Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, einen Mindestkurs für den Schweizer Franken festzulegen, stieß in der Schweiz auf große Zustimmung.
Die Reaktion des Auslandes war gemischt. Der Tenor vieler Kommentare laute, die Schweizerische Nationalbank heize den Währungskrieg an. Wegen möglicher ausländischer Verzerrungen durch die neue schweizerische Wechselkurspolitik liegt es auf der Hand, dass die Schweizer Nationalbank bei anderen Nationalbanken um Verständnis geworben hat. Nach den Worten von Professor Wyplosz, Graduate Institute in Genf, dürfte die Wechselkurspolitik auf internationales Verständnis stoßen. Ähnlich sieht das Joe Gagnon, Wechselkursspezialist am Peterson Institute for International Economics in Washington.
Durch den Ausfall des Schweizer Franken als Fluchtwährung steigt der Aufwertungsdruck für andere Währungen, so dass andere Nationalbanken gezwungen sein könnten, dem Beispiel der Schweiz zu folgen. Das könnte unter Umständen zu Kapitalverkehrskontrollen und zu einer Einschränkung des globalen Finanzsystems führen.
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