Donnerstag, 14. Juli 2011

Euro unter 1, 39 Dollar

Am Dienstag, den 12.07.11, interessierten sich die Anleger wegen der ungelösten Schuldenkrise in Europa nicht für den Euro. Sein Kurs gab in der Spitze um mehr als 2 Cent auf 1, 3837 Dollar nach. Unruhe rief die Aussage des niederländischen Finanzministers Jan Kees de Jager hervor, ein selektiver Zahlungsausfall Griechenlands sei nicht mehr ausgeschlossen.
Nach Beruhigung der Investoren durch die Auktion italienischer Geldmarktpapiere am Rentenmarkt stieg der Kurs des Euro am Nachmittag wieder über 1, 39 Dollar.
Stark unter Druck war der Euro gegenüber dem Schweizer Franken als sicherer Anlagehafen. Mit 1, 1554 Franken stand der Euro deutlich unter dem Vortagesniveau von 1, 1734 Franken.
Nach Ansicht von Devisenanalysten sind die aktuellen Bewegungen am Devisenmarkt keine Euro - Schwäche, sondern Anzeichen einer Erholung des Dollar. Der Dollar verlor gegenüber dem Euro in den vergangenen zwölf Monaten etwa 12 Prozent. Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals beflügelte den Dollar.
Selbst die schlechten Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt am Freitag, den 08.07.11, wirkten sich auf den Kurs des Dollar nicht aus. Bei einer weiteren Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise wechseln viele Anleger in den Dollar. Die amerikanische Schuldenkrise gerät aus dem Blickfeld. Der Dollar als sicherer Hafen ist paradox, weil die Politiker in den Vereinigten Staaten über eine Anhebung der Schuldengrenze diskutieren, während die europäischen Politiker nach Strategien zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise suchen.
Der Schweizer Franken wird bis auf weiteres stark bleiben, bis die europäische Schuldenkrise nicht gelöst ist. Erst nach einer Lösung ist mit einer Abwertung des Franken zu rechnen.

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