Mittwoch, 31. August 2011

Nachtgedanken

Wie ich es vermutet habe, ist es eine Schaukelbörse. Eine unerwartete Nachricht reicht aus, um den nächsten Kursrückgang auszulösen. Es wird bis zum 30.09. 11 sp weiter gehen, bis der Offenmarktausscuss tagt. Wo bleibt der klare Verstand der Anleger? Die amerikanischen Verbraucher leben über ihre Verhältnisse. Wie kann es möglich sein, dass Steuerzahler ihre privaten Schulden von der Steuerer absetzen können? Amerikanische Steuerzahler dürfen das!!!! Wen wundert es, dass amerikanische Haushalte überschuldet sind? Hoffentlich bleibt die amerikanische Notenbank hart und lehnt bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses Konjunktur stützende Maßnahmen ab. Es wäre ein deutliches Zeichen, amerikanische Verbraucher und die amerikanische Wirtschaft dazu zu bringen, ihr bisheriges Verhalten zu ändern, beide zu zwingen, keine neuen Schulden mehr zu machen und zu sparen.

Tagebuch vom 31.08.11

Heute habe ich wieder einmal draußen auf meiner Terrasse gesessen mti einem guten Glas Chianti, Jahrgang 2006, wohl temperiert, von tief roter Farbe mit Beeren Geschmack, wie ich ihn leibe, und habe meine Hörbücher gehört. Da gab es zunächst Dantes Göttliche Komüdie, gelesen von Rolf Boysen, einem sehr bekannten Bühnenschauspielr. Dann folgten Tondokumente aus dem Deutschen Rindfunkarchiv. Es ging um die Vereinigung der KPD und der SPD in der DDR zur SED. Danach folgte die Regierungserklärung der sersten Regierung Adenauer in der Bundesrepublik Deutschland. Es kam eine Reportage des RIAS zur Luftbrücke Berlin. Diese Tondokumente stammen aus einer Sammlung Tomdokumente zur deutschen Geschichte, die ich sammle. Dann kam ein Ausschnitt aus der Erzählung von Thomas Mann "Mario und der Zauberer". Darin beschreibt Thomas Mann Erlebnisse aus Reisen nach Italien während er Inflation in den zwanziger Jahren. Danach gab es Auszüge aus  "Der Haut" von Curzio Malaparte. Darin beschreibt er seine Erlebnisse als amerikanischer Offizier in Neapel unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Dieses Hörbuch ist empfehlenswert für jeden, der heute nach Neapel fährt, um die Stadt und ihre Einwohner zu verstehen. Als letztes kamen Anfänge aus Moby Dicl von Herman Melville.
Am Nachmittag habe ich eine Veranstaltung im Rosenhof, einer Wohnanlage, in der ich mich angemeldet habe, besucht mit dem Thema "Wiener Charme und Berloner Schnauze".. Es war eine sehr angenehme Veranstaltung. Es war ein weibliches und männliches Duo. Mit viel Charme und guten Ponten sangen beide Lieder aus Wien und Berlin.

Euro über 1, 45 Dollar

Am Montag, den 29.08.11, wirkten sich Spekulationen über mögliche weitere Konjunkturhilfen durch die amerikanische Notenbank Fed negativ auf den Dollar aus. Der Präsident der amerikanischen Notenbank hatte am Freitag, den 26.08.11, auf der Jahrestagung in Jackson Hole keine konkreten Maßnahmen angekündigt, aber sein Hinweis auf die nächsten Beratungen des Offenmarktausschusses im September 2011 interpretieren Analysten als Signal für neuerliche Konjunktur stützende Maßnahmen. Am späten Nachmittag kostete ein Euro 1, 4540 Dollar, knapp einen Cent mehr als am Freitagabend. Der Referenzkurs der EZB lag bei 1, 4487 (Freitag: 1, 4402) Dollar. Der überraschend starke Anstieg der amerikanischen Konsumausgaben im Juli 2011 wirkte sich noch auf den Dollarkurs aus. Sollten allerdings die amerikanischen Arbeitsmarktdaten am Freitag, den 02.09.11, enttäuschend ausfallen, kann dieses Ergebnis die Spekulationen auf ein Fed Hilfsprogramm für die Wirtschaft weiter anheizen. Am 20.09.11 tagt der Offenmarktausschuss. Die Tagung ist bereits auf zwei tage verlängert.  Am Freitag hatte der Präsident der Fed bereits seine Bereitschaft zur Stärkung der Konjunktur angedeutet.
Der Bund Future sank um 96 Basispunkte auf 134, 25 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erhöhte sich von 2, 16 auf 2, 23 Prozent.

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (29.08 - 02.09.11)

Am Montag, den 29.08.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten kräftig. Grund ist die optimistische Erwartung der Erholung der Konjunktur in den Vereinigten Staaten, nachdem der Präsident der amerikanischen Notenbank am Freitag, den 26.08.11, eine weitere wirtschaftliche Erholung in Amerika und eventuelle stimulierende finanzielle Maßnahmen angedeutet hatte. Die Nachricht über höher als erwartet ausgefallene Ausgaben der amerikanischen Verbraucher wirkten sich ebenfalls positiv aus.
Der DAX in Frankfurt legte um 2, 8 Prozent auf 5690 Punkte zu. Tagesgewinner waren unter anderem die Bankwerte: Commerzbank + 4 Prozent und Deutsche Bank + 3, 5 Prozent.
Der SMI in Zürich gewann 2, 7 Prozent und stieg auf 5465 Punkte.
Am Dienstag, den 30.08.11, sanken überwiegend die Kurse an den europäischen Aktienmärkten. Nach Mitteilung des Forschungsinstitutes Conference Board vom Dienstag ging der Index für das Verbrauchervertrauen in den Vereinigten Staaten im August 2011 von 59, 2 auf 44, 5 Punkte statt erwarteter 52 Punkte zurück. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im April 2009.  Mit diesem niedrigen Wert schätzen die Verbrauchen ihre eigenen Aussichten und ihre aktuelle Lage deutlich schlechter ein. Die Verbraucherstimmung ist der zentrale Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsleistung betragen.
Der DAX in Frankfurt verlor bis zum späten Nachmittag 0, 9 Prozent auf 5620 Punkte. Seit Jahresbeginn ging der Index um 19 Prozent und die Aktie der Commerzbank um 55 Prozent zurück.
Der SMI in Zürich gab um 0, 1 Prozent auf 5440 Punkte nach.
Am Mittwoch, den 31.08.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten kräftig. Ursächlich für den Kursanstieg war das am Vorabend veröffentlichte Protokoll zum jüngsten Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank Fed. Daraus ließ sich entnehmen, dass einige ranghohe Währungshüter die Festlegung auf eine langfristige Null Zins Politik zur Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft für nicht ausreichend hielten. Sie diskutierten unter anderem, den niedrigen Zins an das Erreichen einer bestimmten Beschäftigungsquote zu koppeln. Zur ausführlichen Beratung über neue Stützungsmaßnahmen verlängerte die Fed ihr September Treffen auf zwei Tage. Die besser als erwartet ausgefallenen Daten zu den Auftragseingängen der amerikanischen Industrie im Juli 2011 verstärkten am Nachmittag die Kursgewiknne.
Der DAX in Frankfurt stieg bis kurz vor Handelsschluß um 3 Prozent auf 5815 Punkte. Allianz Aktien legten 7 Prozent zu, nachdem Goldman Sachs die Aktie von "Halten" auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 103 Euro hochgestuft. Die Analysten begründeten ihre Anlageempfehlung damit, das Lebensversicherungsgeschäft werde übertrieben skeptisch beurteilt; der Aktienkurs sei zu stark gesunken. Am Mittwoch kostete eine Allianz Aktie 72 Euro.
Der SMI in Zürich legte um 1, 3 Prozent auf 5520 Punkte.
Am Donnerstag, den 01.09.11, waren die europäischen Aktienmärkte kurz vor Handelsschluß ohne klare Richtung. Ursächlich für die Richtungslosigkeit waren die am Vormittag schlechter als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes, die schleppender als gedacht verlaufene Auktion spanischer Staatsanleihen und der am Nachmittag nicht so stark wie erwartet ausgefallene Rückgang des amerikanischen ISM Einkaufsmanagerindex. Mit 50, 6 Punkten hielt er sich über der Marke von 50 Punkten, die ein Wachstum der Wirtschaft signalisiert.
In Frankfurt sank der DAX vor der Veröffentlichung des amerikanischen Einkaufsmanagerindex um mehr als 2 Prozent und erholte sich bis zum späten Nachmittag auf ein Minus von 1, 2 Prozent, um bei 5715 Punkten zu enden.
Der SMI in Zürich gewann 0, 2 Prozent auf 5540 Punkte.
Nach den enttäuschenden Daten vom Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten - statt erwarteter 95.000 neuer Stellen in der Privatwirtschaft nur 17.000 im August 2011 - gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten am Freitag, den 02.09.11, deutlich nach. Die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten blieb auf 9, 1 Prozent.
Der DAX in Frankfurt sank um 4 Prozent auf 5500 Punkte. Wegen einer möglichen weiteren Klage wegen des Umgangs mit Hypothekenkrediten in den Vereinigten Staaten verlor die Aktie der Deutschen Bank gut 5 Prozent. Anfängliche Kursgewinne nach einem günstigen Urteil im Patentrechtsstreit mit Oracle - Senkung der Strafe von 1, 3 Mrd. Dollar auf 272 Mio. Dollar - konnte die SAP Aktie nicht halten und verlor letztendlich besser als der Marktdurchschnitt 2 Prozent.
Im MDAX gab LEONI 7, 38 Prozent nach.
Der SMI in Zürich sank um 3, 5 Prozent auf 5335 Punkte.

Kurz vor der Mittagspause

Heute komme ich später als üblich dazu, an meinem Weblog zu schreiben. Deshalb möchte ich mein altes und neues Publikum kurz vor dem Beginn der Mittagspause ganz herzlich begrüßen. Am Nachmittag werde ich eine Veranstaltung "Wiener Charme und Berliner Schnauze" besuchen. Vorher beginne ich wieder mit der aktuellen Berichterstattung über die Börsenwoche, den Anleihen- und Devisenmarkt. Vielleicht habe ich auch noch Zeit für einige andere Beiträge.

Dienstag, 30. August 2011

Nachtgedanken

Es bedarf eines Anlasses. um Nachtgedanken zu schreiben. Heute war es ein Song von Freddy Quinn. In diesem Song beschreibt er, was er empfindet, welche Zweifel er hat, auf der Bühne zu stehen und warum er sich seinem Publikum stellt. Ähnlich geht es mir, wenn ich vor meinem Computer sitze und überlege, was ich heute nacht schreibe. Für Freddy ist der entscheidende Anstoss das Vertrauen seines Publikums. Es gibt ihm Kraft, auf der Bühne zu stehen und zu singen. Bei mir ist es ähnlich. Ich habe mich gefragt, wenn die Resonanz auf meine Beiträge gerimg war, ob es sich lohnt, weitere Beiträge zu schreiben. Ich habe dann die Begrüßung an mein Publikum und auch die Nachtgedanken eingestellt. Inzqischen habe ich wieder mehr Zeit. Ich habe mir überlegt, diese Beiträge trotz ihres manchmal trivialen Gehalt fortzusetzen, um die Reaktion meines Publikums zu testen. Ich war erstaunt, wie die Reaktion meines Publikums ausgefallen ist. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Ich werde die Beiträge fortsetzen.

Tagebuch vom 30.08.11

Am ersten Handelstag der Börsenwoche vom 29.08. - 02.09.11 sind die Kurse im DAX gestiegen. Sie kamen bis an 5700 Punkte heran. Grund für den Anstieg war die Rede des Präsidenten der Notenbank der Vereinigten Staaten vom Freitag, den 26.08.11, in Jackson Hole bei der Jahrestagung der Notenbank. In seiner Rede hat Bernanke ausgeführt, dass er der Wirtschaft der Vereinigten Staaten einen weiteren Anstieg zutraut. Die Notenbank könne erforderlichenfalls die Wirtschaft beio Bedarf unterstützen. Der Kursanstieg hat politische Gründe. Diese Gründe sind erfahrungsgemäß nicht von langer Dauer. Damit der Kursanstieg nachhaltig ist, sind Gründe wie beispielsweise eine hohe Dividendenrendite erforderlich. Solche Gründe sind bei nden Unternehmen des DAX vorhanden, weil sie eine hohe Dividendenrendite bieten. Es kommt jetzt auf das Vertauen der Anleger an. Da die Aussicht auf hohe Dividendenrenditen schon seit einiger Zeit besteht und trotzdem die Kurse stark gefallen sind, dürfte die Börse weiter schwankungsanfällig bleiben. Sollte die Volatilität ausbleiben, wäre ihr Ausbleiben eine positive Überraschung. Nach den bisherigen Schwankungen ist das eher unwahrscheinlich. Die Kurse werden einige Tage steigen, bis die Anleger ihre Gewinne mitnehmen. Dann steigen die Kurse wegen neuer kurzfristiger positiver Nachrichten, bis die Anleger wieder ihre Gewinne mitnehmen. So wird die Entwicklung wahrscheinlich in den nächsten Monaten aussehen, bis sich ein Boden bildet. Ob dieser Boden die langfristige Unterstützungslinie bei 4500 Punkten oder noch darunter liegt, lässt sich noch nicht sagen. Auf jeden Fall handelt es sich um eine Schaukelbörse.

Starker Schweizer Franken und Subventionen für die Wirtschaft

Am Freitag, den 26.08.11, tagte der Dachverband der Schweizer Wirtschaft. Obwohl die Wirtschaft mit der Aufwertung des Schweizer Franken zu kämpfen hat, lehnte der Präsident des Verbandes, Gerold Bührer, eine Subventionierung der Wirtschaft ab, weil unternehmensspezifische Hilfsmaßnahmen den Wettbewerb verzerren, den Reformdruck abschwächen und die Unternehmensstärke im globalen Standortwettbewerb verringern. Wirtschaftspolitische und ökologische Nachhaltigkeit förderten die Wirtschaft.

Vor dem Besuch der Uniklinik

Bevor ich in die Uniklinik zu meiner Kontrolluntersuchung meines Fußes fahre, möchte ich mein altes und neues Publikum ganz herzlich begrüßen. Das Wetter ist richtig herbstlich nass kalt. Der Sommer hat sich wohl verabschiedet. Vielleicht bekommen wir im September oder Oktober noch einige sonnige Tage. Ich wünsche es mir.
Wenn ich aus der Klinik zurück bin, werde ich wie gewöhnlich posten.

Montag, 29. August 2011

Nachtgedanken

Nachdem ich gestern keine Nachtgedanken geschrieben habe, setzte ich sie zwanglos fort. Heute habe ich große italienische Tenöre gehört wie Bemjamino Gigli, Mario del Monaco oder Luciano Pavarotti. Auch Fritz Wunderlich oder Montserrat Caballè standen auf meinem Programm. Diese Stimmenparade war eindrucksvoll. Sie sangen Arien aus Verdi Opern. Verdi oder Puccini sind für mich neben Mozart der Inbegriff der Oper. Wagner ist interessant, aber nicht in allen Stücken mein Fall. Schön ist für mich die Gralserzählung aus Lohengrin, weil die Arie, wenn sie gut phrasiert ist, in allen Einzelheiten verständlich ist dank der guten Bühnensprache, die heute bei vielen Sängern nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden darf. Das gilt auch für Schauspieler. Die Bühnensprache ist für jeden, der vorlesen muss, sei es Rechtsanwalt, Beamter, Richter oder Staatsanwalt, ein unerläßliches Hilfsmittel, um sich deutlich verständlich zu machen.
Ich habe den Lutheraner, einen wohlschmeckenden Kräuterlikör, entdeckt. Er tut einfach gut bei Völlegefühl.
Mit sechzig Jahren fühle ich mich noch nicht alt, aber wegen meines guten Gedächtnisses sehe ich die jetzige Zeit unter dem Blickwinkel meiner Erlebnisse und Erfahrungen. Deshalb kann ich nicht immer alles gut heißen, was jetzt als zeitgemäß gilt. Ich denke, die Generationen aus früherer Zeit werden ähnlich empfunden haben, allerdings mit dem Unterschied, dass Veränderungen nicht so schnell erfolgt sind wie heute. Cassettenrekorder, Tonbandgerät oder Schreibmaschine sind überholt. Als ich jung war, galten diese Geräte als absolut modern. Computer und Internet gab es zu meiner Studentenzeit nicht. Facebook, Twitter oder Bloggen kannte niemand. Wenn ich meinen eigenen Weblog sehe, bin ich dankbar und erstaunt, in wie vielen Ländern meine bescheidenen Beiträge gelesen werden. Ich hätte mir nie träumen lassen, so viele Leserinnen und Leser zu erreichen. Für diese Resonanz bin ich dankbar.
Ein Blick auf meine Uhr zeigt mir, dass es Zeit wird, meine Nachtgedanken zu beenden, um zu Bett zu gehen.

Tagebuch vom 29.ß8.11

Heute hat eine neue Börsenwoche begonnen. Ich bin gespannt, wie sich die Aktienkurse entwickeln. Die Prognosen gehen von einer starken Schwankungsanfälligkeit des DAX aus. Der SMI in Zürich mit seinen defensiven Schwergewichten wie Roche und Nestlè wird nicht so stark schwanken. Neben dem MDAX war er in der Börsenwoche vom 22. 26.08.11 der einzige Aktienindex im Plus. Eine Auswertung der Gewinner und Verliere der vorgenannten Börsenwoche zeigt, dass nicht alle gemessenen Werte im Minus geendet haben. Auch bei volatilen Börsen sind Gewinne möglich, wenn die Aktien gut ausgewählt sind.
In Brasilien hat die Regierung die erste Konzession für einen Flughafen versteigert. Das Interesse war groß. Ein argentinisch brasilianisches Konsortium hat die Konzession ersteigert. Die Konzession betraf allerdings nur einen relativ kleinen Flughafen im Nordosten Brasiliens. Interessant wird es erst, wenn die Regierung Konzessionen für Grpßflughäfen wie Rio de Janeiro, Sao Paulo, Brasilia oder Belo Horizonte versteigert. An diesen Versteigerungen ist Fraport interessiert.
Nach meiner Südamerikareise Ende letzten Jahres ist Brasilien für mich ein wichtiges Lnnd. Auch Argentinien interessiert mich. Über Uruguay höre ich leider wenig. Das Land ist wohl im Gegensatz zu Brasilien und Argentinien zu klein.
Es gibt so viel zu tun, dass ich meine Arbeitskraft einteilen muss. Dadurch kann es vorkommen, dass Artikel etwas später als vorgesehen erscheinen.

Brasilien: Vergabe der ersten Flughafenkonzession

Das brasilianisch argentinische Konsortium Inframèrica, bestehend aus dem brasilianischen Ingenieurunternehmen Engevix und dem argentinischen Flughafenbetreiber Corporaciòn Amèrica, erwarb die Konzession für die Fertigstellung und den späteren Betrieb des noch im Bau befindlichen Flughafens Sao Goncalo do Amarante nahe der nordbrasilianischen Stadt Natal. Das Konsortium stach drei Mitbewerber aus und bezahlte für die Konzession eine Gebühr von 170 Mio. Real (rund 74 Mio. Euro). Das Konsortium zahlte mehr als das Dreifache des Mindestgebots und verpflichtet sich, während der 28 jährigen Laufzeit der Konzession mehr als 650 Mio. Real zu investieren. Der Großteil davon ist in den nächsten drei Jahren für die Fertigstellung des Flughafens aufzuwenden.  Bis 2020 geht man für Natal von einem Passagieraufkommen von etwa 4, 7 Mio. Fluggästen pro Jahr aus.
Die Flughafenbetreibergesellschaft Fraport zog sich relativ früh aus dem Bieterwettbewerb um den relativ kleinen Flughafen von Natal zurück. Fraport interessiert sich für die Konzessionen für die Flughäfen von Rio de Janeiro, Sao Paulo, Campinas, Brasilia und Belo Horizonte.

Deutsche Bank: Frankfurter Umsatzsteuerbetrugsprozeß und mögliche Verwicklung der Deutschen Bank

In Frankfurt findet einer der größten Wirtschaftsstrafprozesse statt. Sechs Männer aus drei Nationen mit dem Beistand von zwölf Strafverteidigern werden beschuldigt, mit einem "Umsatzsteuerkarussel" den Fiskus um 230 Mio. Euro betrogen zu haben. Es geht um den Handel mit Verschmutzungszertifikaten.  Außerdem laufen noch gegen 160 weitere Personen, darunter auch sieben Mitarbeiter der Deutschen Bank, Ermittlungen.
Für die Deutsche Bank geht es um 200 Mio. Euro, die sie gegenüber dem Finanzamt als Vorsteuerabzug geltend gemacht hat.  Bislang ist allerdings noch kein Händler oder Kundenbetreuer des Instituts angeklagt. Die im laufenden Strafverfahren Beschuldigten haben behauptet, Mitarbeiter der Deutschen Bank hätten ihnen die offenbar kriminellen Geschäfte leicht gemacht. Die Deutsche Bank weist jedoch daraufhin, dass sie sich die Bescheinigungen über die Steueranmeldungen der Vorlieferanten habe zeigen lassen, um eine Hinterziehung der Mehrwertsteuer auszuschließen. Es bleibt abzuwarten, ob die Staatsanwaltschaft gegen die sieben Mitarbeiter der Deutschen Bank Anklage erhebt.

Kühles Wetter und Wochenanfang

Zunächst möchte ich mein altes und neues Publikum ganz herzlich begrüßen und einen guten Start in die Woche wünschen. Obwohl es noch Sommer ist, ist das Wetter bereits herbstlich kühl. Wenn ich abends gelegentlich auf meiner Terrasse sitze, muss ich mich warm anziehen und gleichzeitig noch meinen Heizstrahler anschalten, um nicht zu frieren. Ich könnte schon fast einen Glühwein vertragen.
Gestern habe ich die vergangene Börsenwoche vom 22. - 26.08.11 mit anschließender Schlußbetrachtung abgeschlossen. Der DAX hat noch nicht seinen tiefsten Stand in diesem Jahr gesehen. Er dürfte deutlich unter 5000 Punkten sein.

Sonntag, 28. August 2011

Tagebuch vom 28.08.11

Am Sonntag mache ich gerne Dinge, die ich an anderen Tagen nicht machen kann. So schöafe ich gerne länger als sonst. Ich konnte nach etwas längerer Zeit duschen. Zum Frühstuck gab es Brötchen mit Marmelade, nämlich britische Orangenmarmelade und Konfitüre aus Italien. Sünde muss manchmal sein. Anschließend saß ich an meinem Computer, um zunächst den Bericht über die altuelle Börsenwoche vom 22. - 26. 08. 11 zu beenden. Danach habe ich den Schlußbericht geschriebeben. Inzwischen nehmen die zu verarbeitenden Informationen immer weiter zu, so dass die Berichte inzwischen recht lang werden. Ich denke, es ist im Sinne meines interessoerten Publikums die Berichte über die Bewertung der Börsednwoche länger werden zu lassen als früher geplant.
Heute saß ich trotz schlechten Wetters draußen auf meiner Zerrasse, weil es die Temperaturen zuließen. Ich habe Musik gehört, Cognac und Weinschorlegetrunken. Wegen der frühherbstlichen Kühle habe ich eine Lederjacke getragen.

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (22. - 26.08.11) Schlußbetrachtung

Trotz glänzender Zahlen in den Geschäftsberichten der Unternehmen und der Aussicht auf hohe deutsche Dividendenrenditen meiden die Anleger den Aktienmarkt mit der Folge eines Kursrückganges von rund 30 Prozent seit Juli 2011 und einer hohen Schwankungsanfälligkeit der Börse als Zeichen einer tiefen Verunsicherung und einer Neubewertung der wirtschaftlichen Gesamtsituation. Gingen die meisten Anleger bislang von einer Stabilisierung der Wirtschaft und der Finanzmärkte nach den ersten Wellen der Finanzkrise aus, herrscht jetzt eine skeptische Bewertung vor. Die Wirkungen von Konjunkturprogrammen und einer lockeren Geldpolitik zeigen nicht den erhofften Erfolg. Es ist unklar, wie nachhaltig die glänzenden Unternehmensgewinne sind. Jede Kleinigkeit kann in einer solchen Neubewertung heftige Schwankungen auslösen. Die Banken sind nicht so stabil wie erwartet. Die Risikoaufschläge auf dem Geldmarkt nehmen zu.
Die schwankende Börse hat auf Wochensicht zu einem Verlust von 1 Prozent geführt.
Der langfristige Kursverlauf des DAX offenbart eine Marktschwäche der deutschen Aktien. Das Platzen der High Tech Blase 2001 / 2002 ließ die Jubelhausse des DAX der Achtziger und Neunziger Jahre enden mit der Folge eines Kursverlustes von 70 Prozent. 2003 bis 2007 gab es eine Erholungsrally. Der DAX scheiterte daran, den alten Trend zurückzuerobern und ein neues Allzeithoch zu markieren.  Die Finanzkrisen Baisse 2008 / 2009 bewies die neue Schwäche. Im Gegensatz zur Aufwärtsbewegung 2003 bis 2007 konnten die Kurse im Aufschwung 2009 bis 2011 das Hoch von 8100 Punkten nicht mehr erreichen.. Erstmalig seit mehr als drei Jahrzehnten gelang es nicht, in einer Hausse die Verluste der vorangegangenen Baisse auszugleichen, ein tiefer Bruch in der langen Entwicklung des DAX. 
Angesichts der jüngsten Abwärtsdynamik werden die Kurse nach vier Wochen Kursrückgang nicht so schnell zur Tagesordnung übergehen. Der große, seit 1982 bestehende Aufwärtstrend verläuft bei rund 4500 Punkten im DAX und die nächste große Unterstützung bei 3700 bis 3800 Punkten.
Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass der DAX nach einer kurzen Zwischenerholung unter 5000 Punkte rutscht.  Auch ein Test des langen Aufwärtstrends mit der großen Unterstützung ist möglich.
Hinsichtlich des Bund Future ist anzumerken: Er notiert rund zehn Punkte über dem 200 Tage Durchschnitt, ein Abstand wie zuletzt Anfang 2009. Das deutet für eine stark überkaufte Situation für den Rentennmarkt hin.  Eine Konsolidierung dürfte bevorstehen mit einer guten Unterstützung zwischen 132, 50 / 133 Prozent.
Hinsichtlich der Kursentwicklung Euro / Dollar ist festzustellen: Gegenüber dem Dollar gibt es für den Euro nach wie vor einen langfristigen Aufwärtstrend. Kurzfristig existiert ein gesteigertes Kaufinteresse. Die horizontale Widerstandslinie bei 1, 4535 / 1, 4575 Dollar kann bald durchbrochen sein mit Luft nach oben bis 1, 4932 / 1, 5144 Dollar mit Unterstützungen bei 1, 42 und 1, 4270 Dollar.
In der Börsenwoche vom 22. - 26.08.11 gewann der SMI in Zürich bis Freitagnachmittag nach einem guten Börsenstart und Kursverlusten am Donnerstag und Freitag 3, 2 Prozent. Zu den Gewinnern gehörten die defensiven Schwergewichte Roche und Nestlè.

Gewinner / Verlierer

  1. Roche GS                              + 5, 94 %
  2. SAP                                        + 5, 0 %
  3. Nestlè                                    + 3, 87 %
  4. SMI                                        + 3, 2 %
  5. MDAX                                   + 2, 0 %
  6. Thyssen Krupp                    + 1, 1 %
  7. Euro in Dollar                      + 0, 3 %
  8. Bund Rendite (10 Jahre)    + 0, 10 %
  9. DAX                                        - 0, 3 %
  10. Deutsche Bank                      - 1, 9 %
  11. Allianz SE                               - 5, 6 %
  12. LEONI AG                              - 17, 21 %


Trotz der hohen Schwankungsanfälligkeit der deutschen und derSschweizer Börse fällt die Bewertung nicht so negativ, wie zu erwarten war, aus. SMI und MDAX weisen ein Plus auf. Defensive Titel wie Roche GS und Nestlè gehören zu den Kursgewinnern. Erstaunlich ist auch der Wochengewinn von SAP. Finanztitel wie Allianz und Deutsche Bank sind von der Schuldenkrise immer noch stark betroffen. Thyssen Krupp und LEONI AG sind konjunkturabhängige Titel. Die Konjunktursorgen schlagen sich deshalb unterschiedlich in ihrer Kursentwicklung nieder. Für Thyssen Krupp spricht, dass der Konzern ein Konglomerat ist, dessen Sparten von verschiedenen Phasen der konjunkturellen Entwicklung betroffen sind.

Geringer Aufschlag des Euro, Anstieg des Bund Future

Das unerwartet geringe Wachstum der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten ließ am Freitag, den 26.08.11, am den Anleihemärkten die Konnjunktursorgen aufflammen. Im zweiten Quartal 2011 erreichte das US amerikanische Bruttoinlandsprodukt nur noch ein Wachstum von 1 Prozent, auf das Jahr hochgerechnet, anstatt von 1, 3 Prozent, wie erwartet. Die Anleger mieden Aktien und schichteten unter anderem in deutsche Anleihen um.
Der Bund Future erhöhte sich um 42 Stellen auf 135, 41 Prozent. Zehnjährige deutsche Staatsanleihen hatten eine Rendite von 2, 13 Prozent, 0, 05 Prozent weniger als am Donnerstagabend, den 25.08.11.
Im späten europäischen Geschäft kostete ein Euro 1, 44 Dollar, ein geringer Aufschlag gegenüber dem Vortag.

Wochenende und kein Sommerwetter

Am Sonntag möchte ich mein altes und neues Publikum ganz herzlich begrüßen und ein schönes Wochenende wünschen. Leider ist das Wetter immer noch nicht wieder sommerlich geworden. Die Sonne läßt auf sich warten. Leider wird es wieder so sein, dass bei Ferienende die Sonne wieder scheint. Ich hoffe, dass alle trotzdem das Wochenende noch weiter genießen.
Gleich fange ich wieder an zu posten. Es folgt der Abschluss der Börsenwoche vom 22. - 26.08.11 mit anschließendem Schlußbericht. Wenn dann noch Zeit ist, werde ich zu anderen interessanten Themen posten.

Samstag, 27. August 2011

Nachtgedanken

Nachdem ich länger keine Nachtgedanken mehr geschrieben habe, werde ich in zwangloser Folge wieder Gedanken formulieren. Ich fühlte mich leer, so dass ich darauf verzichtet habe, irgendwelche Gedanken niederzuschreiben. Jetzt nachdem ich Marcel Proust "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" höre, regt mich das Gehörte an, wieder zu schreiben. Große Literatur vernalaßt den Hörer, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Marcel Proust ist ein Chronist des ausgehenden 19. Jahrhunderts und des beginnenden 20. Jahrhunderts. In ihm spiegeln sich die großen Pariser Salons, die Kunst Sarah Bernardts oder die Dreyfuss Affäre. Die Kunst der Konversation erwacht wieder zum Leben. Kurz, es handelt sich um eine Atmosphäre, wie es sie heute nicht mehr gibt. Heute wird viel geredet und geschrieben, aber meistens ohne Substanz. Es fehlt die Zeit, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen. Viele haben nicht den Mut, sich die Zeit zu nehmen.
Ich habe jetzt die Zeit. Es ist herrlich, sich einem Thema so lange widmen zu können, wie ich es möchte.  Diese Freiheit möchte ich nicht mehr missen.
Genauso angenehm ist es, sich nicht mehr mit Freunden und Bekannten abgeben zu müssen, die sich nur noch sporadisch melden. Dabei kann ich viele Freunde und Bekannte verlieren, aber dafür gewinne ich persönliche Unabhängigkeit. Lieber wenige Freunde, aber dafür solche, auf die ich mich verlassen kann.
Ich genieße es, abends Musik oder Hörbücher zu hören und dazu Weinschorle zu trinken. Meine Wunschvorstellung war es, als Rentner mich meinen Hobbies widmen zu können. Diese Vorstellung habe ich erfüllen können, leider ohne meine Frau, weil sie zu früh verstorben ist. Ich habe bis jetzt nicht das Bedürfnis, eine neue Frau kennenzulernen. Warum? Ich war im Todesjahr meiner Frau mit ihr 25 Jahre verheiratet. Wir haben alles zusammen unternommen. Stirbt dann die Frau, fällt es sehr schwer, sich an einen neuen Partner zu gewöhnen.
Manche Gedanken finden sich bestimmt schon in anderen meiner Nachtgedanken. Es wird sich nicht vermeiden lassen, dass sich Gedanken wiederholen. Deshalb schreibe ich nur noch in zwangloser Reihenfolge.

Tagebuch vom 27.08.11

Die Börse schwankt. Entweder steigen die Kurse oder sie fallen. Eine klare Tendenz ist nicht zu erkennen. Die Kurse zu kommentieren, ist schwierig, wenn man nicht in das Lesen von Kaffeesatz verfallen will. Gute und aussagekräftige Kommentare zur Entwicklung der Börse zu finden, erfordert viel Geduld. Gleichwohl werde ich nicht aufgeben. Ich hoffe, meine Beiträge zur Entwicklung der Börse finden immer noch Leser und Leserinnen genug. Es freut mich, wenn sich in meinem Publikum auch Frauen finden, die sich für Wirtschaft und Börse interessieren. Ich halte es für wichtig, wenn sich Frauen für diese Themen interessieren, weil Frauen in zunehmendem Maße in Führungspositionen heranwachsen. Es sind leider noch zu wenige, aber ihre Zahl nimmt in letzter Zeit erheblich zu. Ich halte es für falsch, wenn manche Publizisten Nieten in Nadelstreifen und Nieten in Nadelkostümen gegenüberstellen. Fehlende Führungseigenschaften gibt es überall. Ich halte es auch für falsch, bestimmte Verhaltensweisen aals typisch Mann oder typisch Frau zu qualifizieren. Solche Einteilungen sagen etwas über die person, die ein solches Urteil abgibt. Es geht darum, die Motive für ein bestimmtes Verhalten zu erforschen.

Rückgang des Euro

Am Donnerstag, den 25.08.11, gab der Euro an den Devisenmärkten um 0, 5 Prozent nach. Am späten Nachmittag kostete er 1, 4355 Dollar. Der Referenzkurs der EZB lag 1, 4424 (Mittwoch, den 24.08.11: 1, 4433) Dollar.
Gegenüber dem Schweizer Franken war der Kurs des Euro kaum verändert und lag bei 1, 14 Franken.
Deutsche Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit erzielten eine Rendite von 2, 1 Prozent. Der Bund Future erhöhte sich 24 Basispunkte auf 134, 8 Prozent.

Samstag - Wochenende und wechselhaftes, kühles Wetter

Es ist Samstag. Leider ist das Wetter wechselhaft und kühl, so dass es unwahrscheinlich ist, dass ich auf meiner Terrasse sitzen und grillen kann. Meinem alten und neuen Publikum wünsche ich trotz des schlechtes Wetters ein schönes und angenehmes Wochenende.
Später nachdem ich von meinem orthopädischen Schuhmacher zurückgekehrt bin,  werde ich an meinem Weblog arbeiten.

Freitag, 26. August 2011

Tagebuch vom 26.08.11

Die Börse ist schwankungsanfällig. Eine schlechte Nachricht reicht aus, einen Kursrückgang auszulösen. Eine klare Tendenz ist nicht erkennbar, weil die unterschiedlichen Nachrichten über die Wirtschaftslage eine klare Einschätzung nicht zulassen. Die technische Analyse des Kursverlaufs des DAX ähnelt dem Lesen im Kaffeesatz. Es bedarf vielfältiger Informationen, um eine fundierte Analyse zu treffen. Dazu ist leider viel zeit erforderlich. Ich kann mir diese Zeit jetzt nehmen. Seitdem ich Weblog schreibe, habe ich viel über den Kursverlauf an der Börse gelernt. Wie ich schon häufiger geschrieben habe, bin ich kein Profi, sondern ein Autodidakt, der durch Lektüre und Gespräche mit Fachleuten dazu lernt. Gleichwohl freue ich mich, wenn es Leser meiner Beiträge gibt. Diese Resonanz gibt mir immer wieder Mut, mich mit der Börse zu beschäftigen. Es gibt immer wieder Tage, an denen es nicht so viele Leserinnen und Leser gibt. Trotzdem bin ich erstaunt, in wie vielen Ländern meine Beiträge gelesen werden.

Feste Tendenz des Euro

Am Mittwoch, den 24.08.11, kostete ein Euro 1, 4444 Dollar. Ursächlich für die relativ feste Tendenz des Euro ist die Diskussion um Euro Bonds und andere Maßnahmen gegen die Schuldenkrise, weil sich damit eine zunehmende Handlungsbereitschaft andeutet.
Der Bund Future sank nach überraschend guten Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten um 64 Zähler auf 134, 64 Prozent.

Freitag Vorfreude auf das Wochenende

Es ist Freitag. Die Vorfreude auf das Wochenende beginnt. Wie wird das Wetter? Wenn es warm und trocken ist, kann ich meine Terrasse genießen. Nach verheißungsvollem Beginn im April und Mai, war es in den letzten Wochen kaum noch möglich. Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Die Kinder müssen wieder die Schule besuchen. Der Ernst des Lebens beginnt.
Bald ist auch der August vorüber. Im September fängt der Herbst an. Auch das Jahr beginnt seine letzte Phase.

Donnerstag, 25. August 2011

Tagebuch vom 25.08.11

Ich schreibe später als gewohnt, weil ich bei sommerlichen angenehmen Temperaturen bei Fackelschein , guter Musik (Benjamino Gigli und Giuseppe di Stefano) und Weinschorle auf meiner Terrasse gesessen habe. Nach dem verregneten Sommer habe ich es einfach genossen.
Die letzten drei Tage sind die Kurse an den europäischen Aktienmärkten gestiegen. Obwohl sich die deutschen Konjunkturaussichten eingetrübt haben, zeigte sich der DAX unbeeindruckt. Der Bund Future ist gesunken. Das ist gut für die Börse.
Wahrscheinlich werde ich im September für einige Tage nach München fahren, um an einer Gesellschafterversammlung eines Filmfonds teilzunehmen. Es geht um die steuerliche Behandlung eines Filmfonds. Damit werde ich mich noch beschäftigen müssen.
Es gibt immer wieder etwas zu tun. Nächste Woche werde ich meine Steuerunterlagen bei meinem Steuerberater einreichen. Auißerdem werde ich Steuern nachzahlen müssen, ärgerlich, aber notwendig, um staatliche Leistungen finanzieren zu können.

Thyssen Krupp: Verkauf von Xervon

Im Mai 2011 kündigte der Thyssen Krupp Chef Hiesinger kurz nach seinem Amtsantritt an,  den Stahl- und Industriekonzern durch Verkäufe zu straffen, die Nettoverschuldung von rund sechs Mrd. Euro zu senken und Spielraum für Investitionen im Technologiesektor zu schaffen.
Die Sparte ziviler Schiffbau ließ sich nicht verkaufen.
Xervon, Firmensitz in Düsseldorf, letzter Umsatz 670 Mio. Euro, 9.000 Mitarbeiter, Spezialist für Industriedienstleistungen, konnte Hiesinger jetzt an die Remondis - Gruppe verkaufen. Die Vertragsparteien schwigen zum Kaufpreis. Die Firma ist ein weltweit tätiges Unternehmen für technische Dienstleistungen bei Bau und Instandhaltungen  in den Branchen Chemie, Petrochemie, Gerüstbau, Energiewirtschaft und dem Management von Standorten.
Bereits 2009 wollte Thyssen Krupp Xervon verkaufen. Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 scheiterte der Verkauf an den ungünstigen Umständen.  Jedoch im Oktober 2010 griff das Management die Verkaufsabsichten wieder auf.  Die Aufsichtsräte beider Unternehmen und die Kartellbehörden müssen den Verkauf noch genehmigen.

Aufwertung des Schweizer Franken und Folgen für den Handel

Seit der Schweizer Franken gegenüber dem Euro stark aufgewertet hat, boomt der Lieferadressservice. Schweizer Kunden registrieren sich auf der Webseite einer grenznahen Person oder bestellen unter ihrem eigenen Namen c/o grenznahe Person Waren. Sobald die Waren eintreffen, benachrichtigt sie die grenznahe Person, damit sie ihre Ware abholt.  Mit diesem Service lassen sich teure Porto- und Zollabfertigungskosten sparen.  Bei der Schweizer Post kostet die Standardverzollung rund 26 Euro.  Der Lieferadressservice kostet bei einem normalen Paket rund 5 Euro.

Tageshoch des Euro bis zu 1, 45 Dollar

Am Dienstag, den 26.08.11, wertete der Euro leicht auf.  Im späten europäischen Geschäft kostete er 1, 44 07 Dollar nach dem Verlust früherer Tagesgewinne.  Sein Tageshoch betrug 1, 45 Dollar. Ursächlich für die festere Tendenz ist die Risikobereitschaft der Devisenhändler.  Bereits im frühen Geschäft ließ die erste Veröffentlichung  des Einkaufsmanagerindex für das  deutsche Verarbeitende Gewerbe , stagnierend im August 2011  auf dem Vormonatswert von 52, 0 Punkten, statt auf 50, 5 Punkte zurückgehend, wie erwartet, den Euro steigen.  Der später veröffentliche Index der ZEW - Konjunkturerwartungen, von minus 15, 1 Punkten im Juli 2011 auf minus 37, 6 Punkten im August 2011 sinkend, stoppte vorübergehend den Euroanstieg. Es handelt sich um den deutlichsten Rückgang seit Juli 2006. 
Die Devisenhändler konzentrieren sich zunehmend auf Freitag, den 26.08.11, wenn der amerikanische Notenbankpräsident Bernanke in Jackson Hole redet.  Die Händler erwarten eine Ankündigung  einer dritten Runde von Anleihekäufen.
Der Bund Future erhöhte sich um 16 Zähler auf 135, 39 Prozent.  Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit erzielten eine Rendite von 2, 1 Prozent.

Warm und leicht bewölkt

Gut ausgeschlafen und zu neuen Taten entschlossen, begrüße ich mein altes und neues Publikum. Im Augenblick ist es warm und leicht bewölkt. Es könnte ein schöner Tag werden. Vielleicht kann ich wieder einmal auf meiner Terrasse sitzen und grillen. Ich würde mich freuen, nachdem mich der Sommer nach einem verheißungsvollen Beginn im April und Mai bitter enttäuscht hat.

Mittwoch, 24. August 2011

Tagebuch vom 24.08.11

Die Erholung der Kurse an den europäischen Börsen schreitet fort. Die Kurse bleiben aber schwankungsanfällig. Die amerikanische Regierung hat auf die Klageerwiderung der Deutschen Bank repliziert und trägt vor, dass die Bank bereits beim Kauf von Mortgate IT von Manipulationen bei den Hypotheken gewußt habe. Auch in Südkorea läuft ein Klageverfahren gegen die Deutsche Bank wegen Kursmaipulationen. Die Bank kommt nicht zur Ruhe.
Die Börse und ihre Unternehmeb bleiben immer spannend. Nachrichten darüber auszuwerten sind ein interessanter Zeitvertreib. Leider ist viel Zeit dazu nötig. Berufstätige haben sie meistens nicht. Diese Zeit sollte man sich nehmen. Es lohnt sich.

Euro Dollar Einschätzung

Bei einem weiterhin langfristigen stabilen Aufwärtstrend bildet die Begrenzungslinie bei 1, 3950 Dollar eine erste Unterstützung. Durchbricht der Euro diese Linie nach unten, gibt es eine starke Unterstützungslinie bei 1, 3850 Dollar und eine schwache bei 1, 3430 Dollar. Nach oben liegt die Begrenzungslinie bei 1, 4932 / 1, 5144 Dollar.  

Bund Future Einschätzung

Die inzwischen überschrittenen 134, 54 Prozent des Bund Future sprechen für sich. Frühestens bei 139 Prozent läßt sich ein Kursziel festlegen. Nach unten gibt es eine Unterstützungslinie bei 130, 50 Prozent.

DAX Einschätzung

Nach zweimaligem vergeblichen Versuch, 6100 / 6120 und 6160 Punkte zu überschreiten, beendete die kurzfristige Erholung am 15.08.11. Erst bei Überwindung dieser Barriere kann der DAX auf 6330 / 6400 Punkte oder im Idealfall sogar auf 6700 Punkte steigen. Das Risiko einer erneuten Abwärtsbewegung ist hoch. Sinkt der DAX unter 5500 Punkte, ist das ein Verkaufssignal mit einem Kursziel bei mindestens 5160 / 5215 Punkten. Erst wenn der DAX auch diese Schwelle unterschreitet, fehlen Unterstützungslinien. Der DAX  kann dann auf 3588 Punkte fallen.

Aufwertung des Euro

Am Montag, den 22.08.11, wertete der Euro gegenüber vielen Währungen, insbesondere gegenüber dem japanischen Yen und dem britischen Pfund. Am Abend kostete ein Euro 1, 4410 Dollar nach 1, 4390 Dollar am Freitagabend, den 19.08.11, in New York. Der Referenzkurs der EZB lag bei 1, 4413 (Freitag: 1, 4385) Dollar.
Der Bund Future sank um 35 Basispunkte auf 134, 97 Prozent. Die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit erholte sich von 2, 11 Prozent auf 2, 15 Prozent nach 2, 03 Prozent am Donnerstag, den 18.08.11, dem tiefsten Stand ihrer Geschichte.

Thyssen Krupp im Blick

Trotz des Kursabsturzes der Aktie von Thyssen Krupp bewerten Analysten den Wert noch positiv. Europäische Stahlaktien, Anfang Juli 2011 unter Druck geraten, verloren im August 2011 deutlich: Arcelor - Mittal, Salzgitter und Voest im Juli - 10 Prozent, Thyssen Krupp dagegen im Juli - 15 Prozent. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass Thyssen Krupp fast zehn Prozent eigene Aktien in den Markt zurückverkaufte mit einem Erlös von 1, 6 Mrd. Euro, eine kluge Entscheidung nach einem aktuellen Kurs von 21 Euro, der einem Wertverlust von gut 30 Prozent entspricht.
Ursächlich für den Kursrückgang der Stahlunternehmen sind saisonale Effekte. Die vorliegenden Quartalsberichte bestätigen diese Einschätzung. Die deutschen Produktionskapazitäten sind gut ausgelastet. Die Unternehmen haben im Frühjahr in ihren Halbjahresverträgen profitable Preisanhebungen ausgehandelt.
In seinem Zwischenbericht verwies Thyssen Krupp auf die risikobehaftete konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft, nahm aber überraschend das Ziel eines Ergebnisses vor Steuern und Zinsen von rund 2 Mrd. Euro nicht zurück.
Das Geschäftsjahr endet im September 2011, so dass sich im Abschluss die beginnende Krisenstimmung noch nicht niederschlägt. Thyssen Krupp lebt von lang laufenden Aufträgen, ohne vom Tagesgeschäft abhängig zu sein. Der Konzern ist ein Konglomerat. Die Konjunkturphasen wirken sich in seinem Kerngeschäft unterschiedlich aus.
Anlagenbau, Komponenten und Aufzüge erzielen gute Ergebnisse. Der Aktienverkauf verdeutlicht die Wichtigkeit des Schuldenabbaus. Der Konzern will die ertragsschwache Edelstahlsparte und das zivile Werftgeschäft verkaufen. Die Anlaufverluste aus den beiden neuen Stahlwerken in den Vereinigten Staaten sind wohl über ihren Höhepunkt hinaus. Der Vorstandsvorsitzende löst  vorsichtig die Investitionsbremse im Konzernteil Technologie.
Es gibt viele Ansätze, dass Thyssen Krupp in den nächsten beiden Jahren das Ertragsniveau vor der Krise 2008 erreichen wird. Deshalb sind die Analysten überwiegend positiv gestimmt. Sie Schätzen den Kurs zwischen 20, 90 Euro bis 44 Euro ein.

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (22. - 26.08.11)

Am Montag, den 22.08.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nach den Kursverlusten vom Donnerstag, den 18.08.11, und Freitag, den 19.08.11, eine verbesserte Stimmung. Größte Gewinner waren defensive Werte wie Telekomgesellschaften und Energieversorger. Zyklische Aktien wie Automobil- oder Chemiewerte, stark von der Konjunkturentwicklung abhängig, entwickelten sich unterdurchschnittlich. Bankaktien zeigten sich beruhigt.
Der DAX in Frankfurt legte um 1, 8 Prozent auf 5580 Punkte. Die am Freitag sehr schwachen Aktien der Allianz standen im Blickpunkt der Anleger.
Der SMI in Zürich gewann 2, 5 Prozent auf 5220 Punkte.
Am Dienstag, den 26.08.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienbörsen weiter. Ursächlich für den Kursanstieg waren Erwartungen für die amerikanische Wirtschaft stimulierende Maßnahmen durch die Federal Reserve Bank anläßlich ihrer Jahrestagung in Jackson Hole, Wyoming, an diesem Wochenende. 2010 hatte Notenbankpräsident Bernanke auf dieser Jahrestagung eine zweite Runde von Anleihekäufen angedeutet.
Konjunkturdaten aus Deutschland verhinderten zeitweise einen weiteren Kursanstieg. Der ZEW - Index der Konjunkturerwartungen sank im August 2011 auf minus 37, 6 Punkte, den tiefsten Stand seit Dezember 2008, anstatt erwarteter minus 26 Punkte. Am Nachmittag bewertete der frühere amerikanische Notenbankpräsident Greenspan auf einem Forum in Washington den Euro skeptisch. Nach seinen Worten bricht er zusammen. 
Der DAX in Frankfurt gewann 1 Prozent auf 5526 Punkte. Bankwerte gaben nach: Deutsche Bank - 1, 3 Prozent und Commerzbank - 0, 8 Prozent. 
Am Mittwoch, den 24.08.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienbürsen den dritten Tag in Folge. Ursächlich für den weiteren Kursanstieg war die Veröffentlichung der unerwartet hohen Zahl der Neuaufträge für langlebige Güter in den Vereinigten Staaten. Die Spekulation auf eine Ausweitung der Anleihekäufe der amerikanischen Notenbank anläßlich ihrer bevorstehenden Jahrestag in Jackson Hole in Wyoming unterstützte die Marktstimmung. Der am Vormittag bekanntgegebene deutliche Rückgang des Ifo - Geschäftsklimaindex in Deutschland wirkte sich auf die Kurse nicht aus.
Der DAX in Frankfurt gewann 3, 2 Prozent auf rund 5700 Punkte.
Am Donnerstag, den 25.08.11, gingen die Kurse an den europäischen und amerikanischen Aktienmärkten zurück. Überdurchschnittlich traf es den deutschen Aktienmarkt mit einem zeitweisen Verlust von mehr als zwei Prozent. Ursächlich für den Kursrückgang war der schwache Handelsauftakt an der Wall Street. Nach Bekanntgabe des Einstiegs von Warren Buffett bei Bank of America rechneten Anleger mit einer Fortsetzung der zu Wochenbeginn gestarteten Kurserholung. Gegen den Markttrend gewannen Bankwerte.
Nach einer Eröffnung mit einem Plus von 1, 7 Prozent verlor der DAX in Frankfurt bis um 16 Uhr mehr als 4 Prozent, um sich bis auf mehr als - 2 Prozent (5570 Punkte) zu erholen. Tagesgewinner waren die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank-
Der MDAX gab 0, 7 Prozent auf 8689 Punkte nach.
Der SMI in Zürich sank um gut 1 Prozent auf 5270 Punkte.
Am Freitag, den 26. 08.11, gingen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten weiter stark zurück. Ursächlich für die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten war das geringe Wachstum der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten von nur 1 Prozent im zweiten Quartal 2011. Von der mit Spannung erwarteten Rede des amerikanischen Notenbankpräsidenten während ihrer Jahrestagung in Jackson Hole, Wyoming, erhoffen sich die Aktienhändler eine dritte Runde der Anleihekäufe, um die US amerikanische Wirtschaft anzuregen.
Der DAX in Frankfurt verlor 2, 1 Prozent auf 5467 Punkte im späten Geschäft. Es soll viele DAX Terminkontrakte auf fallende Kurse gegeben haben.
Der SMI in Zürich gab um 1, 5 Prozent auf 5216 Punkte nach.

Schöner Tag heute

Nach einem trüben herbstlichen Beginn scheint die Sonne, ein schöner Tag. Mein Publikum möchte ich ganz herzlich begrüßen. Die Ferien gehen langsam zu Ende. Die Arbeit ruft, bis die nächsten Ferien kommen. Leider war der Sommer nicht so, wie ich ihn mir gewünscht habe. Das Wetter war kalt und nass, teilweise herbstlich trübe. Vielleicht werden September und Oktober besser.

Dienstag, 23. August 2011

Tagebuch vom 23.08.11

Die Börsenwoche hat gut angefangen. Nach den Kursverlusten an den vorgegangenen beiden Handelstagen sind die Aktienkurse wieder gestiegen. Es fragt sich aber, ob die Kurserholung nachhaltig ist.
Es ist interessant, wie sich die seit anderthalb Jahren andauernde Aufwertung des Schweizer Franken auf das eidgenössische Auslandvermögen auswirkt. Erst jetzt, seitdem ich mich mit der Börse und damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Fragen beschäftige, wird mir klar, wie enorm wirtschaftliche unser Leben beeinflussen.
Früher habe ich mich überwiegend mit geschichtlichen Themen beschäftigt. Jetzt rücken wirtschaftliche Fragen verstärkt in den Mittelpunkt. Es ist gut, dass ich jetzt als Rentner genügend Zeit zur Verfügung habe. Mein Tagesablauf läßt mir die Zeit, mich mit vielen Dingen zu beschäftigen.

Aufwertung des Schweizer Franken und Folgen für das Schweizer Auslandvermögen

Schock für den Exportsektor und Milliardenverluste für die Schweizerische Nationalbank beschreiben die Folgen der starken Aufwertung des Schweizer Franken. Unbemerkt bleiben die gleich großen Wechselkursverluste auf das Schweizer Auslandvermögen. Ende März 2011 hatte die Schweiz Vermögen und Guthaben von insgesamt 3100 Mrd. Franken im Ausland, insbesondere in Form von Wertpapieren, Firmentöchtern und Krediten im Gegensatz zu Währungsreserven der Schweizerischen Nationalbank von weniger als 10 Prozent. Ausländer haben in der Schweiz von 2300 Mrd. Franken. Demnach beträgt das Schweizerische Nettoauslandvermögen rund 800 Mrd. Franken.
Die Wechselkurse sind deshalb wichtig, weil etwa vier Fünftes des Schweizer Auslandvermögen  auf Fremdwährungen, aber nur etwa zwei Fünftes des ausländischen Vermögens in der Schweiz auf Fremdwährungen lauten. Die Aufwertung des Schweizer Franken in den letzten anderthalb Jahren senkte den Wert des Schweizer Nettoauslandvermögen massiv. Nach Schätzungen aufgrund von Statistiken der schweizerischen Nationalbank belaufen sich die Wechselkursverluste seit Anfang 2010 auf insgesamt 350 bis 400 Mrd. Franken, wobei knapp 150 Mrd. Franken auf Eurowerte und rund 100 Mrd. Franken auf Dollarwerte entfallen.
Trotz der jüngsten Aufwertung des Schweizer Franken entsprechen Wechselkursverluste auf Schweizer Auslandvermögen vor allem bei Vermögen im Dollarraum einem langfristigen Trend. Auch gegenüber dem Euro und seinen Vorgängerwährungen gewann der Schweizer Franken langfristig an Wert.
In der Regel gleichen Zins- und Renditedifferenzen der Kapitalanlagen langfristige Wechselkurstrends aus. In den vergangenen Jahrzehnten traf dieser Ausgleich bei Schweizer Auslandvermögen nicht unbedingt zu. Von 2000 bis Ende 2010 exportierte die Schweiz Kapital von netto rund 550 Mrd. Schweizer Franken, wobei sich das Nettoauslandvermögen nur um etwa 250 Mrd. Schweizer Franken erhöhte. Die Differenz von 300 Mrd. Schweizer Franken beruhte neben statistischen Unebenheiten auf Wechselkursverlusten. 
Bei dem in den Statistiken der Schweizerischen Nationalbank ausgewiesenen Auslandvermögen ist zu berücksichtigen, dass bei den Direktinvestitionen (großen Firmenbeteiligungen) Buchwerte und nicht Marktwerte zugrunde liegen. Steigerungen des Marktwertes können den Wert einer Direktbeteiligung erhöhen. 
Nach einer Studie der Europäischen Zentralbank erzielten Schweizer Auslandvermögen von 1981 bis 2007 eine durchschnittliche jährliche Nettorendite von - 1, 3 Prozent, ohne dass das Ergebnis statistisch genügend erhärtet ist. Nettorendite ist die Gesamtrendite auf Auslandvermögen (Kapitalerträge plus Wertveränderungen) abzüglich der prozentualen Aufwendungen für die Auslandschulden.

Gut in den Tag gekommen?

Bevor ich zu meiner Kontrolluntersuchung in die Uniklinik fahre, wünsche ich allen neuen und alten Leserinnen und Lesern einen guten Tag. Ich hoffe, mein Publikum ist nach einem erholsamen Schlaf gut in den Tag gestartet. Leider hat uns der Sommer bis jetzt sehr enttäuscht. Nach zwei schönen und warmen tagen ist es wieder kühl. Ich kann meine Terrasse nicht nutzen. Wenn die Kontrolluntersuchung heute gut verläuft, kann ich vielleicht mein Fahrrad benutzen.

Montag, 22. August 2011

Tagebuch vom 22.08.11

Heute beginnt die neue Börsenwoche vom 22. - 26.08.11. Nach den starken kursverlusten vom Donnerstag, den 18.08.11, und Freitag, den 19.08.11, bin ich gespannt, wie die europäischen Aktienmärkte eröffnen. Nach dem Ende der Hausse wird die Börse eher schwanken, weil kein Anleger eine klare Richtung erkennen kann. Die Banken korrigieren wegen der schlechten Konjunkturaussichten ihre Prognosen nach unten. Sie schwanken beim DAX zwischen einem Punktestand von 5350 und 7500. Wichtig ist die Entwicklung des Bund Futures. Steigt er weiter, sinken die Aktienkurse, weil die Anlage sicherer ist als in Aktien. Sinkt der Future, steigen die Aktienkurse.

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (15. - 19.08.11) Schlußbetrachtung

Anfang der vorbezeichneten Börsenwoche schienen sich die Aktienmärkte zu beruhigen. Die Ruhe war trügerisch: denn die Kurse sanken rasant. Allein am Freitag, den 19.08.11, erreichte der DAX im Handelsverlauf den tiefsten Stand seit November 2009, ein Ausverkauf wegen der Sorgen um die Weltwirtschaft und das europäische Bankensystem.
Die Anleger hofften auf weitere Fusionen und mögliche Kurssteigerungen an den Aktienmärkten nach der Ankündigung des Internetkonzerns Google, für 12, 5 Mrd. Dollar die Mobilfunksparte von Motorola zu übernehmen. Anstelle von Unternehmensmeldungen interessierten sich die Anleger nur noch für die Konjunktur.
Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft, erzielte im zweiten Quartal 2011 ein minimales Wachstum. Es gibt Anzeichen für eine weltweit nicht so gut laufende Konjunktur: schwaches Wachstum im Euroraum und in den Vereinigten Staaten, die Schuldenkrise in Europa und den Vereinigten Staaten und der Ankauf von Staatsanleihen von krisengeplagten Euroländer im Wert von 22 Mrd. Euro in der vergangenen Börsenwoche, der höchste Wochenwert seit Mai 2010. Diese Tatsache allein beweist den Ernst der Lage im hochverschuldeten Europa.
Investoren stoßen wie schon seit einiger Zeit in großem Stil Aktien ab, um Kursgewinne zu realisieren. Sie lassen dabei außer Acht, dass sich in den vergangenen zwei Jahren vor allem auch in Deutschland üppige Gewinne erzielen ließen. Wegen der Kursverdoppelung in diesem Zeitraum sahen viele ausländische Anleger den deutschen Aktienmarkt als lohnende Geldanlage an. Die sehr niedrigen Leitzinsen der Notenbanken stellten viel billiges Geld zur Verfügung. Dieses Geld floß in die Aktienmärkte.
Auf lange Sicht lohnt sich die Aktie für Privatanleger als Geldanlage. Bei nicht nur stark schwankenden, sondern rapide sinkenden Aktienkursen ziehen sich die Privatanleger vom Aktienmarkt zurück. Aktien machen einen immer geringer werdenden Anteil in den Depots der deutschen Anleger aus. Wegen der geringen Anzahl von Privatanlegern und von institutionellen Anlegern nimmt die Dominanz ausländischer Aktionäre an den im DAX notierten Unternehmen zu.
Die im März 2009 begonnene Hausse ist zu Ende. Nach dem erstmaligen Stopp seiner Talfahrt vor zehn Tagen behauptete sich der DAX mehrmals oberhalb von 5500 Punkten und stieg sogar bis auf 6100 Punkte. Die Kursstürze vom Donnerstag und Freitag beendeten die Entwicklung.
Für den besonders starken Kurseinbruch des DAX sorgt die besondere Konjunkturempfindlichkeit des Index. Der Anteil von der Wirtschaftsentwicklung abhängenden Unternehmen ist größer als in anderen europäischen Aktienindizes.
Der SMI endete von Montag, den 15.08.11, bis Mittwoch, den 17.08.11, jeweils im Plus. Am Donnerstag fielen die Kurse. Bis Freitagnachmittag sank der Index auf Wochensicht um rund 2, 1 Prozent. Roche lag leicht im Plus.

Gewinner / Verlierer

  1. Leoni AG            + 7, 28 %
  2. Roche GS            + 2, 13 %
  3. Euro in Dollar      + 0, 6 %
  4. Thyssen Krupp       - 7, 5 %
  5. SAP                 - 5, 5 %
  6. MDAX                - 4, 3 %
  7. Deutsche Bank       - 4, 0 %
  8. DAX                 - 3, 4 %
  9. SMI                 - 2, 1 %
  10. Nestlè              - 1, 22 %
  11. Allianz SE          - 1, 20 %


Unter den Indizes schnitt der SMI wegen der starken Gewichtung seiner defensiven Titel am besten ab. Auch der DAX hielt sich angesichts des Kurssturzes beachtlich. Wegen der konjunktursensiblen Titel verlor der MDAX am stärksten. Die Leoni AG war eine positive Überraschung.

Das Wochenende ist vorbei!

Nach langer Zeit habe ich wieder Zeit, alle alten und neuen Leserinnen und Leser herzlich zu begrüßen. Wegen Sanierungsarbeiten in meinem Haus und zwei Augenoperationen konnte ich nicht so engagiert arbeiten, wie ich es mir vorgestellt hatte. Inzwischen sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen und meine Augen wieder in Ordnung. Das Wochenende ist vorbei. Am Freitag und Samstag ließ das Wetter es zu, draußen auf meiner Terrasse zu sitzen und zu grillen. Gestern war es damit schon wieder vorbei. Ich hoffe, mein Publikum hat das Wochenende gut verbracht. Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche.

Sonntag, 21. August 2011

Tagebuch vom 21.08.11

Nachdem mein Augenarzt mein rechtes Auge gelasert hat, konnte ich drei Tage nur eingeschränkt lesen. Deshalb habe ich darauf verzichtet, weiter an meinem Tagebuch zu schreiben. Heute ist der erste Tag, an dem ich wieder voll und uneingeschränkt lesen darf.
Am Donnerstag, den 18.08.11, und am Freitag, den 19.08.11, sind die europäischen Börsen abgestürzt. Konjunktursorgen gab es schon vorher, so dass die schlechte Konjunktur als ausschlaggebender Grund ausscheidet. Die europäische Schuldenkrise bewegt die Börsen zu lange, aks dass sie eine hinreichende Erklärung für den Absturz ist. Beim DAX liegt der Absturz wohl daran, dass Leerverkäufe in Deutschland noch nicht verboten sind und deshalb vermehrt Leerverkäufe getätigt werden. Außerdem fehlen im DAX defensive Werte wie Lebensmittelhersteller und Pharmawerte. Defensive Werte trotzen Abstürzen besser als Aktien, die von der Konjunktur profitieren.
Anleger suchen immer noch den Schweizer Franken als sicheren Hafen. Die Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank wirken sich nicht auf die Konjunktursorgen und die europäische Schuldenkrise aus, so dass sie nur vorübergehend die Aufwertung stoppen können. Jetzt erwägt der Schweizer Bundesrat Exportsubventionen, um seine Wirtschaft vor den schädlichen Folgen der Aufwertung zu schützen.

Wenig veränderter Euro, abermaliger Anstieg des Schweizer Franken

Am Freitag, den 19.08.11, veränderte sich der Wert des Euro wenig. Die Furcht vor Refinanzierungsengpässen einiger großer europäischer Banken wirkte sich belastend auf den Euro aus. Der Euro kostete rund 1, 43 Dollar und bewegte sich damit in der Handelsspanne der vergangenen Wochen von 1, 40 Dollar und 1, 45 Dollar. Der Referenzkurs der EZB lag bei 1, 4385 (Donnerstag, den 18.08.11: 1, 4369) Dollar.
Nach Ansicht von Devisenhändlern gibt es eine Pattsituation angesichts der schwachen Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten und der akuten gefährlichen europäischen Schuldenkrise. Der weit beachtete Konjunkturindex der amerikanischen Notenbankfiliale in Philadelphia für August 2011 erreichte - 30, 7. Wegen der Flaute in der amerikanischen Wirtschaft kann die Notenbank auf der Konferenz in Jackson Hole ein weiteres geldpolitisches Lockerungsprogramm ankündigen. Zusätzliche Liquiditätsspritzen könnten zu einer weiteren Abwertung des Dollar führen. Die vergleichsweise hohen Inflationsraten sprechen gegen starke geldpolitische Anreize. Das trifft nicht nur für die Vereinigten Staaten zu. 
Der starke Schweizer Franken stand im Blickpunkt der Devisenhändler. Angesichts der Rezessionsängste befürchten sie ein erneutes Eingreifen der Schweizerischen Nationalbank, um den Kurs des Franken zu drücken. Der Scchweizer Franken wertete gegenüber dem Euro um rund ein Prozent auf, Ein Euro kostete 1, 1252 Franken.
Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen erhöhte sich um zwei Basispunkte auf 2, 11 Prozent nach einem Rückgang auf 2, 03 Prozent am Donnerstag, den 18.08.11.

Samstag, 20. August 2011

Schwächerer Euro; Stopp der Aufwertung des Schweizer Franken

Am Donnerstag, den 18.08.11, stützte die Schweizerische Nationalbank über den Terminmarkt (Swap Geschäfte) den Euro, um die starke Aufwertung des Schweizer Franken wegen der negativen Auswirkungen auf die eidgenössische Exportwirtschaft und den Tourismus zu stoppen. Der Euro kostete vorübergehend im Tagesverlauf 1, 15 Franken, am späten Nachmittag dann 1, 13 Franken. Trotz der Intervention der Schweizerischen Nationalbank wird sich die Aufwertung langfristig nicht eindämmen lassen, weil die Anleger wegen der Angst vor einer Rezession und der Ausbreitung der europäischen Schuldenkrise ihr Geld in der sicheren Schweiz anlegen. Erst wenn es keinen Grund für diese Angst mehr gibt, wird die Aufwertung aufhören.
Der Euro kostete am späten Nachmittag 1, 43 Dollar nach rund 1, 44 Dollar am Mittwoch, den 17.08.11.
Der Referenzkurs der EZB lag 1, 4369 (Mittwoch: 1, 4477) Dollar.
Der Bund Future stieg auf ein Rekordhoch von 135, 08 Zählern. Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit standen bei einer vorübergehenden Rendite von 2, 028 Prozent so niedrig wie nie zuvor.

Freitag, 19. August 2011

Thyssen Krupp ein Kauf ?

Trotz Senkung des Kurszieles von 40 auf 32 Euro (aktuell: 23 Euro) rät Bankhaus Lampe, die Aktie von Thyssen Krupp zu kaufen, weil nach erwartungsgemäß ausgefallenen Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2011 und einer Bekräftigung des Jahreszieles für den Gewinn nach Ebit die hohe Nettofinanzverschuldung durch den Verkauf eigener Aktien deutlich sinken und die geplante Umstrukturierung der Beteiligungen ausreichend Kapital in die Kasse fließen lassen werde mit der Folge der Erzielung dauerhaft höherer Margen.

Anleihenmarkt

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel am Mittwoch, den 17.08.11, 2, 23 Prozent. Zehnjährige spanische Staatsanleihen gingen auf 4, 95 Prozent zurück, den tiefsten Stand seit November 2010. Die Europäische Zentralbank kauft italienische Staatsanleihen auf.

Kein konkretes Kursziel und keine Intervention am Devisenmarkt durch die Schweizerische Nationalbank

Im Kampf gegen die Aufwertung des Schweizer Franken dehnte die Schweizerische Natioalbank zum dritten Mal in zwei Wochen die Liquidität der Banken von 120 auf 200 Mrd. Franken aus. Die Devisenmärkte hatten allerdings ein konkretes Kursziel zum Euro und eine direkte Intervention erwartet. Vor der Bekanntgabe am Mittwoch, den 17.08.11, kostete ein Euro bis zu 1, 15 Franken, bis er fiel, um am Nachmittag wieder 1, 15 Franken zu kosten. Bei Bedarf werde es weitere Maßnahmen geben, so die Schweizerische Nationalbank, ohne allerdings konkrete Maßnahmen zu nennen. Der Franken sei nach Ansicht der Nationalbank massiv überbewertet. Die Liquiditärszufuhr betreit die Bank über den Rückkauf eigener Schuldverschreibungen und über Devisenswaps.

Donnerstag, 18. August 2011

Euro praktisch unverändert

Die schwächer als erwartet ausgefallenen Wachstumsraten in Europa wirkten sich am Dienstag, den 16.08.11, geringfügig an den Devisen- und Anleihemärkten aus. Der Wert des Euro schwankte wie schon am Vortag im Tagesverlauf um 1, 44 Dollar. Am späten Nachmittag kostete ein Euro 1, 4395 Dollar. Gegenüber dem Schweizer Franken verlor der Euro minimal an Wert und kostete 1, 1360 Franken. Die Wachstumsrate für das zweite Quartal 2011 betrug in Europa 0, 2 Prozent und für Deutschland 0, 1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2011. Gerade für Deutschland, der größten europäischen Volkswirtschaft, hatten Fachleute ein Wachstum von 0, 5 Prozent erwartet. Der Referenzkurs der EZB betrug 1, 4360 Dollar (Montag, den 15.08.11: 1, 4309 Dollar).
An den Anleihemärkten gab es eine mit sich in Grenzen haltenden Kursbewegungen große Nachfrage nach als ausfallsicher geltenden deutschen Staatsanleihen. Die Rendite deutscher Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit betrug 2, 3 Prozent. Die Kurse italienischer und spanischer Staatsanleihen blieben unverändert. 
Die relative Stärke des Euro beruht nicht nur auf den vagen Hoffnungen der Devisenhändler, dass die Europäer sich einer Lösung der Schuldenkrise nähern, sondern auch auf unterschiedlichen geldpolitischen Aussichten in den großen Währungsräumen.
Die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank und die düsteren konjunkturellen Aussichten in den Vereinigten Staaten schwächen den Dollar bis 2013. Hingegen gibt es keine Anzeichen für eine Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank.

Mittwoch, 17. August 2011

Tagebuch vom 17.08.11

Nach einem unerwarteten Rückgang des Wirtschaftswachstums sind die Aktienkurse am Dienstag, den 16.08.11, wieder gesunken. Weshalb der Rückgang unerwartet war, bleibt ein Geheimnis, weil bereits vorher die Rede davon war, dass die Konjunktur zurückginge. Der Verlauf der Börsenkurse deutet auf einen bevorsteheden Crash hin. Die Prognosen von Banken, Ratingagenture und Finanzfachleuten zeigen, wie wenig sie eigentlich aus vorangegangenen Krisen gelernt haben. Nachdenkliche Töne sind unerwünscht. Es ist wichtig, kühlen Kopf zu bewahren und eigenständige Entscheidungen zu treffen. Bissige Kommentare sind ein Zeichen der Schwäche.
Über Vermögen nachzudenken, bleibt in Deutschland die Sache einer Minderheit. Vermögen zu haben, gilt als anstößig und ruft Neid hervor. Über Geld spricht niemand gern. Gerne jammern die Menschen über hohe Steuern. Der Staat soll alle Leistungen erbringen. Eine Rundumversorgung kostet viele Geld. Dieses Geld erhält der Staat nur über die Steuern. Wer weniger Steuern zahlen will, muss deshalb folgerichtig auch seine Ansprüche an den Staat zurückschrauben. Dafür muss er dann selbst vorsorgen, um eine private Rundumversorgung zu haben.

Euro über 1, 44 Dollar

Am Montag, den 15.08.11, gewann der Euro nach schwächeren Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten wieder an Wert. Der New Yorker Konjunkturindes für August 2011 sank überraschend, ein fehlendes Erholungszeichen für die amerikanische Wirtschft mit der Folge eines schwachen Dollar. Der Euro kostete mehr als 1, 4465 Dollar. Das beherrschende Interesse der Devisenhändler galt der möglichen Bindung des Schweizer Franken an den Euro. Der Franken fiel auf den tiefsten Stand seit rund zwei Wochen.
Die Kurse für Bundesanleihen gaben nach. Der Bund Future sank auf 132, 89 Prozent. In der vergangenen Börsenwoche kaufte die EZB für 22 Mrd. Euro europäische Staatsanleihen anstatt für erwartete 15 Mrd. Euro.

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (15. - 19.08.11)

Nach drei Wochen mit teilweise erdrutschartigen Kursverlusten stiegen am Montag, den 15.08.11, die Kurse an den europäischen Aktienmärketen den zweiten Tag in Folge bei teilweise abschwächender Intensität im Handelsverlauf. Phasenweise verloren die Indizes leicht. Das viel niedrigere Kursniveau und die am Freitag deutlich gestiegenen Kurse erfreuten nicht allein die Anleger, sondern auch ermutigende Wachtunsdaten aus Japan und der positive Start an der Wall Street. Die Übernahme der Mobilfunksparte von Motorola durch Google für 12, 5 Mrd. Dollar sorgte für Hoffnung auf weitere Fusionen. Schwächere Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten beeinflußten die positive Stimmung nicht.
Der DAX in Frankfurt gewann 0, 7 Prozent auf 6033 Punkte. Commerzbank stieg um rund 3 Prozent.
Der SMI in Zürich legte 1, 8 Prozent auf 5348 Punkte zu.
Am Dienstag, den 16.08.11, gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nach. Grund waren die schwächer als erwartet ausgefallenen Wachstumraten im Euroraum im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen mit der Folge flächendeckend sinkender Kurse. Nach offiziellen Angaben wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2011 nur um 0, 1 Prozent gegenüber dem Vorquartal anstatt, wie erwartet, um 0, 5 Prozent. Das Wirtschaftswachstum der Eurozone betrug insgesamt 0, 2 Prozent anstatt, wie erwartet, 0, 3 Prozent. 
Der DAX in Frankfurt verlor in der Spitze beinahe beinahe 2, 9 Prozent auf 5850 Punkte und endete am späten Nachmittag mit 0, 7 Prozent im Minus. Zu den schwächsten Werten zählte Thyssen Krupp.
Der SMI in Zürich gewann gegen den Trend 0, 6 Prozent auf 5350 Punkte.
Am Mittwoch, den 17.08.11, stiegen die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nach schwachem Start zögerlich. Defensive Branchen wie Pharma und Gesundheit sowie Konsumaktien und Ölwerte sorgten für Erholung. Schwache Finanzwerte und Technologietitel stoppten einen stärkeren Anstieg des Gesamtmarktes. Die Ergebnisse des deutsch französischen Gipfeltreffens blieben hinter den Erwartungen zurück. Die Auswirkungen der von Präsident Sarkozy in Aussicht gestellten Finanztransaktionssteuer auf die Liquidität der Märkte und der Wirtschaft sind unerwünscht.
Der DAX in Frankfurt legte um 0, 4 Prozent auf 6015 Punkte zu.
Der SMI in Zürich gewann 1, 3 Prozent auf 5443 Punkte.
Am Donnerstag, den 18.08.11, sanken die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nach fünf Handelstagen mit überwiegenden Kursgewinnen deutlich, ohne die Jahrestiefststände aus der Vorwoche zu unterschreiten. Am Nachmittag verstärkten sich die Kursverluste nach unerwartet schwachen Daten vom Immobilienmarkt aus den Vereinigten Staaten und einem Philadelphia - Fed - Konjunkturindikator mit - 30, 7 Punkten anstatt erwarteter + 2, 0 Punkten.
In Frankfurt lagen am späten Nachmittag alle 30 DAX Werte im Minus. Der DAX sank um bis zu 7 Prozent auf 5535 Punkte, Jahrestief in der Vorwoche 5488 Punkte. Wegen eines plötzlichen Kurssturzes des DAX Futures setzte der Handel am Vormittag zwei Minuten aus. Kurz vor Handelsschluß erholte sich der DAX auf - 5, 2 Prozent und endete bei 5640 Punkten. Geringe Kursverluste verzeichneten defensive Titel. Die Aktie der Commerzbank sank um 9 Prozent auf 1, 92 Euro, nicht mehr weit entfernt vom bislang tiefst gemessenen Kurs von 1, 78 Euro im März 2009.
Der SMI in Zürich gab um 5 Prozent auf 5150 Punkte nach.
Am Freitag, den 19.08.11, setzte sich der Kursverfall an den europäischen Aktienmärkten fort und orientierte sich an den schwachen asiatischen Börsen. Die Verluste betrugen bis zu vier Prozent. Angst beherrschte den Markt. Die berechtigte Sorge um die Konjunktur führte zu einer übertriebenen Marktreaktion. Die Marktteilnehmer sehen die europäische Schuldenkrise als politisches Vakuum und beziehen das vor allem auf die Aktien von Banken. Neben den Finanzwerten waren Rohstoff- und Ölaktien besonders schwach. Die Furcht vor einer Rezession belasteten auch die Autowerte.
Der DAX in Frankfurt sank um rund 4 Prozent auf 5394 Punkte wie im November 2009. Zu den stärksten Kursverlierern gehörte die Aktie der Allianz SE.
Der SMI in Zürich gab um 2, 8 Prozent auf 5050 Punkte nach.

Montag, 15. August 2011

Tagebuch vom 15.08.11

Ich bin gespannt, wie die Börsen die neue Börsenwoche eröffnen. Donnerstag und Freitag sind die Kurse gestiegen. Angesichts der unklaren Gewinnerwartungen und der Aufwertungen des Schweizer Franken und des brasilianischen Real ist Skepsis angebracht. Auch die anhaltende europäische Schuldenkrise mit ihren Auswirkungen drückt weiter auf die Stimmung. Die europäischen Peripheriestaaten, aber auch Italien und Frankreich sowie die Vereinigten Staaten müssen sparen. Es werden Gelder für wirtschaftliche Stimulierungsmaßnahmen fehlen. Diese bevorstehenden Folgen können bereits jetzt zu Kursverlusten geführt haben.
Es wird Zeit, dass die Politiker Ihren Wählern reinen Wein einschenken.

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (8. - 12.08.11) Schlußbetrachtung

In der Zeit zwischen dem 26.07.11 und dem 12.08.11 verlor der DAX trotz seiner Erholung am Donnerstag, den 11.08.11, und am Freitag, den 1^2.08.11, 20 Prozent. Am 27.07.11 begann die elftägige Verlustserie des DAX, so lange wie zuletzt in den siebziger Jahren.
Über den Grund der Verlustserie rätseln die Marktteilnehmer. Es gibt verschiedene Erklärungsversuche.
Die Abwärtsrisiken in der westlichen Hemisphäre wiegen so schwer, weil die Staaten nach den Rettungspaketen der Finanzkrise den Nachfrageausfall in der Privatwirtschaft durch Konjunkturprogramme nicht mehr ausgleichen können mit der Folge zurückgehender Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre.
Für 2011 erwarten Fachleute ein Wachstum der Weltwirtschaft von 4, 0 Prozent anstatt 4, 3 Prozent und 2012 4, 3 anstatt 4, 7 Prozent.
Diese Anpassungen können den dramatischen Kurssturz nicht erklären. Seit 1965 gab es nur zwei Situationen mit noch stärkeren Kursrückgängen, nämlich den Schwarzen Montag im Oktober 1987 mit einem Kursverlust von mehr als 25 Prozent binnen einer Woche und den Einbruch nach dem Untergang von Lehman Brothers im Herbst 2008. Mit dem jetzigen Kursrückgang preisten die Aktienmärkte einen Gewinnrückgang der Unternehmen von 10 bis 15 Prozent in 2012 ein. Bislang ging der Markt übereinstimmend von einem Gewinnanstieg von 15 Prozent aus. Der eingepreiste Gewinnrückgang dürfte allerdings übertrieben sein.
Eine andere Erklärung stellt auf die negativen Auswirkungen durch bevorstehende Sparmaßnahmen der Staaten mit einer hohen Staatsverschuldung wie die Vereinigten Staaten, Italien, Spanien, Griechenland, Portugal, Irland und auch Frankreich ab.
Der Erwartung steigender Gewinne der DAX Unternehmen lag die Annahme von Gewinnzuwächsen in den Schwellenländern und zumindest stabilen Erträgen in den etablierten Märkten der westlichen Welt. Diese Erwartung ist eingetrübt, weil die Nachfrage nachläßt. Die gedämpfte Nachfrage trifft auf kräftig ausgebaute Kapazitäten. Diese Kombination wirkt sich auf die Profitabilität der Unternehmen aus.
Der SMI fiel am Montag, den 08.08.11, auf 4791 und stieg nach einer technischen Gegenbewegung am Freitag auf 5278 Punkte. Am Freitag hatte der SMI 4 Prozent gewonnen. Nach Vorlage der Halbjahreszahlen gewann Nestlè in der Spitze 5 Prozent.

Gewinner / Verlierer

  1. Nestlè            + 3, 36 %
  2. Euro in Dollar   + 0, 9 %    
  3. Leoni AG           - 15, 31 %
  4. Deutsche Bank      - 14, 1 %
  5. Allianz            - 12, 3 %
  6. SAP                - 9, 9 %
  7. DAX                - 9, 6 %
  8. Thyssen Krupp      - 9, 4 %
  9. MDAX               - 3, 4 %
  10. Roche GS           - 2, 02 %

Der Kursrückgang hinterläßt seine Spuren. Stark gebeutelt sind die Finanzwerte. Der DAX hält sich im Mittelfeld. Nestlè profitiert von seinen Halbjahreszahlen. Auch der Euro konnte gegenüber dem Dollar zulegen.