Dienstag, 5. Juli 2011

Deutsche Bank: Josef Ackermann

Um den Streit in der Deutschen Bank wegen der Nachfolge von Josef Ackermann zu verstehen, ist es zunächst wichtig zu wissen, wer Josef Ackermann ist.
Josef "Joe" Meinrad Ackermann, geboren am 07.021948 in Mels Kanton St. Gallen, Sohn eines praktischen Arztes, ab 1973 Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität St. Gallen (HSG), Abschluß Lizentiat in der Fachrichtung Bankwirtschaft, seit 1973 wissenschaftlicher Assistent an der Forschungsgemeinschaft für Volkswirtschaftslehre an der HSG, 1977 Promotion beim Geld- und Wachstumskritiker Hans Christoph Bimswanger über den "Einfluss des Geldes auf das reale Wirtschaftsgeschehen", war bis 1989 Lehrbeauftragter für Geldpolitik und Geldtheorie an der HSG.
Daneben war er von 1977 - 1996 in mehreren Führungspositionen bei der Credit Suisse tätig, unter anderem in New York, Lausanne und London sowie 1993 als Vorsitzender der Bank.
Nach der Credit Suisse wechselte Ackermann als Vorstandsmitglied zur Deutschen Bank, zuständig für die Geschäftsbereiche Kreditrisiken, später Marktrisiken, Treasury und Volkswirtschaft. Ab 1998 verantwortete er den Geschäftsbereich "Globale Unternehmen und Institutionen" (Großkundengeschäft und vor allem Investment Banking). Er integrierte erfolgreich die 1999 übernommene US - Investmentbank Bankers Trust.
Der Vorstand der Deutschen Bank wählte im September 2000 Ackermann mit Wirkung ab Mai 2002 als Vorstandssprecher (Nachfolger von Rolf - E. Breuer). Seit Februar 2006 ist er nicht nur Vorstandssprecher, sondern gleichzeitig Vorstandsvorsitzender. Nach einem Interview von Januar 2007 wollte Ackermann 2010 seine Karriere beenden, ohne in den Aufsichtsrat zu wechseln. Ende April 2009 bot der Aufsichtsrat Ackermann eine Vertragsverlängerung bis 2013 an. Ackermann nahm das Angebot an.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen