Montag, 3. Oktober 2011

Argentinien: Eröffnung von Atucha II

Argentinien setzt weiter auf Atomstrom. Am Mittwoch, den 28.09.11, eröffnete die argentinische Präsidentin Cristina Fernàndez de Kirchner Atucha II, das dritte argentinische Atomkraftwerk. Spezialisten prüfen das 745 Megawatt starke Kraftwerk acht Monate, ehe es in der zweiten Jahreshälfte 2012 mit voller Leistung ans Netz geht. Der Anteil der Atomenergie an der gesamten argentinischen Stromproduktion beträgt 10 Prozent. Daneben stammt die restliche Energie hauptsächlich von Wasserkraftwerken und thermischen Kraftwerken.
Wegen der starken Konzentration der Nachfrage befinden sich die argentinischen Atomkraftwerke in der Nähe von Ballungszentren mit erheblichen Gefahren für die Bevölkerung im Falle von schweren Reaktorunfällen. Atucha I und II liegen bei Zarate, rund 100 Kilometer nördlich der Metropolregion von Buenos Aires. Embalse, das dritte Atomkraftwerk, ist gleich weit entfernt von Còrdoba, der zweitgrößten arbentinischen Stadt.
1980 begann der Bau von Atucha II, bis 1994 eine Stillegung erfolgte. Präsident Kirchner ließ 2006 den Bau fortsetzen.
Die argentinische Regierung will die Produktion von Atomstrom weiter fördern. Bei Zarate soll Atucha III gebaut und Embalse erneuert werden. Argentinische Ingenieure sollen einen kleinen Reaktortyp entwickeln, um kleine Städte versorgen zu können. Außer Argentinien setzen Brasilien und Mexiko auf die zivile Nutzung von Atomkraft.

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