Freitag, 14. Oktober 2011

Tagebuch vom 14.10.11

Heute war ich nach mehreren Jahren in Mettmann, wo meine verstorbene Frau ihre Praxis hatte. Ich habe dort noch eine Bankverbindung, die früher die Geschäftsbank meiner Frau war. Mir dient diese Bank dazu, Sammelstelle für meine Rücklagen zu sein. Ich hatte dort ein Geschäft zu erledigen. Mettmann ist eine angenehme Kleinstadt, in der sich wenig ändert. Bei sonnigem Herbstwetter war es sehr angenehm, mit der S Bahn durch das Neanderthal zu fahren.
Zu Hause habe ich dann an meinem Weblog geschrieben. Danach habe ich Zeitungen gelesen, Wein ausgepackt und einen Brief geschrieben.
Vor dem Abendessen habe ich im SPIEGEL gelesen. Interessant war ein Artikel über die Eurokrise. Darin schildern verschiedene Journalisten, wie der Euro entstanden ist. Heute schreiben alle Journalisten, welche Schwächen der Euro hat. Nur als die Währung entstanden ist, hat sich niemand kritisch dazu geäußert. Später sind alle immer so klug und haben alles gewußt. Ich kann mich nur erinnern, dass die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einer historischen Analyse im Vergleich mit vorgangegangenen Währungsunionen dargelegt hat, dass die europäische Gemeinschaftswährung wegen der unterschiedlichen, sie verbindenden Länder und Wirtschaftszonen eine schwierige Zukunft haben und ein Scheitern die Folge sein kann. Nachdenkliche und fundierte Kommentare waren unerwünscht, weil die verantwortlichen Politiker den Euro um jeden Preis haben wollten. Ausschlaggebend war das Ende des Kalten Krieges und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Hoffentlich verspielen die Politiker diese Zukunft nicht.


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