Montag, 28. Februar 2011

Nachtgedanken

Am letzten Abend des Februar ziehe ich eine Monatsbilanz. Ich habe erstaunt festgestellt, wie schnell sich mein Weblog entwickelt hat. So rasant wird es bestimmt im nächsten Monat nicht mehr gehen.
In  meinem Haus ist der Kostenvoranschlag für die zu sanierende Wohnung fertig. Die Sanierung wird teuerer als geplant, aber dafür kann ich dann eine höhere Miete als vorher verlangen. Es gibt bereits Interessenten.
Das Verfassen von Posts macht mir immer noch großen Spaß. Deshalb werde ich auch im nächsten Monat genug zu tun haben.
Im nächsten Monat werde ich meine Osterreise ins Erzgebirge nach Bautzen vorbereiten, wo ich ein sorbisches Osterfest erleben werde.
Meine Befindlichkeit ist gut. Wahrscheinlich werde ich schon diese Woche Donnerstag nach hause entlassen.
Ich höre  im Augenblick einen Briefroman von Wieland, Aristipp und seine Freunde. Aristipp aus Kyrene hat sich Sokrates in Athen angeschlossen. Außerdem berichtet er von seinen Reisen in Griechenland. Der Roman ist während der Weimarer Klassik entstanden. Ohne Kenntnisse der griechischen Antike ist er nicht verständlich. Wegen meines Interesses für die Antike ist das Hörbuch ein  Genuss.

Tagebuch vom 28.02.11

Am letzten Tag des Februars habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und mir die DVD Gandhi von Sir Richard Attenborough angesehen, ein sehenswerter Film. Er erzählt das ereignisreiche Wirken Gandhis in Südafrika bis zur Unabhängigkeit Indiens mit der Spaltung von Britisch Indien in den indischen Bundesstaat und Pakistan sowie der Ermordung Gandhis. Als ich Vorsitzender eines Ausschusses für Kriegsdienstverweigerung war, haben sich viele Antragsteller auf den gewaltlosen Widerstand Gandhis berufen, so dass ich mich zwangsläufig mit seiner Person und seinem Wirken beschäftigen musste. Daraus hat sich wegen meiner Vorliebe für Geschichte ein Interesse an ihm entwickelt. Deshalb wollte ich den Film immer schon sehen. Zum Glück habe ich vor kurzem eine DVD mit dem Film erstanden. Jetzt im Krankenhaus hatte ich genügend Zeit, ihn mir anzusehen. Ich war beeindruckt. Leider hat mein tragbarer DVD Player einen viel zu kleinen Bildschirm. Bestimmt werde ich ihn mir noch einmal auf meinem großen Flachbildschirm ansehen.
Tragisch an Gandhi ist, dass es ihm gelungen ist, die Unabhängigkeit Indiens auf gewaltlose Weise zu erreichen. Danach brachen die unterschiedlichen religiösen Vorstellungen zwischen den Hindus und den Moslems auf, die dann in der Spaltung britisch Indiens gipfelten. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen in Indien zwischen Hindus und Moslems hat Gandhi versucht, durch einen Hungerstreik zu beenden. Dieser Versuch ist gescheitert und führte dann auch zu dem tödlichen Attentat auf Gandhi. An diesen Spannungen leidet Indien heute noch.
Ich komme jetzt zum Zweiten Weltkrieg mit dem Kapitel Balkanfeldzug 1941. Dazu ist auszuführen: Der Versuch des Deutschen Reichs, Anfang 1941 im Balkankonflikt zu vermitteln, scheiterte, weil das Königreich Jugoslawien den Vorschlag Hitlers ablehnte, dem Dreimächtepakt beizutreten. Griechenland wies ebenfalls jeden Vermittlungsversuch zurück, weil seine Armee die italienischen Soldaten an jedem Frontabschnitt zum Rückzug zwingen konnte. Eine italienische Großoffensive endete am 09l03.1941 in einem Desaster. Am 27.03.1941 schloß sich das Königreich Jugoslawien dem Dreimächtepakt an. Danach kam es zu antideutschen Demonstrationen. Das serbische Offizierskorps putschte gegen die Regierung des Prinzregenten Paul, worauf die neue Regierung den Beitritt rückgängig machte.
Nach dieser unerwarteten Wendung entschied Hitler erzürnt, das Königreich Jugoslawien zu "bestrafen". Am 05.04.1941 drangen Wehrmachtsverbände über die Grenze nach Jugoslawien ein. Die Luftwaffen der Achsenmächte bombardierten Belgrad schwer. Der weitere Vormarsch ging wie im Manöver vor sich. Am 10.04.1941 besetzte die Wehrmacht Zagreb. Unter dem Druck deutscher Panzerverbände nahm die Wehrmacht am 12.04.1941 Belgrad ein. Am 17.04.1941 kapitulierten die jugoslawischen Befehlshaber bedingungslos.
Am 06.04.1941 ging der Feldzug gegen Griechenland los. Anders als in Jugoslawien leistete die griechische Armee harten Widerstand.  Besonders in den Gebirgslagen  und an der stark verteidigten  Metaxas - Linie  drang die Wehrmacht nur langsam  und unter starken Verlusten  durch das bergige Nordgriechenland  in das Landesinnere vor.  Am 09.04.1941 eroberte die Wehrmacht Saöoniki.  Gleichzeitig schnitt die Wehrmacht  die griechische Armee in Ostmazedonien ab.  Die Wehrmacht bedrängte die Metaxas - Linie stärker.  Deutsche und italienische Panzereinheiten sowie Luftangriffe  behinderten die griechischen Verstärkungen bei ihrem Vormarsch von der albanischen Grenze  durch die gebirgige Landschaft. Am 21.04.1941 kapitulierten 223.000 griechische Soldaten.
Die in Griechenland stgationierten Soldaten des Vereinigten Königreichs errichteten an den Thermopylen eine Verteidigungslinie. Diese überrannte die Wehrmacht am 24.04.1041, worauf die Alliierten winw amphibische Evakuierungsa+operation einleiteten, in der sie 50.000 Soldaten nach Kreta und Ägypten verschifften. Am 27.04.1941 nahm die Wehrmacht Athen ein.
Die Führer der Achsenmächte entschlossen sich am 25.04.1941 zu einer Luftlandeinvasion von Kreta ("Unternehmen Merkur"), wobei 593 Transportflugzeuge am Invasionstag, dem 20.05.1941,  deutsche Fallschirmjäger nach Kreta brachten. Diese waren durch ihre Fallschirme ein leichtes Ziel für die Luftabwehr, so dass viele im Flug abgeschossen oder verwundet wurden.  Die gelandeten Einheiten waren nicht in der Lage, Flugplätze für Nachschub und Verstärkungen, insbesondere Artillerie und Fahrzeuge,  zu erobern. Es bestand keine Funkverbindung zum deutschen Hauptquartier in Athen, weil viele Funkgeräte bei der Landung zerstört wurden.  Nach verstärktem Einsatz der Luftwaaffe  und einigen erfolgreichen Landungen  auf umkämpften Flugplätzen stabilisierte sich die Situation für die Wehrmacht. Die Alliierten, darunter Neuseeländer und Australier, hielten Kreta eine Woche, bis sie sich  mit 17.000 Mann  absetzten. Nach den hohen Verlusten beschloß Hitler, künftig keine Luftlandungen mehr durchzuführen.

Zweiter Weltkrieg Italienischer Parallelkrieg im Mittelmeerraum und Ostafrika 1940 / 1941

Es folgt eine weitere Fortsetzung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs, nämlich das Kapitel Italienischer Parallelkrieg im Mittelmeerraum und Ostafrika 1940 / 1941.
Dazu ist festzustellen:  Mussolini, ehrgeizig darauf bedacht, den Erfolgen des deutschen Achsenpartners  eigene hinzuzufügen, ging nach dem Kriegseintritt Italiens  zunächst gegen Positionen des Vereinigten Königreichs im Mittelmeerraum und Ostafrika vor. Nach geringen italienischen Anfangserfolgen in Britisch - Somaliland und Ägypten verloren die italienischen Truppen im Spätsommer und Herbst 1940 die Initiative. Durch die Gegenoffensiven britischer und Commonwealth - Truppen erlitten die Italiener eine verheerende Niederlage in Ägypten (Operation Compass) und verloren Italienisch - Ostafrika. Im Februar 1941 entsandte Hitler das Deutsche Afrikakorps, um den Verlust Libyens zu verhindern.
Die Großmachtambitionen Mussolinis richteten sich seit den dreißiger Jahren auf den Balkan. Am 28.10.1940 drangen italienische Verbände von dem seit 1939 besetzten Albanien aus nach Griechenland ein. Der italienische Versuch, Bulgarien als Verbündeten zu gewinnen, scheiterte an der ablehnenden Haltung König Boris III. Mussolini hatte Hitler zuvor nicht über den Angriff unterrochtet. Hitler hatte Operationen in diesem Gebiet nicht vorgesehen, weil er vermutlich beabsichtigte, gemeinsam mit Italien die Eroberung des vereinigten Königreichs vorzubereiten.
Mussolini beabsichtigte, Griechenland im Sturm zu erobern. Schon am 03.11.1940 führten die Griechen erfolgreich Gegenangriffe aus. Bis zum 14.11.1940 befanden sich die italienischen Truppen in der Defensive, wobei die Griechen sie über die Grenzen Albaniens zurückdrängten. Wegen dieser Niederlagen des Achsenpartners befahl Hitler am 13.12.1940 das "Unternehmen Marita".

Begrüßung der bLeserinnen oder Leser aus Kanada

Als Gastgeber meines Wenöogs freue ich mich, Leserinnen oder Leser aus Kanada begrüßen zu dürfen. Im September dieses Jahres werde ich die Ehre haben, dieses schöne Land besuchen zu dürfen. Es handelt sich um eine Frahrt von Vancouver nach New York in den Vereinigten Staaten.

Zweiter Weltkrieg Hitlers Bündnispolitik

Hiermit setze ich die Geschichte des Zweiten Weltkriegs mit dem Kapitel Hitlers Bündnispolitik fort.
Dazu ist auszuführen: Nachdem Hitler das Vereinigte Königreich nicht besiegen konnte,  benötigte er Verbündete gegen das Vereinigte Königreich und künftig gegen die Sowjetunion.  Er sah  die Sowjetunion  nicht nur seit langer Zeit als "Lebensraum im Osten", sondern auch als möglichen Verbündeten des Vereinigten Königreichs an.
In Westeuropa erzielte er keine Fortschritte. Marschall Pètain war bestrebt, das französische Kolonialreich zu erhalten, ohne sich mit dem Vereinigten Königreich zu überwerfen, daher arbeitete er im Prinzip mit dem Deutschen Reich zusammen, wollte aber nicht in einen  Krieg mit dem Vereinigten Königreich eintreten (Begegnung in Montoire am 24.10.1940). Spaniens Diktator Franco konnte sich noch im Juni 1940 vorstellen, an der Seite des Deutschen Reichs in den Krieg einzutreten, bestand aber auf Gibraltar und Teilen der französischen Afrika - Besitzungen. Hitler glaubte, Spaniens Unterstützung nicht zu benötigen. Als er am 24.10.1940 mit Franco in Hendaye zusammentraf, glaubte Franco nicht mehr an die baldige Niederlage des Vereinigten Königreichs und verhielt sich zurückhaltend.
Mussolini hingegen verbündete sich im Juni 1940 kurz vor der französischen Kapitulation mit Hitler. Mussolini und Hitler bildeten gemeinsam mit dem japanischen Kaiserreich am 23.09.1940 den Dreimächtepakt, der gegenseitigen Beistand bei der Gewinnung der Hegemonie über Europa (Deutsches Reich und Italien) und Asien (japanisches Kaiserreich) vorsah. Die Bestimmungen richteten sich nicht gegen die Sowjetunion, sondern gegen die Vereinigten Staaten, um sie von einem Kriegseintritt abzuhalten. Obwohl die Propaganda den Pakt als Erfolg feierte, half er Hitler nicht bei seinem größten Pronlem, eine neue Front gegen das Vereinigte Königreich zu bilden. In Osteuropa kam Rumänien als Verbündeter hinzu, das für Hitler wegen seiner strategischen Lage und seiner Rohstoffvorkommen von Wert war. Nach den Bestimmungen des Hitler - Stalin - Paktes ließ Hitler die Sowjetunion das nach dem Ersten Weltkrieg verlorene Bessarabien besetzen. Im Sommer 1940 setzte sich Hitler für den Bestand Rumäniens ein, worauf Rumänien aus dem Völkerbund austrat.

Guter Start in die Woche

Nachdem das Wochenende vorüber ist, wüsche ich allen Leserinnen und Lesern einen guten und erfolgreichen Start in die Woche. Mittlerweile ist es fast unheimlich, wie viele Interessenten mein Weblog findet. Für das Interesse möchte ich mich ganz herzlich bedanken
Wahrscheinlich werde ich am Freitag das Krankenhaus nach Abschluss meiner Behandlung verlassen können. Ich bin dann froh, wieder zu Hause sein zu können. 
Heute werde ich weiter zum Zweiten Weltkrieg posten, mein Tagebuch und meine Nachtgedanken fortführen.

Sonntag, 27. Februar 2011

Nachtgedanken

Um meinen schlafenden Zimmernachbarn nicht zu stören, kommen jetzt schon meine Nachtgedanken. Beim Abfassen meiner Posts über den Zweiten Weltkrieg ist mir erst bewußt geworden, wie wenig ich während meiner Schulzeit über den Krieg erfahren habe. Ich bin immer noch erschüttert und beschämt über die von den deutschen Besatzern und Soldaten begangenen Grausamkeiten. Selbst ein Attentäter wie von Tresckow, der am Attentat des 20.07.1944 beteiligt war, hätte meiner Meinung früher den verbrecherischen Charakter des Nationalsozialismus erkennen müssen. Daraus wird deutlich, warum das Attentat vom 20.07.1944 auch heute noch so schwierig zu bewerten ist.
 

Tagebuch vom 27.02.11

Ich habe eine DVD aus der Reihe ZDF Sammlereditionen gesehen. Sie hieß "Atlantis" und beschäftigte sich mit der Suche nach der gleichnamigen Stadt und dem gleichnamigen Kontinent. Der Philosoph Platon berichtet in einem seiner Dialoge davon, Nach seiner Schilderung soll die untergegangene Stadt auf einer Insel westlich von den Säulen des Herakles im Atlantik gelegen haben. Zu Platons Zeit fuhr kein antiker Seefahrer in den Atlantik. Erst Caesar und seine Nachfolger drangen nach Großbritannioen vor. Die geografische Lage der Insel und der Stadt sprechen dafür, dass es sich um einen Mythos ohne greifbaren Hintergrund handelt, Archäoöogische Beweise für die Existenz gibt es nicht. Die Atlantisforschung betrifft Grenzwissenschaften und die Grenzen der Wissenschaft.
Zum Andauern des Zweiten Weltkriegs gegen Großbritannien und Hitlers Suche nach Verbündeten von  Juni 1940 bis Juni 1941 ist zu bemerken: Trotz der Niederlage Frankreichs nahm das Vereinigte Königreich Hitlers Friedensangebot nicht an. Deshalb dauerte der Zweite Weltkrieg weiter an. Hitler wollte seine Herrschaft über das "Neue Europa" konsolidieren und durch neue Bündnisse absichern.
Die nationalsozialistische Propaganda nannte die Vorbereitung einer Invasion des Vereinigten Königreichs durch Luftangriffe mit flankierenden Flächenbombardements "Luftschlacht um England" (Unternehmen Seelöwe). Beabsichtigt war, die Royal Air Force entscheidend zu schwächen und das Vereinigte Königreich zur Kapitulation zu zwingen, um eine Invasion zu vermeiden.
Zwischen dem Münchener Abkommen und der "Luftschlacht um England" versuchten die Briten, eine moderne Jagdfliegerwaffe aufzubauen.  In den drei Monaten vor der Aufnahme von Kampfhandlungen stellte die britische Industrie über 1.400  Jagdflugzeuge fertig.  Um den Personalbedarf zu decken, setzte das Oberkommando der Royal Air Force Piloten  aus dem Commonwealth, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Polen und der Tschechoslowakei ein.
Die deutsche Luftwaffe bombardierte häufig Flugplätze und Hafenanlagen. Jagdflugzeuge boten deutschen Bombern Begleitschutz zur Abwehr britischer Abfangjäger. Beide Seiten erlitten große materielle Verluste, weshalb die deutsche Luftwaffe ab Oktober 1940 größtenteils Nachtbombardements durchführte.
Die "luftschlacht um England"  vom 10.07. bis 31.10.1940 führte zu einem militärischen Patt, erwies sich aber als politische  und strategische Niederlage für Hitler, dem es erstmalig mißlang, einem Land seinen Willen aufzuzwingen. Mitursächlich für den Mißerfolg der deutschen Luftwaffe  war unter anderem  die Fehlbewertung der Ortung durch englische Radarstationen an der Süd-  und Ostküste der britischen Insel. Göring befahl, deutsche Bomber vermehrt gegen britische Städte einzusetzen, um die Moral der britischen Bevölkerung zu brechen, ein Versuch, verbunden mit hohen Verlusten unter der Zivilbevölkerung und großen Gebäudeschäden, bekannt als "Coventrieren".  Görings Versuch zeigte keine Wirkung, während die Royal Air Force ihre weitgehend verschont gebliebenen Radarstationen in Küstennähe zur präzisen und schnellen Ortung deutscher Luftstreitkräfte nutzen und so wesentlich effizienter bekämpfen konnte. 
Göring betrachtete diesen Mißerfolg als Niederlage der deutschen Luftwaffe, bezichtigte deutsche Jägerpiloten als feige und wiederjolte diesen Vorwurf verschiedene Male, um Niederlagen der Luftwaffe zu erklären und von eigenem Versagen als Kommandeur abzulenken.
Bei den Bombardements englischer Städte starben  über 32.000 Zivilisten.
Anzumerken ist, dass Göring unter anderem wegen der Flächenbombardements zu recht in Nürnberg angeklagt und verurteilt wurde. Für das Flächenbombardement als völkerrechtswidrige Handlung möchte ich mich entschuldigen.

Zweiter Weltkrieg Westfeldzug Mai / Juni 1940

Da ich heute mehr Zeit als geplant zur Verfügung habe, folgt ein weiterer Post über den Zweiten Weltkrieg, nämlich der Westfeldzug Mai / Juni 1940.
Dazu ist festzustellen: Die französische Regierung und ihr Militär verließen sich auf die Maginot - Linie.  Die Ardennen sahen sie als natürliche Verlängerung dieser fast 130 Kilometer langen Verteidigungslinie an. Die französische Generalität ging nicht von einem Vorstoß der Wehrmacht durch dieses Gebiet aus, weil es für Panzer als unüberwindbar galt.  Die ursprünglichen Pläne der Wehrmacht gelangten durch ein verirrtes Kurierflugzeug  in belgische Hände.
Generalleutnant Erich von Manstein entwickelte mit seinen Mitarbeitern Oberst Günther Blumentritt und Major i.G. Henning von Tresckow einen neuen Plan für den Westfeldzug. Danach war ein schneller Vorstoß durch die Ardennen geplant, um die Alliierten im Norden zu einer Schlacht mit verkehrter Front zu zwingen. Mit der Masse der hier zu versammelnden Panzer- und motorisierten Divisionen wollte von Manstein durch das "Loch in den Ardennen" zum "Sichelschnitt" - wie ihn Churchill später bezeichnete - bis zur Kanalküste hin ansetzen.
Am 10.05.1940  begann der Angriff der Wehrmacht ("Fall Gelb")  mit sieben Armeen - 136 deutsche gegen 137 alliierte Divisionen - auf die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg. Deutsche Fallschirmjäger  nahmen bereits am 10.05.1040  die angeblich uneinnehmbare belgische Festung Eben - Emael ein. General Guderian überquerte am 14.05.1940  die Maas.  Die Royal Air Force griff die Pionierbrücken über den Fluß an und verlor einen Großteil ihrer Flugzeuge. Die französische 4. Panzerdivision unter Charles de Gaullebegann am 17.05.1940 einen Gegenangriff auf Montcornet, den deutsche Sturzkampfbomber nach anfänglichen Erfolgen stoppen konnten. Brüssel ergab sich am 17.05.1940 kampflos.
Die Niederländer hatten sich, bedingt durch ihre Neutralität, noch weniger als die Belgier auf einen Krieg  eingestellt, so dass ihre Armee leicht zu schlagen war. Königin Wilhelmina ging nach beginn des Angriffs der Wehrmacht am 13.06.1940 mit ihrer Regierung nach London. Der Befehl zur Kapitulation der niederländischen Armee, am 14.unterwegs, erreichte die deutschen Kommandostellen zu spät, um die Bombardierung Rotterdams am selben Tag zu verhindern. Die Kapitulation der niederländischen Streitkräfte erfolgte am 15.05.1940. Der Reichskommissar für die Niederlande, Arthur Seyß - Inquart, trat am 19.05.1940 sein Amt an.
Die 6. deutsche Armee  stieß am 19.05.1940 nach Erreichen der Schelde bis Abbeville vor. Der Vormarsch ging so schnell, dass die alliierten Truppen bei Dünkirchen eingekesselt wurden. Die Panzerstreitkräfte der Heeresgruppe A sollten nach dem Befehl vom 24.05.1940 ihren Vormarsch stoppen. Die Aufhebung dieses Befehls erfolgte erst nach mehr als drei Tagen. Die Gründe für diesen Befehl sind damals wie heute unklar.  Ein für Panzer wenig geeignetes Gelände, der Vortritt für Hermann Görings Luftwaffe oder eine bewusste Schonung der Briten werden als Gründe genannt. Vermutlich war es jedoch ein Kompetenzgerangel und ein Denkzettel Hitlers an eigenmächtige Generale.
Über 337.000 alliierte Soldaten, darunter 110.000 Soldaten der französischen Armee, evakuierten vom 27. - 04.06.1940 in der "Operation Dynamo" 900 Seefahrzeuge trotz heftiger Angriffe durch Bomber der deutschen Luftwaffe. Aus militärischer Sicht war der Haltebefehl, der die Evakuierung fast des gesamten britischen Expeditionskorps ermöglichte, ein schwerer taktischer und vor allem in der Rückschau ein folgenschwerer Fehler. Die Fähigkeit, den Krieg fortzusetzen, wäre nach dem Verlust des Expeditionskorps für das Vereinigte Königreich schwierig geworden, da es erfahrene Berufssoldaten waren.
Nach dem Rückzug der Briten bereitete sich Frankreich auf die Verteidigung vor. Der "Fall Rot", der Deckname für die zweite Offensive in Frankreich, die eigentliche Schlacht um Frankreich, setzte am 05.06.1940 mit einer Offensive der Wehrmacht an der Aisne und der Somme ein. Soldaten der 6. Infanteriedivision überquerten am 09.06.1940 die Seine. Am 10.06.1940 schloß sich Italien dem Deutschen reich an und begann eine Offensive im Süden.
Teile der 18. Armee erreichten am 14.06.1940 Paris. Um ihre Zerstörung zu verhindern, erklärten die französischen Truppen sie zur offenen Stadt  und räumten sie kampflos.  Die Heeresgruppe C durchschlug die Maginot - Linie. Die symbolträchtige Festung Verdun fiel.
Philippe Pètain, Ministerpräsident der neu gebildeten französischen Regierung, hestand am 17.06.1940 die Niederlage Frankreichs ein. Hitler empfing am 21.06.1940 die französischen Unterhändler im Wald von Compiegne. Gegen Abend des 22.06.1940 unterzeichneten sie die vergleichsweise maßvollen Waffenstillstandsbedingungen. Der deutsch - französische Waffenstillstand trat am 25.06.1940 in Kraft. Die Royal Navy beschoss im algerischen Hafen Mers - el - Kèbir die französische Flotte, damit sie nicht an die deutsche Kriegsmarine fiel.
Nach sechs Wochen und drei Tagen mit über 135.000 alliierten und etwa 46.000 gefallenen deutschen Soldaten endete der Blitzkrieg im Westen.  Die Schweiz wahrte ihre Unabhängigkeit und wurde nie Ziel einer Offensive der Wehrmacht. Frankreich zerfiel in zwei Zonen: Den Norden und Westen, deutsch besetzt mit wichtigen Flugfeldern und Marinebasen für den Krieg gegen das Vereinigte Königreich, nämöich Häfen am Atlantik, insbesondere Brest und La Rochelle, und den Osten und Süden unter französischer Kontrolle. Marschall  Philippe Pètain führte von Vichy aus den "Ètat francais" als Marionettenstaat des Deutschen Reichs. Nach dem Krieg verurteilte ihn ein französisches Gericht zum Tode, es erfolgte später seine Begnadigung.
Der bruch der belgischen und niederländischen Neutralität durch die deutsche Reichsregierung ist ein Verbechen. Dafür möchte ich mich bei den Belgiern und Niederländern entschuldigen, auch wenn ich selbst kein Kriegsteilnehmer war, weil dieses Verhalten mein rechtsempfinden beleidigt und verletzt.

Zweiter Weltkrieg Besetzung Dänemarks und Norwegens 1940

Da ich nach dem Abschluss meiner Abrisse der Geschichten von Brasilien, Argentinien und Uruhuay sowie den Kennzahlen der Deutschen Bank, SAP und Nestlè Zeit genug habe, schreiben ich während meines Krankenhausaufenthalts über den Zweiten Weltkrieg separat und in meinem Tagebuch, weil das Thema sehr umfangreich ist.
Heute geht es um die Besetzung Dänemarks und Norwegens 1940, ein unerfreuliches Kapitel, weil es in Dänemark immer noch Vorbehalte gegen Deutsche gibt. Möglicherweise ist das in Norwegen ebenfalls so. Deshalb möchte ich mich, obwohl ich nicht zur Kriegsgeneration gehöre, fürr Übergriffe während des Krieges entschuldigen.
Zum Kriegsverlauf ist anzumerken: Zum Ende des Jahres 1939 nach dem Verlust der französischen Eisenerzeinfuhr (lothringische Minette) machten Lieferungen aus dem neutralen Schweden 40 Prozent des Eisenerzbedarfs für das Deutsche Reich aus. Ein anderer wichtiger Rohstoff stellte das finnische Nickel dar. Die Eisenerzbahn von Schweden zum Verladehafen Narvik in Norwegen hatte für das Deutsche Reich einen besonderen wirtschaftlichen und militärischen Wert. Das Vereinigte Königreich beabsichtigte, diese wichtigen Rohstofflieferungen zu stören und frühestmöglich abzuschneiden (Altmark - Zwischenfall), weswegen der oberste französisch - britische Kriegsrat am 05.02.1940 vereinbart hatte, die Landung von vier Divisionen in Narvik zu planen.Diese britische Planung veranlasste das Oberkommando der Wehrmacht, einen zudätzlichen Stab für Norwegen aufzustellen. Am 21.02.1940 wies Hitler an, bestimmte Operationen im skandinavischen Raum zu planen. Am 01.03.1940 stand das Unternehmen Weserübung fest. Danach sollte Dänemark eingenommen und als Sprungbrett für die Eroberung Norwegens benutzt werden. Im März 1940 erfolgten diverse Angriffe gegen britische Seeeinheiten.
Im Rahmen der am 05.04.1940 stattfindenden Übung Wilfred verminten die Alliierten  die Gewässer vor Norwegen  und brachten Truppen ins Land.  Am 06.04.1940 bereitete die Wehrmacht das "Unternehmen Weserübung" vor.  Fast die gesamte mobilisierte deutsche Flotte lief in Richtung Narvik aus. Am 09.04.1940 landete eine Gebirgsjägerdivision vor Narvik.
Das Vereinigte Königreich glaubte nicht  an eine Landung der Wehrmacht, infolgedessen hatten die Alliierten nur geringe Gegenmaßnahmen getroffen. Die Wehrmacht weitete ihren Brückenkopf  ohne größeren Widerstand aus, so dass am 10.04.1940 bereits  Stavanger, Trondheim und Narvik  besetzt waren,  nachdem zuvor die  Wehrmacht bereits Dänemark kampflos besetzt hatte. Das Vereinigte Königreich nahm am 12.04.1940  aus strategischen Gründen  die dänischen Faröer Inseln im Nordatlantik.
Am 13.04.1940 versenkten neun britische Zerstörer und das Schlachtschiff HMS Warspite im Ofot - Fjord alle deutschen Zerstörer. Auf ihrem Rückweg zerstörten alliierte U - Boote und die Royal Air Force mehrere leichte Kreuzer und zahlreiche Frachter.
Nach Landung am 17.04.1940 griffen die Alliierten die Wehrmacht mit gleichzeitigem massiven Beschuss durch Schiffe der Royal Navy an.  Bis zum 19.04.1940 landeten umfangreiche alliierte Verbände, darunter polnische Soldaten und Reste der Fremdenlegion, in Norwegen.
Wegen des gebesserten Wetters in Norwegen, bedingt durch die Jahreszeit, festigte die Wehrmacht ihre Fronten.  Die deutsche Luftwaffe versenkte am 02.05.1940 einen britischen und einen französischen Zerstörer vor der Hafenstadt Namson.
Im Mai 1940 beschloss Churchill, wegen der deutschen Erfolge in Frankreich die Alliierten aus Norwegen abzuziehen. Vor der Evakuierung der 24.500 Soldaten konnten sie in Narvik eindringen und einen wichtigen Hafen zerstören. Das Unternehmen Weserübung endete am 10.06.1940 mit der Kapitulation der verbliebenen norwegischen Soldaten.
Obwohl Reichskommissariat wollte Hitler Norwegen als selbständigen Staat und Teil des  deutschen Herrschaftsgebietes erhalten,  Später stark befestigt aus Furcht vor einer Invasion setzte die deutsche Besatzungsmacht im Februar 1942 eine Marionettenregierung unter Vidkun Quisling ein.

Sonntag und Wochenende

Einen Sonntag im Krankenhaus zu verbringen ist nicht angenehm. Gleichwohl wünsche ich allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sonntag und ein angenehmes, ruhiges, friedliches und erlebnisreiches Wochenende.
Meiner Statistik nach zu urteilen, sind gestern bis jetzt die meisten Seiten aufgerufen worden. Für das Interesse an meinen Posts möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Ich bin überwältigt.
Heute werde ich zu Themen des Zweiten Weltkriegs posten, in meinem Tagebuch schreiben und die Nachtgedanken fortsetzen.

Samstag, 26. Februar 2011

Nachtgedanken

Auch wenn ich noch nicht zu Bett gehe, schreibe ich wegen der Situation im Krankenhaus meine Nachtgedanken nieder. Ich war angenehm überrascht, wie viele Seitenaufrufe heute erfolgt sind. Mein Weblog, obwohl doch recht bescheiden, wird in vielen Teilen der Welt gelesen. Ich hatte nur vorgehabt, Berichte über meine Reisen, ein Tagebuch und sonstige Überlegungen niederzuschreiben. Im Dezember, als meine ersten Posts erschienen sind, war die Reaktion gering. Erst im Januar nach meiner Rückkehr von meiner Reise nach Südamerika habe ich zufällig die Statistik meines Weblogs eingesehen und festgestellt, dass es einige Leserinnen oder Leser gibt. Danach habe ich regelmäßig nachgeschaut, um auf die Reaktionen meiner Posts zu achten. Wichtig war für mich, der Leserschaft mitzuteilen, dass ich die Entwicklung meines Weblogs verfolge und jeden begrüße. Ich halte die Begrüßung für ein Gebot der Höflichkeit.

Tagebuch vom 26.02.11

Ich habe gerade eben eine DVD aus der Serie "Alte Kulturen" gesehen. Sie hieß erste Christen. In ihr ging es um Paulus und die Christen in Kappadokien.
Paulus, ein Jude aus Tarsos in Anatolien, gilt als der eigentliche Begründer des Christentums, weil er durch seine Reisen im Osten des Imperium Romanum das Christentum verbreitet und mehr als die Hälfte des Neuen Testanebts verfasst hat. Tarsos lag zu Lebzeiten des Paulus am Mittelmeer und war rinr wohlhabende Hafenstadt mit Forum und Basilika. Die Eltern von Paulus waren vermögende Juden, die ihm eine entsprechende Erziehung bieten konnten. Paulus besaß das römische Bürgerrecht und hieß ursprünglich Saulus.
Nach Abschluss seiner Ausbildung ging er nach Jerusalem, um dort seine religiöse Ausbildung fortzusetzen. Dabei kam er in Kontakt mit der Lehre von Jesus von Nazareth. Gemeinsam mit Gefolgsleuten des Hohepriesters bekämpfte er die frühen Christen. Im Neuen Testament heißt es, dass er an der Steinigung des Stephanus beteiligt war. Als er geflohene Christen auf der Straße nach Damaskus verfolgte, erfolgte seine Bekehrung. In Damaskus taufte man ihn . Nach seiner Taufe nannte er sich Paulus.
Er wandelte sich zum glühenden Anhänger des Christentums und begann seine Missionstätigkeit. Ihr Schwerpunkt befand sich in Ephesos, wo sich der Artemistempel, der größte antike Tempel, befand. Im römischen Amphitheater mit 25.000 Zuschauern predigte er die neue Religion. Der Silberschmied Demetrios wiegelte die Bevölkerung gegen die neue Relihion auf, weil er befürchtete, sein einträglicher Devotionalienhandel könne Schaden nehmen. Es kam zu einem Aufruhr. In dessen Folge verhaftete die Obrigkeit Paulus und warf ihn ins Gefängnis. Nach seiner Freilassung musste er Ephesos verlassen. Paulus setzte seine Missionstätigkeit fort. In Jerusalem verhaftete ihn die Obrigkeit erneut. Als römischer Bürger appellierte Paulus an den Kaiser. Daraufhin brachten ihn die Römer nach Rom, wo ihn Kaiser Nero nach dem Brand Roms, den die Christen gelegt haben sollten, hinrichten ließ.
In Kappadokien, einer vulkanischen Landschaft Anatoliens, lebten frühe Christen, die von Paulus bekehrt worden sein sollen. Sie errichteten in der vulkanischen Landschaft prachtvolle Kirchen. Mit  dem Rückgang des Imperium Romanum drangen nicht christliche Mächte vor, so dass die Christen in den Untergrund gingen und sich in ein weit verzweigtes Höhlensystem zurückzogen, wo sie unterirdische Kirchen und Wohnungen errichteten.
Zum Finnisch - Sowjetischen Winterkrieg 1939 / 1940 ist anzumerken: Am 30.11.1939 drang die Rote Armee unter dem Kommando von Marschall Kirill Merezkow im so genannten Winterkrieg über die 950 Kilometer lange Grenze in Finnland ein. Sie griff mit 1.500 Panzern und 3.000 Flugzeugen an und ging von einem schnellen Sieg aus. Die Verluste der Roten Armee betrugen 200.000 Mann, die finnische Armee verlor nur 25.000 Mann. Schweden unterstützte Finnland, ohne allerdings auf seine Neutralität zu verzichten. Das Vereinigte Königreich und Frankreich planten, die Sowjetunion anzugreifen, aber sie griffen nicht ein, weil beide Staaten nicht noch einen weiteren Kriegsgegner haben wollten. Das Deutsche Reich sympathisierte mit Finnland, es unterstützte das Land wegen des Nichtangriffspaktes mit der Sowjetunion nicht.
Der am 12.03.1940 unterzeichnete Friedensvertrag bestimmte, dass Finnland Teile der Karelischen Landenge und die Fischerhalbinsel (Kalastajansaarento) am Nordmeer an die Sowjetunion abtreten musste.Als direkte Reaktion auf den sowjetischen Angriff erfolgte die Teilnahme Finnlands 1941 im Fortsetzungskrieg am Rußlandfeldzug des Deutschen Reichs, um die verlorenen Gebiete zurückzuerobern.
Stalin reorganisierte als wesentliche Folge des Winterkriegs die Rote Armee und rehabilitierte Offiziere, die während des Großen Terrors nach Sibirien verbannt worden waren. Diese Reorganisation war im wesentlich für die größere Kampfkraft der Roten Armee  1941 veranwortlich, als die Wehrmacht es erwartet hatte.

Begrüßung neuer Leserinnen oder Leser

Bevor ich meinen Post Nestlè Kennzahlen verfasst habe, habe ich in meiner Statistik gesehen, dass ich Leserinnen oder Leser aus Belarus und den Vereinigten Arabischen Emiraten habe. Darüber habe ich mich gefreut und möchte es nicht versäumen, sie ganz herzlich im Kreise meiner bisherigen Leserinnen oder Leser zu begrüßen. Ich bin immer wieder erstaunt, in wie vielen Ländern der Erde mein doch recht bescheidener Weblog gelesen wird. Das erfüllt mich mit Stolz und Freude.

Nestlè Kennzahlen

Als Anleger interessiere ich mich für den Nestlè Konzern, weil der Kurs der Aktie darüber entscheidet, ob ich sie verkaufe oder halte. Ich habe einen Teil verkauft, weil die Kursentwicklung und der Kurs des Schweizer Franken dafür sprachen.
Ein Kurzportrait des Konzerns soll folgen, bevor ich mich den Kennzahlen widme. Die Nestlè S. A., international der größte Lebensmittelkonzern der Welt, national das größte schweizerische Industrieunternehmen, Hauptverwaltung in Vevey, Kanton Waadt, Unternehmenssitz in Vevey und Cham, Kanton Zug, betreibt 449 Produktionsstätten in 83 Ländern.
Die Kennzahlen lauten:
Umsatz des Nestlè - Konzerns 2009:        107, 6  Mrd. CHF
Reingewinn des Nestlè - Konzerns 2009    11, 8 Mrd. CHF
Mitarbeiter insgesamt                                278.000

SAP Kennzahlen

Als Anleger interessiere ich mich neben der Aktie der Deutschen Bank auch für die Aktie von SAP. Dazu benötige ich die Kennzahlen, um den Wert der Aktie beurteilen zu können.
Zunächst möchte ich ein Kurzportait des Unternehmens fertigen. Die SAP  AG mit Sitz in Walldorf, der größte europäische und weltweit viertgrößte Softwarehersteller mit Tätigkeitsschwerpunkt in der Entwicklung von Software zur Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse eines Unternehmens, hat weltweit 120 Tochtergesellschaften. Das Unternehmen unterhält neben dem Entwicklungszentrum am Firmensitz  in Walldorf weitere Entwicklungsstandorte in den Vereinigten Staaten, Frankreich, Kanada, Israel, Indien, Australien, Japan, der Volksrepublik China, Bulgarien, der Slowakei, Ungarn und Polen. 2005 hatte die SAP AG weltweit bei ERP - Software einen Marktanteil von 28, 7 Prozent und in Deutschland von 54, 8 Prozent. Mit über 100.000 Kunden, darunter viele Großunternehmen und DAX - Konzerne, verwenden etwa 12 Millionen Anwender seine Programme. Die SAP AG wird an den Wertpapierbörsen Frankfurt am Main (DAX und Dow Jones Euro Stoxx 50) und New York notiert.
Die Kennzahlen sehen so aus:
Mitarbeiter weltweit (November 2010):        51.500
Mitarbeiter Software - Entwicklung:            14.800
Umsatz 2009:                                            10,67 Mrd. Euro
Aktionärsstruktur
Aktien im Streubesitz:                                72, 4 Prozent
Aktien im Eigenbesitz                                3 Prozent
Aktien im Besitz der Gründungsaktionäre Hasso Plattner, Klaus Tschira und Dietmar Hopp                24, 6 Prozent
Die Gründungsaktionäre haben eine Sperrminorität, um eine feindliche Übernahme des Unternehmens zu verhindern. Mir sind keine Daten darüber bekannt, aus welchen Ländern die Aktionäre, die Aktien im Streubesitz halten, stammen. 
 

Tagebuch vom 25.02.11

Heute habe ich eine DVD von National Geographic mit dem Titel "Die großen Trecks der Tiere" gesehen. Daran hat mich das Wanderverhalten der Pottwale interessiert, weil es im Zusammenhang mit meinem Interesse an dem Roman "Moby Dick" steht. Die Pottwalmännchen und die Pottwalweibchen haben unterschiedliche Wanderrouten und treffen sich bei den Azoren, um sich zu paaren. Die Pottwalbullen sind etwa 70 Jahre alt, wenn sie sich paaren. Sie können in ihrem langen Leben - sie werden bis zu 500 Jahre alt - bis zu 2 Millionen Kilometer schwimmen. Auch die Pottwalkühe schwimmen ähnlich große Strecken. Sie leben in Verbänden. Die Pottwalbullen sind eher Einzelgänger, bis sie sich paaren. Die Pottwalkälber leben mit ihren Müttern etwa zehn Jahre zusammen, bis sie sich von ihnen trennen. Das Leben der Pottwale ist noch nicht vollständig erforscht.
Zum Stellungskrieg an der Westfront 1939 ist zu bemerken: Nach der Kriegserklärung Frankreichs und des Vereinigten Königreichs  an das Deutsche Reich am 03.09.1939 begann am 05.09.1939 eine begrenzte und symbolische Offensive der Franzosen gegen das Saargebiet. Die Wehrmacht zog sich an den stark befestigten Westwall zurück, ohne Widerstand zu leisten. Da es an der Westfront ruhig blieb, heißt diese Phase des Zweikten Weltkriegs "Sitzkrieg" (französisch; "drole de guerre", englisch: "phony war"). Bis auf vereinzelte Artilleriescharmützen griff niemand an.  Das Deutsche Reich setzte gegenüber den Franzosen ihre Propaganda ein: "Warum führt ihr Krieg?" oder "Wir werden nicht zuerst schießen".
Am 27.09.1939 wies Hitler das Oberkommando des Heeres an, einen Angriffsplan, "Fall Gelb", auszuarbeiten. Bis zum 25.10.1939 standen die Planungen. Nach ihnen sollten zwei Heeresgruppen durch die Niederlande und Belgien vorstoßen, um die alliierten Kräfte nördlich der Somme zu zerschlagen.
Wegen schlechter Witterungsbedingungen und weit größerer Verluste in Polen - 22 Prozent Verluste bei Kampfflugzeugen und 25 Prozent Verluste bei Panzern -  aks erwartet musste Hitler den geplanten Angriff 29 Mal verschieben, so dass  1939  kein  Angriff  stattfand.

Vorfreude auf das Wochenende

Die Vorfreude auf das Wochenende macht das Wochenende erst richtig schön. Die neue Leserin oder den neuen Leser aus der Russischen Föderation wie auch alle anderen Leserinnen und Leser möchte ich ganz herzlich begrüßen. Besonders freue ich mich, wenn Leserinnen oder Leser aus einem neuen Land Interesse an meinem Weblog finden,
Heute werde ich mein Tagebuch nachtragen und anschließend zu der Aktie von SAP posten,

Freitag, 25. Februar 2011

Nachtgedanken

Ich gehe noch nicht ins Bett, aber ich habe einen neuen Zimmernachbarn bekommen, der bereits schläft. Da ich helles Licht benötige, um meinen Post zu schreiben, verfasse ich jetzt schon meine Nachtgedanken, um meinen Nachbarn nicht zu stören.
Ich habe Kennzahlen der Deutschen Bank gepostet, weil mich die Aktie und ihr weiterer Kursverlauf interessiert. Hier habe ich kein Börsenprogramm zur Verfügung, um jeweils einen auszuwertenden Wochenchart zu erstellen.
Morgen werde ich einen Post zur SAP Aktie erstellen, um ebenfalls Kennzahlen zur weiteren Kursbeobachtung zur Hand zu haben. Es folgen noch Allianz, Nestle und Roche.
Im bald endenden Februar haben im Vergleich zum Januar sehr viele Seitenaufrufe stattgefunden, eine angenehme Überraschung.
Wenn ich wieder zu Hause bin, kann ich zu den geschichtlichen Abrissen der südamerikanischen Länder noch ergänzende Posts hinzufügen. Zu den Stadtbeschreibungen füge ich, falls vorhanden, noch Fotos und Videos hinzu. Die Videos muss ich allerdings noch abspeichern.
Jetzt höre ich noch Musik und Hörbücher.

Deutsche Bank Kennzahlen

Als Anleger interessiert mich die Aktie der Deutschen Bank. Deshalb fasse ich die Kennzahlen zusammen, um die Aktie bewerten zu können.
Zunächst möchte ich ein Kurzportrait verfassen:
Die Deutsche Bank AG, nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größtes Kreditinstitut Deutschlands mit Sitz in Frankfurt am Main, als Universalbank tätig, mit einem Marktanteil von 21 Prozent größter Devisenhändler der Welt, mit bedeutenden Niederlassungen in London, New York, Singapur und Sydney, legt besonderes Gewicht auf das Investmentbanking. Ihre Tochtergesellschaft DWS Investments, eine Kapitalanlagegesellschaft, hat einen Marktanteil von über 20 Prozent in Deutschland. Im Privatkundengeschäft beträgt ihr Marktanteil 2007 in Deutschland rund 6 Prozent. Die Aktie der Deutschen Bank wird an den Wertpapierbörsen Frankfurt am (DAX und Euro Stoxx) und New York (NYSE) geführt.
Die Bank gliedert sich in Konzern-, Unternehmens- und Geschäftsbereiche.
Die Konzernbereiche sind Corporate and Investment Bank, Ürivate Clients Asset Management und Corporate Investments.
Die Unternehmensbereiche sind Corporate Banking & Securities  mit den Kennzahlen  2009 Erträge 16.197.000 Euro und Ergebnis vor Steuern 3.577.000 Euro, Global Transaction Banking mit den Kennzahlen 2009 Erträge 2.606.000 Euro und Ergebnis vor Steuern 776.000 Euro, Asset and Wealth Management mit den Kennzahlen 2009 Erträge 2.668.000 Euro und Ergebnis vor Steuern 202.000 Euro und Private & Business Clients mit den Kennzahlen 2009 Erträge 5.576.000 Euro und Ergebnis vor Steuern 458.000 Euro.
Die Geschäftsbereiche sind Global Markets, Asset Management und Private Wealth Management.
2009 gab es 620.859.000 Aktien. Das Grundkapital betrug 2009 1, 589 Milliarden Euro und die Marktkapitalisierung 30, 7 Milliarden Euro.
Die Aktionärsstruktur sah 2009 so aus:
Gesamtzahl der Aktionäre            596.000
Institutionelle  (inkl. Banken)        74 Prozent
Private                                        26 Prozent
Regionale Aufteilung
Deutschland                                46 Prozent
Europäische Union                      31 Prozent
Schweiz                                      6 Prozent
Vereinigte Staaten                      16 Prozent
andere                                        1 Prozent
Aus diesen Zahlen ergibt sich, dass der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities die meisten Erträge und das beste Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet. Die Deutsche Bank gehört mehrheitlich ausländischen Aktionären.

Tagebuch vom 24.02.11

Heute habe ich aus der Serie "Alte Kulturen" eine DVD mit dem Titel "Die sieben Weltwunder" gesehen. Was sind die sieben Weltwunder? Es handelt sich um antike Bauwerke, die ursprünglich von Antipatros von Sidon, einem antiken Historiker, in einer Liste zusammengestellt wurden. Die heute vorliegende Liste ist 500 Jahre alt. Die darin abgebildeten Bauwerke entsprechen nicht ihren antiken Vorbildern, sondern stammen von Renaissancekünstlern, besonders von Marten van Hemskerk, einem niederländischen Künstler.
Warumsind es sieben Bauwerke? Die Zahl sieben hatte, ausgehend von der babylonischen Zahlenmystik, magische Bedeutung.
Die Autorin der DVD versuchte, die Weltwunder zu rekonstuieren, indem sie Fachleute befragte und antike Quellen auswertete. Die Spurensuche begann in Alexandria, wo der berühmte Pharos, ein neunzig Meter hoher Leuchtturm, auf einer Insel gestanden haben soll. Der antike Geograf Strabo beschreibt ihn. Danach stand er auf einem Sockel mit quadratischem Grundriß, auf dem sich ein viereckiger Turm mit einer spiralfförmigen Spitze erhob. 80 Kilometer von Alexandria entfernt, befindet sich ein Pharos in Miniaturausgabe. Da sich im Laufe der Jahrhunderte die Küstenlinie Alexandrias verändert hat, ist es nicht leicht, den Standort des Leuchtturms zu finden. Erst die Unterwasserarchäologie hat es ermöglicht, Resze des Leuchtturms zu finden.
Von Alexandria ging es zur Cheopspyramide nach Gizeh, einem weiteren Weltwunder. Die Autorin konnte Reste der Rampen finden, auf denen die Steinblöcke der Pyramide vom Steinbruch zu dem Bazwerk und auf das Bauwerk transportiert wurden, und sie rekonstruieren.
Anschließend beschäftigte sich die Autorin mit den hängenden Gärten der Semiramis, einer babylonischen Königin zu Zeiten des Königs Nebukadnezar. Dieser ließ das Ischtartor, das sich im Berliner Pergamonmuseum befindet, errichten. Bei Strabo finden sich Hinweise zu den Gärten. Archäologische Funde existieren nicht. Fachleute vermuten, dass die babylonischen Baumeister die Gärten auf terrassenförmig angelegten Wannen aus glasierten Ziegeln mit Wasser undurchlässiger Bitumenbeschichtung errichtet haben. Sie bepflanzen die Wannen mit tropischen Pflanzen, die mittels eines komplizierten Systems, das Euphratwasser aus dem Fluss nach oberin rekonstruierte dasn beförderte, künstlich bewässert wurden.
Die Autorin rekonstruierte das Mausoleum von Halikarnassos, den Artemistempel von Ephesos und die Zeusstatue des Phidias in Olympia. Die DVD war sehenswert und interessant. Ich liebe solche DVD`s, weil ich mich für Geschichte interessiere.
Zum Glück habe ich mir einen tragbaren DVD - Player mit ins Krankenhaus genommen, so dass ich nicht fernsehen muss, weil ich das übliche Programm nicht mag.
Zum Kriegsberlauf des Zweiten Weltkriegs in Europa ist anzumerken: Es geht um den deutschen Angriff auf Polen.
Manche Historiker lassen den Zweiten Weltkrieg mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch - Chinesischen Krieges am 07.07.1937 beginnen. Diese Ansicht ist umstritten.
In der ersten Phase des Zweiten Weltkriegs eroberte das Deutsche Reich Polen (September 1939) sowie große Teile Skandinaviens (vor allem April 1940) und Westeuropa (Mai / Juni 1940). Niemand hatte die schnelle Niederlage Frankreichs erwartet. Trotzdem verfehlte Hitler sein Hauptziel, nämlich Großbritannien aus dem Krieg herauszuhalten, zur Aufgabe zu zwingen oder militärisch zu besiegen. Dieser Mißerfolg wurde spätestens im Oktober 1940 offenbar. Großbritannien blieb das einzige Land, das von Beginn des Krieges an ein durchgehend handlungsfähiger Gegner des Deutschen Reiches war.
Erstes unmittelbares Kriegsereignis stellte der Angriff auf Polen am 01.09.1939 um 4. 45 Uhr dar.
In der persönlichen Weisung Hitlers (Geheime Kommandosache Nr. 170 / 39) vom 31.08.1939 heißt es:
"Der Angriff gegen Polen ist nach den für Fall Weiß getroffenen Vereinbarungen am 01.09.39 um 4 Uhr 45 zu führen. ... Im Westen kommt es darauf an, die Verantwortung für die Eröffnung von Feindseligkeiten eindeutig England und Frankreich zu überlassen, ... Eröffnen England und Frankreich die Feindseligkeiten gegen Deutschland, so ist es Aufgabe der im Westen operierenden Teile der Wehrmacht unter möglichster Schonung der Kräfte die Voraussetzung für den siegreichen Abschluss der Operation gegen Polen zu erhalten. ... Die von uns Holland, Belgien, Luxemburg und der Schweiz zugesicherte Neutralität ist peinlich zu achten. ... Die Ostsee ist gegen feindlichen Einbruch zu sichern. Die Entscheidung, ob zu diesem Zweck die Ostsee - Eingänge mit Minen gesperrt werden dürfen, trifft Ob. d. M. ... Die Kriegsmarine führt Handelskrieg mit dem Schwerpunkt gegen England. ... Die Angriffe gegen das englische Mutterland sind unter dem Gesichtspunkt vorzubereiten, dass unzureichender Erfolg mit Teilstreitkräften unter allen Umständen zu vermeiden ist."
Es gab keine formale Kriegserklärung.
Um die Invasion Polens zu rechtfertigen, gab es mehrere fingierte Vorfälle. Am 31.08.1939 täuschten als polnische Widerstandskämpfer verkleidete SS - Angehörige einen Überfall auf den Sender Gleiwitz vor und verkündeten in polnischer Sprache über das Radio die Kriegserklärung Polens an das Deutsche Reich.
Den militärischen Angriff leitete das deutsche Linienschiff Schleswig - Holstein auf die polnische Stellung "Westerplatte" in Danzig ein. Die polnische Armee, der deutschen Wehrmacht zahlenmäßig ebenbürtig, war technisch und hinsichtlich der Art der Kriegführung unterlegen. Die polnische Regierung verließ sich auf die Unterstützung durch Frankreich und Großnritannien, die dem Deutschen Reich am 02.09.1939 aufgrund der "Garantieerklärung vom 30.03.1939" ein Ultimatum stellten.
Darin forderten sie den sofortigen Rückzug der Wehrmacht aus Polen. Nach der Garantieerklärung waren beide Staaten verpflichtet,  spätestens 15 Tage nach einem deutschen Angriff eine eigene Offensive im Westen des Deutschen Reiches zu beginnen. Hitler ging davon aus, dass die beiden Westmächte ihn ebenso wie beim Einmarsch in die "Rest - Tschechei" gewähren lassen würden und hatte den Westwall schwach besetzt. Dieser Angriff auf den Westen erfolgte nicht. Dafür erklärten Großbritannien und Frankreich am 03.09.1939 nach Ablauf des Ultimatums dem Deutschen Reich den Krieg.
Am 17.09.1030, nach der Zerschlagung der organisiert polnischen Verteidigung, dem Zusammenbruch des polnischen Staates und der Flucht der polnischen Regierung nach Rumänien, besetzte die Sowjetunion Ostpolen (in erster Linie die Westukraine, den westlichen Teil Weißrußlands und das Gebiet um Wilna) in Übereinstimmung mit dem geheimen Zusatzprotokoll des deutsch - russischen Nichtangriffpaktes, ohne dabei auf organisierten Widerstand zu stoßen. Trotzdem fielen 3.000 Rotarmisten. Erst am 18.12.1939 erklärte die polnische Exilregierung der Sowjetunion den Krieg; das Vereinigte Königreich und Frankreich taten das nicht.
Die Wehrmacht schloss am 18.09.1939 Warschau vollständig ein und setzte die Stadt am 27. / 28.09.1939 einem intensiven Bombardement aus. Am 28.09.1939 kapitulierten die Verteidiger. Einen Tag später gab die Festung Modlin auf.
Mit der "Vierten Teilung Polens" im Abkommen von Brest - Litowsk vom 08.10.1939 zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion war das Schicksal Polens besiegelt. Nicht nur die nach dem Versailler Vertrag abgetretenen Gebiete kamen zum Deutschen Reich zurück, sondern das Deutsche Reich erweiterte sich um Zentralpolen, einschließlich der Stadt Lodz. Rest - Polen bildete das Generalgouvernement unter der Leitung von Hans Frank,
Extreme Repressalien der Besatzer gegen die Zivilbevölkerung, insbesondere Deportationen der polnischen Juden als Opfer der nationalsozialistischen Rassenpolitik, prägten die Besatzungszeit. In Ostpolen deportierten die sowjetischen Besatzer zahlreiche "Klassenfeinde".
Beim Niederschreiben der Kriegsgeschehnisse empfinde ich noch heute tiefe Scham über die Verbrechen der Besatzungszeit. Auch wenn ich nicht zur Kriegsgeneration gehöre, möchte ich mich für diese Verbrechen entschuldigen und polnische Leserinnen und Leser um Verzeihung bitten. 
Die Auto

Guten Morgen

Wie immer zu Beginn des Tages möchte ich alle meine Leserinnen und Leser ganz herzlich begrüßen. Ein neuer Tag hat immer etwas Erhebendes, weil ich eine neue Aufgabe in Angriff nehmen kann.
Ich werde mein Tagebuch nachtragen. Inzwischen habe ich meine Abrisse der südamerikanischen Ländergeschichten beendet. Ich beginne jetzt mit Kennzahlen der Deutschen Bank, weil mich die Aktie interessiert.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Nachtgedanken

Bevor ich ins Bett gehe, will ich meine Nachtgedanken niederschreiben, wie ich es sonst zu Hause tue. Gestern wollte ich es nicht tun, weil ich meinen Zimmernachbarn nicht stören wollte. Nun ist er heute oder besser schob gestern nach Hause entlassen worden. Meine Entlassung steht nächste Woche Freitag bevor. Ich freue mich darauf, weil ich dann wieder nach Herzenslust bloggen kann. 
Ich höre den ganzen Tag Musik, weil ich nach meiner Operation an meinem  rechten Auge noch nicht so viel lesen soll. Daneben habe ich meine Hörbücher.
Heute nach dem Aufstehen werde ich  mein Tagebuch fortführen. Darin geht es um die sieben Weltwunder und die Fortführung meiner Ausführungen über den Zweiten Weltkrieg. Nachdem ich die Serie The War zu Ende gesehen habe, finde ich es sinnvoll, weiter über den Zweiten Weltkrieg zu schreiben, weil mir viele Details trotz meines historischen Interesses unbekannt waren. Ich finde , man kann sich nicht genug mit Geschichte beschäftigen, um die Gegenwart richtig zu verstehen.
So nun habe ich mal wieder viel mehr gepostet, als ich ursprünglich geplant habe. Da mein Weblog, wie ich bei einem Blick in meine Statistik festgestellt habe, zunehmend Interesse findet, spornt mich das Interesse an, fleißig zu posten.

Tagebuch vom 21. und 23.02.11

Am 21.02.11 habe ich eine DVD über Echnaton gesehen. Amenophis III., sein Vater, hatte mit seiner bürgerlichen Frau Teje sechs Kinder. Echnaton war sein sechstes Kind und wurde von der Familie nicht akzeptiert. Es war auf keiner Darstellung zu sehen. Als sein älterer Bruder starb, wollte seine Mutter, dass er der Nachfolger von Amenophis III. wurde.
Echnaton wurde  sein Nachfolger. Er hatte ein längliches Gesicht und breite, ausladende Hüften. Er scheint, das Marfan - Syndrom gehabt zu  haben. Menschen, die unter diesem Syndrom leiden, aehen auffällig aus. Sie werden häufig von anderen Menschen gemieden. Die Archäologen haben bis jetzt die Mumie von Echnaton nicht gefunden, so dass keine genetische Untersuchung vorgenommen werden kann.
Echnaton wollte die Liebe und Anerkennung, die ihm in seiner Kindheit gefehlt hatte, als Erwachsener einfordern. Er brach mit der traditionellen ägyptischen Religion  und schuf eine neue, den Aton Kult. Außer Aton gab es keine weiteren Götter mehr. Echnaton erbaute eine neue Hauptstadt, Amarna, die ihm Aton offenbart hatte.
Das ägyptische Volk und die Priesterschaft des bis zu seinem Regierungsantritt führenden Amun Kultes nahmen die neue Religion nicht an, weil sie sie nicht verstanden. Echnaton kümmerte sich nicht um die Regierungsgeschäfte, so dass Provinzen verloren gingen. Als seine Frau Nofrete und seine Geliebte starben, starb auch er bald. Mit seinem Tod übernahmen die Amunpriester wieder die Herrschaft. Seine Hauptstadt Amarna zerfiel.
Echnaton schuf außer der neuen Religion einen neuen, naturalistischen Kunststil, den Amarnastil. Dieser ist genau so ungewöhnlich wie seine Religion.  Es handelt sich um eine monotheistische Religion.
Am 23.02.11 habe ich eine weitere DVD aus der Serie ZDF Sammlereditionen gesehen. Sie hieß Echnaton und Nofrete und ist eine Fernsehproduktion aus der Serie Sphinx aus dem Jahre 2000.
Die Sendung enthält nicht die These von der unglücklichen Kindheit. Dafür erklären namhafte Wissenschafzler wie Professor Wildung und Professor Assmann, dass bereits Echnatons Vater, Amenophis III., den Einfluss der mächtigen Amunpriesterschaft geschmälert hatte, so dass Echnaton nue an das Vorgehen seines Vaters anknüpfen musste. Echnaton ging gewaltsam vor, indem er die Tempel der alten Götter zerstörte.
Welche These ist richtig? Die Zerstörungen an den alten Tempeln existieren. Deshalb wird es zutreffen, dass Echnaton seine neue Religion mit Gewalt durchgesetzt hat. Ob er tatsächlich ein ungeliebtes Kind gewesen ist und ob er in die Fußstapfen seines Vaters eingetreten ist, lässt sich nicht mit Sicherheit beweisen, weil es keine überlieferten, zeitgenössischen Historiker gibt. Da die Ägypter von alters her der Tradition verhaftet sind, ist es plausibel, dass Echnaton an die Politik seines Vaters anknüpfte. Die Theorie von dem ungeliebten Kind hat modernen psychologischen Ursprung und knüpft für die Richtigkeit ihrer Aussage an fehlende Bildnisse an. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass nach Echnatons To gerade seine Bildnisse zerstört worden sind. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass vor seinem Tod Bildnisse existiert haben müssen, und zwar viel mehr als heute vorhanden sind. Darum halte ich die These von dem ungeliebten Kind für wenig wahrscheinlich.
Den länglichen Schädel deuten Mediziner als sogenannten Kahnschädel mit einem genetischen Defekt, der auch bei den Töchtern Echnatons aufgetreten ist. Ob er außerdem, wie ich oben erwähnt jabe, an dem Marfan - Syndrom gelitten hat, können Ärzte erst dann mit hinreichender Sicherheit feststellen, wenn die Mumie von Echnaton gefunden ist.
Insgesamt ist festzustellen, dass die Epoche Echnatons immer noch mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet.
Zu den Kriegszielen und der Kriegführung des Zweiten Weltkriegs ist anzumerken, dass es sinnvoll ist, zwischen dem Deutschen Reich und dem japanischen Kaiserreich zu unterscheiden.
Zum Deutschen Reich ist festzustellen: In Europa stellt sich der Zweite Weltkrieg als ein vom Deutschen Reich begonnener Raub- und Vernichtungskrieg dar. Seine wesentlichen Aspekte der Strategie der politischen und militärischen Führung bildeten:
  • Der "Blitzkrieg", um die Konsumwirtschaft nicht einzuschränken und die Industriekapazitäten sffizient einzusetzen: Die deutsche Bevölkerung sollte durch eine mögliche Verknappung nicht unzufrieden werden.
  • Raumgewinn, um einer sich abzeichnenden Überlegenheit der gegnerischen Rüstung zuvor zu kommen.
  • Ausplünderung der besetzten Gebiete und vor allem im Osten  Versklavung ihrer Bewohner zugunsten des  Deutschen Reiches und seiner "arischen" Bevölkerung.
  • Der antisemitische und antibolschewistische Vernichtungskampf, um "Lebensraum im Osten" ("Volk ohne Raum") zu gewinnen. Dabei spielze die "Endlösung der Judenfrage" ab 1941 eine wichtige Rolle.
Von Beginn an war eine deutsche Weltmachtstellung und die "rassische Neuordnung des (europäischen) Kontinents" beabsichtigt. Um die "Heimatfront" zu konsolidieren und die eroberten Kapazitäten optimal zu nutzen, sollte ein Zweifrontenkrieg vermieden werden.
Die angebliche Minderwertigkeit der "jüdischen Rasse" und eine Verschwörungstheorie, nach der das "Weltjudentum" beabsichtige, die Weltherrschaft zu erreichen und die "germanische Rasse" zu beherrschen oder auszulöschen, rechtfertigte den Völkermord.
Die nationalsozialistische Führung wollte die Slawen den Deutschen unterwerfen und das eroberte Osteuropa durch deutsche Siedler, sogenannte Wehrbauern, nutzen lassen. Nach Vernichtung ihrer Elite sollten die slawischen Völker ungebildete und gehorsame Land- und Hilfsarbeiter sein. Die eroberte Sowjetunion wollte die Führung unter der Leitung von Reichskommissaren in verschiedene Gebiete aufteilen. Weißrussen, Ukrainer und baltische Völker galten als lebenswerte Völker, die Russen dagegen, Alfred Rosenberg zufolge, nicht.
In einer geheimen Denkschrift zum Vierjahresplan schrieb Hitler im August 1936, die Einsatzfähigkeit der deutschen Wehrmacht und die Kriegfähigkeit der Wirtschaft seien innerhalb von vier Jahren herzustellen. Am 05.11.1937 präzisierte er seine Kriegsziele in der Hoßbach . Niederschrift.
Zum japanischen Kaiserreich ist festzustellen: Seit seiner Modernisierung durch die Meiji - Restauration 1868 verfolgte das japanische Kaiserreich das Ziel einer territorialen Ausdehnung auf dem asiatischen Kontinent, die ihm wichtige Rohstoffe sichern sollte. Dabei spielte China eine besondere Rolle, das das japanische Kaiserreich aufgrund seiner wirtschaftlichen und innenpolitischen Situation als schwach einstufte. Als seine expansive Dynamik mit dem Vertrag von Tientsin begann, sich durch den Sieg im Russisch - Japanischen Krieg steigerte und in der Besetzung der Mandschurei ihren Höhepunkt erreichte, sah das japanische Kaiserreich die zunehmenden Spannungen in Europa als Gelegenheit an, dem wachsenden Einfluss der Vereinigten Staaten in Ostasien entgegenzutreten, Neben den geostrategischen Spannungen und der häufigen Einmischung der Streitkräfte  in die zivile Führung des japanischen Kaiserreiches spielte eine wechselseitige kulturelle Abneigung  zwischen breiten Bevölkerungsschichten in Japan und den Vereinigten Staaten eine wichtige Rolle.
Das japanische Kaiserreich stand, ähnlich dem Deutschen Reich in Europa, einer sich verschlechternden strategischen Ausgangslage in Ostasien gegenüber. Ursächlich dafür war eine bündnispolitische Isolation. Dem vorwiegend amerikanischen Unwillen, die japanische Ausdehnung hinzunehmen, folgten China, die Sowjetunion und die Kolonialmächte aus grundsätzlichen Überlegungen, da die Ausdehnung sich zu Lasten einer dieser Großmächte auswirken musste. Das japanische Kaiserreich sah sich vierfach bedroht. Im Osten geschah dies durch die Pazifikflotte der Vereinigten Staaten, im Westen durch die Sowjetunion, im Westen durch China und im Süden durch Australien, Neuseeland und Niederländisch - Indien.
Diese geostrategische Ausgangslage zwang die japanische Führung, ähnlich wie das Deutsche Reich, zu einer Mischung diplomatischer Instrumente mit einem Bewegungskrieg. Das japanische Kaiserreich schloss nach gescheitertem Vordringen auf sowjetischem Gebiet 1938 / 39 mit der Sowjetunion einen Nichtangriffspakt ab. Die Kaiserlich Japanische Marine griff Pearl Harbor mit dem Ziel an, der Marine der Vereinigten Staaten einen Schlag von strategischem Ausmaß zu versetzen. Auch in Südostasien wollte das japanische Kaiserreich die konzentrierten militärischen Ressourcen reduzieren. Die kaiserliche Armee rückte auf Australien vor. Die dann folgende umfangreiche Invasion Südostasiens sollte Rohstoffe, vor allem Erdöl, beschaffen und den Vereinigten Staaten den Nachschubweg nach Australien abschneiden.
Hiermit endet mein Tagebucheintrag. Morgen werde ich weiter posten. 

Geschichte Uruguay

Es folgt jetzt der letzte Abriss der Geschichte eines südamerikanischen Landes, das ich während meiner Reise besucht habe. Es handelt sich um einen Abriss der Geschichte Uruguays.

Vorbemerkung

Dieser Abriss erhebt nicht den Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit. Ich schreibe ihn, damit interessierte Leser sich zur Vorbereitung einer Reise oder zu anderweitiger Information leicht orientieren können.

Kurze Geschichte Uruguays

Seit etwa 7.000 v. Chr. siedeln nomadisch kleine Gruppen in Uruguay, Das erste bekannte Volk waren die Charrùas.
Die Spanier eroberten um 1516 das Land und gründeten 1624 igre erste Siedlung in Soriano am Rio Negro. In den nächsten Jahren kämpften sie ständig gegen die Portugiesen, die Uruguay ebenfalls beanspruchten. 1726 erfolgte die Gründung Montevideos.
Das frühe 19. Jahrhundert prägten Kämpfe gegen die Argentinier und die Brasilianer. Zur gleichen Zeit rottete man die letzten Charrùas aus.
Nach der Unabhängigkeit Uruguays begannen Bürgerkriege zwischen den Colorados unter Josè Francisco Rivera und den Blancos unter Manuel Oribe. Als 1864 die Colorados mit Hilfe Brasiliens die mit Paraguay verbündete Blanco - Regierung stürzten, erklärte Paraguays Präsident Francisco Solano Lòpez Brasilien den Krieg. Infolgedessen kam es zum "Dreibund - Krieg" (Guerra de la Triple Alianca), der 1869 mit der Niederlage Paraguays endete. Gleichzeitig wanderten viele Immigranten, vor allem aus Europa, nach Uruguay ein. Der Agrarsektor modernisierte sich. Mit Hilfe von europäischem Kapital verbesserte sich die Infrastruktur, insbesondere der Verkehrs- und Dienstleistungssektor.
Das 20. Jahrhundert begann mit Demokratisierung und Prosperität. Josè Batlle y Ordònez schuf den uruguayischen Sozialstaat.
Ab 1959 kam es zu großen wirtschaftlichen Problemen, als dessen Folge sich die Tupamaros, eine Stadtguerilla, gründeten. Am 27.06.1973, inmitten einer Wirtschaftskrise mit hoher Inflation, schloss das Militär den Kongredss und übernahm die Macht. 12 Jahre später kehrte das Land mit Präsidentschaftswahlen im Februar 1985 zur Demokratie zurück. Der Wahlsieger hieß Julio Maria Sanguinetti von den Colorados.
Am 31.10.2004 wählte das uruguayische Volk Tabarè Vàzquez Rosas zum ersten Präsidenten seit über 150 Jahren, der weder der Partido Nacional noch der Partido Colorado angehört. Er regierte vom 01.03.2005 bis 01.03.2010.
Hiermit enden die Abrisse der Längergeschichten. Sobald ich zu Hause bin, werden kurze Regionalgeschichten und ergänzende Beiträge zum Vertrag von Tordesillas, historischen Persönlichkeiten und Indianerstämmen folgen. 

Guten Morgen

Nach meinem Frühstück wünsche ich wie gewohnt allen Leserinnen und Lesern einen guten Morgen und einen angenehmen Tag. Wegen meines Krankenhausaufenthaltes ändert sich mein Tagesablauf. Ich trage bis zu meiner Entlassung mein Tagebuch nach. Meine Nachtgedanken werde ich erst wieder zu Hause posten.
Heute beginne ich einen Abriss der Geschichte Uruguays. Anschließend folgt ein Nachtrag meines Tagebuchs.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Argentinien Geschichte Das demokratische Argentinien ab 1983

Wie ich in meinem letzten Post geschrieben habe, endet mit diesem Post mein Abriss der Geschichte Argentiniens.

Das demokratische Argentinien ab 1983

Der neue Junta - Chef Leopoldo Galtieri begann im April 1982 den Falklandkrieg mit Großbritannien. Nach argentinischer Rechtsauffassung gehörten die Argentinien vorgelagerten Falklandinseln, "Las Malvinas" genannt, zum Staatsgebiet Argentinien, während sie Großbritannien verwaltete. Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs schlugen die Invasion argentinischer Soldaten mit Luftangriffen, einem Seekrieg und einer Landeoperation erfolgreich zurück. Argentinien musste am 14.06.1982 kapitulieren. 
1983 erfolgte die Rückkehr Argentiniens zur Demokratie. Der erste Präsident Raùl Alfonsìn, Union Civica Radical, trat 1989 nach einer schweren Wirtschaftskrise vorzeitig zurück. Die peronistische Partei errang mit Carlos Menem wieder die Macht.Seine neoliberale Wirtschaftspolitik und die Bindung des Argentinischen Peso an den US Dollar stabilisierte während seiner ersten Amtszeit äußerst erfolgreich das Land. Während seiner zweiten Amtszeit traten immer mehr die negativen Seiten seiner Wirtschaftspolitik zu Tage.
Zwischen 1998 und 2002 geriet daher das Land erneut in eine schwere Wirtschaftskrise mit einem Rückgang der Wirtschaftskraft um 20 Prozent. 1999 löste eine Mitte - Links - Koalition unter dem Präsidentschaftskandidaten Fernando de la Rùa die Regierung Menem ab. Unter de la Rùa verbesserte sich die verfahrene wirtschaftliche Situation, die ihm sein Vorgänger hinterlassen hatte, nicht schnell und nachhaltig. Das zögerliche Handeln des Präsidenten, Streitereien innerhalb der Koalition und eine starke außerparlamentarische Opposition durch die Gewerkschaften, die traditionell den Peronisten zuneigten, führten zu einer zunehmenden Schwächung de la Rùas. Diese Entwicklung führte Ende 2001 nach starken Unruhen und Plünderungen zum Rücktritt von Präsident de la Rùa.
Nach mehreren peronistischen Interimspräsidenten wurde Eduardo Duhalde neuer Präsident. Im Mai 2003 erfolgte nach einer chaotisch verlaufenen Präsidentschaftswahl die Wahl Nèstor Kirchners, der zum sozialdemokratischen Flügel der peronistischen Partei gehörte, zum neuen Staatsoberhaupt. Die Bevölkerung schätzte Kirchner trotz seines niedrigen Wahlergebnisses, weil er die Krise erfolgreich überwand und die Gesamtsituation des Landes verbesserte. Die Wirtschaft erstarkte: Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2003 um + 8, 7 Prozent gegenüber - 10, 9 Prozent im Vorjahr. Wegen seines autokratischen Führungsstils und seiner als Populismus gedeuteten Zusammenarbeit mit der Piquetero - Protestbewegung war er nicht unumstritten.
Bei den Wahlen zum argentinischen Senat und zur aargentinischen Abgeordnetenkammer im Oltober 2005 gewannen die Anhänger Nèstor Kirchners 40 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl um Senatorenposten der Provinz Buenos Aires setzte sich seine Ehefrau Cristina Fernandez de Kirchner gegen Hilda Gonzalez de Duhalde, die ebenfalls Mitglied der peronistischen Partei ist, Ehefrau des ehemaligen Präsidenten Eduardo Duhalde, durch. Die Stellung des Präsidenten wurde gestärkt; er konnte sich in beiden Kammern auf eine breite Mehrheit stützen.
Die Präsidentschafts- und Parlamentswahl am 28.10.2007 gewannen die regierenden Peronisten, insbesondere die Wahlplattform Kirchners, Frente para la Victoria. Cristina Fernandez de Kirchner setzte sich schon im ersten Wahlgang mit 45, 2 Prozent der Stimmen durch und vermied damit eine Stichwahl. Sie wurde Präsidentin am 10.12.2007-
In der Folge brachen in der peronistischen Partei Flügelkämpfe aus. Die Partei stand mehrmals vor der Spaltung, Nach der Übernahme des Parteivorsitzes durch Kirchner 2008 stabilisierte sich die Situation wieder in der Regierungspartei.
Der Gouverneur der Provinz Buenos Aires, Daniel Scioli, übernahm den Parteivorsitz der peronistischen Partei nach der Niederlage der Frente para la Victoria in der Parlamentswahl im Juni 2008. Nèstor Kirchner verstarb 2010.
Hiermit endet der Abriss der Geschichte Argentiniens. Morgen beginne ich mit einem Abriss der Geschichte Uruguays. 

Tagebuch vom 22.02.11

Heute habe ich eine DVD aus der Reihe ZDF Sammlereditionen  gesehen, in der Fernsehproduktionen aus den Reihen Terra X oder Sphinx gezeigt werden. In dieser Fokge ging es um Jesus von Nazareth. Die Sendung ging der Frage nach, was die Wissenschaft über den historischen Jesus weiß. 
Um es kurz zu schreiben,  es ist sehr wenig.  Bei den römischen  Historikern  Tacitus  und  Sueton heißt es,  dass der römische Statthalter Pontius Pilatus,  der zu Zeiten des Kaisers Tiberius gelebt hat, einen Juden namens Christus hat hinrichten lassen. Mehr gibt es an historisch verwertbaren Quellen nicht.
Weder das Geburtsdatum noch der Geburtsort sind historisch bezeugt. Bei Ausgrabungen in Bethlehem haben Archäologen nichts gefunden, das auf Jesus hindeutet.
Sein Beruf ist nicht historisch bezeugt. Die Angaben in der Bibel sind  religiös, aber nicht historisch motiviert. Sie sind nicht als historische Quellen verwertbar.
Der herodianische Kindermord hat niemals stattgefunden. Da Jesus mit seinen Eltern nach Ägypten laut der Bibel geflohen sein soll, um diesem Kindermord zu entgehen, ist auch die Flucht nach Ägypten keine historische Tatsache. Die Kopten, ägyptische Christen, weisen zwar auf ihre Überlieferungen hin, aber sie enthalten keine historisch verwertbaren Daten.
Es ist auch nicht historisch feststellbar, was Jesus vor seiner Hinrichtung gemacht hat. Es gibt zwar Überlieferungen, dass er sich einer Karawane, die auf der Seidenstrasse nach Indien gezogen ist, angeschlossen haben soll.  Aber Beweise gibt es dafür nicht. Nikolaus von Notovitsch, ein russischer Abenteurer, den die Russen später hingerichtet haben, will in Ladakh in einem Kloster ein buddhistisches Schriftstück, das auf Jesus hinweist, gefunden haben. Das Kloster existiert zwar, aber das Schriftstück ist unauffindbar.
Die Hinrichtung ist eine Tatsache nach den Berichten der vorerwähnten römischen Historiker. Die Kreuzigung vollzogen die Römer an Straftätern, die keine römischen Bürger waren. Es handelt sich um eine besonders grausame Hinrichtungsform, bei der die Deliquenten langsam und qualvoll starben. Archäologen haben in Israel den Leichnam eines Gekreuzigten gefunden.
Zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges ist anzumerken: Von 1920 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gewann in weiten Teilen Europas der Faschismus oder Rechtsextremismus als politische Richtung immer mehr Bedeutung. Benito Mussolini eroberte mit seinem Marsch auf Rom 1922 die Macht in Italien. 1936 überfiel Italien, das enge Beziehungen zum Deutschen Reich pflegte, Äthiopien und im April 1939 annektierte es Albanien.
Im Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 standen sich hauptsächlich eine durch Republikaner, Sozialisten und Kommunisten geführte Volksfrontregierung und Anhänger einer durch General Franco geführten Militärrevolte gegenüber. Die Sowjetunion und zunächst auch die französische Volksfront unterstützten die "Volksfront" mit Waffen und anderem Kriegsmaterial, während Italien und das Deutsche Reich die Truppen der Nationalisten Francos zur Seite standen. Die nationalsozialistische Regierung schickte zu diesem Zweck die Legion Condor, die insbesondere Guernica bombardierte, ein abscheuliches Verbrechen, und damit entscheidend zum Sieg des Franquismus beitrug.
In Deutschland entwickelte sich der Nationalsozialismus seit 1930 zur Massenbewegung. Am 30.01.1933 übergab Reichspräsident Paul von Hindenburg dem Nationalsozialismus und seinen rechtskonservativen Verbündeten die politische Macht, indem er Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte. Das Kabinett Hitler bestand aus den Nationalsozialisten mit der Deutschnationalen Volkspartei. Das Programm der Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten sah vor, die internationale Ordnung nach dem Versailler Vertrag, bereits ein Ziel früherer deutscher Regierungen, zu revidieren. Die ersten beiden Ziele erfüllten sich mit der 1935 vollzogenen Wiedervereinigung des Saargebiets mit dem Deutschen Reich, dem Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland 1936, dem "Anschluss" Österreichs und der Abtretung des Sudetenlandes  von der Tschechoslowakei im Münchener Abkommen 1938. Die britische und französische Appeasement - Politik, die eine friedliche Verständigung mit dem nationalsozialistischen Deutschland verfolgte,  begünstigte das, Selbst als das Deutsche Reich im März 1939 in die Rest - Tschechei einmarschierte, protestierten lediglich Großbritannien und Frankreich. Kurz darauf fiel das Memelland von Litauen an das Deutsche Reich, die Slowakei bildete einen eigenen Staat und band sich durch einen Schutzvertrag an das Deutsche Reich. Großbritannien und Frankreich nahmen sich vor, das deutsche Expansionsstreben einzugrenzen und gaben Polen eine Garantieerklärung, die sie kurze Zeit späterin ein förmliches Bündnis umwandelten.
Im August 1030 kam es überraschend zu einem Nichtangriffspakt zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, dem späteren "Hitler - Stalin - Pakt". In einem geheimen Zusatzprotokoll des Paktes beschlossen sie die Aufteilung Europas in geografisch genau bezeichnete, aber ansonsten nicht näher definierte "Interessensphären". Dies bedeutete die Aufteilung Polens zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion sowie die einseitige Eroberung und Besetzung weiterer Gebiete, unter anderem der baltischen Staaten, Finnlands und weiter Teile Rumäniens durch die Sowjetunion.
Die japanische Expansionspolitik begann in den dreißiger Jahren, als sich der Einfluss der militärischen Führung auf die kaiserliche Regierung immer mehr verstärkte. Japan sah sich als Schutz- und Ordnungsmacht, deren Aufgabe darin bestand, die anderen ostasiatischen Völker zu beherrschen. Die Rohstoffvorkommen und das Reservoir an Arbeitskräften in den Nachbarländern sollten der japanischen Wirtschaft dienen. Das Hauptaugenmerk richtete sich zunächst auf die Republik China, deren stark industrialisierte Region Mandschurei das japanische Kaiserreich bereits 1931 annektiert und zum Protektorat Mandschukuo erklärt hatte. Als Reaktion auf die internationalen Proteste verliess das japanische Kaiserreich 1933 den Völkerbund. Ende 1936 schlossen das Deutsche Reich und das japanische Kaiserreich den Antikominternpakt. März 1937 brach der Zweite Japanisch - Chinesische Krieg aus.