Tagebch, Reisen und mehr

Montag, 31. Dezember 2012

2013 - ein gutes neues Jahr

Nachdem ich gut in das neue Jahr gekommen bin, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein gutes neues Jaahr und möcht mich auf diesem Wege für das an meinem Weblog gezeigte Interesse bedanken.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Singapur

Bei feucht schwülem Wetter legte das Schiff in Singapur an. Im Hafeninfo heisst es:
Auf den ersten Blick
Der Stadtstaat Singapur liegt auf der gleichnamigen Inseel vor der Südspitze der  malaysischen Halbinsel - auf der einen Seite das Südchinesische Meer, auf der anderen die Strasse von Malaysia. Zu Singapur, einer der am dichtesten besiedelten Städte der Welt, gehören neben der grossen auch noch 59 kleinere, teilweise winzige Inseln. Mit einer Gesamtfläche von mehr als 700 Quadratkilometern ist die futuristisch wirkende Metropole  etwas kleiner als das Bundesland Hamburg. Ca. 5 Millionen Menschen leben in der ehemaligen britischen Kronkolonie. 
Sehenswwürdigkeiten
Sauberste Metropole der Welt
Sauberkeit hat ihren Preis! Das weiss man in Singapur: Wer Zigarettenkippen oder Bobonpapier auf die Strasse wirft, zahlt 1.000 Singapur - Dollar (500 Euro) Strafe. Noch teurer wird es, wenn Getränkedosen oder Papiertaschentücher neben der Tonne landen. Dann kann sogar das Doppelte fällig werden. Kaugummi kauen war lange verboten, ist inzwischen aber wieder erlaubt - auf Rezept. Das alles mag befremdlich klingen, verfehlt jedoch seine Wirkung nicht. Singapur gilt als die sauberste Metropole der Welt. Das Leben spielt sich überwiegend in vier zentralen Bereichen ab: im alten Kern am Singapore River, in den ethnischen Bezirken Little India und Chinatown sowie entlang der grossen Einkaufsmeile, der Orchard Road. Doch Singapur, die alte Hafenstadt, fängt bereits unmittelbar am Wasser an. Das hypermoderne Harbour Front Center am Kreuzfahrt - Terminal ist die schmucke Visitenkarte und hat mit der Vivo City eines der neuesten Einkaufszentren der Welt. Noch verlockender ist jedoch der kurze Trip nach Sentosa Island, Singapurs gewaltiger Spielwiese. Die spektakulärste Art und Weise, auf die Insel zu gelangen, ist eine Fahrt mit der Seilbahn. Grandiose Blicke sind dabei garantiert. Direkt zum Strand geht es im Vergnügungsparadies ganz rasant auf der 650 Meter langen Rodelbahn, dem Sentosa Luge. So sehr das tropische Inselparadies, das Vergnügungspark und Naherholungsgebiet zugleich ist, jedoch zum Faulenzen einlädt: Eigentlich bleibt dazu gar keine Zeit. In der Underwater World, einem der grössten Aquarien Asiens, tummeln sich die Meeresbewohner direkt vor ihrer Nase. In der Dolphin Lagoon darf man seinen Augen ruhig trauen. Die Delfine sind rosafarben und weltbekannt. 1.500 Schmetterlinge flattern im Butterfly Park um die Wette, und die Zahl der Krabbelviecher im Insect Kingdom ist noch wesentlich grösser.
Vielfältige Museumslandschaft
Immer neue Attraktionen warten auf Sentosa auf die Besucher. Jüngste Errungenschaft ist der 131 Meter hohe Sky Tower, der einen spektakulären Panorama - Rundblick möglich macht. Geschichte leicht gemacht, heisst es in den Images of Singapore, in dem die Technik des 21. Jahrhunderts hilft, sich in das Singapur vor 700 Jahren zurückzuversetzen. Und auch bei einem Besuch der ehemaligen Militärbasis Fort Siloso wird Historisches gross geschrieben. Zurück in Singapur steht einem weiteren Museumsmarathon nichts im Wege. Das Asian Civization Museum bietet einen faszinierenden Überblick über 5.000 Jahre asiatische Kunst und Geschichte. Ebenfalls beeindruckend: das 119 Jahre alte Nationalmuseum in einem glänzend weissen Prachtbau mit modernem neopalladianischen Anbau, wo Singapurs Geschichte lebendig wird. Aber es gibt noch vieles mehr: das Kunstmuseum mit einer bemerkenswerten Dauerausstellung zeitgenössischer und moderner Arbeiten aus dem südostasiatischen Raum und ein Briefmarken - Museum mit philatelistischen Raffinessen aus mehr als 180 Ländern.  
Kulturelle und ethnische Vielfalt
In der stark chinesisch geprägten Stadt - 75 Prozent der Einwohner haben chinesische Vorfahren - vereint eine geschäftige Chinatown Tradition und Moderne. Das sehenswerte China Heritage Center erinnert an das kulturelle Erbe der ersten Siedler. Der Thiang - Hock - Keng - Tempel ist die älteste Hokkien - Gebetsstätte der Stadt. Doch das meist fotografierte Gebäude in diesem noch recht ursprünglich gebliebenen Stadtteil mit kleinen Läden, bunten Märkten und - natürlich - vielen Imbiss - Ständen, steht in der indischen Tradition. Der Sri - Mariamman - Tempel besticht mit aussergewöhnlich farbenprächtigen Bildern. Little India ist viel mehr als nur ein Hauch Indien in einem anderen Land. Der Bezirk ist gleichzeitig alte und neue Heimat. In den kleinen Nebenstrassen der Serangoon Road lässt sich der Subkontinent mit allen Sinnen erleben. Exotische Aromen, kunterbunte Farbenspiele und unbekannte Düfte machen bereits einen Spaziergang zu einem echten Erlebnis. Wenn es einen in die Nähe des Sri - Veeramahaliamman - Tempels verschlägt, sollte man die kunstvolle Innengestaltung bewundern. Die Abdul - Gafoor - Moschee geniesst gar den Rang eines Nationaldenkmals. Die prächtige Sultan - Moschee mit der goldenen Kuppel liegt im Bezirk Kampung Glam, dem Viertel der moslemischen und arabischen Einwohner. Das Malay Heritage Center im Palast des letzten Sultans von Singapur, Istana Kampung Glam, gibt viele Erläuterungen zu den moslemischen Wurzeln der Stadt.
Historische und moderne Prachtbauten
Die meisten historischen Gebäude finden sich im alten Kolonialviertel, wo Sir Thomas Stamford Raffles 1819 seinen Fuss auf Singapurs Boden setzte. Eine weisse Marmorstatue markiert an Raffles Landing diesen historischen Ort. Die Original - Bronzeskulptur steht vor der Victoria Concert Hall and Theatre. Der Padang ist ein grosses Cricket - Feld vor dem Rathaus, wo sowohl nach Kriegsende 1945 als auch mit der Erklärung der Unabhängigkeit 1965 Geschichte geschrieben wurde. Zwischen dem Padang und dem ruhigen Fort Canning Park befindet sich die Armenische Kirche, eines der ältesten Gebäude der Stadt, und das Raffles Hotel, Wahrzeichen und Institution. Auch der Old Supreme Court, das Old Parliament House und die St. - Andrews - Cathedral - allesamt aus der Blütezeit des Britischen Empire - sind nicht weit entfernt. Die Moderne muss sich aber nicht hinter diesen beeindruckenden Gebäuden verstecken. Der New Supreme Court ist ein Prachtbau nach einem Entwurf von Norman Foster. Auch die Esplanade - Konzerthalle, die Künstler und Artisten von Weltruf nach Singapur zieht, gilt nicht nur wegen ihres "stacheligen" Daches bereits als architektonische Ikone. Glasfassaden und Geschäftshochhäuser türmen sich an der anderen Seite des Flusses. Im Central Business District (CBD) schlägt das Herz der Finanzwelt. Hier werden Milliarden bewegt. An der Flussmündung findet man im Merlion Park eine Statue jenes merkwürdigen Kunstwesens, das seit den 1960er Jahren den Tourismus ankurbeln soll: halb Löwe, halb Fisch - der Merlion. Entlang des Ufers ziehen sich die ehemaligen Lagerhallen am Clarke Quay, Boat Quay und Robertson Quay hin, wo heute trendige Restaurants, gemütliche Cafés und angenehme Unterhaltung warten. Hier halten auch die traditionellen Bum - Boote, mit denen sich viele Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus erleben lassen.
Einkaufen: Die nationale Leidenschaft
Die Traditionen der unterschiedlichen Kulturen werden in Ehren gehalten, doch es gibt eine nationale Leidenschaft, die alle Einwohner eint und inzwischen zu einer Art Nationalsport geworden ist: Einkaufen. Der "Ku - Damm" Asiens ist die 2, 4 Kilometer lange Orchard Road - der Einkaufshimmel auf Erden. Einst gaben ihr zahlreiche Muskatnuss- und Pfefferplantagen den Namen, heute kann man noch immer im Schatten tropischer Bäume bummeln und in klimatisierten Shoppingzentren einkaufen bis zum Abwinken. Die angesagtesten Mode - Labels, die trendigsten Lifestyle - Produkte, hippe Unterhaltungsartikel, coole Technologie - Trends - es gibt nichts, was es nicht gibt. Wer an der Orchard Road nicht fündig wird, schlendert einfach weiter zur Marina Bay, wo Raffles City Shopping Centre, Citylink Mall, Suntec City Mall und die Läden am Marina Sqare unterirdisch miteinander verknüpft sind. Singapurs neueste architektonische Attraktion ist das 2010 eröffnete Hotel Marina Bay Sands: Die drei Hoteltürme mit 55 Stockwerken werden durch eine Dachterrasse, den so genannten Sands Sky Park, verbunden. Dort auf 191 Meter Höhe bieten Restaurants, Nachtclubs, einen Garten mit Bäumen sowie das mit 146 Metern weltweit grösste Aussenschwimmbad in dieser Höhe eine Menge Superlative. Natürlich geniesst man ausserdem einen 360 - Grad - Panoramablick auf Singapur.  

Samstag, 29. Dezember 2012

Port Klang / Kuala Lumpur / Malaysia

Das Schiff kam heute in Port Klang / Kuala Lumpu / Malaysia an. Im Hafeninfo heisst es:
Auf den ersten Blick
Selangor ist mit 3, 7 Millionen Einwohnern das am dichtesten besiedelte Bundesland Malaysias, wozu die Bevölkerung von Kuala Lumpur erheblich beiträgt. Die gesamte Landesfläche beträgt etwa 8.000 Quadratkilometer, Selangor hat eine lange Küste, die der Strasse von Melaka zugewandt ist. Selangors Hauptstadt ist Shah Alam, nahe Kuala Lumpur. Der grösste Überseehafen Malaysias, Port Klang, befindet sich an der Küste von Selangor. Die heutige Bundeshauptstadt Kuala Lumpur liegt sehr nahe an der Westküste der Halbinsel Malaysia, zur Strasse von Melaka sind es nur 70 Kilometer. "KL" - so der Spitzname von Kuala Lumpur - ist heute eine der am schnellsten wachsenden Metropolen Asiens. Der Name der Weltstadt bedeutet "schlammige Flussmndung". Den verpassten ihr 1857 die ersten Zinnsucher, die hier am Zusammenfluss des Gombak  und des Klang nach Edelmetall suchten. 
Sehenswürdigkeiten in Port Klang
Die Stadt Klang ist mit ihren 990.000 Einwohnern zwar die älteste Stadt des Landes, älter noch als Kuala Lumpur; aber im Vergleich zu den anderen historischen Orten im Klang - Tal hat die ehemalige Hauptstadt des Bundeslandes doch sehr an Glanz verloren. Immerhin gibt es für Romantiker hier und da immer noch Nostalgisches zu bewundern. Port Klang ist ein beliebtes Ziel für Feinschmecker, denn die hiesigen Fischrestaurants haben einen besonders guten Ruf. Chili - Krabben und gebratene Garnelen sind die lokalen Spezialitäten. Die Altstadt von Klang ist durch den gleichnamigen Fluss geteilt. Zu den wichtigsten Segenswürdigkeiten der Stadt gehört sicherlich das massive Fort Kota Raja Mahdi. Dieses Fort hatte der Herrscher von Selangor, Raja Mahdi, während des Bürgerkriegs im Jahre 1886 bauen lassen. Auch das ehemalige Lagerhaus für Waffen und Nahrungsmittel, Gedung Raja Abdullah, ist einen Besuch wert. Es stammt aus dem Jahre 1856. Schliesslich ist da noch der Stolz der Stadt, der strahlende Istana Alam Shah Palace, der so viele offizielle Zeremonien und königliche Veranstaltungen bis in die heutigen Tage erlebt hat. Der Palast ist leider nur von aussen zu besichtigen. Erinnerungen an die glorreiche Vergangenheit der Stadt Klang bietet auch die prächtige Sultan Sulaiman Moschee, deren Baustil die klassische islamische Architektur widerspiegelt. Das im Kolonialstil errichtete Gebäude Banguman Sultan Sulaiman war einst das Hauptquartier der Polizei Selangors, heute beherbergt es die lokale Stadtverwaltung.  
Sehenswürdigkeiten in "KL"
Zentralmarkt
Vor fast 50 Jahren war dies der grosse Markt der Stadt, auf dem die Bewohner ihren gesamten Lebensbedarf kauften - ein typischer asiatischer "Wet Market" eben. Aufwendig restauriert und renoviert, ist er heute ein wahres Einkaufsparadies für aller Arten (von lokaler Kunst und Antiquitäten bis zu Designermode). Auf dem 1953 mit dem "Coronation Architecture Design Award" ausgezeichneten Markt zeigen Batik - Künstler ihre Arbeiten, bieten Porträtmaler und Wahrsager ihre Dienste an und zeigen Glasbläser ihr Können.  
Platz der Unabhängigkeit
Der Padang Merdeka, wie der grosse Platz mitten im Herzen von Kuala Lumpur heisst, ist ein wichtiger historischer Punkt für alle Malaysier. Hier wurde am 31.08.1957 die britische Flagge eingeholt und die Flagge Malaysias gehisst - genau an der Stelle, wo heute der mit 100 Metern wohl höchste Fahnenmast der Welt steht. Der ganze Platz war früher das Sportfeld des Royal Selangor Clubs, das Cubhaus wurde 1910 im Tudorstil erbaut, es steht immer noch gut restauriert am Rande des Platzes. Nicht weit von hier befindet sich auch die 100 Jahre alte Marien - Kathedrale in neogotischem Stil.  
Sultan - Abdul - Samad - Gebäude
Gegenüber dem Platz der Unabhängigkeit liegt das Sultan - Abdul - Samad - Gebäude. Besonders hervorzuheben sind die maurischen Stilelemente der Fassade, die glänzenden Kupferkuppeln und der 30 Meter hohe Uhrturm. Das Gebäude wurde von dem Architekten A. C. Norman im Jahre 1897 nach mehr als zweijähriger Bauzeit fertig gestellt. Es war lange der Verwaltungssitz der Briten, danach waren hier die unterschiedlichsten Regierungsstellen zu Hause. Vor wenigen Jahren zogen diverse malaysische Ministerien ein. 
Ehemaliger Hauptbahnhof
Der an einen Palast erinnernde ehemalige Hauptbahnhof der Stadt wurde im Jahre 1910 von dem um die Jahrhundertwende sehr bekannten britischen Architekten A. B. Hubbock im maurischen Stil erbaut. 1986 wurde der Bahnhof gründlich modernisiert und mit Klimaanlagen ausgestattet. Genau gegenüber des Hauptbahnhofs steht das Verwaltungsgebäude der Malaysischen Staatsbahn "KTM", das ebenfalls ein sehr sehenswertes neomaurisches Baudenkmal aus der Zeit der Jahrhundertwende ist. Der bekannte "Eastern & Orient Express" hielt hier auf der Fahrt von Singapur nach Bangkok. Seit 2001 hat Kuala Lumpur einen neuen Hauptbahnhof: KL Sentral. Der alte Hauptbahnhof fungiert noch als Drehscheibe für den Nah- und Regionalverkehr.  
Nationalmoschee
Malaysias Nationalmoschee befindet sich in der Nähe des alten Hauptbahnhofs und ist durch ihr gefaltetes Dach ein markanter Punkt in der Innenstadt. Besucher sollten bei der Besichtigung die traditionellen Regeln befolgen: Schuhe ausziehen und dezente Kleider tragen (spezielle Kleidung kann an der Pforte, wenn notwendig, ausgeliehen werden).  
Nationalmuseum
Das malaysische Nationalmuseum liegt auf einem kleinen Hügel an der Jalan Travers nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Es wurde schon kurz nach der Unabhängigkeit im Stil malaysischer Paläste erbaut. Auf der Aussenwand befinden sich zwei gewaltige Mosaike, die Szenen aus der Geschichte zeigen und die bewegte Vergangenheit des Landes festhalten. Das Museum hat vier Abteilungen, unter anderem eine naturwissenschaftliche, eine ethnografische und eine geschichtliche - und im Freigelände stehende Eisenbahnen, Flugzeuge, Fahrzeuge, uralte Geschütze und Skulpturen.  
Lake Gardens
Die auch "Taman Tasik Perdana" genannten Lake Gardens liegen wie eine grüne Lunge in der Innenstadt von Kuala Lumpur. Sie stammen in ihrer ursprünglichen Planung aus dem Jahre 1880. Der Park ist etwa 92 Hektar gross und hat in der Mitte einen schönen künstlichen See. Das üppige Grün und die blühenden Büsche und Blumen werden von hohen, schattigen Bäumen überdacht. Hier gibt es Kinderspielplätze, Wege für Jogger, viele Rastplätze, Sporteinrichtungen und auf dem See sogar Gelegenheit zum Paddeln. Zu den Lake Gardens gehören ein Orchideengarten mit 3.000 verschiedenen Orchideen, ein Hibiskusgarten mit 2.200 verschiedenen Hibiskuspflanzen, ein Schmetterlingspark moit 6.000 Schmetterlingen, darunter alle 120 in Malaysia lebenden Spezies, ein Vogelpark mit mehr als 5.000 Vögeln (100 Arten) sowie ein Hirschpark mit Moschushirschen, den kleinsten Huftieren der Welt. Inmitten der Lake Gardens befindet sich auch das Nationaldenkmal des Landes, das zu den grössten freistehenden Bronzeskulpturen der Welt gehört. In allen Parks wird ein Eintrittsgeld erhoben.  
Sri Mariamamman - Tempel
Dieser Tempel in der Jalan Bandar gilt als der wohl prächtigste Hindutempel ganz Malaysias. Er wurde im Jahre 1873 gebaut. Beachtenswert sind die bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Verzierungen und fein geschnitzten Ornamente, die mit Gold eingelegt und sehr zeitaufwendiger Handarbeit hergestellt wurden. Die dabei verwendeten, edlen Materialien stammen zum Teil aus Italien und Spanien. Der Tempel geniesst nicht allein bei den Hindus in Malaysia hohe Wertschätzung.  
Petronas Twin Towers
Sie sind in der ganzen Welt bekannt: die Petronas Twin Towers. Die höchsten freistehenden Türme der Weltnragen mit ihren 88 Stockwerken 452 Meter aus der Skyline der City heraus. Dieses architektonische Wunder, welches von den fünf Pfeilern des Islam inspiriert wurde, ist das Zentrum des ultramodernen Kuala Lumpur. Die Türme beherbergen die Petronas Philharmonie sowie die Petronas Performing Arts Group. Man kann auch die Verbindungsbrücke in luftiger Höhe nutzen, die Personenanzahl für eine Besichtigung ist reglementiert. Näheres erfährt man vor Ort. 
KL Towers
Dieser moderne 421 Meter hohe Betonturm wurde im August 1996 eröffnet. Er ist der höchste seiner Art in Asien und hat einen wichtigen Platz in der aussergewöhnlichen Skyline von Kuala Lumpur. Besucher können entweder vom Aussichtsdeck oder bei einer Mahlzeit im Panorama - Restaurant einen weit reichenden Blick auf das gesamte Klang - Tal geniessen. Er dient ausserdem als Sendeturm für die Radio- und Fernsehstationen der Stadt.  
Höhlen von Batu
Die Höhlen von Batu sind ein ca. 400 Millionen Jahre altes Höhlensystemn am Stadtrand von Kuala Lumpur. Der gesamte Komplex besteht aus drei Haupthöhlen, wobei die grösste, die sogenannte Tempel- oder auch Kathedralenhöhle, nur über 272 Stufen erreichbar ist. Dort befindet sich ein Schrein aus dem Jahre 1892, der dem Gott Murugan (Sohn des Shiva) geweiht ist.  
Historischer Rückblick
Kurze Geschichte von Selangor
Die moderne Geschichte dieses Staates begann im 16. Jahrhundert, als reiche Zinnvorkommen entdeckt wurden, die viele Einwanderer anzogen und schliesslich auch die Kolonialmächte anlockten. Im 18. Jahrhundert waren die chinesischen Bugis hier Ton angebend und bestimmten die politische und wirtschaftliche Macht. Weil er Unterstützung in den Kämpfen gegen die Bugis brauchte, gab dann der malaiische Adel den Briten die Chance, in Selangor Fuss zu fassen. Die britischen Kolonialherren blieben gleich in Selangor - von 1874 bis zur Unabhängigkeit von Malaysia im Jahre 1957. Das gesamte Bundesland hat heute eine sehr gut strukturierte Wirtschaft, Landwirtschaft, Leichtindustrie, Handel und Tourismus sind die wichtigsten Standbeine. Die grössten Unternehmen des Landes haben sich in den zahlreichen Industriegebieten am Klang - Fluss angesiedelt.  

Freitag, 28. Dezember 2012

Penang / Malaysia


Heute legte das Schiff im Hafen von Penang / Malaysia an. Im Hafeninfo heisst es:
Auf den ersten Blick
Penang - das ist eine Stadt (offiziell Georgetown), eine Insel und ein Staat. Penang City wird auch die "Perle des Orients" genannt, sie gilt als eine der interessantesten und abwechslungsreichsten Städte des Ostens. Die Stadt erhielt von den Briten den Namen Georgetown, die Einheimischen nennen sie aber weiterhin "Penang City". Als 1786 der erste britische Handelsposten im fernen Osten errichtet wird, schaut Penang heute auf eine reiche Geschichte zurück und hat sich zu einer quirligen, aktiven Stadt entwickelt. Hier verschmelzen Historie, Moderne und Asien mit dem Westen. Die Insel Penang liegt vor der Nordwestküste der malaysischen Halbinsel. Ihren Namen verdankt sie dem Betelnussbaum, der in Malaysia "Pining" heisst und früher besonders üppig auf dieser Insel wuchs. Der Staat Penang besteht aus der Insel Penang und einem Streifen Festland, der als "Province Wellesley" oder "Seberang Prai" bekannt ist.  Insgesamt leben hier knapp 1, 5 Millionen Menschen. Die Staatsfläche von Penang beträgt 1.050 Quadratkilometer. Die 13, 5 Kilometer lange Schrägseilbrücke zum Festland wurde 1985 eröffnet und ist die längste Brücke Südostasiens. Aufgrund des ständig wachsenden Autoverkehrs wird die alte Fährverbindung parallel weiterbetrieben. Mit dem Bau einer zweiten, 24 Kilometer langen Brücke wurde im Jahr 2006 begonnen. 
Sehenswürdigkeiten
Fort Cornwallis
Das von den Briten in der Zeit nach der Landung von Captain Francis Light und der Inbesitznahme Penangs 1786 gebaute Fort bestand ursprünglich nur aus Palisaden. Im Jahre 1804 wurde es dann mit massiven Steinmauern versehen, die noch erhalten sind.Heute dient das Fort als Freilichtmuseum sowie als Open - Air - Theater. Besucher können in den ehemaligen KasemattenSouvenirs und auch Kunstgewerbe erstehen. Ausserdem sind hier auch alte holländische Kanonen mit einer besonderen "Lebensgeschichte" ausgestellt. Sie waren einst an den Sultan von Johor geliefert, später von den Portugiesen benutzt und wieder aufgegeben worden. Dann waren sie in Java aufgetaucht und schliesslich von Piraten ins Meer geworfen worden, bevor sie ihren Weg ins Fort fanden.  
Penang Vogelpark
Im Vogelpark von Seberang Jaya leben etwa 400 Arten exotischer Vögel in einem andertahlb Hektar grossen Park. Vogelfreunde finden hier nicht nur alle Arten aus Malaysia, sondern auch aus der gesamten tropischen Welt. Der Vogelpark wurde artgerecht angelegt und die Volieren gewährleisten einen annähernd natürlichen Lebensraum inmitten tropischer Pflanzen. Faszinierende Orchideen und duftender Hibiskus geben dem Park seine besondere Note.  
Penang Hill
Wegen des atemberaubenden Blicks über die ganze Insel und bis hin zum Festland ist ein Ausflug zum Penang Hill schon eine Pflichtübung für jeden Besucher. Der Gipfel des 821 Meter hohen Hausbergs von Penang erreichen auch Wandermuffel ganz bequem per Bergbahn. Die Bodenstation befindet sich in Air Hitam, einem Vorort von Georgetown.  
Schlangentempel
Wer schon beim Anblick von Schlangen eine Gänsehaut bekommt, sollte diese Sehenswürdigkeit in der südlichen Vorstadt von Georgetown auslassen. Denn hier ringeln sich Schlangen gemächlich um die Leuchter und Vasen auf den Altären. Sie sind realtiv harmlos, da sie immer gut gefüttert werden und von dem betäubenden Duft der Räucherstäbchen ausgesprochen müde sind. Auch sind es lange nicht mehr so viele wie früher. Inzwischen bieten Schlangenhändler ihre Dienste an: Wer möchte sich mit einer Schlange in der Hand fotografieren lassen?  
  Botanischer Garten
Blumen- und Pflanzenfreunde aufgepasst: Im Botannischen Garten kann man blühende Bäume, hohe Bambushaine und dicke Hecken bewundern. Auf dem 30 Hektar grossen Gelände befindet sich auch ein schöner Wasserfall, der geschickt in die Planung einbezogen wurde, als der Brite Charles Curtis 1884 hier den ältesten Botanischen Garten Malaysias anlegte. Er pflanzte einheimische und aus Londons Gärten eingeführte Bäume und Sträucher. Hier leben auch ziemlich dicke und besonders freche Rhesusäffchen, die vor allem die Herzen der Kinder erfreuen.
Khoo - Kongsi - Haus
Als die Vorväter der chinesischen Familie Khoo aus China nach Penang auswanderten, bauten sie dieses Klanhaus für ihre Familie. Das erste brannte im Jahre 1884 ab, es wurde damals geunkt, dass sei die Strafe für die täuschende Ähnlichkeit des Hauses mit dem Kaiserpalast in Peking. Der 1902 eingeweihte Neubau fiel bescheidener aus, ist aber immer noch sehr beeindruckend. Besonders beachtenswert ist die imposante Halle, die von den eigens zum Bau aus China angereisten Handwerksmeistern nicht nur mit feinsten Ornamenten und Schnitzereien verziert, sondern auch mit den Initialen der Arbeiter versehen wurde.
Sri Mariamman - Tempel
Dieser 1833 erbaute Hindu - Tempel beeindruckt den Betrachter besonders mit seinen zahllosen Götterfiguren über dem Haupteingang und an der Fassade. Innen kann die Statue des Gottes Subramaniam besichtigt werden, die reichlich mit Gold, Silber, Diamanten und Smaragden geschmückt ist. Die Statue wird jedes Jahr beim Umzug anlässlich des hohen Hindufestes Thaipusam durch die ganze Stadt getragen. Zum Betreten sollte man die Tempeldiener höflich um Erlaubnis fragen, die Schuhe und Kopfbedeckungen entfernen und dezent gekleidet sein. Eine kleine Spende wird als nette Geste gern akzeptiert. 
Eastern & Oriental Hotel
Die ganze Altstadt bietet sowohl sehenswerte historische Gebäude wie auch gut erhaltene Gesamtensembles. Neben den britisch - kolonialen Verwaltungsgebäuden und dem sehenswerten protestantischen Friedhof ist auch das E & O (Eastern & Oriental Hotel) einen Besuch wert. Das Hotel galt dereinst als "bestes Haus östlich des Suez" und wurde unter anderem von Schriftstellern wie Hermann Hesse, Rudyard Kipling und William Somerset Maugham gerne besucht. 
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Kek Lok Si Tempel
Dieser buddhistische Tempel bei Air Hitam, einem südlichen Vorort von Georgetown, ist eine faszinierende Mischung thailändischer und burmesischer Baustile. Der gesamte Tempelbezirk gehört zu den grössten und schönsten in ganz Südostasien und zu den bedeutendsten buddhistischen Anlagen in Malaysia überhaupt. 
Obst, Schmetterlinge und Schlangen
Östlich von Penang City gedeihen in der Tropical Fruit Farm über 200 tropische Früchte aus aller Welt. Wer sich einen Überblick über diese köstliche Vielfalt verschaffen möchte, ist in den Gärten der Anlage genau richtig und kann sie im dazugehörigen Laden auch kosten und kaufen. In der Nähe befindet sich auch die Butterfly Farm, ein grosszügiges Freigehege. Hier flattern begeisterten Fotografen über 120 verschiedene Schmetterlingsarten vor die Linse. Auch Spinnen, Skorpione und Eidechsen gibt es hier zu entdecken. Wer sich nicht vor Schlangen fürchtet, kann das 150 Jahre alte Heiligtum des Schlangentempels entdecken. Im Süden der Insel gelegen und dem Schutzgott Chor Soo Kong gewidmet, beherbergt er giftige, grüngelb gemusterte Vipern, die vom steten Weihrauch- und Räucherstäbchenduft benebelt, die meiste Zeit vor sich hindösen. Einigen Exemplaren wurden die Giftzähne aber gezogen: sicher ist sicher. 
Historischer Rückblick
Penang wurde 1786 von Captain Francis Light als britischer Vorposten der Ostindischen Kompanie gegründet. Light hatte dem Sultan von Kedah die Insel gegen eine eher vage Zusage der Unterstützung im Kampf gegen die Siamesen abgehandelt. Als Light eintraf, war die Insel relativ dünn besiedelt. Es wird heute noch eine Geschichte erzählt, wonach Francis Light Goldstücke mit einer Kanone auf die Insel schiessen liess, um die Menschen dazu zu bringen, den dichten Dschungel zu roden und das Land zu erschliessen. Er taufte die letztlich von Goldmünzen und Dschungel befreite Insel "Prince of Wales Island", dar er sie am Geburtstag des Prinzen übernommen hatte. 
Bald wurde die Stadt Georgetown gegründet und später gab der Sultan noch ein Stück Festland hinzu, welches von Light nach dem indischen Gouverneur "Province Wellesley" benannt wurde. Er bot den Siedlern auf der Insel selber an, so viel Land für sich in Besitz zu nehmen, wie sie roden und bearbeiten konnten. Die Werbung wirkte: Die damals fast unbewohnte Insel hatte um die Jahrhundertwende bereits 10.000 Einwohner. 
 Im Jahre 1805 geriet Penang unter die Herrschaft von Bengalen, 1826 bildete Penang zusammen mit Melaka und Singapur die "Straits Settlements". Der recht einträgliche Handel mit Tee, Gewürzen und Stoffen blühte und Penang wuchs zu einem der wichtigsten Handelshäfen in der Region. Im Jahre 1816 wurde hier die erste englische Schule in Südostasien eröffnet. Für die nächsten gut 100 Jahre blieb Penang unter britischer Kolonialherrschaft, bis die Insel im Jahre 1957 als unabhängig erklärt und zunächst ein Staat der Vereinigten Staaten von Malaysia wurde. Seit 1963 ist Penang Teil der Föderation Malaysia.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Sitten und Gebräuche - Südostasien

Das Schiff befindet sich auf der Fahrt nach Penang.
Deshalb schreibe ich über Sitten und Gebräuche in Südostasien.
Ich erlebe eine traumhaft schöne Reise durch die Länder Thailand, Malaysia, Singapur und Vietnam.Ich erhalte wunderbare Einblicke in die für Europäer oft sehr fremde Kultur, Architektur und Gesellschaft Südostasiens. Als Gast in einem fremden Land tut man gut daran, seine eigenen Standards und Meinungen zurückzustellen und sich überhaupt zurückzunehmen, um vielmehr  mit Empathie und Aufmerksamkeit zu beobachten. In diesem Sinne sollen die Informationen zur interkulturellen Verständigung beitragen. Die Informationen sollen helfen, Missverständnisse zu vermeiden und Brücken zu bauen.
Hier kann natürlich nicht die ganze Bandbreite von Sitten und Gebräuchen beschrieben und das jeweils "richtige" Verhalten angegeben werden. Eine aufmerksame Wahrnehmung und Beachtung der unterschiedlichen Gepflogenheiten kann ein verständnisvolles Miteinander zwischen Einheimischen und Besuchern jedoch erleichtern.
Auf dieser Reise habe ich mir ganz besondere Reiseziele ausgesucht. Von ultramoderner Architektur in Singapur und Kuala Lumpur, bis zu buddhistischen Tempeln in Thailand werde ich ganz besondere Eindrücke gewinnen.
Ich mache mir dabei bewusst, dass das gesellschaftliche Leben in Südostasien sehr viel traditioneller und konservativer ist als in Europa. Verhaltensweisen, die für uns selbstverständlich erscheinen, können im asiatischen Raum zu Missverständnissen und Konflikten führen.
Andere Länder, andere Sitten
  Die Unterschiede der verschiedenen Kulturen zur wesstlichen Welt sind gross. Wie überall auf der Welt bildeten sich die Kulturstandards der einzelnen Länder durch Übereinkunft und stabilisierten sich im Laufe der Zeit durch Tradition. Obwohl wir heute in einer multikulturellen Gesellschaft leben und diese Werte sich stetig wandeln und zunehmend mischen, bestimmen immer noch Religion und Normen die kulturellen Muster der Menschen einer Nation. Man sollte sich als Reisegast deshalb bewusst machen, dass nicht nur die Verhaltensweisen und Wahrnehmungsformen anders sind, als man es gewohnt sein mag, sondern dass auch die Kommunikation in dem jeweiligen Kulturkreis besonderen Regeln folgt.
Unterschiedliche Kulturstandards
Viele Bräuche sind in den von mir besuchten asiatischen Ländern ähnlich. Die Asiaten sind sehr gastfreundlich. Ihre Vorstellungen von persönlicher Unabhängigkeit, von Individualität und Familiensinn sind anders als im Westen, ohne dass es sich allgemein bestimmen liesse. Es würde ja auch keinem Europäer einfallen, einem Nicht - Europäer allgemeingültige Empfehlungen für den Umgang mit Europäern zu geben. Zu gross ist die Verschiedenheit ihrer Mentalitäten, etwa der des Italieners und des Briten. Das gleiche gilt natürlich auch für die Länder Südostasiens, wenn auch gewisse durchgehende kulturelle Charakteristika sich andeuten lassen. 
Vielfalt der Religionen 
Kuala Lumpur und Singapur sind weltoffene Städte. In Singapur ist eine freie Religionsausübung in der Verfassung verankert.  Die meisten der Einwohner bekennen sich zu Buddhismus und Taoismus.
In Thailand wird die Freiheit der Religionsausübung garantiert. Der Buddhismus ist aber eine Art Staatsreligion. Im Süden Thailands konzentriert sich die moslemische Minderheit.
Die Grundlage der vietnamesischen Religiosität ist die Ahnenverehrung. Auch der Glaube, dass den Naturerscheinungen Geister innewohnen, die durch Opfergaben gütig gestimmt werden müssen, ist bis heute lebendig.  Die strengen Moralvorstellungen des chinesischen Konfuzianismus hatten entscheidenden Einfluss.
Ein Zeichen der Ehrerbietung
Zur Begrüssung und beim Abschied legen Asiaten die Handflächen mt den Fingern nach oben in der Nähe des Herzens aneinander und neigen dabei leicht den Kopf. Je höher die Hände gehoben werden, desto höher ist die ausgedrückte Ehrerbietung. In Europa ist der Händedruck die gebräuchlichste Begrüssungsform. Dagegen ist in Südostasien das Händeschütteln traditionell eher ungewöhnlich, insbesondere dort, wo man viel Kontakt mit Ausländern hat, lässt sich in dieser Hinsicht eine zunehmende Westorientierung beobachten. 
Malaysia
Das gängige Gruss- und Segenswort im mehrheitlich muslimischen Malaysia ist "Selamat" (oder auch "Salam a`leikum"). Unter Malaien ist es üblich, dass man sich die rechte Hand reicht und ein wenig verbeugt.  Es können aber auch beide Hände bei der Begrüssung gefasst werden, was eine besondere Ehrerbietung bedeutet. Muslimische Frauen hingegen pflegen, im Unterschied zu Männern, nicht mit Handschlag begrüsst zu werden.
Singapur
In Singapur lässt sich bei allen Unterschieden zwischen den einzelnen Volksgruppen eine zunehmende Vermischung der Umgangsformen beobachten. Die konfuzianische Ethik ist bei den chinesischstämmigen Singapurern tief verwurzelt, weshalb etwa älteren Menschen ein besonderer Respekt entgegengebracht wird.  
Vietnam
Die vietnamesische Begrüssungsformel "Xin Chao!" (Aussprache "Tzin Tjjao") gilt den ganzen Tag über und bedeutet "Hallo / Guten Tag" und "Tschüss / Auf Wiedersehen" zugleich. Soie wird meist mit einem Kopfnicken und der Namensnennung des Gegenübers verbunden. Bei der Begrüssung eines Fremden pflegt man oft seine rechte Hand mit beiden Händen zu umschliessen. Den Handschlag haben die Vietnamesen von ihren ehemaligen Kolonialherren, den Franzosen, übernommen und benutzen ihn in erster Linie bei ausländischen Gästen. Wenn ein Vietnamese oder Malaie beide Hände reicht bzw. ergreift, handelt es sich um eine besondere Respekterweisung. Frauen beugen zur Begrüssung üblicherweise nur leicht den Kopf. Zurückhaltung, Bescheidenheit, leises Auftreten und Selbstkontrolle in jeder Situation sind typisch für Vietnamesen. Deshalb stossen Hektik und Ungeduld auf Unverständnis. Die Herstellung und Wahrung einer harmonisch - angenehmen Atmosphäre ist den Vietnamesen wichtiger als eine Auseinandersetzung oder das Ansprechen von möglichen Konflikten.  
Thailand
Die thailändische Begrüssungsformel "Sawadee!" besagt in etwa "Fühlen Sie sich wohl?". Das traditionelle "Wai" ist etwas vom Schönsten und Anrührendsten, das einem Gast entgegengebracht werden kann. Es ist eine Geste, in der man sich vor dem Gegenüber mit vor der Brust aneinander gelegten Händen verbeugt. Dafür gibt es fein abgestufte Regeln, die die ganze Rangordnungspalette und mehr beinhalten. Der "Wai" wird übrigens nicht nur zur Begrüssung, sondern auch zur Verabschiedung benutzt und darüber hinaus auch dazu, Dank auszudrücken oder sich zu entschuldigen. In Thailand wird Gästen zum Willkommen oft ein geweihtes weisses Fadenarmband ("sai sin") als Talisman umgelegt. Thais würden es als grobe Unhöflichkeit empfinden, wenn ein Gast diesen weissen Faden in ihrer Gegenwart entfernte.
Land des Lächelns
Wer durch Asien reist, reist durch ein endloses  "Land des Lächelns". Die Menschen im Westen lächeln oft erst aus einer Situation heraus, wenn sie einen bestimmten Grund dazu haben. In asiatischen Ländern dagegen haben die Menschen fast ständig ein Lächeln auf den Lippen. Bereits als Kind werden sie dazu angehalten, anderen gefällig zu sein. Sicherlich soll das Lächeln erreichen, dass das Gegenüber sich wohl fühlt und möglichen feindseligen Regungen vorgebeugt wird. Ein Lächeln oder Kichern mag ferner dazu dienen, "Danke" oder "Entschuldigung" zu sagen oder auch um Unsicherheiten zu überspielen. 
Mimik und Gestik
Asiaten leben in einer Schamkultur. Deshalb sollte man den permanenten Blickkontakt zu einem Asiaten eher vermeiden und ihn nicht fixieren. Man erhebt seinen Blick in kurzen Abständen, um Signale seines Gesprächspartners aufzunehmen oder zu erwidern. Es ist überall in Asien ein grober Verstoss gegen die guten Sitten, mit dem Zeigefinger oder der ausgestreckten Hand auf Personen zu deuten. Auch Taxis sollten nie mit dem Zeigefinger heran gewunken werden, statt dessen wird die hohle Hand nach innen gekrümmt und zum Körper bewegt. Asiaten sind mit Gefühlsäusserungen generell sehr zurückhaltend. Und so sind sie auch mit grossen Gesten sparsam. Asiaten empfinden solche unterschwellig als Bedrohung und fühlen sich dann entsprechend unbehaglich. 
Kopf als Sitz der Seele
Ein schwerwiegender Tabubruch ist in Malaysia die Berührung des Kopfes. Der Kopf gilt als heilig, weil man glaubt, dass dort die unantastbare Seele des Menschen ihren Sitz hat. In südostasiatischen Ländern darf man daher niemals jemandem (auch kleinen Kindern nicht) den Kopf tätscheln oder ihn anderweitig berühren, denn damit würde man dessen Seele entweihen. 
Kritik
Während es in Deutschland durchaus üblich ist, Konflikte offen zur Sprache zu bringen, wird dies im arabischen und asiatischen Raum tunlichst vermieden, um ja keinen "Gesichtsverlust" für die eine oder andere Seite zu riskieren. Dagegen kann indirekte Kritik durchaus eine verfeinerte Kunst sein, wenn man sie diplomatisch als Vorschlag anbietet. Mit Kritik sollte man im Ausland aber generell möglichst sparsam umgehen. Vor allem Thailänder reagieren sehr empfindlich, wenn man ihr Land, ihre Religion oder ihre kulturellen Eigenarten in Frage stellt. 
Essensgewohnheiten
Chinesische Malaien essen normalerweise mit Stäbchen und einem Löffel. Als schlechtes Benehmen gilt dabei die Essstäbchen aufrecht in die Schüssel zu stellen. Traditionell nahmen bzw. nehmen Malaien ihre Mahlzeiten sogar nach Geschlechtern getrennt ein. Wird auf dem Boden gegessen, sitzen die Männer im Schneidersitz und die Frauen mit parallel angewinkelten Beinen.   
Vorsicht beim Trinken
Beim Reisen in asiatischen Ländern ist es empfehlenswert, sein eigenes Mineralwasser dabei zu haben. Man trinkt kein Leitungswasser und lässt sich keine Eiswürfel in die Getränke kippen. 
Ständige Sorge um Wahrung des Gesichts
In ganz Asien kommt es in der Kommunikation darauf an, vor allem niemals das Gesicht zu verlieren. Ungeduld oder gar Zorn können zu einem solchen höchst peinlichen "Gesichtsverlust" führen. Wer Kritik üben möchte, sollte stets sachlich bleiben und nicht persönlich werden. Generell gilt Zurückhaltung und Gelassenheit mehr mehr als schneidige Direktheit. Die Wahrung des Gesichts , sowohl des eigenen wie dessen des Gegenübers, spielt kurioserweise auch eine grosse Rolle bei der Beschaffung von Informationen und wo immer man Fragen stellt. Wer sich auf Auskünfte von Passanten verlässt, dürfte oft enttäuscht werden. Denn vielen Asiaten fällt es schwer, "Ich weiss nicht" zu sagen. Überhaupt gilt ein direktes "Nein" vielfach als unhöflich. Also gibt man lieber eine falsche Antwort als zuzugeben, dass man nicht Bescheid weiss. 
Fotografieren und Filmen
Höflichkeit sollte das oberste Gebot sein. Niemand möchte zum blossen Motiv degradiert werden. Aus Respekt sollte man keine Nahaufnahmen von Personen machen, ohne vorher deren Zustimmung einzuholen. Dies gilt insbesondere bei muslimischen Frauen und betenden Menschen. In Asien haben viele Menschen Angst vor dem "bösen Blick" und reagieren bisweilen erbost, wenn man sie ablichtet. Auch das Fotografieren von Militär- und Regierungsgebäuden ist in der Regel verboten und kann grosse Unannehmlichkeiten nach sich ziehen.
Tempel und Mönche
Bei Tempel- und Klosterbesuchen sollte man auch bei Hitze Kleidung tragen, die den Körper bedeckt hält. Beim Betreten der heiligen Stätten müssen die Schuhe ausgezogen werden. Im übrrigen verhält man sich beim Besuch eines Tempels am besten so, wie man sich auch in einer Kirche verhalten würde. Frauen dürfen Mönche und deren Gewänder nicht berühren. Der Mönch müsste sich anschliessend einem umständlichen Reinigungsritual unterziehen. Wenn Thailänder Mönche formell begrüssen, verneigen sie sich auf Knien dreimal bis zum Boden. Für einen Nichtbuddhisten genügt ein respektvoller Wai. Mönche erwidern Grüsse grundsätzlich nicht. Doch gar so dogmatisch geht es bei Begegnungen zwischen Mönchen und Ausländern nicht immer zu. 
 Bekleidung und Füsse
Zeigt man in der Öffentlichkeit zuviel Haut, gilt dies als Zeichen mangelnden Anstands und daher als unehrenhaft. Generell sind Asiaten bemüht, stets sauber und gepflegt zu erscheien. Je anspruchsvoller die Kleidung, um so höher das Ansehen des Trägers. Aus kurzen Hosen herausschauende Männerbeine sehen in den Augen der Einheimischen ziemlich komisch aus. Ein Mann ist mit einer langen, leichten Baumwoll- oder Leinenhose wesentlich besser angezogen. Beim Betreten einer Moschee müssen auch westliche Frauen neben langärmliger Kleidung ein Kopftuch tragen. Sie riskieren sonst abgewiesen zu werden. Auch bei Tempelbesuchen sollten Arme und Beine bedeckt sein. So gibt es z. B. in Bangkoks Königspalast und den dazu gehörigen Tempelanlagen schulterfrei keinen Einlass. Besucher sollten stets so sitzen, dass ihre Schuhsohlen nicht sichtbar sind. Gastgeber würden dies als beleidigend empfinden. Füsse gelten als unrein, weil die Schuhe mit dem Dreck der Strasse in Berührung kommen. Deshalb dürfen die Fusssohlen beim Beten in einem buddhistischen Tempel niemals auf die Buddhastatue weisen. Traditionell  ziehen Vietnamesen und andere Asiaten beim Betreten von Privatwohnungen die Schuhe aus. 
Berührungen in der Öffentlichkeit
In Sdostasien ist es auch unter Männern üblich, aus blosser Sympathie Hand in Hand durch die Strassen zu schlendern. Junge Thais verhalten sich auch Fremden gegenüber manchmal so - was man sich als Mann gefallen lassen mag oder auch nicht. Frauen hingegen sollten Kontaktversuche dieser Art besser ablehnen. Andererseits ist es für die meisten Asiaten ein Tabu, sich berühren zu lassen.
Grundsätzlich gilt: Paare sollten sich in der Öffentlichkeit mit Zuneigungsbekundungen zurückhalten. Umarmungen, Küsse, überhaupt öffentliche Liebesbeweise gelten als unschicklich. Sie bringen alle Aussenstehenden in Verlegenheit.  
Verbote in Singapur
Singapur ist ein sehr sauberer und disziplinierter Stadtstaat, der, autoritär geführt, nach strengen Regeln funtioniert. Auch Besucher haben die Vorschriften zu befolgen. Warnschilder mit Angaben der drohenden Strafen weisen auf die einschlägigen Ge- und Verbote hin. So kann ein weggeworfener Kaugummi schon mal mit umgerechnet 500 Euro geahndet werden.
Man beachte daher:
  1. Überquere eine Strasse nur über den Zebrastreifen bzw. an einer Ampel
  2. Rauchen ist in allen öffentlichen Einrichtungen, Restaurants und Transportmitteln untersagt. Im Zweifelsfalle im erst fragen
  3. Spucken in der Öffentlichkeit ist bei Strafe untersagt
  4. Fast Food darf in öffentliche Verkehrsmittel und öffentliche Gebäude nicht mitgebracht werden.  
Traditionelle Grundlage aller Verhaltensnormen
Hinduismus und Buddhismus sind die wohl entscheidenden spirituekken Schöpfungen des gesamten asiaatischen Kontinents. Beide Religionen haben ihren Ursprung in Indien.
Der Islam entwickelte sich erst deutlich später auf der arabischen Halbinsel. Theravada - Buddhismus, Hinduismus, Islam, evangelisches und katholisches Christentum sind in Südostasien die vorherrschenden Religionen. Daneben gibt es aber noch zahlreiche andere religiöse Gruppierungen. Traditionell waren in ganz Südostasien lokale Religionen vorherrschend, die stark von Animismus, Ahnenkult und Schamanentum geprägt waren. Durch die Vermischung der verschiedenen Kulte zahlreiche neue Glaubensformen.
Malaysia ist zwar offiziell ein muslimisches Land. Jedoch gibt es dort wie auch unter den Indern viele Hindus, Sikkhs und Christen. Bei den dortigen Chinesen, traditionell Schüler des Konfuzius, gibt es heute auch Buddhisten oder Christen.   
Buddhismus
Der Buddhismus war ursprünglich eine von vielen Reformbewegungen gegen das alte Brahmanentum, die von der untergeordneten Kriegerkaste ausging. Um 563 vor Christus wurde Siddharta Gautama, der Begründer des Buddhismus, als Königssohn der Sakyas (im heutigen Nepal) geboren. Im Alter von 29 Jahren liess er das Leben im Palast hinter sich und wanderte als Asket durch das Ganges - Tal, wo er berühmte Lehrer traf und bei ihnen studierte. Da ihn all dies nicht befriedigte, wandte er sich von den traditionell beglaubigten religiösen Vorstellungen des Brahmanismus ab und ging seinen eigenen Weg mit dem Ziel, dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) und damit des Leides zu entrinnen - und zwar durch Übung, rechte geistige Ausrichtung und Erkenntnis. Nach der Überlieferung erlangte Siddharta Gautama im Alter von 35 Jahren die Erleuchtung und wurde somit zum Buddha (das heisst "Erwachter", "Erleuchteter").
Als praktische Wegweisung zur Leidensaufhebung gilt der "Achtfache Pfad", die letzte der "Vier Edlen Wahrheiten":
  1. rechte Ansicht
  2. rechtes Denken
  3. rechte Rede
  4. rechte Handlung
  5. rechter Lebenserwerb
  6. rechte Anstrengung
  7. rechte Achtsamkeit und
  8. rechte Konzentration.
 Die gesamte buddhistische Lebenseinstellung, wie auch das Beschreiten des Achtfachen Pfades zielen darauf ab, einen Weg der Mitte zu finden, um mit sich selbst und somit allen anderen Lebewesen in Einklang existieren zu können. Beim Eintritt in einen buddhistischen Orden legt der Novize ein formelles Gelübde ab, die 5 Tugendregeln (Silas) einzuhalten:  
  1. kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen
  2. nichts zu nehmen, was nicht gegeben wird
  3. keine ausschweifenden sinnlichen Handlungen auszuüben
  4. nicht zu lügen, sondern nur wohlwollend zu sprechen
  5. keine Substanzen zu konsumieren, die den Geist verwirren und das Bewusstsein trüben.  
Der südliche Buddhismus (Theravada) verbreitete sich in Südostasien, der nördliche Buddhismus (Mahayana) erfasste die Länder der Himalaya - Region und über die Seidenstrasse Zentral- und Ostasien.  
Konfuzianismus
Der Konfuzianismus ist im eigentlichen Sinn keine Religion, sondern eine Anleitung zum "richtigen Leben" und eine Philosophie der gesellschaftlichen Organisation.
Traditionelle konfuzianische und chinesische Werte sind in Singapur teilweise stärker ausgeprägt als in China, da das Land keine (moistische) Kulturrevolution durchlebt hat. Konfuzius (Kung - fu - tse = "Meister aus dem Geschlecchte Kung") entstammte einem alten chinesischem Adelsgeschlecht und lebte vermutlich von 551 vor Christus bis 479 vor Christus. Er war neben Lao - Tse der bedeutendste Philosoph und Lehrmeister Chinas. Das zentrale Thema seiner Lehre war die rechte menschliche Ordnung. Diese ist für ihn durch Achtung vor anderen Menschen, vor allem den Alten und Ahnen, charakterisiert. Als Ideal sah Konfuzius den "Edlen", ein Mensch, der moralisch einwandfrei lebt: "Harmonie und Mitte, Gleichmut und Gleichgewicht" ist das Ziel, erreichbar vor allem in der disziplinierten Bildung des Geistes.
Hinduismus
"Hindu" wie auch "Indien" ist von dem Namen des Flusses "Indus" abgeleitet und bezeichnete einst die Bewohner dieser Region. Hindu kann man nur durch Geburt in eine bestimmte Kaste werden. Etwa 80 Prozent der Inder sind Hindu. Der Hinduismus entstand um ca. 1.400 vor Christus. In den heiligen Sanskrit - Texten, den Veden, wurden die Lehren zusammengefasst. Es gibt keinen Religionsstifter, keine allgemeingültige Doktrin und kein geistliches Oberhaupt. Die Hindus haben 36 Millionen Götter, die sie anbeten.    
Im Hinduismus verschmelzen unterschiedliche Tradiionen miteinander, die durch die folgenden drei Kernideen charakterisiert sind: 
  1.  Glaube an die Wiedergeburt (Reinkarnation) un an das sie determinierende Handeln (Karma). Wer sein Schicksal in diesem Leben ergeben erduldet, wird im nächsten Leben ein besseres Los erlangen.
  2. Annahme einer unmsterblichen Seele (Atman), die mit der Weltseele (Brahman) eins sind.
  3. Überzeugung, dass es Wege zur Erlösung gibt.
Wenn auch fast jeder Inder diese Zusammenhänge anders versteht, darf kaum eine der genannten zentralen Ideen fehlen.  
Gott ist in allen Dingen. Die Welt istewig, hat keinen Anfang und kein Ende. Die Vielzahl der Götter ist stets Ausdruck von Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. Für die Scchöpfung steht der Gott Brahman, für die Erhaltung Vishnu, für die Zerstörung Schiva. Er zerstört schliesslich die Welt mit seinem ungezügelten Tanz, um einen Neuanfang zu ermöglichen. Als Trinität gehen Brahman, Vishnu und Schiva eine sich ergänzende Verbindung ein. 
Der Islam
Der Islam ist nach Judentum und Christentum die jüngste der drei grossen monotheistischen Religionen. Mohammed, der Begründer des Islams, wurde um 570 in Mekka geboren. Der Überlieferung nach wurden ihm durch den Erzengel Gabriel die Offenbarungen Gottes übermittelt. Widerstände innerhalb seines eigenen Stammes führten schliesslich dazu, dass Mohammed mit seinen Anhängern Mekka verlassen musste. Mit dieser Auswanderung am 16.07.622 beginnt die islamische Zeitrechnung. Als Mohammed 632 stirbt, hat er praktisch alle Stämme der arabischen Halbinsel geeint und Bündnisse bis nach Iran und Syrien geschlossen.
Der Koran gilt den Muslimen als das direkte und unveränderliche Wort Gottes. Unter dem Begriff "Qur'an" (arabisch die "Rezitation") wurden die dem Propheten  zuteilgewordenen göttlichen Offenbarungen postum zusammengefasst. Die Hauptinhalte des Korans sind: Warnungen vor dem Jüngsten Gericht, ethische Weisungen, Rechtsvorschriften und theologische Diskussionen.
"Allah" ist das arabische Wort für "Gott". Ein "Muslim" ist, wer sich dem Willen Gottes unterwirft. "Islam" bedeutet "Hingabe". Die sogenannten fünf Säulen des Islam, an die sich der rechtgläubige Muslim zu halen hat, sind folgende:
  1. "Shahada" ist das Bekenntnis zu einem Gott: "Ich bezeuge, dass es keine Gottheit ausser Gott gibt und, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist."
  2. "Salaat" ist das Pflichtgebet, welches möglichst fünf mal über den Tag verteilt erfolgen sollte.
  3. "Zakat" ist die Pflicht, Almosen an Bedürftige zu geben. Im KOran ist genau geregelt, wofür diese Art Steuer zu verwenden ist.
  4. "Ramadan" ist die wohl am strengsten eingehaltene Pflicht: ein kollektives Fasten im 9. Monat des islamischen Jahres.
  5. "Hadj" ist die Verpflichtung aller Moslems, wenigstens einmal im Leben nach Mekka zu pilgern.