Sonntag, 13. Januar 2013

DAX, MDAX, SMI, Devisen- und Rentenmarkt - Wochenbericht (07. - 11.01.13) Schlussbetrachtung

In der vorbezeichneten Börsenwoche verminderte sich der DAX 0, 78 Prozent auf 7716 Punkte. Der Index erreichte nach einem fulminaten Start in der vorangegangenen Woche keinen neuen Jahreshöchststand. Die Abgabe bereitschaft hielt sich in engen Grenzen. Lediglich die Kurse der Banken legten zu. Grund für die Kurssteigerung war der Beschluss des für die neuen Regeln für Kapital und Liquidität zuständigen Baseler Ausschusses, dass Banken bis 2019 vier Jahre mehr Zeit erhalten, um einen Liquiditätspuffer für kpnftige Finanzmarktkrisen aufzubauen. Ausserdem hat der Ausschuss die Annahmen, wie viel Geld Sparer in Krisenzeiten abziehen werden, deutlich aufgeweicht. Wertpaiere mit zweifelhafter Liqudität wie Aktien oder Hypothekenanleihen zählen jetzt auch zum Liqiditätspuffer. Diese aufgeweichten Regelungen bescherten der Commerzbank und der Deutschen Bank deutliche Kursgewinne. Der übrige Aktienmarkt gönnte sich eine Auszeit. Das hohe Tempo, mit dem sich der DAX seinen Höchstständen aus den Jahren 2000 und 2700 bei rund 8150 Punkten nähert, verursacht bei einigen Anlegern ein mulmiges Gefühlt. Es bestehen allerdings gewichtige Unterschiede zu 2000 und 2007. In 2000 lag das KGV bei 30, 2013 bei 11. 2007 setzte, verstärkt durch die Insolvenz von Lehman Brothers 2008, eine Rezession mit einem 30 prozentigen Rückgang der Wirtschaftserwartungen ein. 2013 stagniert die Wirtschaftsleistung. Im ersten Halbjahr 2013 dürfte die Wirtschaft ihr Tief hinter sich lassen. Die anziehende Konjunktur in China und Teilen Amerikas wird die Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder wachsen lassen. Der starke Euro dämpft die Inflation in Deutschland. Continental, Fresenius, FMC, Lanxess und RWE gehörten zu den Wochenverlierern.
Der MDAX erhöhte sich 0, 75 Prozent auf 12335 Punkte. Im Gefolge von Commerzbank und Deutsche Bank konnte auch Aareal Bank zulegen. Wcker Chemie gehörte auch zu den Wochengewinnern. Dagegen gaben GSW Immobilien, Salzgitter und Südzucker nach.
Der SMI in Zürich stieg 1, 6 Prozent auf 7172 Punkte. UBS, Julius Bär, Credit Suisse, Swiss Re und Zurich Insurance gehörten wie Actelion und Transocean zu den Wochengewinnern.
In Europa, den Vereinigten Staaten und Asien erhöhten sich die Kurse:
  1. FTSE 100 in London + 31, 74 Zähler auf 6122 Punkte
  2. Dow Jones in New York + 53, 22 Zähler auf 13488 Punkte
  3. S & P 500 in New York + 5, 58 Zähler auf 1472 Punkte
  4. Nasdaq Composite + 23, 97 Zähler auf 3126 Punkte
  5. Nikkei 225 in Tokio + 113, 46 Zähler auf 10802 Punkte.
Der Euro konnte zulegen:
  1. 1 Euro in Dollar + 0, 0262 auf 1, 3274 Dollar
  2. 1 Euro in jap. Yen + 3, 2200 auf 118, 1800 jap. Yen
  3. 1 Euro in Franken + 0, 0065 auf 1, 2157 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen entwickelten sich uneinheitlich:
  1. Bundesanleihen + 0, 07 % auf 1, 61 %
  2. US amerikanische Anleihen - 0, 04 % auf 1, 86 %.
Der Bund Future sank 0, 35 Prozent auf 142, 53 Prozent.
 
Gewinner / Verlierer
  1. Commerzbank + 9, 17 %
  2. Deutsche Bank + 7, 22 %
  3. Roche GS + 2, 63 %
  4. ThyssenKrupp + 2, 49 %
  5. LEONI NA + 1, 68 %
  6. Adidas + 0, 93 %
  7. Nestlé + 0, 41 %
  8. SAP - 0, 70 %
  9. Allianz SE - 2, 27 %

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