In der vorbezeichneten Börsenwoche erhöhte sich der DAX 1, 05 Prozent auf 7596 Punkte. Der DAX stieg vorübergehend auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Er überwand damit den Schock der Finanzkrise. Im Herbst 2008 war der erste Höhepunkt mit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers. Ein zweiter Höhepunkt folgte im Frühjahr 2010, als die griechische Schuldenkrise bekannt wurde. Mit dem Ablauf der vorerwähnten Börsenwoche scheint das Ende der Finanzkrise in greifbare Nähe gerückt zu sein. Madrid und Rom gelang es, ohne Schwierigkeiten Geld auf den Finanzmärkten aufzunehmen. Ausserdem platzierte Spanien eine dreissigjährige Anleihe zu einer Rendite von 5, 89 Prozent. Am Donnerstag, dem 13.12.12, beschlossen die Finanzminister der Eurogruppe, Griechenland Notkredite über 49, 1 Mrd. Euro aus dem Rettungsfonds zu gewähren. Im Vorfeld des Beschlusses konnte die griechische Regierung Anleihen im Volumen von 30 Mrd. Euro zurückkaufen. An der Börse kommt es nicht darauf an, ob die Schuldenkrise tatsächlich überwunden ist, sondern ob die meisten an ihre Überwindung glauben. Die Kommentare über einen positiven Ausgang häufen sich. Südeuropäische Finanztitel wie Generali, BBVA und Banco Santander waren gefragt. Anstelle der Schuldenkrise rückt der ungelöste Haushaltsstreit in den Vereinigten Staaten in den Mittelpunkt des Interesses. Daneben spielte der überraschend positiv ausgefallene Einkaufsmanagerindex der Bank HSBC eine Rolle, weil er aan der Börse in Shanghai einen Kaufrausch auslöste. Im Euroraum sinkt wahrscheinlich die Wirtschaftsleistung zum Ende 2012 und zu Anfang 2013. Die fallenden Stimmungsindikatoren und die sinkenden Kapazitätsauslastungen deuten diese Entwicklung an. Trotz eines Dämpfers am Donnerstag, dem 13.12.12, erwies sich der DAX robust, obwohl die Wirtschaftsaussichten nicht rosig sind. Daimler und ThyssenKrupp gehörten zu den Wochenfavoriten, während Deutsche Bank zu den Verlierern zählten.
In der vorgenannten Börsenwoche stieg der MDAX 0, 5 Prozent auf 11956 Punkte. Bertrandt, Hamburger Häfen, Hochtief, Salzgitter und Wacker Chemie verteuerten sich. Aareal Bank, Celesio, Gerry Weber und Tui gaben nach.
Die übrigen europäischen Börsen entwickelten sich unterschiedlich:
- Der SMI in Zürich sank 0, 2 Prozent auf 6911 Punkte. Der angekündigte Rücktritt von Italiens Ministerpräsident Monti und die Botschaft Berlusconis, in die Politik zurückzukehren, liessen die Börse unbeeindruckt. Die Einigung der EU - Finanzminister auf eine europäische Bankenaufsicht beeinflusste das Marktgeschehen positiv. Mit 7000, 60 Punkten erreichte der SMI den höchsten Stand seit vier Jahren. Givaudan, Novartis, Roche, Swatch und UBS verteuerten sich. Actelion und Transocean sanken.
- Der FTSE 100 in London erhöhte sich 7, 36 Zähler auf 5922 Punkte.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten gaben nach:
- Der Dow Jones in New York verlor 20, 12 Zähler auf 13135 Punkte.
- Der S & P 500 in New York verminderte sich 4, 49 Zähler auf 1414 Punkte.
- Der Nasdaq Composite sank 6, 71 Zähler auf 2971 Punkte.
Der Nikkei 225 in Tokio gewann 210, 17 Zähler auf 9738 Punkte.
Der Wechselkurs des Euro verteuerte sich:
- 1 Euro in Dollar + 0, 0176 auf 1, 3081 Dollar
- 1 Euro in jap. Yen + 3, 3600 auf 109, 550 jap. Yen
- 1 Euro in Franken + 0, 0012 auf 1, 2089 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen erhöhten sich:
- Bundesanleihen + 0, 06 % auf 1, 35 %
- US - Staatsanleihen + 0, 13 % auf 1, 71 %.
Der Bund Future verminderte sich 0, 69 Prozent auf 145, 04 Prozent.
Gewinner / Verlierer
- ThyssenKrupp + 9, 93 %
- LEONI NA + 4, 15 %
- Commerzbank + 1, 57 %
- Roche GS + 1, 06 %
- Adidas + 0, 92 %
- Allianz SE + 0, 63 %
- SAP - 0, 42 %
- Nestlé - 0, 9 %
- Deutsche Bank - 5, 75 %
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