Montag, 5. Dezember 2011

Brasilien: Geld für den IWF

Im Anschluss an ein Treffen der IWF Direktorin Christine Lagarde mit dem brasilianischen Finanzminister Guido Mantega in Brasilia kündigte dieser an, im Kampf gegen die Schuldenkrise dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Umfang der Finanzhilfe soll nach Absprache mit Russland, Indien, China und Südafrika im Vorfeld des G 20 Treffens im Februar 2012 festgelegt werden. Ob die anderen großen Schwellenländer mitziehen, bleibt abzuwarten. Brasilien knüpft seine Hilfe an Forderungen: Es macht seine finanzielle Hilfe davon abhängig, dass Europa und die Vereinigten Staaten sich ebenfalls zur Zusammenarbeit mit dem IWF verpflichten und die Schwellenländer im IWF mehr Gewicht erhalten.
Lagarde und Mantega sorgten sich über die Möglichkeit einer Ausdehnung der Euro Krise auf weitere Länder, insbesondere auch Schwellenländer. Nach Lagardes Worten ist kein Land immun gegen die Krise. Wegen der Stabilität seines wirtschaftlichen Fundamentes  und seiner Finanzlage ist Brasilien gut geschützt. Um seinen Binnenmarkt und seinen privaten Konsum zu stützen, kündigte Brasilien aktuell ein umfassendes Konjunkturprogramm  mit Steuersenkungen auf wichtige Konsumgüter und einer Reduktion der Abgaben auf Verbraucherkredite und ausländische Kapitalströme. Ähnliche Massnahmen waren erfolgreich bei der Krise von 2008.

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