Freitag, 12. August 2011

Schwankender Schweizer Franken und schwacher Euro

Am Mittwoch, den 10.08.11, ließ die Aussicht auf eine lange Phase der Leitzinsen bei null Prozent in den Vereinigten Staaten den Dollar sinken. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve legte am Dienstagabend, den 09.08.11, ihren Leitzins in einer Spanne von 0 bis 0, 25 Prozent bis Mitte 2013 fest.
Um gegen die weitere Aufwertung des Schweizer Franken vorzugehen, will die Schweizerische Nationalbank die Liquidität im Franken - Geldmarkt bedeutsam ausweiten. Am Dienstagabend kostete ein Euro nur noch 1, 0075 Franken, so wenig wie noch nie. Die Parität ist fast erreicht. Am Mittwoch betrug das Wchselkursverhältnis dann 1, 035 Franken.
Am späten Mittwochnachmittag kostete ein Euro 1, 4224 Dollar, mehr als einen amerikanischen Cent unter dem Tageshoch von 1, 4401 Dollar.
Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank lag bei 1, 4367 (Dienstag: 1, 4267) Dollar.
Wegen der schwachen Aktienkurse erfreuten sich Bundesanleihen großer Beliebtheit. Der Bund Future nahm um 136 Stellen auf 133, 77 Prozent zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab auf 2, 242 (2, 365) Prozent nach.
Zum Kampf der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gegen die weitere Aufwertung  des Schweizer Franken ist anzumerken: Am Mittwoch gab die SNB bekannt, die Sichtguthaben der Banken bei der SNB von 80 auf 120 Mrd. Franken aufzustocken. Die SNB  erhofft sich zwei Effekte, dass die Banken das zusätzliche Geld verstärkt in Dollar- und Euroanlagen investieren und Schweizer Bundesobligationen kaufen, um so die Rendite zu senken und die Attraktivität des Schweizer Franken als Anlagewährung zu verringern. Die SNB will nicht direkt am Devisenmarkt intervenieren. Die Erhöhung der Liquidität am Geldmarkt dürfte sich nur geringfügig auswirken. Es dürfte eher zu einer Parität zwischen Euro und Schweizer Franken kommen.

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