Montag, 30. April 2012

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt - Wochenbericht (23. - 27.04.12) Schlussbetrachtung

In der vorbezeichneten Börsenwoche stieg der DAX 1, 0 Prozent. Der Index konnte die hohen Verluste von Montag, dem 23.04.12, in den darauf folgenden Tagen mehr als ausgleichen. Die politischen Risiken im Euroraum halten die Aktienmärkte allerdings weiter im Griff. Die Marktteilnehmer fürchten insbesondere einen bevorstehenden Machtwechsel bei der Stichwahl vom 06.05.12 in Frankreich, wenn Hollande neuer französischer Staatspräsident werden sollte. Auch der Rücktritt der niederlänischen Regierung wegen des Streits um ein Sparpaket verdeutlicht die Risiken im Euroraum. In den kommenden Wochen lasten erhebliche Risiken auf den europäischen Rentenmärkten. Diese Risiken müssen den Aktienmarkt nicht unbedingt beeinflussen. Allerdings sorgen sich die Investoren um die Konjunktur. Die Anfang der Woche bekannt gewordenen Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum fielen überraschend schlecht aus. Die deutsche Wirtschaft ist von der Wachstumsschwäche in Südeuropa noch nicht beeinträchtigt. Auf Dauer ist eine bremsende Wirkung nicht auszuschließen, wie die enttäuschend ausgefallenen Zahlen zum deutschen Auftragseingang und zur Produktion gezeigt haben. Hingegen sind die bis jetzt vorgelegten Quartalszahlen deutscher Unternehmen solide. Nur die Deutsche Bank enttäuschte. Nach der Stichwahl in Frankreich erwarten die Analysten eine Besserung der konjunkturellen Aussichten bis in den Herbst. Ein Anstieg des Index bis 7200 Punkte ist erreichbar. Steigt der DAX über 6820 / 6850 Punkte, ist diese Entwicklung wahrscheinlich.
Auch der MDAX gewann in der obigen Börsenwoche 1, 5 Prozent. Trotz des Rückgangs auf 10220 Punkte ist ein erneuter Anstieg möglich. Bei 10500 und 10600 Punkten verläuft ein robuster Widerstand.
In der vorgenannten Börsenwoche sank der SMI 2, 08 Prozent. Die durchwachsene Stimmung sorgte für eine Achterbahnfahrt mit steigenden und fallenden Kursen. Insgesamt setzte sich die negative Stimmung durch.
In der oben genannten Börsenwoche legte der Euro im Verhältnis zum Dollar 1, 0 Prozent zu. Der Euro bewegt sich seit fast drei Wochen in einer Spanne zwischen 1, 30 und 1, 323 Dollar. Verlässt er diese Spanne nach oben, verläuft bei 1, 335 Dollar ein Widerstand. Fällt er nach unter aus der Spanne, iat ein Rückgang bis 1, 296 Dollar möglich.
Die Renditen zehnjähriger Bundes- und US - amerikanischer Staatsanleihen entwickelten sich unterschiedlich. Bundesanleihen stiegen 0, 08 Prozent, während US - amerikanische Staatsanleihen 0, 02 Prozent nachgaben.
Der Bund Future erreichte ein Hoch von 141, 40 Prozent, um dann wieder in den Bereich um 140 Prozent zurückzugehen. Zwischen 139 und 140 Prozent verläuft eine Unterstützungslinie.

Gewinner / Verlierer

  1. LEONI AG + 2, 73 %
  2. SAP + 1, 92 %
  3. Adidas + 1, 12 %
  4. Allianz SE + 0, 78 %
  5. Commerzbank + 0, 18 %
  6. Roche GS - 2, 25 %
  7. Deutsche Bank - 2, 33 %
  8. ThyssenKrupp - 2, 49 %
  9. Nestlè - 3, 33 %.

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