Donnerstag, 27. Januar 2011

Herman Melville und Moby Dick

Herman Melville
Herman Melville (1819 - 1891), drittes von acht Kindern des von schottischen Einwanderern abstammenden Importkaufmannes Allan Melvill und seiner aus einer ursprünglich holländischen Patrizierfamilie stammenden Ehefrau Maria Gansevoort Melvill, US - amerikanischer Schriftsteller, Dichter und Essayist, ist der Verfasser von Moby Dick. 
Melville verlor früh seinen Vater. Nach seinem Tod änderte seine Mutter den Namen in Melville. Der Schriftsteller fuhr selbst zur See, und zwar auf einem Walfänger, war Bootssteuerer und Harpunier. Seine Erlebnisse auf dem Walfänger flossen in Moby Dick ein.
Moby Dick
Der Titel des Romans lautet Moby Dick; oder: Der Wal. Der Roman erschien 1851 in London und in New York und war dem befreundeten Schriftsteller Nathaniel Hawthorne gewidmet. Für diesen Roman gab es reale Hintergründe. Melville verarbeitet eigene Erlebnisse aus seiner Zeit als Bootssteuerer und Harpunier auf einem Walfänger. Vorbild für den Untergang der Pequod war der Untergang des Walfängers Essex 1820. Dieses Schiff wurde durch einen Pottwalangriff so stark beschädigt, dass es unterging. Den Steuermann dieses Schiffes, der später Kapitän eines Schiffes war, hat Melville persönlich kennen gelernt. Literarische Vorlage war ein Artikel von Jeremiah Reynolds "Mocha Dick: or The White Whale of the Pacific". Die in diesem Artikel geschilderten Ereignisse weisen Ähnlichkeiten mit Schilderungen in Moby Dick auf. Es ist nicht bekannt, warum Melville seinen Wal in Moby umgetauft hat. Eine andere Quelle für den Roman ist der Expeditionsbericht der United States Exploring Expedition in die Südsee von 1838 bis 1842. Diesen Bericht hat Melville ausgewertet. Melville korrespondierte mit dem Autor Richard Henry Dana Jr., der 1840 ein Buch über seine Reise 1834 - 1836 von Boston nach Kalifornien und zurück gemacht hatte. In dem Buch schildert Dana eine Passage um Kap Hoorn. Diese Schilderung bewertete Melville als besonders gelungen und nutzte sie als Vorbild für seinen Roman.
Der Roman hatte bei Erscheinen nur geringen Erfolg. In den Vereinigten Staaten war die Literatur stark religiös geprägt. Melvilleäußerte sich in seinem Buch kritisch über die traditionelle Religion. Vor dem Erscheinen von Moby Dick hatte Melville schriftstellerischen Erfolg mit autobiografischen Romanen aus der Südsee. Moby Dick unterschied sich von diesen Romanen und war neuartig. Erst in den zwanziger Jahren wurde die literarische Qualität des Romans als Meisterwerk der klassischen Moderne erkannt.

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