Freitag, 20. Mai 2011

Tagebuch vom 20.05.11

In der Wirtschaftswoche habe ich gelesen. dass es Pamphlete gegen den Kapitalismus gibt. Die Verfasser beklagen, dass die Menschen sich den wirtschaftlichen Gegebenheiten immer schneller anpassen müssen, dass die Werte nur noch nach ihrem geldwerten Vorteil bewertet werden, dass Ehe und Familie ihren Sinn verlieren und Bestnändigkeit und Verläßlichkeit gering geachtet werden.
Diese Vorwürfe finden sich allerdings schon im Kommunistischen Manifest von 1849. Sie sind nicht modern, sondern sie werden wieder modern. Alles ist schon einmal dagewesen!
Jeder einzelne Vorwurf muß genau untersucht werden. Er ist zu beschreiben, seine Ursachen sind zu erforschen und dann eine Feststellung zu treffen. Bei dieser Vorgehensweise wird sich zeigen, dass es möglicherweise keine einzige Ursache für alle Vorwürfe gibt. In einem Tagebuch kann ich eine solche Untersuchung nicht liefern.
Wichtig ist, dass wir heute nicht mehr in einem fest umrissenen Ständestaat leben. Es gibt auch heute noch ungeschriebene Regeln des Zusammenlebens, aber es steht jedem einzelnen frei, ob er sie einhältoder ov jemand die nötige Souveränität besitzt, sich notfalls über sie hinwegzusetzen. Jeder ist heute verpflichtet, sein eigenees Leben selbstverantwortlich zu gestalten. Von diesem Leitbild lebt die Demokratie. Es ist daher falsch, immer sofort nach dem Staat zu rufen, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe. Zubächst einmal habe ich mich zu fragen, ob ich alles richtig gemacht habe.

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