Donnerstag, 13. Juni 2013

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt vom 12.06.13

Am Mittwoch, dem 12.06.13, gingen überwiegend die Aktienkurse an den Börsen zurück. Die Verunsicherung über die Ausrichtung der Geldpolitik setzte sich an den europäischen Aktienbörsen fort. Die Äußerungen der Richter des Bundesverfassungsgerichts und der Sachverständigen, darunter Bundesbankpräsident Weidmann und EZB - Direktor Asmussen, interessierten die Händler und Investoren unter dem Gesichtspunkt, ob der Spielraum der EZB durch das erst in wenigen Monaten zu erwartende Urteil des Gerichts eingeschränkt werden könnte. Bei der Verhandlung über Klagen gegen das EZB - Anleihe - Kaufprogramm wies Gerichtspräsident Voßkuhle auf die Möglichkeit hin, den Auftrag der Notenbank weiter zu regeln als bisher im EU - Vertrag. Die Richter entschieden in der Vergangenheit zugunsten der europäischen Einheitswährung. Außerdem warten Börsianer darauf, ob der Chef der Fed Bernanke nach der Notenbank - Sitzung in der nächsten Woche neue Hinweise auf den weiteren Kurs der Notenbank geben wird. MSCI stufte Griechenland auf den Status eines Schwellenlandes zurück. Als Folge fiel der Leitindex der Börse Athen um 3 %. Im April 2013 konnten die Industrieunternehmen der Eurozone ihre Produktion leicht ausweiten.
Der DAX in Frankfurt verminderte sich 1 % 8143 Punkte. E.ON verteuerte sich, weil Barclays die Aktie mit <Übergewichten< einstufte. HeidelbergCement verbilligte sich, weil Morgan Stanley die Aktie von <Übergewichten< auf <Gleichgewichten< herabstufte und das Kursziel von 55 Euro auf 58 Euro anhob. Obwohl der Vorstandsvorsitzende Zetsche ankündigte, im zweiten Quartal 2013 die Profitabilität zu steigern, ging Daimler zurock. Nach einem kurzen Anstieg sank der Kurs von SAP. Volkswagen schwächte sich ab, weil eine begebene Wandelanleihe 2015 zu einer Verwässerung des Kurses führt. Lufthansa verringerte sich.
Der MDAX erhöhte sich 0, 5 % auf 13888 Punkte. Nachdem Vodafone sein Interesse an einer Übernahme bestätigt hatte, verteuerte sich Kabel Deutschland deutlich und zog den MDAX nach oben. Nach einer Steigerung der Zahl der Fluggäste stieg Fraport. Auch EADS konnte zulegen. Daneben erhöhten sich Gerry Weber und Symrise. Axel Springer verbilligte sich.
Die übrigen europäischen Börsen gingen über wiegend zurück:
  1. SMI in Zürich + - 0 % auf 7673 Punkte
  2. ATX in Wien - 0, 89 % auf 2356 Punkte
  3. CAC 40 in Paris - 0, 26 % auf 3801 Punkte
  4. FTSE 100 in London - 0, 46 % auf 6311 Punkte.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten und Asien tendierten uneinheitlich:
  1. Dow Jones in New York + 0, 02 % auf 15125 Punkte
  2. S & P 500 in New York + 0, 04 % auf 1627 Punkte
  3. Nasdaq Composite - 0, 05 % auf 3435 Punkte
  4. Nikkei 225 in Tokio - 0, 21 % auf 13289 Punkte
  5. Hang Seng in Hongkong geschlossen.
Am Mittwoch kostete ein Euro:
  1. 1 Euro = 1, 3280 Dollar
  2. Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3277 Dollar
  3. 1 Euro = 128, 300 jap. Yen
  4. 1 Euro = 1, 2323 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen betrugen:
  1. Deutschland 1, 61 %
  2. Frankreich 2, 21 %
  3. Großbritannien 2, 18 %
  4. Japan 0, 88 %
  5. Schweiz 0, 86 %
  6. USA 2, 21 %.
Der Bund Future stand bei 142, 75 Prozent.

Gewinner / Verlierer

  1. Nestlé + 0, 4 %
  2. Roche GS + 0, 39 %
  3. FMC - 0, 3 %
  4. SAP - 0, 4 %
  5. Adidas - 0, 5 %
  6. Swatch - 0, 56 %
  7. Commerzbank - 0, 7 %
  8. Allianz SE - 0, 9 %
  9. ThyssenKrupp - 1, 6 %
  10. LEONI NA - 2, 5 %
  11. Deutsche Bank - 3, 2 %.

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