Da die Börsen in den Vereinigten Staaten geschlossen hatten, verliefen am Montag, dem 18.02.13, die Börsen ohne klare Richtung. Gesucht waren Energieversorger wie E.ON und RWE. Investoren sahen wohl nach dem bislang schwachen Verlauf wieder Potenzial. Beschwichtigende Äusserungen der G 20 in der Wechselkursdebatte liessen den Markt unbeeindruckt. Politische Probleme standen im Voredergrund. Die Wahlen am 24.02.13 in Italen sorgen wegen der zunehmenden Popularität von Silvio Berlusconi für Angst vor einem Reform Stopp. In Spanien wirkt sich der Korruptionsskandal um Ministerpräsident Rajoy auf die Wirtschaft aus. Frankreich kann die angepeilten Wachstumsziele nicht erreichen. Die Bundesbank rechnet mit einer schnellen Erholung der deutschen Wirtschaft. Standard & Poor's bestätigt die Kreditwürdigkeit Japans mit AA-. EZB Präsident Draghi redete vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments.
Der DAX in Frankfurt erhöhte sich 0, 5 % auf 7629 Punkte. Aus vorstehend genannten Gründen legten E.ON und RWE zu. Eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank liess den Kurs von Lufthansa steigen. UBS setzte Daimler auf ihre "most preferred list", so dass der Kurs zulegte. Nach Anhebung des Kurszieles durch Nomura verteuerte sich der Kurs von Commerzbank. Durch die Erhöhung des Kurszieles von Equinet stieg der Kurs von BASF. Der Verkauf von rund 103.000 Aktien durch die Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden Heidenreich lies den Kurs von Beiersdorf fallen. Da UBS bei BMW die Gewinnspitze erreicht sah, ging der Kurs zurück.
Der MDAX stieg 0, 2 % auf 12989 Punkte. Wegen einer möglichen Übernahme durch Vodafone stieg der Kurs von Kabel deutschland. Auch Wacker Chemie legte zu. Gerry Webedr und MTU Aero Engines verloren an Wert.
Mit Ausnahme des CAC 40 in Paris gingen die übrigen europäischen Börsen zurück:
- SMI in Paris - 0, 06 % auf 7496 Punkte - in einem lustlos verlaufenden Geschäft tendierte die Börse seitwärts. Roche verteuerte sich. Finanztitel wie Swiss Re und UBS legten zu. Credit Suisse gab nach wie Nestlé und Novartis. Syngenta und Luxustitel wie Richemont und Swatch verbilligten sich.
- ATX in Wien - 0, 24 % auf 2394 Punkte
- CAC 40 in Paris + 0, 13 % auf 3665 Punkte
- FTSE 100 in London - 0, 21 % auf 6315 Punkte.
Die Börsen in Asien tendierten uneinheitlich:
- Nikkei 225 in Tokio + 2, 09 % auf 11408 Punkte
- Hang Seng in Hongkong - 0, 27 % auf 23382 Punkte.
Gewinner / Verlierer
- Commerzbank + 2, 3 %
- Adidas + 2, 0 %
- Allianz + 0, 9 %
- LEONI NA + 0, 8 %
- Roche GS + 0, 68 %
- Deutsche Bank + 0, 3 %
- FMC + 0, 2 %
- Nestlé - 0, 16 %
- ThyssenKrupp - 0, 4 %
- SAP - 0, 7 %
- Swatch - 0, 98 %
Am Montag kostete ein Euro:
- 1 Euro = 1, 3350 Dollar
- Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3352 Dollar
- 1 Euro = 125, 240 jap. Yen
- 1 Euro = 1, 2332 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
- Deutschland 1, 62 %
- Frankreich 2, 27 %
- Grossbritannien 2, 19 %
- Japan 0, 75 %
- Schweiz 0, 77 %
- USA 2, 00 %.
Der Bund Future stand bei 142, 74 Prozent.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen