Freitag, 6. Mai 2011

Deutsche Bank: Druck aus Amerika

Die am Mittwoch, den 04.05.11, eingereichte Klage der amerikanischen Regierung gegen die Deutsche Bank und ihre Tochtergesellschaft Mortgage IT stellt den Höhepunkt des öffentlichen und juristischen Drucks dar. Ein Sprecher der Deutschen Bank wies am Donnerstag, den 05.05.11, darauf hin, dass 90 Prozent der von der Klage betroffenen Aktivitäten die 2007 erworbene Tochtergesellschaft beträfen. Die Klage entbehre jeglicher Grundlage.
Im April 2011 warf ein Untersuchungsbericht des amerikanischen Senats der Deutschen Bank und Goldman Sachs "schäbige, risikoreiche und täuschende" Geschäftsmethoden vor. Goldman Sachs und die Deutsche Bank sollen nach dem Bericht auf den Preisverfall von Hypothekenanleihen gewettet und die Papiere gleichzeitig an die Kunden verkauft haben. Die Deutsche Bank gehörte 2007 vor der Eskalation der Finanzkrise zu den größten Emittenten von Hypothekenanleihen.
Es sind noch weitere Klagen von Firmenkunden der Deutschen Bank anhängig. Allein die amerikanische Regierung verlangt von der Deutschen Bank 1 Mrd. Dollar Schadensersatz. Die Folgen der Finanzkrise können für die Deutsche Bank teuer werden.

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