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Dienstag, 6. September 2011

Nachtgedanken

Das Wetter ließ es nicht zu, dass ich draußen auf meiner Terrasse sitzen konnte. Dafür habe ich mich meinen Hörbüchern gewidmet. Es ging um Moby Dick. Dazu habe ich ja schon Anfang des Jahres verschiedene Beiträge veröffentlicht. Dann kamen Tondokumente zur deutschen aus dem Deutschen Rundfunkarchiv. Es ging um die Berlin Blockade durch die Sowjetunion, bei der Berlin nur durch eine alliierte Luftbrücke versorgt werden konnte. Reportagen über landende Flugzeuge, ihre Fracht und die politische Einschätzung der Bundesregierung waren zu hören. Die klare Ausdrucksweise des damaligen Bundeskanzlers Adenauer war beeindruckend. Eine so verständliche Sprache der Politiker wäre heute wünschenswert. Ein anderes Thema war die Vereinigung von KPD und SPD zur SED. Walther Ulbricht war zu hören. Es war einfach interessant, weil es sich um Begebenheiten aus meiner Kindheit handelt. Diese historischen Ereignisse waren noch nicht Gegenstand in meinem Geschichtsunterricht. Curzio Malaparte "Die Haut" habe ich weiter gehört. Er schildert, wie die Amerikaner 1943 nach Neapel kamen. Es ist interessant. Der Roman interessiert mich, weil Curzio Malaparte auf Capri, das ich mit meiner verstorbenen Frau immer gerne besucht habe, ein Haus hatte, heute eine staatliche Stiftung zur Förderung italienischer Schriftsteller. Nach dem plötzlichen Tode meiner Frau wollte ich mehrere Jahre nicht mehr nach Capri fahren, um mich nicht angemeinsame mit ihr dort verbrachte Stunden erinnern zu lassen. Vielleicht fahre ich im nächsten Sommer nach Capri. Zum Schluss habe ich Dantes "Göttliche Komödie" gehört. Es ist ein Erlebnis, die düsteren Schilderungen zu hören.
Heute komme ich früher als gestern zu Bett. Wenn es zu spät wird, schaffe ich am nächsten Tag nicht immer alle Dinge, die ich mir vorgenommen habe.
Wie es aussieht, sind alle wieder aus dem Urlaub zurück. Ich hoffe, mein Publikum konnte sich gut erholen.

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