Freitag, 20. Mai 2011

Deutsche Bank: weltweit im Visier der Justiz

Die Deutsche Bank gerät weltweit in das Visier der Justiz.
Am Donnertag, den 19.05.11, sind führende Bankmanager als Zeugen vor dem Oberlandesgericht München ngeladen, um Fragen in einem Schadensersatzprozess von Leo Kirch gegen die Bank zu beantworten.
Anfang Mai 2011 reichte die amerikanische Regierung eine Kalge gegen die Bank über mehr als eine Milliarde Dollar ein. Die Stadt Los Angeles verlangt Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe. Im April 2011 beschäftigte sich der amerikanische Senat wegen des Verkaufs ausfallgefährdeter Hypothekenanleihen in einem eigenen Kapitel seines Unetrsuchungsberichts mit der Bank.
Wegen Verlusten mit Hypothekenanleihen verklagten der Versicherer Allstate und die New Yorker Regionalbank die Deutsche Bank auf Schadensersatz.
Ende 2010 bezahlte die Bank 554 Mio. Dollar , um einen Streit mit amerikanischen Behörden über Produkte zur Steuervermeidung zu beenden. Im Februar 2011 verhängte Südkorea eine Strafe von 640.000 Euro  wegen Verstoßes gegen die Börsenregeln. Gleichzeitig schloss die Finanzaufsicht das Kreditinstitut für sechs Monate vom Eigen- und Freihandel mit Derivaten aus. Im gleichen Monat hatte die Bank in Großbritannien eine Strafe von 840.000 Pfund und Entschädigungen über 1, 5 Mio. Pfund zu zahlen.
Ein Mailänder Gericht sprach die Bank im Bilanzbetrug des Molkereikonzerns Parmalat frei. Hingegen verurteilte der Bundesgerichtshof im März 2011 die Deutsche Bank wegen komplexer Zinswettgeschäfte zu Schadensersatz.
Diese rechtlichen Risiken und Reputationsschäden beschädigen das internationale und nationale Ansehen der Bank.

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