Montag, 28. Februar 2011

Tagebuch vom 28.02.11

Am letzten Tag des Februars habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und mir die DVD Gandhi von Sir Richard Attenborough angesehen, ein sehenswerter Film. Er erzählt das ereignisreiche Wirken Gandhis in Südafrika bis zur Unabhängigkeit Indiens mit der Spaltung von Britisch Indien in den indischen Bundesstaat und Pakistan sowie der Ermordung Gandhis. Als ich Vorsitzender eines Ausschusses für Kriegsdienstverweigerung war, haben sich viele Antragsteller auf den gewaltlosen Widerstand Gandhis berufen, so dass ich mich zwangsläufig mit seiner Person und seinem Wirken beschäftigen musste. Daraus hat sich wegen meiner Vorliebe für Geschichte ein Interesse an ihm entwickelt. Deshalb wollte ich den Film immer schon sehen. Zum Glück habe ich vor kurzem eine DVD mit dem Film erstanden. Jetzt im Krankenhaus hatte ich genügend Zeit, ihn mir anzusehen. Ich war beeindruckt. Leider hat mein tragbarer DVD Player einen viel zu kleinen Bildschirm. Bestimmt werde ich ihn mir noch einmal auf meinem großen Flachbildschirm ansehen.
Tragisch an Gandhi ist, dass es ihm gelungen ist, die Unabhängigkeit Indiens auf gewaltlose Weise zu erreichen. Danach brachen die unterschiedlichen religiösen Vorstellungen zwischen den Hindus und den Moslems auf, die dann in der Spaltung britisch Indiens gipfelten. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen in Indien zwischen Hindus und Moslems hat Gandhi versucht, durch einen Hungerstreik zu beenden. Dieser Versuch ist gescheitert und führte dann auch zu dem tödlichen Attentat auf Gandhi. An diesen Spannungen leidet Indien heute noch.
Ich komme jetzt zum Zweiten Weltkrieg mit dem Kapitel Balkanfeldzug 1941. Dazu ist auszuführen: Der Versuch des Deutschen Reichs, Anfang 1941 im Balkankonflikt zu vermitteln, scheiterte, weil das Königreich Jugoslawien den Vorschlag Hitlers ablehnte, dem Dreimächtepakt beizutreten. Griechenland wies ebenfalls jeden Vermittlungsversuch zurück, weil seine Armee die italienischen Soldaten an jedem Frontabschnitt zum Rückzug zwingen konnte. Eine italienische Großoffensive endete am 09l03.1941 in einem Desaster. Am 27.03.1941 schloß sich das Königreich Jugoslawien dem Dreimächtepakt an. Danach kam es zu antideutschen Demonstrationen. Das serbische Offizierskorps putschte gegen die Regierung des Prinzregenten Paul, worauf die neue Regierung den Beitritt rückgängig machte.
Nach dieser unerwarteten Wendung entschied Hitler erzürnt, das Königreich Jugoslawien zu "bestrafen". Am 05.04.1941 drangen Wehrmachtsverbände über die Grenze nach Jugoslawien ein. Die Luftwaffen der Achsenmächte bombardierten Belgrad schwer. Der weitere Vormarsch ging wie im Manöver vor sich. Am 10.04.1941 besetzte die Wehrmacht Zagreb. Unter dem Druck deutscher Panzerverbände nahm die Wehrmacht am 12.04.1941 Belgrad ein. Am 17.04.1941 kapitulierten die jugoslawischen Befehlshaber bedingungslos.
Am 06.04.1941 ging der Feldzug gegen Griechenland los. Anders als in Jugoslawien leistete die griechische Armee harten Widerstand.  Besonders in den Gebirgslagen  und an der stark verteidigten  Metaxas - Linie  drang die Wehrmacht nur langsam  und unter starken Verlusten  durch das bergige Nordgriechenland  in das Landesinnere vor.  Am 09.04.1941 eroberte die Wehrmacht Saöoniki.  Gleichzeitig schnitt die Wehrmacht  die griechische Armee in Ostmazedonien ab.  Die Wehrmacht bedrängte die Metaxas - Linie stärker.  Deutsche und italienische Panzereinheiten sowie Luftangriffe  behinderten die griechischen Verstärkungen bei ihrem Vormarsch von der albanischen Grenze  durch die gebirgige Landschaft. Am 21.04.1941 kapitulierten 223.000 griechische Soldaten.
Die in Griechenland stgationierten Soldaten des Vereinigten Königreichs errichteten an den Thermopylen eine Verteidigungslinie. Diese überrannte die Wehrmacht am 24.04.1041, worauf die Alliierten winw amphibische Evakuierungsa+operation einleiteten, in der sie 50.000 Soldaten nach Kreta und Ägypten verschifften. Am 27.04.1941 nahm die Wehrmacht Athen ein.
Die Führer der Achsenmächte entschlossen sich am 25.04.1941 zu einer Luftlandeinvasion von Kreta ("Unternehmen Merkur"), wobei 593 Transportflugzeuge am Invasionstag, dem 20.05.1941,  deutsche Fallschirmjäger nach Kreta brachten. Diese waren durch ihre Fallschirme ein leichtes Ziel für die Luftabwehr, so dass viele im Flug abgeschossen oder verwundet wurden.  Die gelandeten Einheiten waren nicht in der Lage, Flugplätze für Nachschub und Verstärkungen, insbesondere Artillerie und Fahrzeuge,  zu erobern. Es bestand keine Funkverbindung zum deutschen Hauptquartier in Athen, weil viele Funkgeräte bei der Landung zerstört wurden.  Nach verstärktem Einsatz der Luftwaaffe  und einigen erfolgreichen Landungen  auf umkämpften Flugplätzen stabilisierte sich die Situation für die Wehrmacht. Die Alliierten, darunter Neuseeländer und Australier, hielten Kreta eine Woche, bis sie sich  mit 17.000 Mann  absetzten. Nach den hohen Verlusten beschloß Hitler, künftig keine Luftlandungen mehr durchzuführen.

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