Sonntag, 4. März 2012

Stadtbesichtigung Malaga

Ich habe gestern eine Stadtbesichtigung von Malaga unternommen. Unser Führer Sergio erklärte zunächst die Stadtgeschichte.
Ich fasse sie zusammen: Malaga, nach Sevilla die zweitgrößte Stadt Andalusiens, Hauptstadt der Provinz Malaga, sechstgrößte Stadt Spaniens, besitzt einen der größten spanischen Flughäfen, einen Handelshafen und eine Universität und ist wegen ihrews Klimas eines der wichtigsten Urlaubsziele der Iberischen Halbinsel.
Malaga, ca. im 8 Jahrhundert von den seefahrenden Phöniziern gegründet, war bis zum Zweiten Punischen Krieg unter der Herrschaft Karthagos. Nach dem Ende des Krieges geriet sie in den römischen Machtbereich. Ihr Name lautete Baetica.
Die Völkerwanderungszeit bescherte Baetica (Malaga) wechselhaft Jahre mit einigen Herrscherwechseln: Nach Vandalen und Alanen rangen Westgoten und Byzantiner um die Herrschaft, bis der westgotische König Leovigild die Stadt besetzte.
Die westgotische Herrschaft endete mit der maurischen Eroberung 711. Soie nannten die Stadt Malaqa. Im frühen 11. Jahrhundert erlangte Malaqa Bedeutung, bis die Hammudiden als rechtmäßige Erben des Kalifats von Cordòba hier eine ihrer Residenzen einrichteten. Die Ziriden von Granda, die mehr Macht hatten als die Hammudiden, akzeptierten sie so lange, bis der König von Granada, Badis ibn Habbus den letzten Kalifen der Hammudiden, Muhammed ibn Idris ibn 'Ali al - Mahdi vergiften ließ und die Stadt eroberte. Nach seinem Tod regierte sein Enkel Tamin ibn Buluggin in Konkurrenz zu seinem Bruder , 'Abdallah ibn Buluggin, dem König von Granada, bis die Almoraviden Tamin ibn Buluggin entmachteten. Auf die Almoraviden folgten die Almohaden, bis die Nasriden Malaga in ihr Emirat Granada eingliederten. Am 18.08.1487 eroberten die Katholischen Könige Malaga und begannen Reformen, um die Stadt in eine christliche Ansiedlung zu verwandeln.
Bereits vor der Eroberung 1487 belebten die Katholischen Könige das alte Bistum Malaga 1485 wieder, wobei der Bischof von Malaga bis 1487 in Ronda residierte.
Zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs setzten sich zunächst die Republikaner gegen die aufständischen Militärs durch. Als Hafen der republiktreuen spanischen Marine kam es wegen ihrer Strategischen Bedeutung 1937 zur Schlacht von Malaga mit einem anschließenden Massaker, bei dem bis zu 10.000 Menschen starben.
So viel zur Stadtgeschichte. Es begann jetzt die Besichtigung von Malaga. Wir begaben uns auf den Gibralfaro. Die Alcazaba von Malga, eine maurische Festung aus dem 11. Jahrhundert, errichtet auf den Resten einer phönizischen Palastanlage, wurde im 14. Jahrhundert weiter ausgebaut. Eine Doppelmauer verbindet den Palastbereich der Alcazaba mit der oberhalb der Festung bestehenden Burganlage des Castillo de Gibralfaro. Der Gibralfaro entstand im 14. Jahrhundert. Die Festung war zum Schutz der Alcazaba notwendig, um sie gegen die umliegenden Anhöhen mit möglichem Artilleriebeschuss zu verteidigen. Die Festung enthielt alle verteidiungstechnischen Neuheiten, die Angreifer zu dieser Zeit anwandten. Vom Gibralfaro aus hat man einen schönen Panoramablick über Malaga.
Wir hatten das Glück, alleine die Stierkampfarena La Malagueta zu besuchen. Sie faßt 14.000 Zuschauer und ist mit einem Durchmesser von 50 m eine der größten Stierkampfarenen in Spanien.
In der Altstadt befindet sich eine sehenswerte Statue von Pablo Picasso, in Malaga geboren.
Den Abschluss bildete eine traditionelle, kunstvolle Flamencodarbietung.

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