Bis auf den Nikkei 225 in Tokio und den Hang Send in Hongkong gaben die Indizes am Mittwoch, dem 06.02.13, nach. Ursachen für den Kursrückgang waren Gewinnmitnahmen und die Furcht vor dem Hochkochen der Schuldenkrise. Gewinntminahmen betrafen den SMI. Die wachsende Beliebtheit Silvio Berlusconis vor den Wahlen in Italien bereiten den Anlegern Sorgen, weil sie fürchten, Berlusconi könne die Reformen von Mario Monti zurückdrehen. Ausserdem sorgen die Korruptionsvorwürfe gegen die spanische Regierung für Nervosität. Unbeachtet blieb, dass im Dezember 2012 die deutschen Industrieaufträge stärker als erwartet gestigen sind. Nach Informationen des Ifo - Instituts hellte sich die Stimmung im Euroraum zu Anfang 2013 auf. Die überraschende Rücktrittsankündigung des Notenbankgouverneurs löste an der Börse in Tokio ein Kursfeuerwerk aus. Trotzdem beeindruckte diese Nachricht den Markt nicht. Die Quartalsberichte werden den Markt weiter beschäftigen. In den Vereinigten Staaten übertrafen zwei Drittel der Quartallsergebnisse die Erwartungen. Für das erste Halbjahr 2013 sind die schweizerischen Unternehmensführungen optimistisch. Der SMI liegt deutlich seit Jahresanfang im Plus, während der DAX seinen anfänglichen Jahresgewinn abgegeben hat.
Der DAX in Frankfurt verminderte sich 1, 1 % auf 7581 Punkte. Die Versorger E.ON und RWE gaben deutlich nach und waren Tagesverlierer. Bei RWE sind für den Kursrückgang weitere Investitionen in 2014 ursächlich. Bei E.on wirkte sich die Einschätzung <Untergewichten< durch HSBC negativ aus. Die für 2012 enttäuschend ausgefallenen Eckdaten liessen den Kurs der Commerzbank sinken. Der geringer als erwartet ausgefallene Quartalsverlust und die guten Geschäftszahlen von Arcelor - Mittal sorgten für einen Anstieg bei ThyssenKrupp, bis der Kurs im späten Geschäft ins Minus drehte. Die guten Zahlen von Rynair kamen Lufthansa zugute. Der Kurs legte zu.
Der MDAX verlor geringfügig 0, 1 % auf 12634 Punkte. Nach dem Verkauf seines Anteils an Metro durch Haniel erhöhte sich der Kurs von Metro. Auch die Aktie von Kuka legte zu. Die enttäuschenden Zahlen von GEA sorgten für einen Kursrückgang.
Die übrigen europäischen Börsen gingen zurück:
- SMI in Zürich - 0, 03 % auf 7402 Punkte - Nestlé und Novartis legten leicht zu, während Roche GS nachgaben. ABB nach einem Auftrag aus den Vereinigten Staaen über 260 Mio. $, Geberit, Holcim und Swiss Re verteuerten sich. UBS ging zurück. Richemont und Swatch litten unter Gewinnmitnahmen. Die vorbörsliche Publikation der Jahreszahlen liess den Kurs von Syngenta fallen.
- ATX in Wien - 0, 3 % auf 2381 Punkte
- CAC 40 in Paris - 1, 64 % auf 3634 Punkte - Société Générale verloren mehr als 3 %
- FTSE 100 in London - 0, 06 % auf 6279 Punkte.
Die Börsen in den Vereinigten Staaten schwächten sich ab:
- Dow Jones in New York - 0, 24 % auf 13946 Punkte
- S & P 500 in New York - 0, 17 % auf 1509 Punkte
- Nasdaq Composite - 0, 25 % auf 3164 Punkte.
Gegen den Trend erhöhten sich die Börsen in Asien:
- Nikkei 225 in Tokio + 3, 77 % auf 11464 Punkte
- Hang Seng in Hongkong + 0, 47 % auf 23257 Punkte.
Gewinner / Verlierer
- Nestlé + 0, 63 %
- ThyssenKrupp - 0, 4 %
- LEONI NA - 0, 8 %
- Roche GS - 0, 94 %
- Adidas - 1, 0 %
- Deutsche Bank - 1, 5 %
- FMC - 1, 6 %
- SAP - 1, 7 %
- Swatch - 1, 76 %
- Allianz SE - 1, 8 %
- Commerzbank - 1, 8 %.
Am Mittwoch kostete ein Euro:
- 1 Euro = 1, 3530 Dollar
- Referenzkurs der EZB: 1 Euro = 1, 3517 Dollar
- 1 Euro = 126, 480 jap. Yen
- 1 Euro = 1, 2348 Franken.
Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihenh betrugen:
- Deutschland 1, 62 %
- Frankreich 2, 26 %
- Grossbritannien 2, 08 %
- Japan 0, 78 %
- Schweiz 0, 74 %
- USA 1, 99 %.
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