hinderlich sein. Vielleicht sollte ich darüber posten, weil dieses Thema interessant sein kann.
Danach habe ich die aktuelle Ausgabe des SPIEGEL begonnen. Zunächst gab es ein Interview mit Bundesumweltminister Röttgen, einem klugen, nachdenklichen Politiker. Er hat in dem Interview die neue Energiepolitik verteidigt und sich für einen Partei übergreifenden Atomkonsens ausgesprochen. Diese Überlegung zeigt, dass Politiker der CDU darüber nachzudenken beginnen, sich von der zerfallenden FDP ab- und den Grünen zuzuwenden, eine interessante Überlegung, die bereits Heiner Geißler vorgeschlagen hat. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit dem in Hamburg stattfindenden Prozess gegen somalische Piraten, die Ostern 2010 einen deutschen Frachter gekapert und niederländische, von der deutschen Besatzung herbeigerufene Soldaten nach Deutschland ausgeliefert haben. Die deutsche Justiz führt einen fairen Prozess, aber es fragt sich, welchen Sinn ein solches aufwendiges Verfahren macht, wenn die Angeklagten wesentliche Verfahrensgrundsätze nicht verstehen. Es besteht die Gefahr, dass eine Verurteilung ins Leere läuft. Es handelt sich um die alte Frage nach dem Sinn der Strafe. Selbst wenn die Angeklagten eine Strafe erhalten. bleibt die Ursache des Verbrechens bestehen. Somalia eine neue staatliche Ordnung zu geben, ist eine kaum zu lösende Aufgabe. Früher hat man Piraten gehängt. Diese Praxis ist mit einer demokratischen Rechtskultur nicht vereinbar. Es stellt sich aber die Frage,ob Kultur nicht an unüberwindbare Grenzen stößt, die dann ungewöhnliche Lösungen erfordert. Ich denke, dass ich die Frage nur aufwerfen, aber nicht lösen kann.

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