Gleich gehe ich ins Bett. Es ist Zeit für meine Nachtgedanken. Ich habe heute Abend eine Flasche Grauburgunder getrunken und Musik gehört. Es waren schöne Oldies, die mich an meine Studentenzeit erinnert haben. Ich habe in München und Münster studiert.
In München habe ich in der Schnorrstraße in der Nähe der Uni gewohnt. Es war ein Haus meiner Studentenverbindung. Bereits mein Vater war dort alter Herr. Deshalb war es für mich keine Frage, in der Verbindung Mitglied zu sein. Ich schrieb mich für Rechtswissenschaften und Geschichte ein. Meine Liebe galt der Geschichte, aber Rechtswissenschaften für die berufliche Karriere wichtig, so dass ich dort den Studienschwerpunkt legte. Trotzdem war in München Geschichte für mich der Mittelpunkt, weil die Professoren an der Philosophischen Fakultät interessant waren.
Nach vier Semestern wechselte ich an die Universität Münster. Ich bezog mein Zimmer im von Detten Kolleg. Dort blieb ich, bis ich mein erstes Staatsexamen ablegte. In Münster war das juristische Studium der Schwerpunkt. Im von Detten Kolleg fanden viele Feiern statt, für das gesamte Heim, aber auch für die einzelnen Etagen. Die Bewohner des Heimes unternahmen Fahrten nach London und Rom oder nach Leverkusen zum Bayerwerk. Es war insgesamt eine schöne Zeit.
Zu den damaligen Kommilitonen habe ich keinen Kontakt mehr. Auch aus der Studentenverbindung bin ich ausgetreten, nachdem sie sich beim Tod meines Vaters unkorrekt verhalten hatte. Als meine verstorbene Frau in Gronau gearbeitet hatte und wir an einem Wochenende nach Münster gefahren sind, habe ich zufällig einen Mitbewohner des von Detten Kollegs getroffen.
Münster hat einen schönen Weihnachtsmarkt. Vielleicht sollte ich mit dem Zug nach Münster fahren, um den Markt zu besuchen.
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