Sonntag, 27. Februar 2011

Tagebuch vom 27.02.11

Ich habe eine DVD aus der Reihe ZDF Sammlereditionen gesehen. Sie hieß "Atlantis" und beschäftigte sich mit der Suche nach der gleichnamigen Stadt und dem gleichnamigen Kontinent. Der Philosoph Platon berichtet in einem seiner Dialoge davon, Nach seiner Schilderung soll die untergegangene Stadt auf einer Insel westlich von den Säulen des Herakles im Atlantik gelegen haben. Zu Platons Zeit fuhr kein antiker Seefahrer in den Atlantik. Erst Caesar und seine Nachfolger drangen nach Großbritannioen vor. Die geografische Lage der Insel und der Stadt sprechen dafür, dass es sich um einen Mythos ohne greifbaren Hintergrund handelt, Archäoöogische Beweise für die Existenz gibt es nicht. Die Atlantisforschung betrifft Grenzwissenschaften und die Grenzen der Wissenschaft.
Zum Andauern des Zweiten Weltkriegs gegen Großbritannien und Hitlers Suche nach Verbündeten von  Juni 1940 bis Juni 1941 ist zu bemerken: Trotz der Niederlage Frankreichs nahm das Vereinigte Königreich Hitlers Friedensangebot nicht an. Deshalb dauerte der Zweite Weltkrieg weiter an. Hitler wollte seine Herrschaft über das "Neue Europa" konsolidieren und durch neue Bündnisse absichern.
Die nationalsozialistische Propaganda nannte die Vorbereitung einer Invasion des Vereinigten Königreichs durch Luftangriffe mit flankierenden Flächenbombardements "Luftschlacht um England" (Unternehmen Seelöwe). Beabsichtigt war, die Royal Air Force entscheidend zu schwächen und das Vereinigte Königreich zur Kapitulation zu zwingen, um eine Invasion zu vermeiden.
Zwischen dem Münchener Abkommen und der "Luftschlacht um England" versuchten die Briten, eine moderne Jagdfliegerwaffe aufzubauen.  In den drei Monaten vor der Aufnahme von Kampfhandlungen stellte die britische Industrie über 1.400  Jagdflugzeuge fertig.  Um den Personalbedarf zu decken, setzte das Oberkommando der Royal Air Force Piloten  aus dem Commonwealth, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Polen und der Tschechoslowakei ein.
Die deutsche Luftwaffe bombardierte häufig Flugplätze und Hafenanlagen. Jagdflugzeuge boten deutschen Bombern Begleitschutz zur Abwehr britischer Abfangjäger. Beide Seiten erlitten große materielle Verluste, weshalb die deutsche Luftwaffe ab Oktober 1940 größtenteils Nachtbombardements durchführte.
Die "luftschlacht um England"  vom 10.07. bis 31.10.1940 führte zu einem militärischen Patt, erwies sich aber als politische  und strategische Niederlage für Hitler, dem es erstmalig mißlang, einem Land seinen Willen aufzuzwingen. Mitursächlich für den Mißerfolg der deutschen Luftwaffe  war unter anderem  die Fehlbewertung der Ortung durch englische Radarstationen an der Süd-  und Ostküste der britischen Insel. Göring befahl, deutsche Bomber vermehrt gegen britische Städte einzusetzen, um die Moral der britischen Bevölkerung zu brechen, ein Versuch, verbunden mit hohen Verlusten unter der Zivilbevölkerung und großen Gebäudeschäden, bekannt als "Coventrieren".  Görings Versuch zeigte keine Wirkung, während die Royal Air Force ihre weitgehend verschont gebliebenen Radarstationen in Küstennähe zur präzisen und schnellen Ortung deutscher Luftstreitkräfte nutzen und so wesentlich effizienter bekämpfen konnte. 
Göring betrachtete diesen Mißerfolg als Niederlage der deutschen Luftwaffe, bezichtigte deutsche Jägerpiloten als feige und wiederjolte diesen Vorwurf verschiedene Male, um Niederlagen der Luftwaffe zu erklären und von eigenem Versagen als Kommandeur abzulenken.
Bei den Bombardements englischer Städte starben  über 32.000 Zivilisten.
Anzumerken ist, dass Göring unter anderem wegen der Flächenbombardements zu recht in Nürnberg angeklagt und verurteilt wurde. Für das Flächenbombardement als völkerrechtswidrige Handlung möchte ich mich entschuldigen.

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