Es ist wieder Zeit für meine Nachtgedanken. Ich habe "Die Haut" von Curzio Malaparte gehört. Malaparte schildert, wie die Fünfte Armee von Neapel aus Richtung Rom marschiert. Die amerikanischen Offiziere sind teilweise nicht mit den europäischen Gepflogenheiten vertraut, andere wiederum sind hochgebildet, mit der europäischen Kulturgeschichte bestens bekannt. Interessant ist, wie die neapolitanische Bevölkerung die amerikanischen Soldaten zu nehmen weiß. Die Folgen eines Bombenangriffs auf Neapel und der Ausbruch des Vesuv 1943 berichtet Malaparte. Es ist ein beeindruckendes zeithistorisches Dokument.
Ich habe auch Ausschnitte aus dem Deutschen Rundfunkarchic gehört. Es handelt sich um einen Bestandteil meiner Sammlung Tondokumente zur deutschen Geschichte. Dabei ging es um die SPIEGEL Affäre und die Vereinigung von KPD und SPD zur SED.
Dantes Göttliche Komödie habe ich auch noch gehört neben Moby Dick.
Die Hörbücher machen mir große Freude. Über meinen schnurlosen Kopfhörer sind sie gut zu hören.
Nachdem ich inzwischen wieder mit meinen orthopädischen Schuhen laufen kann, überlege ich, ob ich morgen am Stammtisch meiner früheren Behörde teilnehmen soll. Mittlerweile ist es über drei Jahre her, dass ich Rentner bin. Ich hatte keinen großen Kontakt mehr zu meiner Behörde, weil die Kollegen, mit denen ich zu tun hatte, inzwischen wie ich auch im Ruhestand sind. Für mich ist die Pensionierung ein unwiderruflicher Abschluss. Ich halte es für sehr wichtig, los lassen zu können. Bis zu meiner Pensionierung hat der Beruf mein Leben bestimmt. Jetzt kommen meine Interessen in den Vordergrund. Die Pensionierung ist ein neuer Lebensabschnitt.
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