In der vorbezeichneten Börsenwoche verlor der DAX 2, 6 Prozent. An den europäischen Börsen konnte noch gehandelt werden. Selbstverständlich ist diese Tatsache nicht mehr. In Spanien dürfen seit dem 23.07.12 sämtliche Aktien drei Monate lang nicht leerverkauft werden, in Italien zumindest eine Zeitlang die Finanzwerte nicht. Die Aktie der Deutschen Bank verlor nochmals deutlich an Wert. Der vorgelegte Bericht über die Geschäftstätigkeit im zweiten Quartal 2012 enttäuschte die Marktteilnehmer. Außer den enttäuschenden Zahlen belastete den Aktienkurs die Frage, welche Belastungen auf die Deutsche Bank durch die Manipulationen des Interbankenzinssatzes Libor zukommen können. Der Aktienkurs der Commerzbank näherte sich seinem historischen Tief von 1, 116 Euro. Positiv für die Stimmung auf dem Aktienmarkt war die Äußerung von EZB Präsident Mario Draghi, alles in seiner Macht stehende zu tun, um den Euro zu erhalten. Nach dieser Äußerung stiegen die Kurse an den Börsen. Es bleibt abzuwarten, wie lange die positive Stimmung anhält. Trotz einer stärker als erwartet ausgefallenen Kurskorrektur bleibt das Kursziel zwischen 6850 und 6900 Punkten bestehen.
In der oben genannten Börsenwoche sank der MDAX 1, 6 Prozent. 11000 Punkte sind eine in den letzten zwölf Monaten nicht zu überwindende Hürde.
In der Börsenwoche vom 23. - 27.07.12 erhöhte sich der SMI 0, 97 Prozent. Trotz der angelaufenen Berichtssaison sorgten Aussagen des deutschen Wirtschaftsministers Rösler über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro Zone am Beginn der Börsenwoche für eine negative Stimmung an der Börse. Gerüchte, dass sich der Internationale Währungsfonds nicht weiter an der finanziellen Unterstützung Griechenlands beteiligen werde, drückten ebenfalls auf die Stimmung. Lediglich die oben genannte Äußerung von Mario Draghi wirkte sich positiv auf die Stimmung aus. Hingegen gaben die Halbjahres von Roche keine Impulse. Sie übertrafen zwar die Erwartungen, aber das Ergebnis war von mehreren Sondereffekten belastet.
In der vorgenannten Börsenwoche sank der Wechselkurs des Euro im Verhältnis zum Dollar 0, 2 Prozent. Ein Test der Marke von 1, 20 Dollar kann bevorstehen. Sollte es dazu kommen, verläuft bei einem Kurs von 1, 188 Dollar eine Unterstützung. Nach oben befindet sich bei 1, 214 / 1, 216 Dollar eine Unterstützung.
In der oben genannten Börsenwoche entwickelten sich die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen unterschiedlich. Zehnjährige Bundesanleihen erhöhten sich 0, 09 Prozent, während US amerikanische Staatsanleihen gleicher Laufzeit 0, 09 Prozent sanken.
Nachdem der Bund Future in der Börsenwoche vom 16. - 20.07.12 146 Prozent überschritten hatte, kam es in der Börsenwoche vom 23. - 27.07.12 zu einer moderaten Kurskorrektur auf 143 - 144 Prozent.
Gewinner / Verlierer
- SAP + 3, 14 %
- Adidas + 2, 11 %
- Commerzbank + 1, 66 %
- ThyssenKrupp + 1, 46 %
- Nestlè + 0, 68 %
- Allianz SE - 0, 38 %
- Roche GS - 1, 81 %
- Deutsche Bank - 1, 84 %
- LEONI NA - 2, 11 %.
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