Dienstag, 29. November 2011

Tagebuch vom 29.11.11

Noch ein Tag und der November ist vorbei. Dann kommt noch ein Monat. Das Jahr ist vorüber.
Ich habe heute Abend Raymond Chandler und Golo Mann Deutsche Geschichte gehört.
Raymond Chandler Der lange Abschied ist zynisch, weil er zeigt, wie wenig eigentlich rechtliche Bestimmungen wert sind. Ich war stolz, Rechtswissenschaften zu studieren, weil ich anfangs davon überzeugt war, Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen. Im Berufsleben musste ich erkennen, dass Recht ausschließlich dem Staat dient, seine Interessen durchzusetzen. Insbesondere Beamten sind im Interesse des Staates tätig. Die Sprache und die Bescheide verdecken diese Interessen. Da die Bürger heute besser als in vergangenen Zeiten aufgeklärt sind, begreifen sie diesen Sachverhalt. Deshalb sind sie misstrauisch, wenn Behörden Projekte planen. Das Verhältnis zwischen Beamten und Bürgern ist schwierig und erfordert viel Fingerspitzengefühl.
Golo Mann erzählt in wohl abgewogenen Worten die schwierige und bruchreiche deutsche Geschichte. Es tut wohl, seinen klugen Worten zu lauschen.

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