Montag, 18. Februar 2013

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt - Wochenbericht (11. - 15.02.13)

In der vorbezeichneten Börsenwoche verminderte sich der DAX 0, 77 % auf 7594 Punkte. Der Index, im Januar in der Spitze 3, 4 % gestiegen, gab seinen Gewinn seit Beginn des Jahres 2013 wieder ab. Da die Kurse seit März 2009 fast kontinuierlich gestiegen sind, fragen sich die Anleger, ob eine grössere Korrektur bevorsteht. Zwei Beobachtungen sprechen für eine Verschnaufpause. Erstens setzt sich der Kursaufschwung bei kleineren Unternehmen unvermindert fort. Am Ende  eines langjährigen Aufschwungs steigen die Kurse von grossen Unternehmen stärker als die der kleinen. Ausserdem fällt der Wendepunkt am Aktienmarkt mit dem am Zinsmarkt zusammen. Eine Wende am Zinsmarkt ist nicht erkennbar. Die Unsicherheit über den Wahlausfang in Italien liess die Nachfrage nach Nundesanleihen anziehen. Bayer, Daimler, Deutsche Telekom und Infineon gaben auf Wochensicht nach.
Im Gegensatz zum DAX erhöhte sich der MDAX 1, 6 % auf 12964 Punkte. Er erreichte absolutes Rekordniveau. Die exportstarken Unternehmen und sogar die Solarbranche treiben den Index. Wcker Chemie beendet wegen überraschend hoher Nachfrage aus der Solarindustrie seine Kurzarbeit. Der Roboterhersteller Kuka, der Verpackungshersteller Gerresheimer und der Wehrtechnikhersteller sowie Automobilzulieferer Rheinmatell legen nicht nur überraschend gute Geschäftsergebnisse vor, sondern ziehen aus der Nachricht Nutzen, dass die Vereinigten Staaten und Europa die Pläne für eine Freihandelszone vorantreiben. Bilfinger Berger, Gerresheimer, Hochtief, Kabel Deutschland, Kuka und Wacker Chemie zählten zu den Wochengewinnern. Aareal Bank, Hamburger Häfen und Pro7Sat1 waren Verlierer der Woche.
Die übrigen europäischen Börsen erhöhten sich:
  1. SMI in Zürich + 1, 41 % auf 7501 Punkte - positive Jahresewrgebnisse beflügelten den Index. Selbst schlechte Konjunkturzahlen aus dem Euroraum bremsten den Aufwärtstrend nicht. Nestlé enttäuschte die Anlegr. Erstmals seit Juni 2008 überstieg der SMI die Marke von 7500 Punkten. Neben Nestlé überraschte ABB die Anleger. UBS gehörte neben Nestlé zu den Verlierern der Woche.
  2. FTSE 100 in London + 64, 33 Zähler auf 6328 Punkte.
Mit Ausnahme des S & P 500 in New York fielen die Börsen in den Vereinigten Staaten; amerikanische Unternehmen werden mutiger. American Airlines und US Airlines fusionieren zur grössten Fluglinie der Welt. Warren Buffett kauft mit einem anderen Finanzinvestor den Ketchuphersteller Heinz für 28 Mrd. Dollar. Die Stände im einzelnen:
  1. Dow Jones in New York - 11, 21 Zähler auf 13982 Punkte
  2. S & P 500 in New York + 1, 86 Zähler auf 1520 Punkte
  3. Nasdaq Composite - 1, 84 Zähler auf 3192 Punkte.
Der Nikkei 225 in Tokio erhöht sich 20, 67 Zähler auf 11174 Punkte.
Der Wechselkurs des Euro entwickelt sich unterschiedlich:
  1. 1 Euro in Dollar - 0, 0049 auf 1, 3325 Dollar
  2. 1 Euro in Yen + 0, 5100 auf 124, 030 jap. Yen
  3. 1 Euro in Franken + 0, 0021 auf 1, 2303 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen legten zu:
  1. Bundesanleihen + 0, 02 % auf 1, 63 %
  2. US amerikanischen Anleihen + 0, 08 % auf 2, 02 %.
Der Bund Future verminderte sich 0, 36 % auf 142, 61 Prozent.
Gewinner / Verlierer
  1. Adidas + 1, 99 %
  2. Roche GS 1, 98 %
  3. LEONI NA + 1, 67 %
  4. Swatch + 0, 96 %
  5. FMC + 0, 35 %
  6. Commerzbank + 0, 27 %
  7. SAP + 0, 12 %
  8. Allianz SE - 0, 41 %
  9. Nestlé - 1, 17 %
  10. ThyssenKrupp - 1, 61 %
  11. Deutsche Bank - 2, 66 %

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