Es folgt eine weitere Fortsetzung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs, nämlich das Kapitel Italienischer Parallelkrieg im Mittelmeerraum und Ostafrika 1940 / 1941.
Dazu ist festzustellen: Mussolini, ehrgeizig darauf bedacht, den Erfolgen des deutschen Achsenpartners eigene hinzuzufügen, ging nach dem Kriegseintritt Italiens zunächst gegen Positionen des Vereinigten Königreichs im Mittelmeerraum und Ostafrika vor. Nach geringen italienischen Anfangserfolgen in Britisch - Somaliland und Ägypten verloren die italienischen Truppen im Spätsommer und Herbst 1940 die Initiative. Durch die Gegenoffensiven britischer und Commonwealth - Truppen erlitten die Italiener eine verheerende Niederlage in Ägypten (Operation Compass) und verloren Italienisch - Ostafrika. Im Februar 1941 entsandte Hitler das Deutsche Afrikakorps, um den Verlust Libyens zu verhindern.
Die Großmachtambitionen Mussolinis richteten sich seit den dreißiger Jahren auf den Balkan. Am 28.10.1940 drangen italienische Verbände von dem seit 1939 besetzten Albanien aus nach Griechenland ein. Der italienische Versuch, Bulgarien als Verbündeten zu gewinnen, scheiterte an der ablehnenden Haltung König Boris III. Mussolini hatte Hitler zuvor nicht über den Angriff unterrochtet. Hitler hatte Operationen in diesem Gebiet nicht vorgesehen, weil er vermutlich beabsichtigte, gemeinsam mit Italien die Eroberung des vereinigten Königreichs vorzubereiten.
Mussolini beabsichtigte, Griechenland im Sturm zu erobern. Schon am 03.11.1940 führten die Griechen erfolgreich Gegenangriffe aus. Bis zum 14.11.1940 befanden sich die italienischen Truppen in der Defensive, wobei die Griechen sie über die Grenzen Albaniens zurückdrängten. Wegen dieser Niederlagen des Achsenpartners befahl Hitler am 13.12.1940 das "Unternehmen Marita".
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