Freitag, 12. August 2011

Tagebuch vom 12.08.11

Die Flucht der Anleger in den sicheren Schweizer Franken stellt die Schweizerische Notenbank vor das Problem, wie sie eine weitere Aufwertung verhindert. Die Zinssenkung in der letzten Woche hat nur vorübergehend gewirkt, weil sie keinen Einfluß auf die europäische Schuldenkrise gehabt hat. Die jetzt vorgenommene Versorgung des schweizerischen Geldmarktes mit mehr Liquidität ändert nichts daran, dass Euro und Schweizer Franken sich auf die Parität zu bewegen. Der Vorschlag des Vizepräsidenten der Schweizerischen Notenbank, den Schweizer Franken an den Euro zu koppeln, führt zwar dazu, dem Schweizer Franken seine Attraktivität zu nehmen, weil er indirekt zu einer Transferunion gehört, aber er gewinnt nichts dabei, weil er seine Unabhängigkeit verliert. Es wird sich kaum etwas dagegen machen lassen, dass der Schweizer Franken so attraktiv ist. Bis jetzt waren die Schweizer Exportunternehmen kreativ genug, der Aufwertung etwas entgegen zu setzen. Mut ist angesagt.

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