Freitag, 24. Dezember 2010

Angra dos Reis

Angra dos Reis liegt an der Costa Verde. Im Hafeninfo heißt es: "Zwischen den Großstädten Rio de Janeiro und Sao Paolo erstreckt sich an der Südostküste Brasiliens die Costa Verde, die grüne Küste. Hier, zwischen der Gebirgskette  Serra do Mar und dem Atlantik, hat der Portugiese  Andre Goncalves an der Baia da Ilha Grande im Jahre 1502 ein Städtchen gegründet. Weil gerade der Dreikönigstag war, nannte er es Angra dos Reis, Bucht der Könige. Und dieser Name verpflichtet: Urwald bis ans blaugrüne Meer und fast 400 Inseln vor der Küste bilden gemeinsam eine majestätische Kulisse. Angra dos Reis ist mit 140.000 Einwohnern die größte Stadt an der Costa Verde, jedoch sehr industriell geprägt. Sie gehört zum Bundesstaat Rio de Janeiro. In der Kolonialzeit war hier einer der wichtigsten Umschlagplätze für Gold aus Minas Geiras und Kaffee aus dem Paraiba - Tal.
Angra dos Reis ist vor allem Ausgangspunkt zu einem der insgesamt 2.000 Strände an den unzähligen Inseln der Königsbucht. Die Stadt selbst hat nur wenige Sehenswürdigkeiten, dafür aber eine außergewöhnliche Stadtkulisse zu bieten. Die Häuser scheinen regelrecht am Küstengebirge Serra do Mar über dem Hafen zu hängen. Außerdem haben einige Kolonialbauten die Jahrhunderte überdauert. So sind das Kloster Nossa Senhora do Carmo aus dem Jahre 1593 und die Capela da Santa Luzia, die 1632 erbaut wurde, erhalten geblieben. Ebenso zu den Überbleibseln aus der Kolonialzeit zählt das ehemalige KlosterSao Bernardino de Sena, das auf dem Hügel Santo Antonio steht. Von ier aus haben Sie eine hervorragende Aussicht auf die gesamte Umgebung. In die Reihe der historischen Gebäude fügen sich zudem die Pfarrkirchen Nossa Senhora da Conceicao (1749) und Senhora da Lapa (1752) auf dem Largo da Lapa ein.
Angra dos Reis steht in historisch - kultureller Hinsicht ein wenig im Schatten der Nachbarstadt Parati. Das 30.000 Einwohner zählende Hafenstädtchen gilt als historisches Schmuckstück. Die Architektur aus dem 17. Jahrhundert ist fast vollständig erhalten geblieben, weshalb die brasilianische Regierung Parati 1965  zur "historischen Stätte" erklärte. Im 18. Jahrhundert erlangte Parati durch die Entdeckung des Goldes in Minas Geiras besondere Bedeutung und Wohlstand. Die wertvolle Ware wurde aus dem Nachbarstaat in die Küstenstadt gebracht und von dort nach Portugal verschifft. In dieser Zeit entstanden viele Prachtvillen und Landgüter. Beim Bummel über das Kopfsteinpflaster, das einst Sklaven verlegen mussten, sind Sie ungestört. Die Innenstadt ist weitgehend für den Autoverkehr gesperrt. Das gibt Ihnen Gelegenheit, die duchweg weiß getünchten Häuser mit den farbigen Fenster- und Türrahmen ausgiebig in Augenschein zu nehmen. In der Villa Boa Vista kam übrigens Julia Mann, Mutter des Schriftstellers Thomas Mann, zur Welt. Sie verbrachte die ersten sieben Jahre ihres Lebens in Parati.
Für Erholungssuchende und Abenteurer ist die Ilha Grande die Hauptattraktion in der Königsbucht an der Costa Verde. Womöglich weiß niemand so ganz genau, wie viele trände die 200 Quadratkilometer große, und damit zweitgrößte Insel Brasiliens zu bieten hat. Die Zahlen schwanken zwischen 85 und 105. Fakt ist aber: 20 Kilometer vor der Küste des Kontinentes schlummert ein wahres Paradies. Die Insel, von den Ureinwohnern "Ipaum Guansu"  (große Insel) getauft, wurde 1503 von den Portugiesen entdeckt und ist von dichtem, atlantischen Bergregenwald bedeckt."
So weit der Auszug aus dem Hafeninfo. Das Wetter war leider bedeckt und etwas regnerisch. Trotzdem konnte ich vom Schiff aus einen guten Einblick gewinnen. Die Bucht ist eindrucksvoll.

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