Freitag, 4. Februar 2011

Tagebuch

Wie gestern auch schreibe ich in meinem Tagebuch weiter. Gestern schrieb in der Rubrik Fremde Federn ein alter jüdischer New Yorker Journalist, dessen Eltern während der Zeit des Nationalsozialismus aus Deutschland in die Vereinigten Sraaren emigriert waren, dass die heutigen Deutschen ganz anders seien als die Deutschen, die seine Eltern beschrieben hätten, ohne das Anderssein genau zu beschreiben. Was heißt anders? Ich bin Jahrgang 1950 unf habe die Zeit des Nationalsozialismus nicht unmittelbar erlebt. Deshalb kann ich aus eigener Erfahrung nichts dazu sagen. Meine Eltern, die 1915 und 1920 geboren sind, haben diese Zeit bewußt erlebt, ohne viel davon zu erzählen. Diese Zeit muss sie abgestoßen haben, weil sie mir immer wieder eingeschärft haben, dass die Freiheit, eine eigene Meinung zu haben und zu äußern, das wichtigste Grundrecht und in jedem Fall gegen Eingriffe zu verteidigen sei. Auch für mich ist diese Freiheit äußerst wichtig genau so wie die Freiheit, sich unter Beachtung der Interessen anderer Menschen frei entfalten zu können. Deshalb begrüße ich jeden Tag meine Leserinnen und Leser, weil ich ihnen gegenüber meinen Respekt und meine Dankbarkeit für ihr Interesse an meinem Weblog bekunden möchte.
Ein anderes Thema ist die Situation in Ägypten, einem Land, das mich wegen seiner alten Kultur besonders interessiert. So wie es aussieht, wird es keinen friedlichen Machtwechsel geben. Ob die ägyptische Armee, die in der neuesten Zeit bisher jeden Präsidenten gestellt hat, ihre dominierende Stellung aufgibt, scheint mir zweifelhaft, weil sie bislang auf Dauer eine stabile Ordnung garantiert hat.

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