Mittwoch, 31. August 2011

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (29.08 - 02.09.11)

Am Montag, den 29.08.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten kräftig. Grund ist die optimistische Erwartung der Erholung der Konjunktur in den Vereinigten Staaten, nachdem der Präsident der amerikanischen Notenbank am Freitag, den 26.08.11, eine weitere wirtschaftliche Erholung in Amerika und eventuelle stimulierende finanzielle Maßnahmen angedeutet hatte. Die Nachricht über höher als erwartet ausgefallene Ausgaben der amerikanischen Verbraucher wirkten sich ebenfalls positiv aus.
Der DAX in Frankfurt legte um 2, 8 Prozent auf 5690 Punkte zu. Tagesgewinner waren unter anderem die Bankwerte: Commerzbank + 4 Prozent und Deutsche Bank + 3, 5 Prozent.
Der SMI in Zürich gewann 2, 7 Prozent und stieg auf 5465 Punkte.
Am Dienstag, den 30.08.11, sanken überwiegend die Kurse an den europäischen Aktienmärkten. Nach Mitteilung des Forschungsinstitutes Conference Board vom Dienstag ging der Index für das Verbrauchervertrauen in den Vereinigten Staaten im August 2011 von 59, 2 auf 44, 5 Punkte statt erwarteter 52 Punkte zurück. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im April 2009.  Mit diesem niedrigen Wert schätzen die Verbrauchen ihre eigenen Aussichten und ihre aktuelle Lage deutlich schlechter ein. Die Verbraucherstimmung ist der zentrale Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsleistung betragen.
Der DAX in Frankfurt verlor bis zum späten Nachmittag 0, 9 Prozent auf 5620 Punkte. Seit Jahresbeginn ging der Index um 19 Prozent und die Aktie der Commerzbank um 55 Prozent zurück.
Der SMI in Zürich gab um 0, 1 Prozent auf 5440 Punkte nach.
Am Mittwoch, den 31.08.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten kräftig. Ursächlich für den Kursanstieg war das am Vorabend veröffentlichte Protokoll zum jüngsten Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank Fed. Daraus ließ sich entnehmen, dass einige ranghohe Währungshüter die Festlegung auf eine langfristige Null Zins Politik zur Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft für nicht ausreichend hielten. Sie diskutierten unter anderem, den niedrigen Zins an das Erreichen einer bestimmten Beschäftigungsquote zu koppeln. Zur ausführlichen Beratung über neue Stützungsmaßnahmen verlängerte die Fed ihr September Treffen auf zwei Tage. Die besser als erwartet ausgefallenen Daten zu den Auftragseingängen der amerikanischen Industrie im Juli 2011 verstärkten am Nachmittag die Kursgewiknne.
Der DAX in Frankfurt stieg bis kurz vor Handelsschluß um 3 Prozent auf 5815 Punkte. Allianz Aktien legten 7 Prozent zu, nachdem Goldman Sachs die Aktie von "Halten" auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 103 Euro hochgestuft. Die Analysten begründeten ihre Anlageempfehlung damit, das Lebensversicherungsgeschäft werde übertrieben skeptisch beurteilt; der Aktienkurs sei zu stark gesunken. Am Mittwoch kostete eine Allianz Aktie 72 Euro.
Der SMI in Zürich legte um 1, 3 Prozent auf 5520 Punkte.
Am Donnerstag, den 01.09.11, waren die europäischen Aktienmärkte kurz vor Handelsschluß ohne klare Richtung. Ursächlich für die Richtungslosigkeit waren die am Vormittag schlechter als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes, die schleppender als gedacht verlaufene Auktion spanischer Staatsanleihen und der am Nachmittag nicht so stark wie erwartet ausgefallene Rückgang des amerikanischen ISM Einkaufsmanagerindex. Mit 50, 6 Punkten hielt er sich über der Marke von 50 Punkten, die ein Wachstum der Wirtschaft signalisiert.
In Frankfurt sank der DAX vor der Veröffentlichung des amerikanischen Einkaufsmanagerindex um mehr als 2 Prozent und erholte sich bis zum späten Nachmittag auf ein Minus von 1, 2 Prozent, um bei 5715 Punkten zu enden.
Der SMI in Zürich gewann 0, 2 Prozent auf 5540 Punkte.
Nach den enttäuschenden Daten vom Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten - statt erwarteter 95.000 neuer Stellen in der Privatwirtschaft nur 17.000 im August 2011 - gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten am Freitag, den 02.09.11, deutlich nach. Die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten blieb auf 9, 1 Prozent.
Der DAX in Frankfurt sank um 4 Prozent auf 5500 Punkte. Wegen einer möglichen weiteren Klage wegen des Umgangs mit Hypothekenkrediten in den Vereinigten Staaten verlor die Aktie der Deutschen Bank gut 5 Prozent. Anfängliche Kursgewinne nach einem günstigen Urteil im Patentrechtsstreit mit Oracle - Senkung der Strafe von 1, 3 Mrd. Dollar auf 272 Mio. Dollar - konnte die SAP Aktie nicht halten und verlor letztendlich besser als der Marktdurchschnitt 2 Prozent.
Im MDAX gab LEONI 7, 38 Prozent nach.
Der SMI in Zürich sank um 3, 5 Prozent auf 5335 Punkte.

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