Donnerstag, 22. September 2011

Euro kaum verändert

Am Dienstag, den 20.09.11, wirkte sich die Herabstufung Italiens an den Finanzmärkten nur kurz aus. Nach anfänglichen Verlusten pendelte der Euro am frühen Abend um 1, 37 Dollar, wenig verändert gegenüber dem Vortag. Der Referenzkurs der EZB lag bei 1, 3710 (Montag, den 19.09.11: 1, 3641) Dollar. Das hoch verschuldete Griechenland bezahlte fällige Zinskupons von insgesamt 769 Mio. Euro vollständig. Die Zahlung wirkte auf dem markt positiv.
Die Ratingagentur Standard & Poor`s (S&P) stufte die Bonität Italiens auf "A" herab. Für die Herabstufung gibt es zwei Gründe:
  1. Die Wachstumsaussichten Italiens sind zu schwach.
  2. Die wackelige italienische Koalitionsregierung stellt einen Unsicherheitsfaktor dar.
Italienische Staatsanleihen gelten gerade noch als "prinzipiell sichere Anlage". Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen betrug 5, 699 Prozent nach 5, 571 Prozent am Montag, den 19.09.11, aber deutlich unter der Rendite von mehr als 6 Prozent Anfang August 2011. Nach Angaben eines Devisenhändlers kauft die EZB italienische Staatsanleihen in kleinen Mengen.
Der Bund Future gab am frühen Abend 2 Basispunkte auf 137, 41 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen betrug 1, 791 Prozent nach 1, 80 Prozent am Vortag.
Zum Devisenmarkt ist anzumerken: Das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und Dollar wird durch die europäische Schuldenkrise bestimmt. Eine mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands belastet den Kurs des Euro. Bis Ende 2011 kann ein Euro 1, 30 Dollar kosten.
Zu der am Dienstag beginnenden zweitägigen Sitzung des Offenmarkt Ausschusses der Fed ist festzustellen: Es ist mit intensiven Diskussionen und Entscheidungen zu rechnen. Ob ein neues Programm zum Ankauf von Anleihen beschlossen wird, ist unsicher. Sicher scheint, dass die expansive Geldpolitik noch expansiver sein wird.

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