Montag, 6. Februar 2012

Bericht vom internationalen Finanzmarkt

Seit Anfang Januar 2012 ist der DAX um 14, 7 Prozent gestiegen, ein Anstieg wie in den frühen siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Dieser Anstieg hat auch die ausländischen Aktienmärkte und die Anleihenmärkte in Italien und Spanien erfasst. Die risikofreudigen Anleger tarauen sich mehr zu. Die Optimisten sehen das Dossier Griechenland als unwichtig an.
Die Renditen italienischer Staatsanleihen sinken die vierte Woche in Folge. Der renditeabstand zwischen zehnjährigen französischen und deutschen Staatsanleihen beträgt erstmals seit Dezember 2001 weniger als 100 Basispunkte. Seit drei Tagen ist die Lage am Markt für portugiesische Staatsanleihen entspannt.
Die Frage nach der Ursache für die Hausse an den Finanzmärkten führt zu zwei Antworten:
  1. Die Basis der Hausse an den europäischen Aktienmärkten ist die von der EZB durch ihre Repo Fazilität bereitgestellte zusätzliche Liquidität zur Sicherung einer langfristigen Finanzierungsstabilität der Banken.
  2. Die guten Konjunkturdaten rund um den Globus, insbesondere die Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten, wecken die Hoffnung auf den Märkten auf sich dynamisch entwickelnde Konjunktur.
Wie viel Potenzial besitzt die Hausse noch ? Sicher ist, dass die deutschen Aktienkurse nicht jeden Monat rund 15 Prozent zulegen werden. Die Hausse wird sich fortsetzen, weil viele Anlager sie bis jetzt verpasst haben. Positiv ist die aufgehellte, aber bnicht übertrieben euphorische Stimmung zu werten.
In der Börsenwoche vom 06. - 10.02.12 werden die Marktteilnehmer auf die großen Zentralbanken schauen. Die Bank of England kann weitere geldpolitsche Lockerungen beschließen. Am Donnerstag, den 09.02.12, tagt der Zentralbankrat der EZB. Ob dabei eine neue Leitzinssenkung erörtert wird, ist unsicher.
Die laufende Bilanzsaison setzt sich fort.
Die von den Staatsanleihekäufen durch die Zentralbanken ausgehenden Gefahren sind nicht zu unterschätzen. Die Bereitstellung billigen Geldes könne die Probleme in den Ländern an der Peripherie des Euroraumes nicht allein lösen, sondern die Länder müssten selbst einen Beitrag zur Lösung leisten.

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