Meine Stadtbesichtigung in Istanbul führte in einem halben Tag zu einigen der bedeutendsten künstlerischen und kulturelen Höhepunkten:
Die Moschee des Sultan Achmed, wegen ihrer ausgefallenen Innendekorationen aus Majolikafliesen in den verschiedensten Blautönen auch die "Blaue Moschee" genannt, ist eine der schönsten und größten Moscheen Istanbuls. Sultan Achmed I. (1603 - 1617) beauftragte den Hofarchitekten Mehmet Aga damit, eine neue Hauptmoschee zu bauen, die in Größe und Ausstattung die Hagia Sophia übertreffen sollte. Als Standort wählte der Architekt ein Gebiet südöstlich des Hippodroms, wobei er einige Paläste und noch vorhandene Sitzreihen der alten Rennbahn einebnen ließ. 1609 erfolgte im Beisein des Sultan die Grundsteinlegung. 1617 kurz vor seinem Tod konnte Ahmeched I. die Moschee einweihen. Von der Moschee brachen die Pilger Richtung Mekka auf. 1826 verkündete Sultan Mahmut II. die Auflösung des Janitscharenkorps. Vom Vorhof aus betrachtet, erheben sich oberhalb einer spitzbogigen Arkadenhalle die zahlreichen Kuppeln des Gebetshauses zu einem sorgfältig abgestimmten Stufenbau. Der rechteckige Vorhof hat die gleiche Grundfläche wie das Gebetshaus und ist von drei Seiten über Treppenanlagen zugänglich. Säulenhallen umgeben den Hof mit dem sechseckigen Sadirvan in der Mitte. Die Architektur der Moschee ist geschlossen. Sechs Minarette fallen als markante Punkte ins Auge, je eines an den Ecken des Gebetshauses, zwei kleine als Anbindung des Vorhofes in den Gesamtkomplex. Nach einer Legende soll der Sultan vier goldene Minarette verlangt haben. Wegen fehlender finanzieller Mittel ließ sich das Vorhaben nicht ausführen, sodass der Baumeister zu einem Trick griff. Er ließ wegen des Gleichklangs der Worte altin (golden) und alti (sechs) statt der vier goldenen sechs steinerne Minarette errichten. Nach Protesten aus Mekka, wo die Kaaba - Moschee als einzige bis dahin über sechs Minarette verfügte, stiftete der Sultan noch einen siebten Turm. Das Innere der Moschee zeichnet eine ungeheure Weitläufigkeit aus. Die große Kuppel, Durchmesser 23, 50 m, scheitelhöhe 43 m, tragen vier 5 m dicke Pfeiler. Einen Teil dieser Last übernehmen vier Halbkuppeln, unterstützt von drei Konchen.
Das Hippodrom erbaute Kaiser Septimius Severus nach der Eroberung von Byzanz im Jahr 196, das Konstantin der Große (306 - 337) auf 400 m Länge und 150 m Breite erweitern ließ. Am 11.05.330 fand die Gründungsfeier von Konstantinopel im Hippodrom statt. Das Hippodrom war Zeuge blutiger Ereignisse. Bei dem Versuch Kaiser Justinians, die Zuirkusparteien der Blauen und der Grünen als dauernde Unruhestifter aufzuheben, kam es 532 zu einem Aufstand, nachdem sich beide Parteien gegen den Kaiser verbündet hatten. Seine Gemahlin Theodora befahl dem Feldherrn Belisar kaltblütig, den Aufstand niederuzuschlagen. Seine Truppen metzelten die im Hippodrom versammelten Aufständischen nieder. Justinian war gerettet. Die Osmanen nutzten das Hippodrom zu dem am Freitag stattfindenden Kampfspiel der Janitscharen. 1826 ließ Sultan Mahmut II. die aufsässigen Janitscharen nach der Verkündung ihrer Auflösung im Hippodrom, wo sie sich versammelt hatten, um seinen Palast zu stürmen, von seinem europäisch geschulten Militär zusammenschießen. Von den Denkmälern, die einst die Spina schmückten, sind noch der ägyptische Obelisk, 390 von Kaiser Theodosios I. aus Karnak geholt, die Schlangensäule, von Kaiser Konstantin dem Großen aus dem Apollonheiligtum in Delphi geholt, und der gemauerte Obelisk, von Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetos zu Ehren seines Grossvaters Basileios I. errichtet, erhalten.
Im Basar gab es die Möglichkeit, das Wichtigste über türkische Teppiche zu lernen. Es handelt sich um handgeknüpfte Teppiche mit dem Görges - Knoten aus Schafwolle, reiner Seide und auch aus Baumwolle, die als minderwertig gilt. Für die Qualität des Teppichs ist die Anzahl der Knoten pro Quadratmeter oder Quadratzentimeter. Gute Stücke haben 6 bis 25 und Seidenteppiche noch mehr Knoten pro Quadratzentimeter, was 60000 bis 250000 pro Quadratmeter entspricht.
Die Hagia Sophia wurde besichtigt. Kaiser Justinian weihte die Hagia Sophia 26.12.537 ein. "In unaussprechlicher Schönheit bietet sie sich dar", so der Historiker Prokop, ein Zeitgenosse Justinians. "Denn Glanz und Harmonie der Maße schmücken sie, kein Zuviel und kein Zuwenig ist an ihr festzuhalten, da sie prunkvoller als das Gewohnte und zuchtvoller als das Maßlose ist." Fast ein Jahrtaausend war sie Hauptkirche Konstantinopels. Nach der Eroberung 1453 diente sie fünf Jahrhunderte als Moschee, bis Kemal Atatürk sie 1934 in ein Museum umwandelt. Die beiden Vorgängerkirchen brannten ab. Der Innenraum mit seinen Mosaiken, der Kaisertür und den vier assymetrischen Pfeilern als Kuppelquadrat mit 31 m Länge sind von besonderer Schönheit. Es war ein würdiger Abschluss der Stadtbesichtigung.
Im Basar gab es die Möglichkeit, das Wichtigste über türkische Teppiche zu lernen. Es handelt sich um handgeknüpfte Teppiche mit dem Görges - Knoten aus Schafwolle, reiner Seide und auch aus Baumwolle, die als minderwertig gilt. Für die Qualität des Teppichs ist die Anzahl der Knoten pro Quadratmeter oder Quadratzentimeter. Gute Stücke haben 6 bis 25 und Seidenteppiche noch mehr Knoten pro Quadratzentimeter, was 60000 bis 250000 pro Quadratmeter entspricht.
Die Hagia Sophia wurde besichtigt. Kaiser Justinian weihte die Hagia Sophia 26.12.537 ein. "In unaussprechlicher Schönheit bietet sie sich dar", so der Historiker Prokop, ein Zeitgenosse Justinians. "Denn Glanz und Harmonie der Maße schmücken sie, kein Zuviel und kein Zuwenig ist an ihr festzuhalten, da sie prunkvoller als das Gewohnte und zuchtvoller als das Maßlose ist." Fast ein Jahrtaausend war sie Hauptkirche Konstantinopels. Nach der Eroberung 1453 diente sie fünf Jahrhunderte als Moschee, bis Kemal Atatürk sie 1934 in ein Museum umwandelt. Die beiden Vorgängerkirchen brannten ab. Der Innenraum mit seinen Mosaiken, der Kaisertür und den vier assymetrischen Pfeilern als Kuppelquadrat mit 31 m Länge sind von besonderer Schönheit. Es war ein würdiger Abschluss der Stadtbesichtigung.
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