Sonntag, 31. Juli 2011

Tagebuch vom 31.07.11

Der Schlußbericht der Börsenwoche vom 25. - 29.07.11 hat gezeigt, wie sehr sich die Stimmung eingetrübt hat. Überall gab es Verlsute. Nur SAP konnte bis Freitag gewinnen. Dann erfolgten Gewinnmitnahmen. Spannend bleibt es in den Vereinigten Staaten, weil sich die Demokraten und die Republikaner über eine Anhebung der Schuldenobergrenze nicht einigen können. Hoffentlich gibt es kein böses Erwachen wie bei Lehman Brothers. Die weltwirtschaftliche Lage zeigt kein gutes Bild. Die wirtschaftliche Erholung in den Vereinigten Staaten läßt auf sich warten. In Brasilien steigt trotz eines energischen Gegensteuerns der Regierung die Inflation. Wie lange sich die deutsche Wirtschaft diesen negativen Entwicklungen noch entgegen stemmen kann, bleibt abzuwarten. Das Rettungspaket des letzten EU Gipfels hat keine nachhaltige Wirkung gehabt. Die EU Peripherie kommt nicht zur Ruhe. War die Einführung des Euro trotz eines guten Beginns doch ein Fehlschlag ? Langsam beginne ich am Euro zu zweifeln. Die Unehrlichkeit politischer Meinungsbildungsprozesse stößt ab. Wer die Wahrheit sagt wie Josef Ackermann, steht am Pranger. Viele Leute verstecken sich hinter Nichtwissen, obwohl es möglich ist, sich im Internet schnell und zuverlässig zu informieren.

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (25. - 29.07.11) Schlußbetrachtung

Die Stimmung auf den Aktienmärkten trübt sich spürbar ein. SAP fiel positiv auf, aber am Freitag, den 29.07.11, ging der Kurs nach Gewinnmitnahmen zurück.
Der DAX zeigte bis jetzt eine gute Performance, weist aber zunehmend Ermüdungserscheinungen auf.
Der Rückzug der Anleger trifft besonders den MDAX.
Der SMI verlor in der Börsenwoche 4, 9 Prozent und auf Jahressicht 10, 9 Prozent. In dieser Woche hielt sich Roche am besten.

Gewinner / Verlierer

  1. SAP                + 5, 9 %
  2. MDAX               - 3, 4 %
  3. Nestlè             - 2, 71 %
  4. DAX                - 1, 4 %
  5. Deutsche Bank      - 1, 3 %
  6. Roche GS           - 1, 26 %
  7. Thyssen Krupp      - 1, 0 %
  8. Euro in Dollar     - 0, 8 %
  9. Allianz            - 0, 5 %

Als einziger Wert in einem negativen Umfeld hat sich SAP dank guter Quartalszahlen positiv entwickelt. Trotz Schuldenkrise in Europa und der noch ausstehenden Einigung über eine Anhebung der Schuldenobergrenze in den Vereinigten Staaten hat der Euro nur geringfügig an Wert verloren. Auch die Finanzdienstleister Deutsche bank und Allianz haben sich zufriedenstellend geschlagen. Nestlè und Roche haben sich im insgesamt negativen Schweizer Akteinmarkt dank ihres defensiven Charakters gut gehalten. Thyssen hat ebenfalls wenig an Wert verloren.

Verteuerung des Euro

Am Freitag, den 29.07.11, stieg der Euro gegenüber dem Dollar um 0, 3 Prozent und kostete  1, 4368 Dollar. Der Referenzkurs der EZB lag unverändert bei 1, 4260 Dollar.

Samstag, 30. Juli 2011

Tagebuch vom 30.07.11

Obwohl Ferienzeit ist, hatte ich eigentlich nicht vor, an meinem Tagebuch zu schreiben, weil mein Publikum in Urlaub ist. Trotzdem habe ich mich entschlossen, für heute meinem Entschluss untreu zu werden. Die Situation an der Börse ist einfach zu unerfreulich. Die europäische Schuldenkrise, die nach wie vor ausstehende Anhebung der Schuldengrenze in den Vereinigten Staaten und auch zum Teil enttäuschende Quartalsergebnisse der Unternehmen schicken seit tagen die europäischen Aktienmärkte auf Talfahrt. Nur der starke Schweizer Franken hebt sich von dieser Entwicklung ab, wenn auch die schweizer Wirtschaft zunehmend unter der Aufwertung des Franken stöhnt.

Deutlicher Rückgang des Euro

Die Schuldenkrise läßt den Euro nicht los. Der Kurs des Euro sank zeitweise deutlich um mehr als einen amerikanischen Cent auf 1, 4254 Dollar. Ein Übergreifen der Schuldenkrise auf weitere Euro Staaten ist noch nicht gebannt. Die Ratingagentur S&P senkte die Bonität Griechenlands am Mittwochabend, den 27.07.11. S&P warnt nach der Übereinkunft des Euro Gipfels auf ein Rettungspaket unter beteiligung privater Gläubiger vor einem Zahlungsausfall Griechenlands.
Wegen der europäischen Schuldenkrise und des noch nicht abgewendeten Zahlungsausfalls der Vereinigten Staaten suchen viele Anleger ihr Heil im sicheren Schweizer Franken.

Freitag, 29. Juli 2011

Deutsche Bank: Rechtsbedenken wegen Ackermann

Die Unternehmensgruppe des verstorbenen Medienunternehmers Kirch soll beabsichtigen, eine Klage gegen den Wechsel von Josef Ackermann vom Vorstand in den Aufsichtsrat einzureichen, denn der Wechsel setze die Regeln der guten Unternehmensführung außer Kraft. § 100 AktG sieht allerdings einen direkten Wechsel vor, wenn 25 Prozent der Aktionäre den Wechsel unterstützen.
Hingegen ist zweifelhaft, ib die Deutsche Bank zwei Vorstandsvorsitzende haben kann. Zwei Vorstandssprecher sind aber möglich.

Kursrutsch des Euro

Am Mittwoch, den 27.07.11, sank der Euro spürbar unter die Marke von 1, 45 Dollar. Eine Äußerung von Bundesfinanzminister Schäuble, Deutschland sei gegen einen "Blanko Scheck" für den Rettungs Fonds der Euro Region zum Ankauf von Anleihen im Sekundärmarkt, löste den Kursrutsch aus. Investoren plagt die Furcht, das europäische Rettungspaket könne nicht ausreichen, um ein Übergreifen der Schuldenkrise auf Länder der Euro Peripherie zu verhindern. Am Nachmittag kostete ein Euro 1, 4420 Dollar. Der referenzkurs der EZB lag bei 1, 4446 (Vortag: 1, 4471) Dollar.

SAP übergewichten

Nach dem Rat von J.P.Morgan Cazenowe sollten Anleger die SAP Aktie übergewichten mit einem Kursziel von 53 Euro (aktuell: 44 Euro). Grund für diesen ratschlag sind die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen für das zweite Quartal 2011. SAP erwarte das Erreichen des oberen Rahmens seiner Vorgaben für das gesamte Jahr. Die Vorhersehbarkeit der Geschäftsentwicklung habe sich verbessert. Gegenüber seinen Konkurrenten notiere die Aktie mit einem nicht gerechtfertigten Bewertungsabschlag.

Donnerstag, 28. Juli 2011

SAP: gutes zweites Quartal 2011

Das zweite Quartal 2001 fiel für SAP gut aus und führte zu einer leichten Anhebung der Jahresprognose. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 3, 3 Mrd. Euro und das Betriebsergebnis um 11 Prozent auf 857 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Betriebsergebnis von 4, 45 bis 4, 65 Mrd. Euro nach 4 Mrd. Euro 2010.

Deutsche Bank: Sitzung des Aufsichtsrats

Am Montagabend, den 25.07.11, tagte der Aufsichtsrat der Deutschen Bank ud teilte anschließend mit, dass Anshu Jain und Jürgen Fitschen eine Doppelspitze bilden werden. Das soll auf der Hauptversammlung vom 31.05.2012 erfolgen. An diesem tag wechselt Josef Ackermann vom Vorstand in den Aufsichtsrat, um dessen Vorsitz als Nachfolger von Clemens Börsig zu übernehmen. Dieser Wechsel erfolgt auf Wunsch der Arbeitnehmervertreter und einiger Anteilseiger, weil sie meinten, die internationalen Beziehungen von Josef Ackermann sollten der deutschen Bank erhalten bleiben.
Clemens Börsig als bisheriger Aufsichtsratsvorsitzender tritt auf der Hauptversammlung zurück und will der Bank als Beiratsmitglied verbunden bleiben.
Die Deutsche Bank machte im zweiten Quartal 2011 einen Nettogewinn von 1, 2 Mrd. Euro. Das durch die Übernahme der Postbank verstärkte Privatkundengeschäft verdreifachte sein Ergebnis auf 1, 2 Mrd. Euro.

Verteuerung des Euro

Am Dienstag, den 26.07.11, beherrschte die Nervosität der Devisenhändler wegen der Warnung des amerikanischen Präsidenten Obama vor den Folgen einer Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten den devisenmarkt. Der Dollar wertete weiter ab. Im Vergleich zum New Yorker Vortagesschluß werte der Euro um mehr als einedn amerikanischen Cent auf 1, 4486 Dollar auf. Der Referenzkurs der EZB lag bei 1, 4471 (Vortag: 1, 4380) Dollar.
Obama appellierte an beide Parteien im Kongress, sich schnell auf eine Anhebung der Schuldengrenze zu einigen. Bei einem Scheitern der Verhandlungen bestünde die Möglichkeit des Verlustes von Arbeitsplätzen und eines ernsthaften Schadens für die Wirtschaft. Anfang August könnte es zu einer Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten kommen. Die hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Daten vom amerikanischen Häusermarkt wirkten sich ebenfalls belastend aus.

Hallo nach Belgien!

Es ist ein schöner Brauch, neue Leserinnen und Leser meines Weblogs Willkommen zu heißen. Deshalb ein herzlicher Gruß nach Belgien.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Deutsche Bank: Kann Josef Ackermann vom Vorstand in den Aufsichtsrat wechseln?

Am Montag, den 25.07.11, tage der Präsidialausschußß des Aufsichtsrats der Deutschen Bank, um über den Vorschlag des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Börsig zu beraten, Anshu Jain und Jürgen Fitschen als Nachfolger von Josef Ackermann zu benennen.  Am Dienstag, den 26.07.11, entscheidet der Aufsichtsrat.
Nachdem Josef Ackermann vor Wochen einen Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat ausgeschlossen hatte, hat sich seine Meinung in den vergangenen Tagen geändert.
Es ist möglich, dass Josef Ackermann auf der nächsten HauptversammlungEnde Mai 2012 in den Aufsichtsrat wechselt. Dazu ist allerdings erforderlich, dass 25 Prozent der Kapitaleigner den Wechsel wollen. Die Mitarbeiter halten 10 Prozent des Kapitals und dürften hinter Josef Ackermann stehen. Stimmen andere große Kapitaleigner wie Blackrock (7, 5 Prozent), Credit Suisse (3, 86 Prozent), die Deka - Bank (3, 27 Prozent) und die Capital Group (2, 22 Prozent) dem Wechsel zu, wären das 26, 9 Prozent des Grundkapitals. Dann wäre das Quorum bereits vor der Hauptversammlung erreicht. Ein Wechsel ist dann möglich.

Leoni AG: Erhöhung des Jahresausblicks

Der Nürnberger Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni AG erhöht seine Progose für das laufende Jahr nach einem guten zweiten Quartal 2011. Das Unternehmen gab am Montag, den 25.07.11, bekannt, dass die Gesellschaft wegen guter Nachfrage einen Konzernumsatz von rund 3, 6 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von etwa 230 Mio. Euro erwarte. Zuvor ging Leoni von einem Erlös von 3, 4 Mrd. Euro und einem EBIT von rund 210 Mio. Euro aus. Der Konzern beurteilt das zweite Halbjahr gut. Nach vorläufigen Zahlen erzielte Leoni zwischen April und Juni 2011 einen Erlös von 943 Mio. Euro und ein EBIT von 67 Mio. Euro, ein Quartals - rekordwert. Im ersten Halbjahr 2011 erreichte der Umsatz rund 1, 9 Mrd. Euro und das EBIT rund 129 Mio. Euro.

Abgabe der Vortagesgewinne des Euro

Am Freitag, den 22.07.11, gab der Euro einen Teil seiner hohen Vortagesgewinne wieder ab. Am Nachmittag kostete er mit 1, 4370 Dollar rund einen halben Cent weniger als am späten Donnerstagabend, den 21.07.11. Der Referenzkurs der EZB lag bei 1, 4391 (Vortag: 1, 4222) Dollar. Ursächlich für den schwächeren Kurs waren Gewinnmitnahmen vor dem Wochende.

Schwächere Notierung des Euro

Die drohende Zahlungsunfähigkeit der Vereinigten Staaten sorgte am Montag, den 25.07.11, für einen Rückzug weiterer Anleger aus dem Dollar. Am Wochenende verliefen Gespräche zwischen demokraten und Republikanern über die Sanierung des amerikanischen Haushalts und die Anhebung der Schuldengrenze ergebnislos. Am Nachmittag kostete ein Euro 1, 4345 Dollar und damit o,1 Prozent weniger als am Freitag, den 22.07.11. Der referenzkurs der EZB lag bei 1, 4380 Dollar.
Die Einigung im Schuldenstreit ist dringend erforderlich, weil Anfang August 2011 der Zahlungsausfall eintreten kann. Wenn die Einigung nicht bald erfolgt, kann der normale Gesetzgebungsprozeß nicht mehr eingehalten werden. Nach Meinung einiger Analysten kann das amerikanische Finanzministerium noch etwas Geld aufbringen, um eine oder zwei weitere Wochen über die Runden zu kommen. Gibt es nicht bald einen glaubwürdigen, langfristigen Plan zum Schuldenabbau, können die Vereinigten Staaten ihre Top Bonitätsnote AAA verlieren. Dann ziehen Anleger ihr Kapital ab.

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (25. - 29.07.11)

Die Staatsschuldenkrise in Europa und in den Vereinigten Staaten ließen am Montag, den 25.07.11, die Kurse an den europäischen Aktienmärkten überwiegend sinken. Lediglich die deutsche Börse widerstand dem Abwärtstrend. Vor allem die hohe Unsicherheit im amerikanischen Staatsschuldenstreit wirkt sich belastend aus. Außerdem setzte die Ratingagentur Moody`s die Bonitätsnote für griechische Staatsanlehen. Vor allem die Bankaktien waren Kursverlierer.
Der DAX in Frankfurt gewann gegenüber dem Schlußstand vom Freitag, den 22.07.11, 0, 4 Prozent und endete bei 7352 Punkten.
Im MDAX gehörte der Titel des Kabelherstellers nach angehobener Jahresprognose zu den Tagesgewinnern. Der Kurs stieg um 4, 8 Prozent.
Der SMI in Zürich verlor 0, 2 Prozent auf 6020 Punkte.
Am Dienstag, den 26.07.11, gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten überwiegend nach. Zunächst konnten die Aktienindizes das Niveau des Schlustands vom Vortag bis zum Nachmittag halten, dann gaben die Notierungen am Nachmittag stärker nach. Grund dafür waren die Daten vom amerikanischen Häusermarkt. Nach einer Mitteilung des amerikanischen Handelsministeriums in Washington vom Nachmittag seien 312.000 Neubauten verkauft worden. Volkswirte waren von 320.000 ausgegangen. Außerdem drückt die Erwartung von durchwachsenen Geschäftsberichten im zweiten Quartal 2011 auf die Stimmung. Europäische Finanztitel standen weiter im Mittelpunkt des Interesses.
Der DAX in Frankfurt verlor 0, 1 Prozent auf 7335 Punkte. Die positiven Quartalszahlen der Deutschen Bank wirkten sich kaum auf den Kurs aus. Der Kurs stieg lediglich leicht an.
Der SMI in Zürich sank um 0, 6 Prozent auf 5978 Punkte.
Am Mittwoch, den 27.07.11, gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten den dritten Tag in Folge nach. Europäische Finanzwerte erlitten vor allem hohe Kursverluste. Die Quartalsberichte einiger Unternehmen wirkten sich negativ auf die Stimmung aus. Die hinter den Prognosen zurückbleibenden Quartalsberichte legen die Schwäche der Weltwirtschaft offen und zeigen, dass wir uns in einem Abschwung zur Mitte des Zyklus befinden.
Der DAX in Frankfurt sank bis zum Nachmittag um 1, 6 Prozent auf 7232 Punkte.
Der MDAX verbuchte ein Minus von 2, 1 Prozent und sank auf 10.559 Punkte.
Der SMI in Zürich verlor 1, 4 Prozent auf 5920 Punkte.
Am Donnerstag, den 28.07.11, sanken die Kurse an den europäischen Aktienmärkten den vierten Tag in Folge. Enttäuschende Quartalsergebnisse und der noch nicht abgewendete Zahlungsausfall in den Vereinigten Staaten drückten auf die Stimmung. Der Rückgang der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten konnte das belastende Problem der amerikanischen Schuldenobergrenze nicht verdrängen.
Der DAX in Frankfurt ging um 0, 8 Prozent auf 7191 Punkte zurück.  
Am Freitag, den 29.07.11, sanken die Kurse an den europäischen Aktienmärkten wieder stark. Die Politiker in den Vereinigten Staaten einigten sich nicht über die Schuldenobergrenze. Die Quartalsberichte verschiedener Konzerne enttäuschten. Die Anleger stießen Finanzwerte ab, weil sie eine Herabstufung Spaniens befürchten. Konjunkturmeldungen aus den Vereinigten Staaten drückten am Nachmittag auf die Stimmung. Im zweiten Quartal 2011 erreichte das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt auf das Jahr gerechnet lediglich 1, 3 Prozent, schwächer als erwartet. Schlimmer noch: In den ersten drei Monaten 2011 stieg das Bruttoinlandsprodukt nach revidierten Zahlen nur um 0, 4 Prozent und nicht, wie erwartet, um 1, 9 Prozent.
Der DAX in Frankfurt ging um 1, 2 Prozent auf 7104 Punkte zurück.
Der SMI in Zürich sank um 2, 3 Prozent auf 5735 Punkte. Alle Titel im Index  erlitten Kusverluste.

Dienstag, 26. Juli 2011

Thyssen Krupp:: Entwicklung der Erzpreise

Der Finanzchef von Thyssen  Krupp Steel Europe äußerte sich in Rotterdam zu den Erzpreisen. Nach seinen Worten blieben die Erzpreise im dritten Quartal 2011 stabil, nachdem sie auf 175 Dollar je Tonne gestiegen waren. Erst 2014 können die Erzpreise wieder sinken.
Die konkret absehbaren Investitionen lassen die Bergbaukapazitäten in den nächsten drei bis vier Jahren um rund 650 bis 800 Mill. Tonen Eisenerz wachsen.
Die drei größten Erzproduzenten, Vale, Rio Tinto und BHP Billiton, zwangen den Stahlhütten im April 2010 eine Verkürzung der Vertragslaufzeiten von einem Jahr auf drei Monate auf. Seit dieser Maßnahme verteuerte sich Eisenerz um mehr als 100 Dollar je Tonne. Bei einem Anstieg der Kapazitäten geht der Finanzchef von einem Preisrückgang um 20 oder 30 Dollar aus.
Im zurückliegenden Jahrzehnt stiegen die Preise für Energie und Rohstoffe auf einen Anteil von 77 Prozent der Produktionskosten. Der Spielraum für Einsparungen bei den übrigen Kosten ist gering. Deshal versuchen Thyssen Krupp und die anderen Stahlproduzenten, die Rohstoffkostenschübe über ihre Preise an ihre Kunden weiterzugeben.
Thyssen Krupp ist bestrebt, Jahresverträge nur noch mit einer flexiblen Rohstoffkomponente abzuschließen. Große Stahlkunden wie die Autohersteller sperren sich dagegen. Thyssen Krupp geht verstärkt zu Halbjahresverträgen über. Bei längeren Laufzeiten handelt man die Preise nach einem halben Jahr automatisch aus.
Wegen des erheblich steigenden Rohstffanteils an den Gesamtkosten will Thyssen Krupp seine Rohstoff - Lieferkette verbessern. Rotterdam, Europas größter Tiefseehafen, bildet für Thyssen Krupp die Drehscheibe der aus Amerika, Australien und Afrika bezogenen Erze und Kohle. Von grundsätzlicher Bedeutung ist, ob der Werkstoff nahe den Rohstoffvorkommen geschmolzen und zu den Weiterverarbeitungsbetrieben nach Europa transportiert wird oder die für eine Tonne Stahl erforderliche doppelte Rohstoffmenge  zu den Erzhütten nach Europa gebracht wird.
Früher produzierte Thyssen Krupp Stahl in Duisburg. Wegen der zunehmenden Zahl von Abnehmern im Nafta - Raum brach Thyssen Krupp erstmals mit dieser Strategie. Die neue Hütte in Brasilien soll 3 Mill. Tonnen Rohstahl in Form von Brammen zur Verarbeitung nach Alabama im Süden der Vereinigten Staaten und den Rest nach Deutschland liefern. Thyssen Krupp hat im Rotterdamer Hafen Europort Kapazitäten für den Umschlag von 2 Mill. Tonnen Brammen geschaffen. Der Umschlag von Thyssen Krupp in Rotterdam beträgt jährlich 24 Mill. Tonnen Eisenerz. Eigene Schubverbände transportieren den Rohstoff nach Duisburg.

Montag, 25. Juli 2011

Tagebuch vom 25.07.11

Morgen wird es sich entscheiden, wer Nachfolger von Josef Ackermann wird. Der Aufsichtsrat tagt, um die Entscheidung zu treffen. Ich habe nur die feststehenden Fakten berichtet. Es liegt ein Vorschlag vor, eine Doppelspitze aus Anshu Jain und Jürgen Fitschen als Nachfolger zu akzeptieren. Daneben wird kolportiert, dass die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat wünschen, dass Josef Ackermann den Aufsichtsratvorsitz übernimmt und Clemens Börsig im Mai 2012 auf der Hauptversammlung seinen Rücktritt erklärt. Diese Spekulationen warte ich ab, bis eine Entscheidung gefallen ist. Ich versuche, in meinem Weblog seriöse und nachprüfbare Informationen wiederzugeben.
In der politischen Berichterstattung fällt auf, dass über Nachrichten nur nach aktuellem Gehalt berichtet wird. Tiefschürfende Artikel über grundsätzliche Ursachen fehlen, weil die Redaktionen nicht über entsprechende Archive und entsprechend geschulte Journalisten verfügen. Ein guter Jourmalist muss nicht nur über ein Gespür für die politische Richtung verfügen, sondern auch über Kenntnisse, die über sein Fachgebiet hinausgehen. Daran mangelt es.

Roche vom Franken zerzaust

Roche stellte sein Halbjahresergebnis vor:

Umsatz Januar bis Juni 2011

  1. 2010   24, 638 Mrd. CHF
  2. 2011   21. 671 Mrd. CHF
  3. Veränderung    - 12 %

Ebit Januar bis Juni 2011

  1. 2010   8, 478 Mrd. CHF
  2. 2011   7, 460 Mrd. CHF
  3. Veränderung   - 12 %

Grund für den Umsatz- und Ebitrückgang ist der starke Schweizer Franken. Währungsbereinigt stagnierten die Umsätze nur.

Sonntag, 24. Juli 2011

Tagebuch vom 24.07.11

Der Schlußbericht über die Börsenwoche vom 18. - 22.07.11 ist verkürzt ausgefallen, weil ich noch keine zuverlässigen Informationen über den DAX und den M - DAX habe. Ich hoffe, den fehlenden Teil morgen nachholen zu können. Überhaupt ist es schwierig, fortlaufend über den M - DAX zu berichten. Ich werde versuchen, es auf Schlußkursbasis zu tun. Informationen über Leoni AG zu erhalten, ist nicht so einfach, weil die Wirtschaftsagenturen selten berichten. Für mich als Privatmann gibt es dann ein Problem, einfach an Informationen zu gelagen. Ich kann einfach nicht alle Wirtschaftszeitungen abonnieren, nur um mich über ein einzelnes Unternehmen zu informieren. Ich werde es aber versuchen, selektiv auf Wirtschaftszeitschriften zu zu greifen, um zu sehen, welche über welche Unternehmen berichtet. Ich denke zum Beispiel an Börse Online, die ich früher einmal abonniert hatte.

DAX, M - DAX und SMI Wochenbericht (18. - 22.07.11) Schlußbetrachtung

Die EU - Regierungs- und Staatschefs verhinderten am Donnerstag, den 21.07.11, ein Auseinanderbrechen der Euro - Zone. Ob die gefundene Lösung die bestmögliche Lösung war, ist aus ordnungspolitischer Sicht zu bezweifeln. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob die gefundene Lösung gut, zumindest vernünftig oder Stabil ist.
Die Markttreilnehmer an den Finanzmärkten nahmen die Einigung mkit Appaus auf, wie die Kursgewinnen der Aktien und des Euro zeigten. Seit Wochen standen die europäische Schuldenkrise und zunehmend auch der Etat - Streit in den Vereinigten Staaten im Mittelpunkt der Finanzmärkte. Die europäische Lösung sollte für Beruhigung sorgen. Auch in den Vereinigten Staaten beginnen sich die Positionen von Demokraten und Republikanern anzunähern. Nach dem Kern der europäischen Lösung weitet sich die Finanzstabilitätsfaszilität (European Financial Stability Facility, EFSF) aus.
Viele Marktteilnehmer in Europa freuten sich, dass es nicht zu einer Situation gekommen ist, deren unkontrollierbare Auswirkungen niemand seriös einschätzen konnte. Am Ende der Woche stieg der SMI um rund 1, 7 Prozent. Neben der Schuldenkrise richteten die Anleger ihr Augenmerk auf die Berichtsaison der Unternehmen. Besonders die Zahlen von Roche ließen den Aktienkurs steigen.
Seit einem Jahr gewann der M - DAX 32 Prozent und gehört damit zu den besten Aktienindizes der Welt. Seine Schwergewichte melden Erfolge. Der Index enthält zahlreiche Wachstumsunternehmen mit wenig konjunkturabhängigen Geschäftsfeldern. Große Investoren interessieren sich für Unternehmen im M - DAX. Nach Prognosen für 2011 erhöhen die Unternehmen im Index im Durchschnitt ihre Gewinne um drei Viertel.

Gewinner / Verlierer

  1. Roche GS           + 5, 36 %
  2. Allianz SE         + 3, 2 %
  3. Deutsche Bank      + 3, 0 %
  4. SAP                + 1, 6 %
  5. Nestlè             + 0, 49 %
  6. Thyssen Krupp      - 2, 9 %

Nach langer Zeit zeichnet sich ein freundliches Bild ab. Lediglich Thyssen Krupp tanzt aus der Reihe.

Samstag, 23. Juli 2011

Tagebuch vom 23.07.11

Die Beschlüsse der EU Staats- und Regierungschefs vom 21.07.11 haben zu einer vorübergehenden Stabilisierung der Aktien- und Finanzmärkte geführt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Beschlüsse auch dazu führen, die hochverschuldeten Länder Irland, Italien und Spanien nachhaltig zu beruhigen. Bei Italien ist das fraglich, weil die Parlamentarier bereits damit beginnen, das beschlossene Sparpaket aufzudröseln, um für ihre Klientele bestimmte Vorteile einzufordern.
Nach den Beschlüssen vom 21.07.11 habe ich, wie mit meiner Bank am 19.07.11 besprochen, meine Position an Allianz Aktien nach dem Kursanstieg vom 21.07.11 zu reduzieren und dafür Aktien von Thyssen Krupp zu kaufen. Damit hat sich mein Portfolio um Leoni AG und Thyssen Krupp AG erweitert.
Über Leoni AG und den M - DAX habe ich bereits berichtet. Heute habe ich über die Thyssen Krupp AG und den DAX gepostet.
Der DAX ist der führende deutsche Aktienindex der 30 umsatz- und kapitalstärksteb börsennotierten Unternehmen.
Die Thyssen Krupp AG ist der größte deutsche Stahl- und Rüstungskonzern. Ich habe deshalb ein Kurzporträt verfaßt.
Die Berichterstattung über den M - DAX ist schwierig, weil es nicht immer fortlaufende Daten gibt. Ich behelfe mich deshalb mit dem Schlußkurs des Vortages und dem vorläufigen Schlißkurs.

Deutlicher Gewinn des Euro

Die sich abzeichnende Einigung bei den Griechenlandhilfen ließ den Euro am Donnerstag, den 21.07.11, deutlich an Wert gewinnen. Am Nachmittag kostete ein Euro 1, 4380 Dollar 1, 5 Cent mehr als am späten Mittwochabend, den 20.07.11. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank betrug 1, 4222 (Mittwoch: 1, 4207) Dollar. Der Euro - Gipfel plant, dem hochverschuldeten Griechenland mit einem Mix aus Laufzeitverlängerungen, niedrigeren Zinsen bei Krediten und einer Beteiligung des Privatsektors bei der Lösung seiner Probleme zu helfen. Nach dem Entwurf für das Kommunique des Sondertreffens sollen
die Handlungsmöglichkeiten des Euro - Rettungsschirm EFSF deutlich erweitert werden. Der EFSF soll flexibler werden. Die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten dürfte den Umgang mit der Schuldenkrise erleichtern. Nach Finanz- und deutschen regierungskreisen soll die EZB ihren Widerstand gegen einen teilweisen Zahlungsausfall Griechenlands aufgegeben. EZB - Präsident Jean - Claude Trichet habe bei einem Gespräch mit Merkel und Sarkozy angedeutet haben, dass er entgegen früherer Aussagen nun doch einer Beteiligung privater Gläubiger an einer Rettung Griechenlands zustimme.

DAX und seine Bedeutung

Der DAX, ursprünglich Deutscher Aktienindex, wichtigster deutscher Aktienindex, ein Performanceindex, spiegelt die Entwicklung der 30 größten und umsatzstärksten an der Frankfurter Wertpapierbörse wider (sog. Blue Chips). 
Die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen, die Frankfurter Wertpapierbörse und die Börsen - Zeitung entwickelten den DAX und führten ihn am 01.07.88 ein. Der DAX setzt den Index, der bis 1959 zurückgeht, der Börsen - Zeitung fort. Für den 31.12.87 ist er auf 1.000 Indexpunkte normiert worden. Bei einem Performanceindex werden die Dividenden aus den im DAX enthaltenen Titeln in den Index reinvestiert, während sie bei einem Kursindex unberücksichtigt bleiben.

Thyssen Krupp: Kurzporträt

Als Aktionär von Thyssen Krupp ist es wichtig, eine Vorstellung von dem Unternehmen zu haben. Deshalb folgt ein Kurzporträt der Gesellschaft.
Die Thyssen Krupp AG, 1999 gegründet, Deutschlands größtes Stahl- und größtes Rüstungsunternehmen, Firmensitz Duisburg und Essen, Hauptverwaltung Essen, entstand aus der Fusion der Friedrich Krupp AG Hoesch - Krupp und der Thyssen AG.
Die Friedrich Krupp AG Hoesch Krupp entstand 1992 durch eine feindliche Übernahme der Mehrheit der Hoesch AG.
Die Hoesch AG, 1871 von dem Dürener Unternehmer Leopold Hoesch in Dortmund gegründet, war ein Stahl- und Montanunternehmen mit Standorten im Ruhrgebiet und im Siegerland.
Die Thyssen AG, 1891 gegründet, war ursprünglich ein Konglomerat von Einzelunternehmen. Die Rheinstahl AG, ein Tochterunternehmen der Thyssen AG, nannte sich 1976 in Thyssen Industrie AG um. Am 01.04.83 wurde die Thyssen Stahl AG ausgegliedert. Die Thyssen AG vormals August Thyssen - Hütte konzentrierte sich auf Aufgaben der Konzernführung. In den folgenden Jahren passte die Thyssen Gruppe ihre Stahlproduktion  dem Markt an und führte Strukturbereinigungen durch. 1996 legte die Thyssen Gruppe Kerngeschäftsfelder fest und bereinigte ihr Portfolio. Die Konzentration auf ausgewählte Geschäftsfelder mit gutem Markt- und Ergebnispotenzial führte dann zu Verhandlungen über einen Zusammenschluss der Thyssen Stahl AG  und der Krupp Stahl AG. Aus diesen Verhandlungen entstand dann die Thyssen Krupp AG.
Anteilseigner der Thyssen Krupp AG:
  1. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach - Stiftung 25, 33 %
  2. Eigene Anteile 9, 74 %
  3. Franklin Mutual Advisors LLC 3, 06 %
  4. Black Rock Inc. 3, 01 %
  5. Norges Bank 2, 98 %
  6. Streubesitz 55, 88 %

Freitag, 22. Juli 2011

Tagebuch vom 22.07.11

Vor einem Monat genoß ich das Bordleben an der Costa Magica und befand mich in der Weinbar Capo Colonna. Dort hörte ich klassische Musik und trank mein Glas Rotwein.
Jetzt beginnen in Nordrhein Westfalen die Sommerferien. Als ich Schüler war, handelte es sich immer um ein großes Ereignis im Leben eines Schülers. Zunächst ging es in die Ferien in den Süden oder in den Sprachurlaub. Dann war man zu Hause und konnte spielen. Bei meinen Eltern hieß mspielen, wir fuhren in unser Wochenendhaus nach Lautzert oder Schürdt. Dort konnte man Rad fahren, Vögel beobachten oder einfach nur im Liegestuhl liegen und lesen. Es war eine herrliche Zeit. Ich habe sie genoßen.

Deutsche Bank: wichtigster Aktionär bei Conergy

Conergy, einst größter Solarkonzern Europas, jetzt hochverschuldet, einigte sich mit seinen Gläubigern, darunter die Deutsche Bank, seine Schulden in Aktien zu tauschen. Die Deutsche Bank erwirbt 13 Prozent der Aktien und ist damit vor den Hedge Fonds York Capital und Sothic Capital, jeweil 12 Prozent, größter Aktionär. Sie löst damit die Commerzbank als größter Aktionär ab, deren Anteil von 29 Prozent auf unter zehn Prozent sank.

Leichter Wertzuwachs des Euro

Am Mittwoch, den 20.07.11, wertete der Euro gegenüber dem Dollar nach anfänglichen Verlusten leicht auf und kostete am frühen Abend 1, 4200 Dollar 0, 4 Cent mehr als am Dienstagabend, den 19.07.11. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank lag bei 1, 4207 (Vortag 1, 4160) Dollar. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der Euroländer erwies sich als marktbeherrschendes Thema.
Der Schweizer Franken gewann dem Euro gegenüber an Wert. Ein Euro kostete 1, 1615 Franken nach 1, 1664 am Dienstag. 

Donnerstag, 21. Juli 2011

Tagebuch vom 21.07.11

Meine Besprechung bei der Commerzbank hat nach einem Kursanstieg der Allianz Aktie dazu geführt, dass ich meine Position bei Allianz wegen der unkalkulierbaren Risiken der euroüäischen Schuldenkrise um 50 Prozent reduziert und dafür Aktien von Thyssen Krupp gekauft habe. Wegen der Umschichtung ändert sich meine Börsenberichterstattung, sofern es dazu Anlass gibt. Über Leoni gibt es leider wenig Daten. Das gilt auch für den MDAX. Sofern es die Zeit zuläßt, werde ich mich bemühen, entsprechende Daten zu finden

Anstieg des Euro trotz ernüchternder Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel

Ernüchternde Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel ließen die vormittäglichen Kursgewinne des Euro am frühen Dienstagnachmittag, den 19.07.11, teilweise wieder schwinden. Der Kurs von 1, 4190 Dollar am späten Nachmittag bedeutete ein Kursplus von einem Dollar - Cent gegenüber dem Vorabendkurs. Nach der Aussage von Bundeskanzlerin Merkel könne es nicht einen einzigen spektakulären Schritt zur Lösung der Eurokrise geben. Der Referenzkurs des Euro erhöhte sich von 1, 4045 auf 1, 4160 Dollar.

MDAX

Der MDAX, abgeleitet von Mid - Cap DAX, am 19.01.1996 eingeführter Aktienindex, am 24.03.2003 von 70 auf 50 Werte verkleinert, umfasst 50 Werte - vorwiegend aus klassischen Branchen -, die in der Rangliste nach Marktkapitalisierung des Streubesitzes und des Börsenumsatzes auf die Werte des DAX folgen. Der Index spiegelt die Kursentwicklung von Aktien mittelgroßer deutscher oder überwiegend in Deutschland tätiger Unternehmen (Mid Caps) wider und wird als Performanceindex und als Kursindex berechnet. Im März und im September sowie in besonderen Fällen (Fusionen oder größere Neuemissionen) wird seine Zusammensetzung angepaßt. In den Index werden nur Werte aufgenommen, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Börsenumsatz zu den 60 größten Unternehmen hinter den im DAX gelisteten Unternehmen gehören. Wenn eines der beiden Kriterien stark oder längere Zeit verfehlt wird, erfolgt der Ausschluß aus dem Index.
Der Index basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems  XETRA. Seine Berechnung erfolgt börsentäglich, Beginn um 9:00 Uhr MEZ, Ende um 17:30 Uhr. 

LEONI AG

Die LEONI AG, Sitz Nürnberg, führender Hersteller in den Produktgruppen Drähte, Kabel und Bordnetz - Systeme, gliedert sich in die Unternehmensbereiche "Division Wire & Cable Solutions" und "Division Wiring Systems". Die Aktie der Gesellschaft ist im MDAX gelistet. Die Wurzeln des Unternehmens gehen bis in das Jahr 1569 zurück, als Anthoni Fournier eine Werkstatt zur Herstellung Leonischer Waren eröffnete. Leoni gilt als Hidden Champion für Fahrzeugkabelsätze.
Mitarbeiter:               49822 (Dezember 2009)
Umsatz:                         2007: 2, 367 Mrd. Euro
                                   2008: 2, 912 Mrd. Euro
                                   2010: 2, 956 Mrd. Euro
Besitzverhältnisse: Die Aktien des Unternehmens befinden sich zu 100 Prozent im Streubesitz.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Tagebuch vom 20.07.11

Heute abend habe ich mir eine Auszeit genommen, um draußen zu Abend  zu essen. Es war amüsant, weil ich jemanden getroffen habe, mit dem meine Frau und ich früher häufiger zusammen geswesen sind. Wir haben über alte Zeiten geplaudert. Ich haben den Verlsut meiner Frau nicht mehr so gefühlt, als ich früher mit alten Bekannten zusammengetroffen bin. Die Zeit heilt immer alte Wunden.
Ich wollte mich schon für immer von meiner Vergangenheit verabschieden. Das war wohl zu früh. Die Vergangenheit und ihre darunter liegenden Erlebnisse drängen immer noch nach oben. Diese Ereignisse laßen sich nicht trennen.

Schwacher Euro starker Schweizer Franken

Am Montag, den 18.07.11, wertete der Euro um mehr als einen amerikanischen Cent auf 1, 4043 Dollar ab, nachdem er am Freitag, den 15.07.11, die Veröffentlichung des Stresstests der europäischen Banken unbeschadet überstanden hatte. Die Probleme in Europa sind für den Devisenmarkt schwer wiegender als die Probleme in den Vereinigten Staaten. In den nächsten Tagen wird sich die Schuldenkrise in Europa und den Vereinigten Staaten zuspitzen. Am Donnerstag, den 21.07.11, finden ein Sondergipfel der EU über die Lage in Griechenland und Verhandlungen über die Anhebung der Schuldenobergrenze der Vereinigten Staaten statt. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank la bei 1, 4085 Dollar.
Der Schweizer Franken wertete gegenüber dem Dollar und dem Euro zeitweise kräftig auf und lag bei einem neuen Tief von 1, 137 Franken. Bis zum Nachmittag stieg er wieder auf, 1, 1491 Franken. Wegen des rasanten Tempos der Aufwertung des Schweizer Franken fragt es sich, wie lange die Schweizerische Nationalbank noch tatenlos zuschauen wird.

DAX, M - DAX und SMI Wochenbericht (18. - 22.07.11)

Am Montag, den 18.07.11, ging der Kursverfall der vergangenen Woche an den europäischen Aktienmärkten ungebremst weiter. Die Ergebnisse des jüngsten Banken - Stresstests konnten das Vertrauen der Anleger in Aktien nicht zurückgewinnen. Die fortgesetzte Schuldenkrise im Euroraum und in den Vereinigten Staaten drückte auf die Stimmung. An der Spitze der Kursverlierer in Europa waren insbesondere Aktien von Banken und Versicherungen mit Einbußen von jeweils rund 2, 5 Prozent.
Der DAX in Frankfurt gab 1, 4 Prozent auf 7120 Punkte nach. Neben der Deutschen Bank fiel auch der Kurs der Commerzbank deutlich um fast vier Prozent.
Der M - DAX sank um 2, 4 Prozent.
Der SMI in Zürich schwächte sich um 1, 9 Prozent und stand bei 5825 Punkten.
Eine Reihe positiver Quartalszahlen, darunter der Computerhersteller IBM und der Pharmariese Novartis, sorgten am Dienstag, den 19.07.11, für eine Aufhellung des Bildes an den amerikanischen und europäischen Börsen. Die hohen Kursverluste des Vortages glichen sich zumindest teilweise in den Aktienindizes aus. Schwächere Zahlen von Goldman Sachs bremsten etwas den Gesamtmarkt und die Bankaktien im Besonderen. Im Euroraum stiegen die Aktienkurse. Die Kurse der Finanzwerte zogen zunächst deutlich an, gingen aber später nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen von Goldman Sachs zurück. Die Aktien der Commerzbank erreichten in der Tagesspitze ein Kursplus von bis zu 5, 7 Prozent, fielen dann aber in die Verlustzone zurück.
Der DAX in Frankfurt zog um 1, 4 Prozent auf 7205 Punkte.
Der M - DAX lag ebenfalls im Plus.
Der SMI in Zürich gewann 1, 3 Prozent auf 5904 Punkte.
Am Mittwoch, den 20.07.11, setzte sich die Erholung der Aktienkurse an den europäischen Aktienmärkten fort. Bankaktien führten die Gewinnerliste an. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der Euroländer am Donnerstag, den 21.07.11, ließ Hoffnung auf Fortschritte bei der Schuldenkrise aufkeimen.
Weit unter dem europäischen Durchschnitt wies der DAX in Frankfurt bis kurz vor Handelsschluß ein Minus von 0, 1 Prozent auf und stand bei 7185 Punkten. Die Aktien der Commerzbank (+ 5, 5 Prozent) und der Deutschen Bank (+ 2, 8 Prozent) waren die größten Kursgewinner. Nach schlechten Zahlen des finnischen Stahlkochers Outokumpu verloren die Aktien von Thyssen - Krupp 2 Prozent. Innerhalb von drei Wochen büßte die Aktie fast 15 Prozent ihres Wertes ein.
Der M - DAX legte weiter zu.
Die Andeutungen über mögliche Beschlüsse des Euro - Gipfels ließen am Donnerstag, den 21.07.11, die Kurse an den europäischen Aktienmärkten steigen. Gesucht waren vor allem Bankaktien.
Der DAX in Frankfurt stieg um 1, 2 Prozent auf 7305 Punkte. Die Papiere der Commerzbank legten um 9 Prozent und Titel der Deutschen Bank um 4 Prozent zu.
Der M - DAX stieg von 10770, 53 Punkte auf 10852, 72 Punkte (21.07.11 16:37 Uhr MEZ).
Der SMI in Zürich gewann 1, 6 Prozent auf 6060 Punkte.
Am Freitag, den 22.07.11, blieben die Kurse an den europäischeen Aktienmärkten unverändert. Ursache dafür waren die zunehmenden Konjunktursorgen, nachdem der Ifo - Geschäftsklimaindex stärker als erwartet eingetrübt hatte.
Bis kurz vor Handelsschluß stand der DAX in Frankfurt unverändert bei 7290 Punkten. Nach einer Anhebung des Kurszieles durch die Commerzbank stieg der Kurs von Thyssen krupp um 2 Prozent. Nach einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs gewann die Aktie der Commerzbank 3 Prozent.
Der SMI in Zürich sank um 0, 3 Prozent auf 6025 Punkte.

Dienstag, 19. Juli 2011

Tagebuch vom 19.07.11

Ich hatte ein Gespräch mit meinem Bankberater. Ein solches Gespräch führe ich halbjährlich, um mein Aktiendepot zu überprüfen. Ich habe Aktien von Leoni AG erworben. Es wird in den nächsten Tagen ein Unternehmensporträt erfolgen. In den Wochenbericht wird jetzt auch der MDAX aufgenommen. Kritisch bewertet wurden Die Allianz SE wegen der europäischen Schuldenkrise - bei Kursanstieg Reduzierung der Aktien - und die Aktien der Deutschen Bank wegen ungelöster Führungsprobleme und der hohen Prozessrisiken - bei Kursanstieg bis zum Einkaufspreis Totalverkauf. Selbst bei einem Totalverkauf werde ich weiter über den Aktienkurs berichten, weil die Deutsche Bank Deutschlands größtes Bankinstitut ist. Insgesamt war das Gespräch sehr positiv.

Allianz SE: Italienische Anleihen

Die Allianz SE hält 28 Mrd. Euro italienischer Staatsanleihen. Zur Gruppe gehört die italienische Versicherung RAS. Die Situation ist anders als in Griechenland. Seit 15 Jahren betragen die Schulden 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Es gab keine plötzliche Negativentwicklung. Der private Sektor ist gut finanziert und gesund sowie der größte Gläubiger des Staates.

Starker Schweizer Franken und Unternehmensgewinne

Gegenüber dem Dollar und dem Euro hat der Schweizer Franken aufgewertet. Die europäische Schuldenkrise und die mögliche Staatspleite in den Vereinigten Staaten veranlaßt viele Anleger dazu, ihr Geld in der Schweiz anzulegen. Die Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro beträgt seit Jahresanfang 2011 8 Prozent und gegenüber dem Dollar 14 Prozent. In einem Jahr gewann der Schweizer Franken gegenüber dem Euro 20 Prozent.
Das rasante Tempo der Aufwertung führt zu Belastungen in den Unternehmen. Sie haben keine Zeit, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen, um sich von den Währungsschwankungen unabhängig zu machen.
Quer durch die Branchen wirkt sich die Aufwertung auf die Firmen aus.
Bei dem weltgrößten Schweizer Warenprüfkonzen SGS ging der Vorsteuergewinn um 3, 6 Prozent auf 374 Mio. Franken und der Umsatz um 0, 3 Prozent auf 2, 3 Mrd. Franken zurück. Die unerwartet schlechten Zahlen ließen den Kurs der Aktie um neun Prozent. Ursächlich für die schlechten Zahlen war die steile Aufwertung des Schweizer Franken. Bei konstanten Wechselkursen wären der Umsatz um 12, 8 Prozent und der Vorsteuergewinn um sechs Prozent gestiegen.
Nach eigenen Angaben von Roche erzielte der Konzern im ersten Quartal 2011 währungsbereinigt ein Umsatzplus von zwei Prozent, in Franken ein Minus von neun Prozent. Bei Clariant betrug das Minus im ersten Quartal elf Prozent.
Beim weltweit zweitgrößten Aufzughersteller sank der Umsatz im ersten Quartal um acht Prozent des Gesamtumsatzes.
Beim Anlagenbauer Oerlikon betrug das Umsatzminus rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes.
Ausnahmen bei dieser Entwicklung sind die Watch Group und das Chemieunternehmen Ems. Sie können beide leicht höhere Preise durchsetzen.
Das Währunggefälle läßt sich nur umgehen, wer nicht in Franken bilanziert wie der Pharmakonzern Novartis, der Agrochemiehersteller Syngeta und der Elektronikspezialist ABB.

Montag, 18. Juli 2011

Tagebuch vom 18.07.11

Die Schlußbetrachtung der vergangenen Börsenwoche hat die überragende Bedeutung der europäischen Schuldenkrise und der Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone gezeigt. Daneben spielen auch die unklaren Aussichten über die amerikanische Konjunktur und der andauernde Streit über die Erhöhung der Schuldengrenze in den Vereinigten Staaten eine Rolle.
Bereits bei Einführung der Europäischen Währungsunion und des Euro als gemeinsamer Währung gab es kritische Stimmen. Sie meinten, die Währungsunion brauche eine zielführende politische Union. Außerdem gäbe es ein wirtschaftliches Gefälle in Europa mit einem wirtschaftlich starken Norden und einem wirtschaftlich schwachen Süden. Es war die Rede von einem Europa der zwei Geschwindigkeiten. Bereits damals diskutierten deutsche Politiker die These von einem wirtschaftlichen Kerneuropa, das den Euroraum bilden sollte. Aus poltischen Gründen verwarfen alle einflußreichen europäischen Politiker die Idee des wirtschaftlichen Kerneuropa und eines Europa der zwei Geschwindigkeiten, um nicht die südeuropäischen Staaten zu diskriminieren. Diese Überlegungen kommen jetzt wieder in Mode, nachdem Griechenland und Italien überschuldet sind.
Zum Zeitpunkt der Schaffung der Europäischen Währungsunion befaßten sich Wirtschaftshistoriker mit vorangegangenen Währungsunion. Diese gingen nach mehreren Jahren wegen der Überschuldung einzelner Staaten wieder auseinander.
Es ist an der Zeit, sich Gedanken über einen Auseinanderfall der Europäischen Währungsunion und des Euro zu machen. Bei diesen Überlegungen sollten alle Alternativen durchdacht werden.

DAX und SMI Wochenbericht (11. - 15.07.11) Schlußbetrachtung

Nach dem Tabubruch von Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, erreichte die europäische Staatsschuldenkrise eine neue Dimension. Als erster Vertreter einer börsennotierten Bank setzte sich Blessing dafür ein, Griechenland einen Teil seiner Schulden zu erlassen. Private Gläubiger sollten auf 30 Prozent ihrer Forderungen verzichten.
Es handelt sich um einen ersten Vorschlag für einen Gläubigerverzicht, weil Politiker es ihren Wählern nicht werden erklären können, warum Banken neue griechische Anleihen erhalten, für die europäische Steuerzahler haften. 30 Prozent abschreiben, 70 Prozent sicher zurückbekommen, das ist ein zu günstiges Verhältnis für die Banken. Blessings Vorschlag verdeutlicht allerdings den Ernst der Lage.
Der Schweizer Franken wertete allein in dieser Woche um 3 Prozent aus. Es gab einen Rekordkurs von 1, 15 Franken je Euro. Vor drei Monaten lag der Kus noch bei 1, 30 Franken je Euro.
Der DAX verlor in dieser Woche fast drei Prozent. Er hält sich oberhalb von 7000 Punkten. Seit Jahresanfang gewann er dank hoher Dividendenzahlungen 4 Prozent. Die beginnende Berichtsaison für das zweite Quartal 2011 könnte ein stabilisierendes Element sein. Unternehmen mit Märkten über den Euroraum und Amerika hinaus können positiv überraschen.
Die Staatsschuldenkrise überragt alles. Bei einer Umschuldung Griechenlands soll das richtige Maß gefunden werden. Die Commerzbank hält 2, 9 Mrd. Euro an griechischen Staatsanleihen. Der Aktienkurs verlor in dieser Woche fast 15 Prozent.
Die Schweiz als Nicht - EU - Mitglied konnte sich der Angst vor einer Ausweitung der Krise auf Italien nicht entziehen. Die Warnung von Moody`s vor einem potenziellen Entzug der Bestnote für die Vereinigten Staaten wirkte sich negativ aus.
Der SMI verlor in dieser Woche 3, 15 Prozent. Die Politik dominiert die Börse.
Der ungebremste Höhenflug des Schweizer Franken macht den Schweizer Unternehmen mehr und mehr zu schaffen. Solange sich der Franken nicht beruhigt, blockiert das den Schweizer Aktienmarkt.
Die Genußscheine von Roche und die Aktie von Nestlè hielten sich besser als der Gesamtmarkt.

Gewinner / Verlierer

  1. Roche GS           + 0, 07 %
  2. Nestlè             - 2, 38 %
  3. SAP                - 6, 2 %
  4. Allianz SE         - 7, 0 %
  5. Deutsche Bank      - 7, 5 %

Finanzdienstleister wie Allianz SE und Deutsche Bank gehören angesichts der europäischen Schuldenkrise zu den größten Kursverlierern dieser Woche. Der Rechtsstreit zwischen Oracle und SAP ließ den Kurs von SAP angesichts eines ungewissen Anhörungstermins stark sinken. Lediglich die defensiven Schweizer Werte Nestlè und Roche konnten sich dem Abwärtssog entziehen.

Wenig Auftrieb für den Euro

Italien plant, sich mit einem verschärften Sparpaket aus dem Kreis der Euro - Defizitsünder zu verabschieden. Diese Botschaft von Finanzminister Giulio Tremonti gefiel den Anlegern, gab aber dem Euro wenig Auftrieb. Am Freitagnachmittag, den 15.07.11, kostete ein Euro 1, 4120 Dollar. Zur Wochenmitte lag der Kurs bei weniger als 1, 39 Dollar. Bereits am Donnerstag, den 14.07.11, stieg der Kurs um 1, 42 Dollar.
Tremonti erklärte, das italienische Haushaltsdefizit werde wahrscheinlich in diesem und im nächsten Jahr geringer ausfallen. Für 2011 hatte die italienische Regierung das Defizit auf 3, 9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts festgelegt und für 2012 2, 7 Prozent als Zielwert angegeben. Bereits 2012 könnte die im EU - Vertrag festgelegte Defizitobergrenze von 3, 0 Prozent eingehalten werden. Das Programm soll Italien bis 2014 wieder einen ausgeglichenen Haushalt ermöglichen. Der italienische Senat billigte bereits das Sparpaket von 48 Mrd. Euro. Das Ja der Abgeordnetenkammer wird erwartet.

Samstag, 16. Juli 2011

Tagebuch vom 16.07.11

Der Wechsel der Themen in meinem Tagebuch ist schneller als erwartet. Gestern war es Brasilien, heute ist es wieder die Deutsche Bank. Dexia verklagte die Deutsche Bank vor dem Supreme Court. Das Rsikomanagement bei der Deutschen Bank hat alle Hände voll zu tun.
Daneben spielt meine Befindlichkeit keine Rolle, onwohl eigentlich ein Tagebuch dazu da ist, pwersönliche Überlegungen und Erfahrungen widerzuspiegeln. Doch lassen wir das! Viele zu viele persönliche Erfahrungen klingen leicht nach Larmaoyanz.

Deutsche Bank: Omnipräsenz von Josef Ackermann

Am Donnerstag, den 14.07.11, traf sich Josef Ackermann mit dem luxemburgischen Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der Euro Gruppe Jean - Claude Juncker zu einem Gespräch über Lösungen der europäischen Schuldenkrise. Auch Bundesfinanzminister Schäuble legt großen Wert auf die Meinung von Josef Ackermann. Josef Ackermann ist außerdem Präsident des Internationalen Finanzverbands IIF, der in der Diskussion um nein Rettungspaket für das überschuldete Griechenland Impulse setzt. Die Beratertätigkeit und die Stellung als Verbandspräsident können Hinweise auf eine Tätigkeit von Josef Ackermann nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der Deutschen Bank geben, etwa als neinflußreicher politischer Berater oder wirkungsmächtiger Verbandsapräsident.

Sinkender Euro

Moody`s Warnung vor einer Bonitätsherabstufung der Vereinigten Staaten, die Aussicht auf ein neues Ankaufprogramm für Staatsanleihen der Notenbank Fed und die noch nicht ausgestandene europäische Schuldenkrise ließen den Euro am Donnerstag, den 14.07.11, sinken. Der Euro bewegte sich zum Dollar in einer Bandbreite zwischen 1, 4150  und 1, 4280 Dollar. Am späten Nachmittag lag der Kurs bei 1, 4175 Dollar gegenüber 1, 42 Dollar am Vorabend.

Freitag, 15. Juli 2011

Tagebuch vom 15.07.11

Brasilien rückt in den Mittelpunkt des Interesses, nachdem die Nachrichten über die Deutsche Bank abgeflaut sind.
Brasilien ist für Siemens einer der interessantesten Märkte. In den nächsten fünf Jahren will Siemens groß investieren. Kein Wunder, ist doch Brasilien eines der interessantesten Industrieländer. Bei meiner Südamerikareise war ich sehr beeindruckt von der wirtschaftlichen Stärke des Landes. Daher rührt auch mein Interesse an Nachrichten über Brasilien. Wichtig sind für mich wirtschaftliche oder kulturelle Ereignisse. Flugzeugabstürzen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Wenn ich die Zeitungen mit wachem Blick lese, dann fallen mir schon wichtige Dinge auf. Leider bin ich nur Privatmann ohne großes Rechercheteam, so dass ich nur meine bescheidene Arbeitskraft ins Spiel bringen kann. Ich hoffe gleichwohl, genügend interessante Dinge berichten zu können.

Brasilien: Siemens und seine Geschäftschancen

Siemens will umfangreich in Brasilien investieren. In den nächsten fünf Jahren sind 600 Mill. Dollar für den Bau von drei neuen Produktionsstandorten geplant. Zwei der geplanten Fabriken sollen Anlagen für die Öl- und Gasförderung bauen und ein Werk medizinische Geräte herstellen. Der Bau eines weiteren Werkes mit Ausrichtung auf die Windenergie befindet sich noch in der Planung.
In Rio de Janeiro plant Siemens Brasil ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für die Öl- und Gasindustrie. Für dieses Projekt, das gemeinsam mit der Bundesuniversität von Rio de Janeiro betrieben werden soll, sind Investitionen von rund 50 Mill. Dollar vorgesehen.
Nach den Worten von Adilson Primo, CEO von Siemens Brasil, anläßlich einer Pressekonferenz in Rio de Janeiro wolle Siemens einerseits Partner in Forschung und Entwicklung und andererseits Lieferant von Ausrüstungen sein.
Siemens ist maßgeblich am Aufbau der brasilianischen Infrastruktur beteiligt und beschäftigt und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter. Die Nachfrage nach Lösungen für die Energieversorgung, die städtische und industrielle Infrastruktur sowie das Gesundheitswesen ist groß.
Die Hälfte der brasilianischen Elektrizität wird mit Siemens - Systemen erzeugt. 2010 stiegen die Auftragseingänge um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettoumsatz legte um ein Zehntel zu. 

Anstieg des Euro - Nachgeben des Dollar

Am Mittwochnachmittag, den 13.07.11, gab der Dollar gegenüber dem Euro nach. Der amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke hatte nämlich vorher neue Käufe von Staatsanleihen zur Stützung der Konjunktur nicht mehr ausgeschlossen. Vor dem Repräsentantenhaus sagte er, "Die derzeitige wirtschaftliche Schwäche könne länger dauern als erwartetund Deflations - Risiken wieder zurückkommen". Die Notenbank sei dann zu einer entsprechenden Reaktion bereit. Der Euro stieg nach Kursen von unter 1, 40 Dollar auf 1, 4170 Dollar. Das jüngste von zwei Anleihenkaufprgrammen von 600 Mrd. Dollar endete im Juni 2011. Der unerwartet schwache Arbeitsmarktbericht für den Juni 2011 enttäuschte die Märkte. Trotzdem äußerte sich Bernanke optimistisch zur amerikanischen Konjunktur. Die gegenwärtige wirtschaftliche Schwäche sei womöglich vorübergehend; die Konjunktur werde in den nächsten Quartalen anziehen. Er erwarte 2011 ein Wirtschaftswachstum zwischen 2, 7 und 2, 9 Prozent. 2012 könne das Wachstum zwischen 3, 3 und 3, 7 Prozent betragen. Dazu seien allerdings noch längere Zeit niedrige Zinsen erforderlich.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Tagebuch vom 14.07.11

Nachdem in den letzten Tagen sehr viel über eine Führungskrise bei der Deutschen Bank spekuliert worden ist, war es heute ruhig. So sollte es auch bleiben, damit die Bank nicht weiter ins Gerede kommt. Schließlich gibt es auch andere schwerwiegende Probleme bei der Bank wie die Klage der amerikanischen Regierung vor dem Bezirksgericht New York. Ob wirklich die Klage so unbegründet ist, wie die Anwälte der Deutschen Bank glauben machen wollen, wird das Gericht zu entscheiden haben. Das erste Argument gegen eine Haftung der Bank erscheint wenig überzeugend, weil die Deutsche Bank Mortgate IT übernommen hat. Sie ist damit Rechtsnachfolgerin der übernommenen Gesellschaft. In dem Übernahmevertrag kann allerdings geregelt sein, dass Mortgate IT für Verbindlichkeiten aus Rechtsgeschäften vor der Übernahme die Deutsche Bank von Haftungsansprüchen freistellt. Davon war in dem Schriftsatz der Rechtsanwälte der Deutschen Bank keine Rede. Deshalb überzeugt dieses Argument nicht.
Interessant ist, dass in Brasilien die Umweltgesetzgebung Konflikte zwischen der regierung und der Agrarindustrie offenlegt. Brasilien hat damit die gleichen Schwierigkeiten wie andere Industrieländer. Deshalb ist bes nachdenkenswert, ob Brasilien ein Industrieland ist. Schwellenland halte ich nach der wirtschaftlichen Größe nicht mehr für zutreffend.

Deutsche Bank: Jürgen Fitschen

Nachdem ich ein Kurzporträt von Anshu Kain nvorgelegt habe, möchte ich ein Kurzporträt von Jürgen Fitschen folgen lassen, um die mögliche neue Doppelspitze der Deutschen Bank zu vervollständigen.
Jürgen Fitschen, geboren am 01.09.1948 in Harsefeld, wuchs in Hollenbeck bei Harsefeld auf. 1966 Abitur am Athenaeum Stade, Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann, Studium der Wirtschaftswissenschaften, 1986 Betreuung das Asiengeschäft für die Deutsche Bank, wechselte er nach Asien und betreute später die Region. 1993 Bereichsvorstand für das Firmenkundengeschäft, 2001 Konzernvorstand für den Bereich Corporate & Investmentbanking, wurde er 2002 nach dem Umbau des Vorstands unter Josef Ackermann Mitglied des unter dem Vorstand angesiedelten Group Executive Committees, wo er zunächst für das Firmenkundengeschäft und seit 2004 für Regional Management verantwortlich ist und das Management Committee Deutschland leitet. Mit Wirkung zum 01.04.2009 gehört er wieder unter Beibehaltung seiner Funktion dem Vorstand an.

Brasilien: Einsatz von Agent Orange

Die brasilianische Umweltbehörde Ibama kämpft gegen die illegale Abholzung des amazonischen Regenwaldes. Bei einem Flug über den Regenwald Mitte Juni 2011 entdeckten ihre Kontrolleure eine 1, 8 Quadratkilometer weiße Fläche von Tausenden Bäumen, entlaubt und gebleicht. In der Nähe fanden sie ein Vorratslager mit vier Tonnen Agent Orange, einem Pestizid. Die Kontrolleure erwischten den Schuldigen. Ihm droht eine Geldstrafe zwischen 250.000 und 1 Mio. Euro.
Ibama kontrolliert verstärkt die strengen brasilianischen Umweltgesetze. Die Agrarindustrie will die Gesetze aushöhlen. Ein vom Parlament verabschiedeter Gesetzentwurf will den Anteil an Regenwald, den ein Großgrundbesitzer auf Ländereien am Amazonas stehen lassen muss, von 80 auf 50 Prozent senken. Außerdem sollen illegale Abholzungen rückwirkend amnestiert werden.
Nach Aussage von Jefferson Lobato, dem Chef der Ibama - Kontrolleure, beschleunigt der Einsatz von Pestiziden die Rodung von im Eigentum des Staates stehendem Land, an dem Farmer und Holzfäller Interesse haben. Nach Studien sind Viehbauern für zwei Drittel der Abholzungen verantwortlich. Auf öffentlichen Ländereien lassen sie ihre Rinder illegal grasen. Außer den Viehzüchtern greifen Sojaproduzenten oder Holzhändler illegal zur Kettensäge.
In Erwartung des neuen Umweltgesetzes stieg die Anzahl der Rodungen im Regenwald dramatisch an. Seit Ende Mai 2011 starben sechs Umweltaktivisten. 2010 waren es 34. Die brasilianische Regierung will die Umweltaktivisten im Regenwald durch den Einsatz einer Eliteeinheit der Polizei schützen. Auch gegen die Agrarindustrie will sie vorgehen.
Sollte der brasilianische Senat dem Entwurf des Umweltgesetzes nicht zustimmen, will die Präsidentin ihr Veto einlegen, nachdem das Parlament mit großer Mehrheit zugestimmt hatte.





Deutsche Bank: Josef Ackermann in den Aufsichtsrat?

Nach den bis jetzt vorliegenden offiziellen Äußerungen von Josef Ackermann und der Deutschen Bank will Josef Ackermann nicht in den Aufsichtsrat wechseln.
Es gibt Stimmen im Aufsichtsrat,die zu gegebener Zeit einen Wechsel für wünschenwert halten. In diesem Sinne hat sich Marlehn Thieme, Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat, geäußert. Auch andere Mitglieder des Aufsichtsrates sollen sich dieser Meinung angeschlossen haben.

Deutsche Bank wehrt sich

Ich hatte mitgeteilt, dass die amerikanische Regierung die Deutsche Bank auf Schadensersatz wegen falscher Angaben zu Hypothekenkrediten verklagt hat. Die Anwälte der Bank haben beim New Yorker Bezirksgericht Unterlagen eingereicht und bewerten die Klage als fehlerhaaft. Die Bank habe kurz nach der Übernahme von Mortgate IT die Kreditvergabe eingestellt. Die Klage betreffe schwerpunktmäßig Darlehen vor der Übernahme von Mortgate durch die Deutsche Bank. Die amerikanische werfe der Deutschen Bank nicht vor,Hypothekenkredite in das Förderprogramm eingereicht zu haben. Es gebed weder eine unmittelbare noch eine mittelbare Verantwortung der Deutschen Bank.

Nestlè: Finanzierung von Hsu Fu Chi International

Ich hatte berichtet, dass sich Nestlè an Hsu Fu Chi International mit 60 Prozent beteiligen will. Inzwischen sind Einzelheiten über den Kaufpreis bekannt geworden. Er soll 1, 4 Mrd. CHF betragen. Geplant ist die Übernahme durch ein "Scheme of Arrangement". Danach kauft Nestlè die unabhängigen Aktionäre, Anteil 43, 5 Prozent, aus und übernimmt ein Aktienpaket von 16, 5 Prozent der Gründerfamilie. Die Gründerfamilie hält dann noch einen Anteil von 40 Prozent.

Euro unter 1, 39 Dollar

Am Dienstag, den 12.07.11, interessierten sich die Anleger wegen der ungelösten Schuldenkrise in Europa nicht für den Euro. Sein Kurs gab in der Spitze um mehr als 2 Cent auf 1, 3837 Dollar nach. Unruhe rief die Aussage des niederländischen Finanzministers Jan Kees de Jager hervor, ein selektiver Zahlungsausfall Griechenlands sei nicht mehr ausgeschlossen.
Nach Beruhigung der Investoren durch die Auktion italienischer Geldmarktpapiere am Rentenmarkt stieg der Kurs des Euro am Nachmittag wieder über 1, 39 Dollar.
Stark unter Druck war der Euro gegenüber dem Schweizer Franken als sicherer Anlagehafen. Mit 1, 1554 Franken stand der Euro deutlich unter dem Vortagesniveau von 1, 1734 Franken.
Nach Ansicht von Devisenanalysten sind die aktuellen Bewegungen am Devisenmarkt keine Euro - Schwäche, sondern Anzeichen einer Erholung des Dollar. Der Dollar verlor gegenüber dem Euro in den vergangenen zwölf Monaten etwa 12 Prozent. Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals beflügelte den Dollar.
Selbst die schlechten Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt am Freitag, den 08.07.11, wirkten sich auf den Kurs des Dollar nicht aus. Bei einer weiteren Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise wechseln viele Anleger in den Dollar. Die amerikanische Schuldenkrise gerät aus dem Blickfeld. Der Dollar als sicherer Hafen ist paradox, weil die Politiker in den Vereinigten Staaten über eine Anhebung der Schuldengrenze diskutieren, während die europäischen Politiker nach Strategien zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise suchen.
Der Schweizer Franken wird bis auf weiteres stark bleiben, bis die europäische Schuldenkrise nicht gelöst ist. Erst nach einer Lösung ist mit einer Abwertung des Franken zu rechnen.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Tagebuch vom 13.07.11

Im Aufsichtsrat der Deutschen Bank gibt es keine einheitliche Meinung. Ein Mitglied der Arbeitnehmerseite hat sich dafür ausgesprochen, dass sich Josef Ackermann nach einem gewissen Zeitablauf dafür entscheiden sollte, Mitglied des Aufsichtsrats zu werden. Damit kann nur der Ablauf der Karenzzeit gemeint sein. Ob das den Vorstellungen von Josef Ackermann entspricht, ist unklar, weil es im Widerspruch zu seinen bisherigen Äußerungen steht.
Die Wahl von Jürgen Fitschen in die Doppelspitze, die an die Stelle von Josef Ackermann treten soll, stößt auf Zustimmung, weil er die Spitzen der deutschen Politik gut kennt. Es erscheint sinnvoll, sich mit seiner Person zu beschäftigen.

Starker Schweizer Franken schwacher Euro

Spekulationen, nach Griechenland und Portugal könne sich die europäische Staatsschuldenkrise auf Italien und Spanien ausdehnen, ließen am Montag, den 11.07.11, den Euro unter Druck geraten. Der Euro sank auf 1, 4019 Dollar. Der Schweizer Franken gewann fast zwei Prozent und stieg auf den rekordwert von 1, 1694 Franken je Euro. Mitte März 2011 bezahlten Anleger noch 1, 32 Franken für einen Euro. Bereits am Freitag, den 08.07.11, verlor der Euro nach dem Anstieg der Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen. Das zweite Rettungspaket für Griechenland belastet außerdem die Stimmung an den Devisenmärkten. Es bleibt vor allem unklar, in welchem Umfang Banken, Versicherungen und Investmentfonds an dem rettungspaket beteiligt werden sollen, ohne dass die Ratingagenturen dem hoch verschuldeten Land einen Zahlungsausfall bescheinigen. Auf die Beteiligung privater Gläubiger legen außer Deutschland die Niderlande, Österreich und Finnland Wert.

Allianz SE: Kaufempfehlung

Die National - Bank in Essen empfiehlt, die Allianz Aktie mit einem Kursziel von 120 Euro zu kaufen (aktueller Kurs 92 Euro). Der Versicherungskonzern könne mit steigenden Prämieneinnahmen in seinen wichtigsten Geschäftsbereichen rechnen. Der erwartete Zinsanstieg verbessere die Aussichten des Lebensversicherungsgeschäfts. Die Sparte Kapitalverwaltung trage zusehends zum Gesamtergebnis bei.

DAX und SMI Wochenbericht (11. - 15.07.11)

Am Montag, den 11.07.11, erlitten die Kurse an den europäischen Aktienbörsen kräftige Verluste. Nach Griechenland, Irland und Portugal geiet nun auch Italien in den Strudel der europäischen Schuldenkrise. Am Nachmittag nahmen die Kursverluste zu.
Der DAX in Frankfurt gab um 2, 5 Prozent auf 7215 Punkte nach. Die Aktie der Commerzbank verlor mehr als 7 Prozent und die Aktie der Allianz mehr als 5 Prozent. Beide Finazdienstleister halten einen hohen Bestand an italienischen Staatsanleihen.
Der SMI in Zürich sank unterdurchschnittlich um 1, 8 Prozent auf 6040 Punkte.
Am Dienstag, den 12.07.11, gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten weiter nach.
Der DAX in Frankfurt sank im Handelsverlauf für kurze Zeit unter 7000 Punkte, stieg aber am Nachmittag 7170 Punkte, ein Verlust von 0, 8 Prozent gegenüber dem Vortagesschluß. Die Aktie der Deutschen Bank verlor rund 1 Prozent, die Aktie der Commerzbank blieb nahezu unverändert. Beide Werte gingen zu Handelsbeginn um mehr als 4 Prozent zurück.
Der SMI in Zürich gab um 0, 5 Prozent auf 6025 Punkte nach.
Am Mittwoch, den 13.07.11, stiegen am Nachmittag die Aktienkurse an den europäischen Aktienbörsen deutlich. Für den Anstieg sorgte eine Äußerung des amerikanischen Notenbankpräsidenten Ben Bernanke, dass er neue Staatsanleihenkäufe zur Beschleunigung des Tempos der amerikanischen Wirtschaft in Aussicht stellte.
Der DAX in Frankfurt legte überdurchschnittlich um 1, 3 Prozent auf 7270 Punkte zu.
Der SMI in Zürich stieg um 0, 3 Prozent auf 6035 Punkte.
Am Donnerstag, den 14.07.11, gaben die Kurse an den europäischen Aktienmärkten teilweise deutlich nach. Die Verluste gingen bis kurz vor Handelsschluß zusehends zurück. Die Warnung der Ratingagentur Moody`s, die Bonitätsnote der Vereinigten Staaten zurückzustufen, belastete die Stimmung an den Börsen. Die Vereinigten Staaten können am 02.08.2011 zahlungsunfähig sein, wenn sich die Politiker nicht darauf einigen, die Schuldenobergrenze des Landes anzuheben. In Europa stufte die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote Griechenlands um drei Stufen auf "CCC" herab.
Der DAX in Frankfurt sank um 0, 8 Prozent auf 7210 Punkte. Die Aktien der Commerzbank und von SAP gehörten zu den größten Kursverlierern. In einem von Oracle angestrengten Patentrechtsverfahren forderte SAP, die Strafe von 1, 3 Mrd auf 408 Mio. Dollar zu reduzieren.
Der SMI in Zürich gab um 0, 8 Prozent auf 5976 Punkte nach.
Am Freitag, den 15.07.11, bgrenzten die europäischen Aktienindizes am Nachmittag ihre Verluste, der DAX drehte sogar ins Plus. Vor allem Banktien stiegen.
Der DAX in Frankfurt gewann bis eine Stunde vor Handelsschluß 0, 4 Prozent auf 7240 Punkte, nachdem er am Vormittag bis auf 7145 Punkte gesunken war. Entgegen dem europäischen Trend gab der Kurs der Aktie der Deutschen Bank nach.
Der SMI in Zürich gab um 0, 6 Prozent auf 5940 Punkte nach.

Dienstag, 12. Juli 2011

Tagebuch vom 12.07.11

Nach dem Vorschlag des Nominierungsausschusses des Aufsichtsrats der Deutschen Bank wird die Bank eine Doppelspitze bekommen, sofern der Aufsichtsrat dem Vorschlag zustimmt. Für eine Ablehnung gibt es keine Anzeichen. Nachdem Josef Ackermann nicht in den Aufsichtsrat wechselt, wird es wahrscheinlich, dass er auf der Hauptversammlung 2012 seinen Posten als Vorsitzender des Vorstands aufgibt, wenn er sein Umsatzziel erreicht. Es wird Zeit, dass die Spekulationen um die Besetzung des Vorstands abnehmen, damit sich die Bank wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren kann, nämlich Umsatz zu machen und aus den negativen Schlagzeilen herauszukommen.
Auch bei SAP gibt es Personalprobleme, nachdem die Personalchefin hingeschmissen hat.

Deutsche Bank: Aufgabe des Vorstands

Bei der Suche eines Nachfolgers für den ausscheidenden Vorsitzenden des Vorstands der Deutschen Bank Josef Ackermann ist es wichtig, sich mit der Aufgabe des Vorstands zu beschäftigen.
Der Vorstand ist das Leitungsorgan einer Aktiengesellschaft, vertritt die Gesellschaft nach außen gerichtlich und außergerichtlich und ist nach innen mit der Führung der Geschäfte betraut.  Dem Vorstand ist bei der Geschäftsführung ein weiter Handlungsspielraum zuzubilligen.
Bei einer Aktiengesellschaft mit mehr als 3 Mio. Gundkapital muss sich der Vorstand aus mindestens zwei Personen zusammensetzen. Besteht der Vorstand aus mehreren Personen, herrscht grundsätzlich Gesamtgeschäftsführungsbefugnis und Gesamtvertretung. Bei einer Aktiengesellschaft mit mehr als 2.000 Arbeitnehmern muss dem Vorstand nach dem Mitbestimmungsgesetz ein Arbeitsdirektor angehören.
Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung weisungsunabhängig mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters. Der Vorstand hat die Pflicht, die ordentliche Hauptversammlung einzuberufen, auf das Wettbewerbsverbot zu achten und den Aufsichtsrat über die Entwicklung des Unternehmens in Kenntnis zu setzen. Daneben hat er den Jahresabschluß und den Lagebericht aufzustellen und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorzulegen.

Deutsche Bank: Doppelspitze mit Anshu Jain und Jürgen Fitschen ?

Der Nominierungsausschuß des Aufsichtsrats der Deutschen Bank, bestehend aus Clemens Börsig, Werner Wenning und Tilman Todenhöfer, wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, Anshu Jain, Investmentbanker, und Jürgen Fitschen, Regional- und Deutschlandvorstand, als Doppelspitze für den Vorstand zu benennen. Die Deutsche Bank teilte mit, Josef Ackermann wolle nicht in den Aufsichtsrat wechseln.

SAP: Ausscheiden von Angelika Dammann

Angelika Dammann, im Frühjahr 2010 in den Vorstand von SAP berufen, Personalchefin, ist aus persönlichen Gründen von ihrem Posten abgetreten. Ihr Ausscheiden ist als Reaktion auf Vorwürfe zu verstehen, in denen behauptet wurde, sie wolle den SAP  - Learjet länger als vertraglich vereinart für private Heimflüge nach Hamburg nutzen. Außerdem arbeite sie weiter nebenbei als Anwältin. Trotz Dementi von SAP war Frau Dammann es nicht gelungen, die Mitarbeiter von SAP hinter sich zu bringen. Aufsichtsratsvorsitzender und Mitbegründer Hasso Plattner bedauerte das Ausscheiden ausdrücklich.  Frau Dammanns Aufgaben soll Finanzchef Werner Brandt kommissarisch übernehmen.

Montag, 11. Juli 2011

Tagebuch vom 11.07.11

Gestern, den 10.07.11, hat der Nominierungsazsschußß des Aufsichtsrats der Deutschen Bank dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, als Nachfolger für Josef Ackermann als Vorstandsvorsitzendem der Deutschen Bank eine Doppelspitze, bestehend aus Anshu Kain und Jürgen Fitschen, vorzuschlagen. Für den Ausschuß war wahrscheinlich die Überlegung maßgeblich, dass Anshu Jain in Deutschland nicht genug Beziehungen zur Politik und Wirtschaft hat, so dass es erforderlich ist, ihm einen erfahrenen Bankmanager mit guten Beziehungen zur deutschen Politik und Wirtschaft zur Seite zu stellen. Dafür bot sich Jürgen Fitschen an, mit 63 Jahren nicht zu alt, aber alt genug, um nicht eine dauerhafte Entscheidung zu treffen. Es handelt sich um eine vorläufige Lösung, weil die Nachfolge nicht dauerhaft gelöst ist. Die Deutsche Bank wird vorübergehend zur Ruhe kommen, aber es wird im Hintergrund immer wieder Spekulationen geben. Wie zu erwarten war, hat sich Josef Ackermann nicht als Mitglied für den Aufsichtsrat ins Spiel gebracht. Er wird die Karenzzeit abwarten. Was nach Ablauf der Karenzzeit passieren wird, wird sich zeigen. Ich vermute, Josef Ackermann wird eine Tätigkeit an der Universität Sankt Gallen, wo er schon früher Tätig war, oder an der London School of Economics wegen seiner KLenntnisse des Investment Bankings oder auch an der University of Chicago wegen ihres Rufes aufnehmen. Josef Ackermann wird sich bald entscheiden, ähnlich wie sein Favorit Axel Weber.

Deutsche Bank: Aufgabe des Aufsichtsrats

Bei der Auswahl des Nachfolgers von Josef Ackermann geht es unter anderem darum, welche Aufgaben Aufsichtsrat und Vorstand haben. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was ein Aufsichtsrat ist.
Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollgremium bei Kapitalanlagegesellschaften. In einer Aktiengesellschaft führt der Vorstand das Unternehmen. Seine Tätigkeiten kontrolliert der Aufsichtsrat. Die Rechtsgrundlage seiner Tätigkeit sind die §§ 95 bis 116 AktG. Vorstand und Aufsichtsrat sind gesonderte Gemien.
Zur Überwachung des Vorstands hat er Prüfungs- und Berichtspflichten sowie die Möglichkeit, Geschäftsführungsmaßnahmen von seiner Zustimmung abhängig zu machen.
Bei einer Aktiengesellschaft mit mehr als 500 bis 2.000 Beschäftigten setzt sich der Aufsichtsrat aus zwei Dritteln Anteilseignern und einem Drittel Arbeitnehmer zusammen. Die Hauptversammlung wählt die Anteilseigner, die Mitarbeiter der Gesellschaft wählen die Arbeitnehmer.
Die Satzung der Aktiengesellschaft regelt die Arbeit des Aufsichtsrats. Außerdem verfügt er über eine eigene Geschäftsordnung. Für Spezialthemen gibt es den Prüfungs- und den Präsidialausschuß.
Aktive Vorstände dürfen dem Aufsichsrat nicht angehören. Ausgeschiedene Vorstände dürfen erst nach einer zweijährigen Karenzzeit dem Aufsichtsrat angehören.
Im Zusammenhang mit der zu regelnden Nachfolge von Josef Ackermann sind im Wesentlichen die wichtigsten Informationen.

Sonntag, 10. Juli 2011

DAX und SMI Wochenbericht (04. - 08.07.11) Schlußbetrachtung

Die schlechten Arbeitsmarktzahlen aus den Vereinigten Staaten und die Euro Schuldenkrise wirkten sich negativ auf den DAX aus. Besonders die amerikanischen Arbeitsmarktzahlen ließen am Freitag, den 08.07.11, den DAX um 100 Punkte fallen.
Das Jahreshoch des DAX stellt einen wichtigen charttechnischen Widerstand dar. Ein Ausbruch ist wegen der Euro Schuldenkrise und der schwer abzuschätzenden konjunjturellen Entwicklung in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Deshalb ist eine Seitwärtsbewegung der Börse wahrscheinlich. Ob die im zweiten Quartal zur Veröffentlichung anstehenden Unternehmensergebnisse einen positiven Schub bewirken bleibt abzuwarten. Mit einem Kursverlust von einem Drittel ist die Aktie der Commerzbank bis jetzt der schwächste Wert.
Bis zum Freitagnachmittag verlor der SMI in Zürich 0, 8 Prozent. Die Genußscheine von Roche waren deutlich im Minus nach einem negativen Bericht eines Expertengremiums der FDA gegen die Zulassung von Avastin zur Behandlung von metastasiriendem Brustkrebs. Roche will außerdem die Entwicklungs- und Marketingrechte an einem Diabetes - Inhibtor an seine Tochtergesellschaft Chugai zurückgeben.

Gewinner / Verlierer

  1. SAP                + 4, 3 %
  2. Allianz SE         + 0, 5 %
  3. Nestlè             + 0, 18 %
  4. Deutsche Bank      + / - 0 %
  5. Roche GS           - 3, 26 %

Unbeeindruckt von den schwachen Arbeitsmarktzahlen aus den Vereinigten Staaten und der Euro Schuldenkrise stiegen die Aktien von SAP. Die Euro Schuldenkrise bremste die Entwicklung von Allianz SE und der Deutschen Bank. Bei der Deutschen Bank wirkte sich die anhaltende Diskussion um die Nachfolge von Josef Ackermann negativ aus. Der negative Bericht eines amerikanischen Expertengremiums der FDA belastet Roche Genußschein.

Euro und amerikanische Konjmuktursorgen

Nach anfänglichen Verlusten erholte sich der Euro am Freitag, den 08.07.11, wieder und stand am späten Nachmittag bei 1, 4318 Dollar. Der Euro verlor in dieser Woche insgesamt 1, 4 Prozent. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank stand bei 1, 4242 Dollar (Donnerstag, den 07.07.11, 1, 4247 Dollar).
Berichte über den europäischen Banken - Stresstest wirkten sich negativ auf den Euro aus. Die unerwartet schwachen Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten sorgten am Nachmittag für eine Wende.

Samstag, 9. Juli 2011

Tagebuch vom 09.07.11

In der Verlängerung ist die deutsche Frauennationalmannschaft nach hartem Kampf gegen Japan bei der Fußballweltmeisterschaft mit 0 : 1 ausgeschieden. Das ist schade, aber davon geht die Welt nicht unter.
Morgen tagt der Ausschuß des Aufsichtsrats, der über die Nachfolge von Josef Ackermann bei der Deutschen Bank entscheidet.Nach übereinstimmenden Berichten der Financial Times Deutschland und Der Welt wird es eine Doppelspitze, bestehend aus Anshu Jain und Jürgen Fitschen, geben. Es gibt Spekulationen, ob Josef Ackermann in den Aufsichtsrat wechselt. Nach den bisher vorliegenden offiziellen Stellungnahmen, will Ackermann nicht in den Aufsichtsrat wechseln. Ich denke, man sollte abwarten.